In der vergangenen Woche hat eine Spezialfirma fünf neue Überbauträger für die Brücke Fabricestraße in der Albertstadt eingehoben. Die Bauarbeiten liegen nach Angaben der Stadtverwaltung im Zeitplan.


Seit Januar dieses Jahres baut die Stadt die Brücke Fabricestraße neu. Nun hat das Projekt einen weiteren Meilenstein erreicht: In der Nacht von Donnerstag, 9. Juli, auf Freitag, 10. Juli 2026, montierte eine Spezialfirma mit einem Autokran die fünf neuen Brückenträger.
Die Träger wiegen jeweils rund 30 Tonnen. Es handelt sich um sogenannte Verbundbauteile, die aus Stahl und Beton bestehen. Damit die Arbeiter die Bauteile sicher einsetzen konnten, sperrte die Bahn die Strecke unter der Brücke für die Nacht vollständig. Außerdem schaltete sie die Oberleitungen ab.
Da auf der Baustelle nur wenig Platz zur Verfügung steht, lieferte die Baufirma drei der fünf Träger erst kurz vor dem Einbau an. Ein Schwerlast-Lkw brachte sie direkt zum Kran, der sie sofort an ihren vorgesehenen Platz hob. Anschließend verbanden die Arbeiter alle Träger miteinander, um die Konstruktion zu stabilisieren.
So geht es weiter
Als Nächstes arbeiten die Bauleute an den Übergängen zwischen den Widerlagern und den neuen Trägern. Widerlager sind die massiven Bauteile an beiden Enden der Brücke, auf denen die Konstruktion aufliegt. Dort bringen die Arbeiter zunächst die Bewehrung aus Stahl ein und gießen anschließend Beton.
Danach entsteht die Fahrbahnplatte der neuen Brücke. Sie erhält eine Abdichtung zum Schutz vor Feuchtigkeit. Zum Schluss betoniert die Baufirma die Randbereiche der Brücke.
Die Arbeiten liegen derzeit im Zeitplan. Die Stadt plant weiterhin mit einer Fertigstellung im Februar 2027.
Der bisherige Baufortschritt
Die Bauarbeiten begannen im Januar 2026 mit dem Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer. Seit Mitte Februar nutzen Passanten und Radfahrer die provisorische Verbindung.
Anschließend riss die Baufirma die alte Brücke vollständig ab. Zuerst hob sie den Überbau, also den eigentlichen Brückenkörper, aus. Danach entfernte sie die Widerlager.
Bis Mitte Juli errichteten die Bauarbeiter die neuen Widerlager und betonierten sie aus. Gleichzeitig fertigte ein Stahlbauunternehmen die neuen Überbauträger an und versah sie mit einem Korrosionsschutz gegen Rost.
Danach transportierte die Firma die Bauteile in ein Betonfertigteilwerk. Dort betonierten die Mitarbeiter sogenannte Betonflansche auf die Stahlträger. Diese dienen später als Schalung für die Fahrbahnplatte der neuen Brücke.
- Weitere Informationen: Pressemitteilung der Stadt Dresden





















ich hoffe die neue Brücke bietet genug Platz für einen gemeinsam genutzten Fuß- und Radweg. War bei der alten nicht gegeben, und da kam noch der schlechte Wegezustand dazu. Viele Fahrradfahrer nutzen die Brücke.
Hallo Chris, das neue Bauwerk bekommt eine sieben Meter breite Fahrbahn sowie 2,50 Meter breite Fußwege, glaube nicht, dass die für Radfahrer freigeben werden. Nach der letzten Verkehrszählung von 2023 querten täglich 1.900 Autos die Brücke. Da sollte noch genug Luft für Radfahrer*innen bleiben.