Archiv für die Kategorie „Nachrichten“
Ganz schön was los – nachts in der Neustadt
Diese zwei Polizeimeldungen aus der Nacht zum Sonnabend trudelten gerade herein.
Fall 1: Ein 27-Jähriger versucht seine Ex-Freundin zu kontaktieren, dafür nutzt er in einem Hinterhof an der Louisenstraße Schneebälle und kleine Steinchen. Die steht aber offenbar gar nicht auf ihn und ruft die Polizei. Die Ordnungshüter kommen prompt und stellen fest, dass der Steinchenwerfer inzwischen einen 37-jährigen Mann mittels Kopfstoß verletzt hatte. Bei der Personalienüberprüfung stellten die Polizisten fest, dass gegen den verschmähten Liebhaber auch noch ein Haftbefehl vorlag. Endstation: Justizvollzugsanstalt.
Fall 2:
Die Polizei kontrolliert auf der Bautzner Straße stadteinwärts, plötzlich tuckert ein kleiner gelber Motorroller vorbei. Der junge Mann fährt ohne Licht und ohne Kennzeichen, biegt in die Alaunstraße ein und stellt seinen Roller ab. Da schnappt der Arm des Gesetzes zu und der Fahrer holte statt seines Führerscheins lieber ne ordentliche Alkoholfahne raus: 1,04 Promille. Und auch der Vortest für Betäubungsmittel schlug positiv aus. Die Beamten veranlassten eine Blutentnahme.
Grüne Kundgebung am Albertplatz ?
Der Landtagsabgeordnete der Grünen und Neustädter Ortsbeirat Johannes Lichdi hat am vergangenen Mittwoch für den 13. Februar, um 10 Uhr eine Kundgebung am Albertplatz angemeldet. Auf der Webseite der Neustadtgrünen wird auf einem Plakat gefordert: “Nazis raus aus Dresden-Neustadt” Außerdem wird berichtet, dass das Ordnungsamt signalisiert habe, dass die Anmeldung nicht genehmigungsfähig sei, da der Albertplatz unter dem Gesichtspunkt des „Trennungsgebotes“ für Gegendemonstrationen zum Nazisaufmarsch gesperrt sei.
Damit will sich Lichdi nicht zufrieden geben und beharrt auf sein grundgesetzlich geschütztes Demonstrationsrecht. Er hat einen Anwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt.
Verwaltungsgericht: Nazis dürfen marschieren
Wie das Verwaltungsgericht Dresden gestern mitteilte, stößt die Beschränkung einer angemeldeten Demonstration auf eine nur »stationäre« Kundgebung gegen die Versammlungsfreiheit.
Im Wortlaut der Pressemitteilung heißt es:
“Die Beschränkung einer von der »Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland« (JLO) für den 13. Febraur 2010 in Dresden angemeldeten Demonstration auf eine nur »stationäre« Versammlung greift in unzulässiger Weise in die vom Grundgesetz geschützte Versammlungsfreiheit ein. Dies geht aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden vom heutigen Tag hervor (Az. 6 L 35/10).”
Damit bleibt es vorerst bei der von der JLO angemeldeten Aufzugstrecke, über die bislang noch keine genaueren Details bekannt sind. Nach Medienberichten soll der Startpunkt am Hauptbahnhof sein. Gegen den Beschluss will die Stadtverwaltung Beschwerde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen einlegen.
Randalierer festgenommen
Wie die Polizei soeben meldet, wurde gestern Abend gegen 22 Uhr einen 29-jähriger Randalierer auf der Kamenzer Straße festgenommen. Mehrere Anwohner hatten bei der Polizei angerufen und von einem jungen Mann berichtet, welcher an der Sebnitzer Straße und der Kamenzer Straße herum grölte, gegen Autos trat und Mülltonnen umwarf. Der Weg des Missetäters war für die Polizei leicht nachzuvollziehen. Auf der Kamenzer Straße hatte er den Inhalt von mindestens drei Mülltonnen auf der Fahrbahn verteilt. In Höhe des Netto warf er beim Eintreffen der Beamten zwei Plastikstühle auf die Fahrbahn. Die Polizisten stellten den jungen Mann zur Rede, der war sich keiner Schuld bewusst beleidigte die Polizisten und krakeelte weiter. Da er viel blauer war als die Ordnungshüter in ihren neuen Uniformen, wanderte er mitsamt seiner 1,76 Promille für eine Nacht ins Kittchen.
Bürger.Courage kritisiert Verlegung der Dresdner Neonazi-Kundgebung zum Bahnhof Neustadt
Wie der Verein Bürger.Courage soeben in einer Pressemitteilung erklärt, kritisiert er scharf die Entscheidung der Stadt Dresden, die Kundgebung tausender Neonazis am 13. Februar zum Bahnhof Neustadt zu verlegen. „Die Vorstellung, dass Rechtsextreme nun ausgerechnet an jenem Ort aufmarschieren sollen, an dem von 1942 bis 1944 die Züge in die Konzentrationslager nach Auschwitz und Theresienstadt losrollten, macht uns sprachlos“, sagt der Vereinsvorsitzende Christian Demuth. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mann mit Leimeimer geschlagen
Wie die Polizei soeben meldet, wurde gestern Abend ein 49-jähriger Mann auf der Königsbrücker Straße mit einem Leimeimer geschlagen. Der Mann hatte bemerkt, wie drei junge Männer an einer Hauswand ein Plakat mit einem Aufruf gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar ankleben wollten. Er sprach sie an und forderte sie auf dies zu unterlassen. Daraufhin nahm einer der Jugendlichen den Leimeimer und schlug auf den 49-Jährigen ein. Durch den Eimer wurde er im Gesicht und an der linken Hand verletzt. Der Leim beschmutzte dem Geschädigte die Kleidung. Die drei Täter entkamen unerkannt auf der Königsbrücker Straße in Richtung Bischofsweg.
Gedenktafel am Bahnhof Neustadt
Wenn am 13. Februar Neonazis am Bahnhof Neustadt auflaufen, werden sie auch mit dieser Gedenktafel konfrontiert.
Die Gedenktafel am Neustädter Bahnhof, die an das Schicksal Dresdner Juden erinnert, wurde am 27. Januar 2001 vom damaligen Oberbürgermeister Herbert Wagner enthüllt. Die Inschrift lautet: “Im Nationalsozialismus war der Güterbahnhof Dresden-Neustadt Ausgangspunkt oder Zwischenstation für viele Deportationen von jüdischen Frauen, Männern und Kindern. Im Oktober 1938 begann hier die Abschiebung von 724 Dresdner Juden nach Polen. Mit Zügen der Deutschen Reichsbahn erfolgte zwischen 1942 und 1944 ein großer Teil der Transporte in die Gettos Riga und Theresienstadt, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie in andere Konzentrationslager”Die Tafel besteht aus drei Elementen: aus zwei Stahlplatten und einer Glasplatte, die diese optisch miteinander verbindet. Auf die Glasplatte wurde per Sandstrahl ein Psalm in Hebräisch und in Deutsch aufgebracht. Außerdem sind in das Glas sechs Pflastersteine eingelassen. Diese symbolisieren zum einen die Opfer, zum anderen aber auch die Gefährdung von Leben. In den Gehweg – in Sichtbeziehung zur Tafel – wurde ein einfacher bronzener Davidstern eingelassen.
13. Februar

Bahnhof Neustadt am Schlesischen Platz
Die Neo-Nazis haben vor Kurzem auf dem Dammweg schon mal eine Visitenkarte hinterlassen, am vergangenen Wochenende hatten bislang unbekannte Täter dort Hakenkreuze und Parolen hingeschmiert. Diesen Beitrag weiterlesen »
Neuer Bäcker auf der Kamenzer Straße

Neue Bäckerei-Filiale auf der Kamenzer
In die freigewordenen Räume zieht jetzt eine Filiale der Bäckerei Bresan ein. Besucher der inneren Neustadt kennen vielleicht deren Schaubackstube auf der Hauptstraße.
Damit besticht der obere Teil der Kamenzer nun mit einer recht hohen Bäcker-Dichte. Neben der alteingesessenen Bäckerei P. Claudius, in Nummer 40 ist ja vor Kurzem auch eine Filiale von Emil Reimann in den Netto-Neubau eingezogen.
Spätshop geplündert
Wie mir ein Nachbar berichtete, will die Betreiberin des Spätshops aber weitermachen und schon morgen wieder eröffnen. Inzwischen stehen schon wieder erste Regale im Laden und ein Zettel weist auf die Wiedereröffnung morgen hin.





