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Jubiläum: Drei Jahre Nerdpol

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Mit Kuchen, Musik und gemeinsamen Zocken hat das Nerdpol Café am vergangenen Montag sein dreijähriges Jubiläum gefeiert, passend zum ‚Embrace Your Geekness Day‘. Die Gründer des Geschäfts erzählen, wie sich der Laden im Herzen der Dresdner Neustadt entwickelt hat. 

Die Gründer vom Nerdpol David und Ingmar – Foto: Mercedes Braun
Die Inhaber vom Nerdpol, David und Ingmar – Foto: Mercedes Braun

Wer wollte nicht schon einmal ein altes Lieblingsspiel aus der Kindheit spielen? Doch oft fehlt die passende Konsole oder sie liegt tief im Keller vergraben.

Nerdpol macht dies möglich. Wie die Gründer Ingmar Zimmermann (45) und David Hartig (31) berichten, stehen dort nahezu alle beliebten Spielkonsolen zur Verfügung, die seit den 80ern erschienen sind. Ergänzt wird das Angebot durch eine stetig wachsende Sammlung an Spielen.

Das Konzept ist einfach: Gäste können vorbeikommen, etwas zu essen oder zu trinken bestellen und sich an verschiedenen Konsolen austoben. Ob eine spontane Runde Autorennen mit Freund*innen, ein Gitarrenduell oder ein klassisches Jump ’n‘ Run – gespielt wird, worauf die Besucher*innen gerade Lust haben.

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Seit mittlerweile drei Jahren funktioniert dieses Konzept. Die Grundidee sei dabei seit der Eröffnung weitgehend die selbe geblieben, erzählt David.

Retro-Spiele im Nerdpol – Foto: Mercedes Braun
Retro-Spiele im Nerdpol – Foto: Mercedes Braun

Mehr als Zocken

Stillstand habe es dennoch nicht gegeben. Vor allem die Auswahl an Videospielen und Konsolen ist in dieser Zeit gewachsen. Viele davon wurden von Gästen gespendet, gezielt angeschafft oder auf Wunsch der Besucher*innen besorgt.

Welche Spiele bei den Gästen in den vergangenen Jahren besonders gut ankamen, lasse sich nach Ingmar und David allerdings kaum eindeutig sagen. Einen Spitzenreiter gebe es jedoch immer: Mario Kart.

Der große Bildschirm lädt zum gemeinsamen Zocken ein – Foto: Mercedes Braun
Der große Bildschirm lädt zum gemeinsamen Zocken ein – Foto: Mercedes Braun

Über das freie Spielen hinaus setzt Nerdpol inzwischen auch auf vielfältige Veranstaltungen wie regelmäßige Turniere und Quizabende rund um Spiele und die Nerdkultur. Hinzu kommen Stammtische, Brettspielabende und Treffen verschiedener Communitys. Auch Veranstaltungen zum Semesterstart werden gelegentlich organisiert oder Public Viewings bei größeren Sport- und Unterhaltungsevents.

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Vom Kindergeburtstag bis zur Touristenattraktion

So vielseitig wie das Programm ist auch die Kundschaft. Viele Stammgäste sind dem Laden bis heute treu geblieben, gleichzeitig entdecken immer mehr neue Leute den Laden. Darunter seien längst nicht nur Gamer*innen, sondern auch Familien mit Kindern, Studierende, Tourist*innen und Menschen, die Spiele aus ihrer Kindheit wieder erleben wollen.

Grundsätzlich solle sich im Nerdpol jeder Willkommen fühlen, betonen die Betreiber. Offenheit und Toleranz seien deshalb wichtige Bestandteile des Konzepts. Diskriminierung werde nicht akzeptiert.

Dieser Anspruch spiegelt sich auch in der Atmosphäre und Ausrichtung des Nerdpols wider. Die Inhaber verstehen den Laden weniger als klassische Bar, sondern vielmehr als Café und Treffpunkt. Neben den Konsolen spielt deshalb auch das gastronomische Angebot eine wichtige Rolle. Hier wurde in den vergangenen Jahren einiges ausprobiert. Durchgesetzt hat sich vor allem typisches Gamer-Food: „Burger gehen immer“, schmunzelt Ingmar. In Zukunft soll vor allem das Tagesgeschäft weiter ausgebaut werden.

Auch bei den Getränken setzt das Nerdpol Café auf Gaming-Anspielungen – Foto: Mercedes Braun
Auch bei den Getränken setzt das Nerdpol Café auf Gaming-Anspielungen – Foto: Mercedes Braun

Aus Erfahrungen lernen

Die Herausforderungen eines gastronomischen Betriebs bleiben jedoch bestehen. Vor allem die Kommunikation intern als auch mit Nachbar*innen und Gästen müsse sich stetig weiterentwickeln. Erfahrungen aus dem Alltag, bestehende Abläufe und die Rückmeldungen der Besucher*innen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Eine einzelne große Lektion aus den vergangenen drei Jahren gebe es deshalb kaum. Vielmehr sei der Betrieb des Nerdpols ein fortlaufender Lernprozess.

Eingang zum Nerdpol – Foto: Mercedes Braun
Eingang zum Nerdpol – Foto: Mercedes Braun

Für die Zukunft wünschen sich die Betreiber vor allem eine stetigere Auslastung. Willkommen sei laut David grundsätzlich „jeder nette Mensch.“ Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand selbst Gamer*in ist oder nur etwas trinken und Zeit mit Freund*innen verbringen wolle. Entscheidend sei für Ingmar vor allem eines: „Wir wünschen uns Leute, die die Nerdkultur respektieren.“

Nach drei Jahren ist also die Sammlung an Spielen größer, die Community vielfältiger und das Programm umfangreicher geworden. Die Grundidee ist jedoch dieselbe geblieben: Menschen sollen zusammenkommen, gemeinsam spielen und eine gute Zeit verbringen können.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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