Anzeige

la Booma

Neustadt-Kinotipps ab 22. Januar 2026

Schauburg, Bundesstart: Hamnet

Hamnet – in der Schauburg

William Shakespeare ist untrennbar mit den großen Dramen der Weltliteratur verbunden, doch was sieht man, wenn man auf die Frau blickt, die hinter dem Schöpfer stand? Der Film zeigt die Perspektive von Agnes Hathaway (Jessie Buckley), Shakespeares empfindsamer Ehefrau. Ausgangspunkt ihrer Erzählung ist die tiefe, fast naturverbundene Darstellung ihrer frühen Liebe. Agnes und der junge, aufstrebende Barde (Paul Mescal) planen ein gemeinsames Leben, das durch die unaufhaltsame Gravitation seines Talents bald ins Getriebe Londons gerät. Die Geschichte einer großen Liebe droht aber nicht an den äußeren Umständen, sondern an einem zutiefst persönlichen Schicksal zu zerbrechen. Als der einzige Sohn des Paares, der elfjährige Hamnet, der Pest zum Opfer fällt, zerbricht das Leben der Familie. Die Trauer ist so groß, dass die Beziehung daran zu zerbrechen droht.

Thalia, Bundesstart: Lesbian Space Princess

Lesbian Space Princess – im Thalia

Die introvertierte Prinzessin Saira, Tochter der lesbischen Königinnen des Planeten Clitopolis, ist am Boden zerstört: Die heiße Kopfgeldjägerin Kiki hat aus Langeweile mit ihr Schluss gemacht. Dabei hat Saira ihr ein so schönes Beziehungsalbum gebastelt! Doch als Kiki von den Straight White Maliens entführt wird, den Incels der Zukunft, muss Saira den Safe Space des queeren Weltraums verlassen und sie binnen 24 Stunden freikaufen: Die Maliens fordern nämlich die berühmte königliche Labrys, eine goldene Doppelaxt von schier unglaublicher lesbischer Macht. Das einzige Problem… Saira hat sie nicht.

Schauburg, Bundesstart: Die progressiven Nostalgiker

Die progressiven Nostalgiker – in der Schauburg

Das patriarchale Frankreich der 1950er-Jahre ist für Michel (Didier Bourdon) und Hélène (Elsa Zylberstein) ein wunderbar geordnetes Universum. Er, ein Bankangestellter, ist der mittelmäßige, aber unangefochtene Ernährer. Sie, ausgestattet mit Dauerwelle und wachem Geist, verwaltet den Haushalt und die Kinder. Alle läuft wie es soll, bis ein Kurzschluss der neu angeschafften Waschmaschine das Paar geradewegs in die Gegenwart schießt. Michel und Hélène finden sich in einer ihnen chaotisch erscheinenden verkehrten Welt wieder. Die Frau erweist sich als anpassungsfähig, macht Karriere als Führungskraft und genießt die neu gewonnene Emanzipation. Der Mann, jetzt arbeitslos, ringt mit seinem Bedeutungsverlust: Er muss sich als Hausmann im Smart-Home abmühen. Als die gemeinsame Tochter heiraten will, wird Michel mit für ihn unerträglich scheinenden Fakten konfrontiert. Das Maß ist voll, es gilt die Flucht in die vermeintlich gute alte Zeit anzutreten. Doch wie programmiert man die smarte Waschmaschine auf 1950?

Thalia, Bundesstart: Fassaden

Fassaden – im Thalia

Eine Fassade ist die repräsentative Außenhülle einer, sich dahinter verbergenden, Struktur. Hier heißt die Struktur häusliche Gewalt an Frauen. Ein Jahrtausende altes Unterdrückungsspiel, dessen Rollen per se verteilt scheinen, und dessen oberste Spielregel im patriarchalischen Manifest niedergeschrieben steht, formuliert als ewiger Sklavenhalterstatus; die Frau sei dem Manne Untertan. Die Regisseurin Alina Cyranek beleuchtet sie die verschiedenen Räume häuslicher Gewalt, die Tatorte, die Bürostuben, Vernehmungszimmer, Frauenhäuser, Arztpraxen, Gerichtssäle.

Anzeige

Schramm Möbelmanufaktur

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

Riku Rajamaa am 21. Februar in der Groovestation Dresden

Anzeige

 Eisfabrik am 13. Februar in der Reithalle

Anzeige

Wizo im Stromwerk

Anzeige

Jakob Schwerdtfeger

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Zeitlos

Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Villandry

Anzeige

Die Linke

Anzeige

Blaue Fabrik

Die Tänzerinnen Gesa Volland und Damian Gmür verkörpern in einer Bühnen-Black-Box all diese toxischen Kraftverhältnisse, Sandra Hüller leiht den Gedächtnisprotokollen ihre Stimme, und gemeinsam mit anderen Betroffenen geben sie dieser fürchterlichen Struktur ein Gesicht.

Schauburg, Bundesstart: Die Stimmen von Hind Rajab

Die Stimmen von Hind Rajab – in der Schauburg

Am 29. Januar 2024 erreicht die Mitarbeitenden des Palästinensischen Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Ein Auto steht unter Beschuss, in dem die sechsjährige Hind Rajab eingeschlossen ist und um Hilfe fleht. Während die Mitarbeitenden versuchen, das Mädchen in der Leitung zu halten, unternehmen sie alles, um es zu retten. Mit einer Kombination aus gespielten Szenen und den originalen Tonaufnahmen des Notrufs rekonstruiert Regisseurin Kaouther Ben Hania den verzweifelten Rettungsversuch.

Thalia: Madame Kika

Madame Kika – im Thalia

Die hier verhandelte Biographie von Kika (Manon Clavel) beginnt an ihrem Arbeitsplatz, wo sie als Sachbearbeiterin auf dem Sozialamt in Brüssel versucht anderen zu helfen. Dienst nach Vorschrift ist ihr fremd. Sie betätigt sich bei einer Klientin auch mal als Möbelpackerin, um dem Gerichtsvollzieher eins auszuwischen. Kika ist verheiratet, hat eine Tochter und verliebt sich trotz alledem in David (Makita Samba), den netten Typen vom Fahrradladen, auch er weiß ein Danke und ein Bitte zu schätzen. Kurz flimmert Glück über die Leinwand. Davids plötzlicher Tod löscht es wieder aus. Kika droht der soziale Abstieg. Sie muss aus ihrer Wohnung raus. Noch weiß sie nicht, wie es weitergeht; soll sie ihren Job missbrauchen und sich Stütze erschleichen, soll sie, wie eine ihrer Klientinnen, getragene Slips im Internet verticken, soll sie Davids Kind abtreiben, oder tatsächlich Mutters tägliche Vorhaltungen für die Zuflucht auf ihrer Schlafcouch eintauschen? Kika wählt den derben Weg in die soziale Unabhängigkeit als allein erziehende Mutter. Sie schlüpft im Zweitjob, erschrocken erst, vorsichtig zupackend dann und zuletzt sich selbst behauptend, in die Rolle einer Domina: Madame Kika. Langsam nur lernt sie Respekt vor ihren neuen Klienten zu haben. Und langsam nur dämmert ihr, dass sie im Lindern und Zufügen von Schmerzen echt gut ist, sie beim Ertragen ihres eigenen Schmerzes über den Verlust von David jedoch noch ganz am Anfang steht.

Schauburg, Bundesstart: Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren

Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren – in der Schauburg

Die schwedische Autorin Astrid Lindgren hat in der Kriegszeit Tagebücher geschrieben. Ihr selbst war immer klar, dass sie diese nicht veröffentlichen wollte, und so verschwanden sie in einem Schrank. Nach 70 Jahren wurden die 17 Kladden mit Notizen, aber auch Zeitungsartikeln und abgeschriebenen Briefen entdeckt und 2015 als »Krigsdagböcker« verlegt. Sie geben einen anderen Blick auf die Autorin und zeigen, wie sie sich auf berührende Weise mit dem damaligen Zeitgeschehen auseinandergesetzt hat. Der Film erzählt nun aus diesen Tagebüchern. Im dokumentarischen Teil des Films von Wilfried Hauke lässt er Lindgrens Tochter Karin, ihre Enkelin Annika und den Urenkel Johan zu Wort kommen. Sie sprechen von Astrid, ihrem Leben und insbesondere über die Tagebücher und die Kriegszeit. Hinzu kommen nachgestellte Szenen, in denen das Erzählte zum Leben erweckt wird und die junge Astrid im Krieg gezeigt wird.

Anzeige

Schramm Möbelmanufaktur

Anzeige

Jakob Schwerdtfeger

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Anzeige

 Eisfabrik am 13. Februar in der Reithalle

Anzeige

Kieferorthopädie

Neustadt-Kinotipps ab 22. Januar: Freikarten

  • Das Neustadt-Geflüster verlost diese Woche jeweils zwei Freikarten für das Thalia und die Schauburg für die laufende Kinowoche, also bis Mittwoch. Bitte in dem Ergänzungsfeld den entsprechenden Film und das Filmtheater angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung findet Sonntagabend statt.
  • Alle Dresdner Kinos und Filme unter www.kinokalender.com

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert