![]()
Am Sonnabend, dem 20. Juni, öffnen zur Museumsnacht Dresden wieder 40 Museen und Einrichtungen ihre Türen – von 18 Uhr bis Mitternacht. Zwischen Kunst, Geschichte, Wissenschaft und Technik entsteht eine Nacht voller Entdeckungen, die die Stadt in eine große Erlebniswelt verwandelt.

c by Matthias Rietschel
00491723511011
www.rietschel-foto.de
info@rietschel-foto.de
BITTE BEACHTEN SIE MEINE AGB, ZU FINDEN AUF www.rietschel-foto.de
Von der robotron-Kantine bis zum Botanischen Garten
Zu den Höhepunkten des Abends gehört das Albertinum, wo Werke von Caspar David Friedrich, Gerhard Richter und aktuell Paula Modersohn-Becker zu sehen sind – ergänzt durch offene Ateliers und Angebote für alle Altersgruppen. Der Botanische Garten lädt mit Tango, südamerikanischer Pflanzenwelt und stimmungsvoller Beleuchtung zu einem besonderen Spaziergang ein.
Im Buchmuseum der SLUB begegnen sich eine Torah-Rolle und ein Maya-Codex – zwei außergewöhnliche Zeugnisse der Schriftkultur, zu denen Rundgänge und Kurzführungen angeboten werden. Erstmals dabei ist in diesem Jahr die robotron-Kantine mit einem Einblick in die Dresdner Kunstszene der 1980er Jahre.
Neben den Ausstellungen selbst sorgen Musik, Shows und kulinarische Angebote für ein abwechslungsreiches Begleitprogramm. Für Familien mit Kindern gibt es eine eigene Sonderseite auf der Website mit passenden Programmpunkten – unter anderem im Eisenbahnmuseum, wo historische Züge erlebbar sind und ein eigenes Kinderprogramm wartet.
Ein Ticket gilt für alle Häuser und ist gleichzeitig als Fahrschein im gesamten VVO-Gebiet gültig, von 14 Uhr bis 4 Uhr morgens.
In der Neustadt: Cosel, Romantik und Baseballschlägerjahre
Auch in der Neustadt beteiligen sich in diesem Jahr drei Einrichtungen an der Museumsnacht.
Im Kraszewski-Museum auf der Nordstraße dreht sich der Abend um Gräfin Cosel und den Glanz des sächsischen Barock. Neben einem freien Rundgang durch die Dauerausstellung gibt es Vorträge und – zweimal im Abendverlauf – eine Kostümlesung, in der Martina Zellmer als Cosel von Liebe, Zorn und Tafelrunden erzählt. Im Garten wird Wein ausgeschenkt.
Das Kügelgenhaus widmet sich anlässlich des Weber-Jubiläumsjahres und des 250. Geburtstages von E. T. A. Hoffmann der Dresdner Romantik. Auf dem Programm stehen Lesungen aus Webers Briefen an seine Frau Caroline sowie aus Hoffmanns Erzählung „Der goldne Topf“, musikalisch begleitet von Schülerinnen und Schülern des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik. Beide Sonderausstellungen sind frei zugänglich.

Das BRN-Museum im Stadtteilhaus rückt in dieser Nacht die sogenannten Baseballschlägerjahre in den Fokus – jene Zeit nach dem Mauerfall, in der rechte Gewalt in Ostdeutschland eskalierte und auch die Neustadt prägte: der Mord an Jorge Gomondai, der Brand der Kneipe Bronxx, Überfälle auf besetzte Häuser. Stündlich finden geführte Rundgänge statt, bei denen Zeitzeug*innen zu Wort kommen. Um 18, 20 und 22 Uhr wird der Dokumentarfilm „Jorge. Tod eines Vertragsarbeiters“ gezeigt.
Alle Informationen zum Gesamtprogramm unter museumsnacht.dresden.de.





