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Neustadt-Kinotipps ab 16. Juli 2026

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Schauburg, Bundesstart: Die Odyssee

Die Odysee – in der Schauburg

Zehn Jahre Krieg, jetzt noch der lange Weg nach Hause. Odysseus (Matt Damon), König von Ithaka, bricht nach dem Fall Trojas auf und braucht bekanntlich weitere zehn Jahre, um anzukommen. Dazwischen muss er viele Herausforderungen bewältigen, wie den Zyklop Polyphem, die Sirenen, die Zauberin Kirke (Samantha Morton), die Nymphe Kalypso (Charlize Theron) und den Zorn des Poseidon.

In Ithaka wartet Penelope (Anne Hathaway) auf die Rückkehr ihres Mannes, belagert von Freiern, vorneweg der geschmeidige Antinoos (Robert Pattinson). Odysseus‘ Sohn Telemachos (Tom Holland) macht sich auf die Suche nach dem Vater. Und Athene (Zendaya), Göttin der Weisheit, hält ihre schützende Hand über den listenreichen Wanderer. Christopher Nolan hat Homers Epos selbst zum Drehbuch gemacht und an Schauplätzen in Marokko, Griechenland, Island und der Westsahara gedreht.

Thalia: Auf zwei Rädern

Auf zwei Rädern - im Thalia
Auf zwei Rädern – im Thalia

Nach dem Tod seines Sohnes macht sich Mathias gemeinsam mit dessen bestem Freund Philippe und Hund Lucky auf eine besondere Reise. Mit dem Fahrrad folgen die beiden der Route, die der Verstorbene einst quer durch Europa geplant hatte. Aus der Tour von der französischen Atlantikküste bis ans Schwarze Meer wird ein ebenso berührendes wie lebensbejahendes Roadmovie über Freundschaft, Verlust und die Kraft gemeinsamer Erinnerungen. Im Thalia im Original mit Untertiteln.

Schauburg, Bundesstart: So klingt das Leben

So klingt das Leben – in der Schauburg

Ein Dorf an der galicischen Küste. Vor zwei Jahren versank ein Fischerboot, sieben Menschen starben. Seither ist die Gemeinschaft wie erstarrt. Nun versuchen einige, die Tradition der gemeinsamen Rondalla wieder aufleben zu lassen, das traditionelle „Rondallas“-Musikensemble wiederzubeleben und am jährlichen regionalen Musikwettbewerb teilzunehmen. Der Beginn ist mühsam, die Einwände so groß wie die Zuversicht gering. Die 18-jährige Andrea (Judith Fernández) übernimmt schließlich im Andenken an ihren Vater die Leitung, mischt klassische Instrumente mit modernen Songs, stößt auf Skepsis und auf verborgene Sehnsüchte und schließlich Anerkennung.

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Die Dorfbewohner finden nicht nur den richtigen Takt, sondern auch Wege, ihren Schmerz zu kanalisieren. Durch die gemeinsamen Proben findet die Gemeinschaft wieder zusammen. Ein gut aufgelegtes Ensemble spielt sich mit Verve durch Resttrauer, amüsante Konflikte und allerlei Liebeleien. Trockener Humor lockert die Geschichte gekonnt auf. Und der Soundtrack sorgt schlussendlich für nahezu ausgelassene Stimmung.

Thalia: Wise Women – Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Wise Women – Fünf Hebammen, fünf Kulturen – im Thalia

Die fünf Heldinnen des Films sind Expertinnen für die wichtigste Sache der Welt: Müttern zu helfen, ein Kind zur Welt zu bringen. Regisseurin Nicole Scherg begleitet Genet Gebru aus Äthiopien, „Hajja“ Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Wie Frauen gebären, geht uns alle an: Wir alle wurden schließlich einmal geboren. Die Hebammen begleiten diesen physiologischen Prozess, der universell und natürlich ist – und doch zutiefst individuell. Ob im hochtechnologischen OP-Saal, im frauenverwalteten Geburtshaus oder bei Regen im Dorf: Sie navigieren den Weg zwischen den Welten. Sie wissen von der Unkontrollierbarkeit des Gebärens und sind verlässliche Reiseleiterinnen in Grenzsituationen.

Schauburg, Bundesstart: Was haben wir gelacht

Was haben wir gelacht – in der Schauburg

Eva Müller und Isabel Schneider erzählen die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er- und früher Nuller-Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt.

Thalia: Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war – im Thalia

Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann und verleiht deren Worten eine magische Präsenz. Die Literaturwissenschaftlerin Regina Schilling verdichtet improvisierte Szenen, Archivmaterial, Interviews und Bachmanns Texte zu einem kunstvollen Gewirk. Ihr Film verbindet die zentralen Lebensphasen Bachmanns von deren Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Literatur-Star und Mitglied der Gruppe 47 bis zu ihren letzten Lebenstagen in Rom. „Unsere Geisterbeschwörung, unsere Seance“, nennt Regina Schilling das gemeinsame Vorgehen von ihr und Hüller an einer Stelle des Films, man sieht beide lachen, erleichtert, dass der beschrittene Weg gangbar scheint. Der Film betont in kleinen Momenten immer wieder, dass hier eine Versuchsanordnung stattfindet, Möglichkeiten abgeschritten werden, wie Ingeborg Bachmanns Leben gewesen sein könnte.

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Zu Wort kommen auch die Männer, zu denen sie in komplizierten Beziehungen stand. Hans Werner Henze und Max Frisch geben Auskunft, von Paul Celan wird berichtet. Zentrum bleibt aber immer Bachmanns kompromissloses Ringen um eine unverwechselbare und radikale Sprache und ihr Taumeln zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen. Souverän montiert, greifen die verschiedenen Archivmaterialien ineinander, überraschend und folgerichtig zugleich und sorgen in Verbindung mit Sandra Hüllers schillerndem Spiel für eine starke Sogwirkung. Bachmann, von Hüller wahrhaft kongenial dargestellt, entzog sich und ihr Werk konsequent jeglicher Vereinnahmung. Regine Schilling macht das glaubhaft. Ihr Film ist ein wunderbares Porträt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann, ein Porträt, das die Zerbrechlichkeit der Künstlerin ebenso würdigt wie ihre Kraft.

Schauburg, Bundesstart: Insekten – Helden im Verborgenen

Insekten – Helden im Verborgenen – in der Schauburg

Wie ist unsere Welt entstanden? Ein Wald mag statisch wirken, doch unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Unsere Biosphäre ist ein Puzzle aus vielen Teilen, mit einem entscheidenden Akteur: Insekten. Seit Millionen von Jahren prägen sie die wirkungsvollste Koevolution der Erdgeschichte. In Partnerschaft mit den Pflanzen machten sie unsere Landschaft bunt und vielfältig, indem sie Blumen erschufen. Insekten waren die Ersten, die den Himmel eroberten, und sie schufen Nährstoffkreisläufe sowie Nahrungsketten, die die Grundlage unserer Existenz bilden. Sie haben die Dinosaurier überlebt – aber können sie uns überleben?
Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die vor 400 Millionen Jahren beginnt, und erleben wir mit atemberaubenden Bildern und philosophischen Fragen, wie sich die Puzzleteile zu einem Ganzen fügen. Wir leben auf einem Planeten der Insekten. Doch erst in den letzten 300.000 Jahren haben Menschen den Planeten so stark verändert, dass kaum noch Platz für wilde Arten bleibt. All das ist durch die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt nutzen, bedroht.

Neustadt-Kinotipps für die Woche ab 16. Juli: Freikarten

  • Das Neustadt-Geflüster verlost diese Woche jeweils zwei Freikarten für das Thalia und die Schauburg für die laufende Kinowoche, also bis Mittwoch. Bitte in dem Ergänzungsfeld den entsprechenden Film und das Filmtheater angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung findet Sonntagabend statt.
  • Alle Dresdner Kinos und Filme unter www.kinokalender.com

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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