Getroffen beim Hokke-Records-Release-Konzert im Industriegelände.

Manche Musik lässt sich nur schwer in ein Genre einordnen. Mystic Odd Cycles gehören definitiv dazu. Das Dresdner Projekt besteht seit 2024 und bewegt sich zwischen Weltmusik, Indie, klassischer Musik und elektronischen Einflüssen.
Drei Worte, mit denen sie ihren Sound selbst beschreiben?
„Zauberhaft, Klang, Verschmelzung.“
Und tatsächlich trifft das den Kern ganz gut. Geige, Sitar und Drum-Machine verbinden sich zu einem Sound, der handgemachte und elektronische Musik zusammenführt. Stilistisch bleibt dabei vieles offen. Statt klarer Genregrenzen stehen Atmosphäre, Dynamik und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einflüsse im Vordergrund.
Ein wichtiger Bestandteil ihrer Musik ist die Improvisation. Neben festen Songstrukturen gibt es immer wieder freie Passagen, in denen sich Stücke neu entwickeln können. Auch ungewöhnliche Taktarten wie 7/8 oder 11/8 gehören dazu und sorgen dafür, dass die Musik nicht immer den erwartbaren Weg geht.
Aktuell ist Mystic Odd Cycles als Duo unterwegs. Zeitweise gehörte auch eine Cellistin zum Projekt. Wie die Besetzung künftig aussieht, bleibt bewusst offen und darf sich weiterentwickeln.

Veröffentlicht wird die Musik über Hokke Records, ein Dresdner Independent-Label, das verschiedene lokale Künstler*innen und Projekte zusammenbringt.
Mit Blick auf die Dresdner Musikszene erleben die Musiker*innen eine vielseitige und kreative Landschaft. Gleichzeitig wünschen sie sich mehr Freiräume für Straßenmusik und Regelungen, die längere Spielzeiten in der Innenstadt ermöglichen.
Im Mittelpunkt ihrer Musik steht der Wunsch, Menschen für einen Moment aus dem Alltag herauszuführen. Die Stücke sollen Raum für Reflexion schaffen und Verbindungen entstehen lassen – zu sich selbst, zur Umgebung und zu etwas, das sich nicht immer in Worte fassen lässt.
Empfehlenswerte Acts aus Dresden
Post Berlin, Oskar Albrecht und Charly Duggan.
Live ist das Projekt regelmäßig auf Straßen und Plätzen, in Parks und bei Veranstaltungen in Dresden zu erleben. Dort entsteht genau die Offenheit, die auch ihre Musik prägt: irgendwo zwischen Komposition, Improvisation und der Suche nach neuen Verbindungen.
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Über den Autor
Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt nimmt in unregelmäßigen Abständen Dresdner Musikerinnen, Musiker und Bands vor die Linse. Auf diversen Konzerten kann man ihn in der Nähe der Bühne sehen. Heraus kommen wunderbare Eindrücke von Live-Auftritten. Seit einer Weile hat Johannes, der hauptberuflich als Krankenpfleger in der Notaufnahme arbeitet, sein Portfolio um Porträts erweitert. Dafür trifft er Musiker abseits der Clubs und interviewt sie. Das Neustadt-Geflüster wird in unregelmäßigen Abständen diese Interviews hier veröffentlichen.
- Johannes Haupt betreibt zwei Instagram-Kanäle: Auf www.instagram.com/haupt_motiv gibt es sein komplettes Portfolio zu sehen, die Interviews veröffentlicht er auf www.instagram.com/sounddcheck
- Außerdem gibt’s alle Interviews auch auf sounddcheck.de
- Im Neustadt-Geflüster finden sich die Beiträge unter dem Hashtag #sounddcheck


















