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Louisenstraße: Begrünungstest bis Ende Oktober

Die Testphase „Louisenstraße im Wandel“ auf dem Abschnitt zwischen Alaunstraße und Rothenburger/Görlitzer Straße hat begonnen. Bis Ende Oktober sollen zusätzliche Begrünung, neue Sitzmöglichkeiten sowie Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr erprobt werden. Die Maßnahmen sind Teil eines längerfristigen Projekts zur Umgestaltung der Straße.

Stadtbezirksamtsleiter André Barth mit Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn. Foto: Anton Launer
Stadtbezirksamtsleiter André Barth mit Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn. Foto: Anton Launer

Nach Angaben der Stadt sind vier Pflanzbeete an den Standorten künftiger Straßenbäume entstanden, die 2027 gepflanzt werden sollen. Hinzu kommen mehrere Pflanzkübel, darunter Modelle mit integriertem Wasserspeicher, zwei Sitzbänke mit Pflanzkübeln sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Bewässerung. Außerdem werden weitere Großmüllbehälter aufgestellt. Die Pflanzbeete sind noch weitestgehend leer, nur wenn man genau hinschaut, sieht man erste Sprößlinge. André Zschoge vom Stadtplanungsamt sagt, dass man sich, auch aus Kostengründen, in den Kästen für eine Aussaat entschieden habe.

Auch für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger soll sich die Situation verbessern. Neue Fahrradbügel schaffen zusätzliche Abstellmöglichkeiten. An der Kreuzung Louisenstraße/Rothenburger Straße/Görlitzer Straße ist eine Diagonalampel geplant, die das Queren der Straße erleichtern soll.

Baubürgermeister Stefan Kühn (Grüne) bezeichnet die Testphase als „ersten Schritt zur baulichen Umgestaltung der Louisenstraße“. Er verweist auf die geplanten Straßenbäume und ein künftiges Regenwasser-Bewässerungssystem. Der Neustädter Stadtbezirksamtsleiter André Barth hebt die hohe Beteiligung von Anwohnenden, Vereinen sowie Kinder- und Jugendprojekten hervor.

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Die Testphase wird von einer Online-Umfrage begleitet. Die Ergebnisse sollen in die weitere Planung für die Louisenstraße einfließen. Grundlage des Projekts ist ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2019. In den Jahren 2024 und 2025 hatte die Stadt dazu mehrere Beteiligungsverfahren durchgeführt.

Pflanzkübel und Sitzgelegenheiten auf der Louisenstraße - Foto: Anton Launer
Pflanzkübel und Sitzgelegenheiten auf der Louisenstraße – Foto: Anton Launer

SPD lobt Beteiligungsprozess

Positiv bewerten die Pläne auch die SPD-Landtagsabgeordnete Sophie Koch und die Dresdner Stadträtin Julia Hartl. Koch hebt insbesondere die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hervor. Die zusätzlichen Sitzgelegenheiten seien wichtige Treffpunkte ohne Konsumzwang. Die Louisenstraße zeige, wie Beteiligung bei der Gestaltung öffentlicher Räume funktionieren könne.

Beide Politikerinnen begrüßen, dass die Stadt den Beteiligungsprozess fortsetzen und die Ergebnisse in die weiteren Planungen einbeziehen will. Die Louisenstraße biete die Chance, gemeinsam mit den Menschen vor Ort einen lebenswerteren Stadtraum zu entwickeln.

Grüne sehen breite Zustimmung

Auch die Grünen begrüßen die Testphase. Stadtbezirksbeirätin Ulla Wacker erklärt: „Ich finde den Beteiligungsprozess sehr gelungen, freue mich auf die Testphase und lade alle, auch die Kritiker*innen ein, an der Begleitumfrage der Stadt teilzunehmen, um viele Erkenntnisse in die Auswertung einfließen zu lassen.“

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Der Neustädter Stadtbezirksbeirat Norbert Rogge betont: „Bei den bisherigen Veranstaltungen und Beteiligungen gab es wenig Widerspruch aus der Neustadt selbst, daher gehe ich von einer hohen Akzeptanz seitens der Anwohnenden für den Verkehrsversuch aus.“ Die Neustadt-Grünen wollen sich zudem dafür einsetzen, dass sich Bürgerinnen und Bürger künftig auch finanziell an Begrünungsmaßnahmen beteiligen können. „Diesbezüglich bin ich mehrfach angesprochen worden, offenbar besteht Interesse“, so Rogge.

Wenn man ganz genau hinsieht, kann man in den Holzkästen schon erste Sprößlinge sehen. An diesen Stellen sollen perspektivisch mal Bäume stehen. Foto: Anton Launer
Wenn man ganz genau hinsieht, kann man in den Holzkästen schon erste Sprößlinge sehen. An diesen Stellen sollen perspektivisch mal Bäume stehen. Foto: Anton Launer

CDU kritisiert hohe Kosten

Auch der CDU-Stadtrat Johannes Schwenk unterstützt die Ziele einer Aufwertung der Louisenstraße, übt jedoch Kritik an den Kosten der Umsetzung. Schwenk erklärt: „Begrünung und mehr Aufenthaltsqualität auf der Louisenstraße sind richtig. Aber knapp 10.000 Euro pro Blumenkübel sind in Zeiten leerer Kassen schlicht absurd. Gute Idee – völlig überteuerte Umsetzung. Stadtgrün darf nicht zum Luxusmöbel werden.“

Verkehrswende Dresden fordert weitere Veränderungen

Die Initiative Verkehrswende Dresden begrüßt die Umgestaltung des Abschnitts zwischen Alaunstraße und Rothenburger/Görlitzer Straße, sieht darin aber nur einen ersten Schritt. Die Gruppe verweist auf die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Louisenstraße, die mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, mehr Grün sowie eine höhere Aufenthaltsqualität gefordert habe.

Kritisiert wird, dass bislang nur rund 150 Meter der insgesamt etwa 850 Meter langen Straße umgestaltet wurden. Vor allem im östlichen Abschnitt hinter der Kreuzung Rothenburger Straße/Görlitzer Straße sieht die Initiative weiteren Handlungsbedarf.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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