Seit Anfang Januar 2026 läuft die Sanierung der Brücke Fabricestraße über die Bahnanlagen zwischen Magazinstraße und Elisabeth-Boer-Straße. Zuständig ist das Straßen- und Tiefbauamt Dresden. Die alte Brücke wird vollständig abgebrochen und neu gebaut. Die Arbeiten sollen bis Ende Februar 2027 dauern.
Damit Fußgänger die Gleise weiterhin queren können, wurde in der Nacht zum Dienstag eine Behelfsbrücke eingehoben. Diese ist als Stahlbrücke ausgeführt, sie ist 24,5 Meter lang, drei Meter breit und wiegt rund 20 Tonnen. Für die Ausführung ist die Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. aus Meißen zuständig.

In der Nacht zum Mittwoch, 11. Februar, erfolgt die technische Prüfung der Brücke. Parallel finden artenschutzrechtliche Kontrollen an den Widerlagern der alten Brücke statt. Für diese Arbeiten wird die Bahnstrecke nachts gesperrt. Die Freigabe der Fußgängerüberführung ist dann für Montag, 16. Februar 2026 vorgesehen.
Vollsperrung für motorisierten Verkehr
Die Bauarbeiten betreffen auch die Kreuzungen Fabricestraße mit der Elisabeth-Boer-Straße sowie mit der Magazinstraße. Der Verkehr wird überwiegend unter Vollsperrung geführt. Westlich der Bahn erfolgt die Umleitung über die Magazinstraße. Die Zufahrt zum Gewerbegebiet an der Elisabeth-Boer-Straße bleibt über die Provianthofstraße von der Königsbrücker Straße aus möglich. Auf der Königsbrücker Straße wird dafür eine provisorische Ampelanlage eingerichtet. Umleitungen sind ausgeschildert.

Die Fabricestraße ist ein wichtiger Fahrweg für die Feuer- und Rettungswache Albertstadt. Für Einsatzfahrzeuge wird eine Ausweichroute über den Albert-Fromme-Weg, die Straße Zum Reiterberg und die Stauffenbergallee eingerichtet. Entlang dieser Strecke kann es bei Einsätzen zu mehr Blaulicht- und Martinshornfahrten kommen.

Das neue Brückenbauwerk erhält eine sieben Meter breite Fahrbahn sowie beidseitig 2,50 Meter breite Fußwege. Auch die angrenzenden Kreuzungen werden erneuert. Zusätzlich tauschen die beteiligten Versorger Elektroleitungen, Fernmeldekabel, Beleuchtung und Leitungen für die Lichtsignalanlagen der Feuerwache aus.
Die Arbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit der Sachsen-Energie-Bau GmbH und der Telekom. Den Auftrag erhielt die Firma Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. aus Meißen. Die Kosten liegen bei rund 3,4 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt aus Eigenmitteln der Landeshauptstadt Dresden sowie durch Mittel des Freistaates Sachsen und der Deutschen Bahn AG.
Fabricestraße
Die Fabricestraße liegt in der Albertstadt. Sie erhielt ihren Namen im Jahr 1879. Namensgeber war der sächsische Kriegsminister Alfred von Fabrice. Am 1. Juli 1946 erfolgte eine Umbenennung. Die Straße hieß fortan Proschhübelstraße. Der neue Name bezog sich auf den Proschhübel – eine Erhebung im Norden Dresdens.
Am 29. September 2011 beschloss der Stadtrat eine erneute Umbenennung. Die Straße erhielt wieder den Namen Fabricestraße. Einen Antrag dazu brachten das Bürgerbündnis und die Freie Bürgerfraktion ein. Der Arbeitskreis Sächsische Militärgeschichte e. V. begleitete den Antrag inhaltlich.
Georg Friedrich Alfred Graf von Fabrice wurde am 23. Mai 1818 in Quesnoy-sur-Deûle bei Lille geboren. Er starb am 25. März 1891 in Dresden. Fabrice war General der Kavallerie im Königreich Sachsen. Im Jahr 1866 übernahm er das Amt des sächsischen Kriegsministers. Diese Aufgabe nahm er bis zu seinem Tod wahr. 1876 wurde er Vorsitzender des Gesamtministeriums. Damit war er Regierungschef des Königreichs Sachsen. Dieses Amt übte er ebenfalls bis 1891 aus.



















