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Neustadt-Kinotipps ab 4. März 2026

Schauburg, Bundesstart: Gelbe Briefe

Gelbe Briefe - in der Schauburg
Gelbe Briefe – in der Schauburg

Derya (Özgü Namal) ist Schauspielerin, Aziz (Tansu Biçer) Dozent und Autor, beide angesehene Theaterleute in Ankara und Eltern einer 13-jährigen Tochter (Leyla Smyrna Cabas). Nach ihrer neuesten Premiere erleben sie die Willkür des Staates, erfahren am eigenen Leib, wie die politische Situation ihr Privatleben beeinflusst und ihre Ehe zunehmend gefährdet. Sie verlieren quasi über Nacht ihre Arbeit, ihre Lebensgrundlage. Wie sie damit umgehen, wie sie zwischen ihren künstlerisch-gesellschaftspolitischen Idealen und den Notwendigkeiten des Lebens abwägen und entscheiden müssen, erweist sich als Herausforderung, der sie sich auf unterschiedliche Weise stellen. In diesem Spannungsfeld nimmt ihre Tochter einen ganz besonderen Platz ein, die als Heranwachsende auf ihren ganz eigenen Zugang zur Welt besteht, sich auf ihre Weise wehrt und das Tun der Eltern mit unbestechlichem Blick begleitet.

Thalia, Bundesstart: No Mercy

No Mercy – im Thalia

„Vielleicht weil wir soviel Wut in uns tragen.“, antwortet eine der Protagonistinnen in Isa Willingers Dokumentation auf die Frage, ob Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen. Die Sentenz von der filmischen Härte der Frauen gab die ukrainische Kultregisseurin Kira Muratova der jungen Filmemacherin Willinger einst mit auf den Weg. Seitdem lässt dieser Satz Isa nicht mehr los. Zeichnen Härte und Gewalt tatsächlich weibliche Regie-Handschriften aus, während Frauen ganz allgemein noch immer vorrangig mit Empathie und Weichheit in Verbindung gebracht werden?
Isa Willinger begibt sich auf eine Reise ins Kino der Frauen und findet Filme, die von harten Realitäten, Demütigung und Vergeltung erzählen. Was sagen die Regisseurinnen selbst dazu? Große Namen wie Catherine Breillat, Alice Diop, Valie Export, Nina Menkes, Céline Sciamma, Monika Treut und Apolline Traor geben Auskunft darüber, wie sie über die Darstellung von Sex und Gewalt, über Traumata und Macht und über den noch lange nicht ausreichend in den Blick genommenen female gaze denken. Rasant und mit einer präzisen elliptischen Struktur inszeniert, erweist sich »No Mercy« als ausgesprochen aktueller Dokumentarfilm, der unter zahlreichen Produktionen, die sich mit dem Thema „Frauen und Gesellschaft“ befassen, durch seinen individuellen Ansatz hervorsticht und eine bestechende semantische und visuelle Kraft entwickelt. Willinger macht mit ihrer Dokumentation auch auf wichtige Filme aufmerksam, die sich gegen die Konventionen der Filmsprache zur Wehr setzen, aber jenseits von Festivals bisher kaum ein Publikum gefunden haben. Ein notwendiger und streitbarer, ein überzeugender filmischer Essay.

Schauburg, Bundesstart: The Bride!- Es lebt die Braut

The Bride!- Es lebt die Braut – in der Schauburg

Chicago in den 1930er-Jahren: Der einsame und vom Leben entstellte Frank (Christian Bale als Frankensteins Monster) macht sich auf den Weg in die Großstadt, um die exzentrische Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening) um das Unmögliche zu bitten: eine Gefährtin. Gemeinsam reanimieren sie den Körper einer ermordeten jungen Frau (Jessie Buckley), und wie bei der Geburt Franks schenkt auch hier Elektrizität neues Leben: Die Braut ist geboren – wilder, eigenwilliger und lebendiger, als ihre Schöpfer es je vorgesehen hatten. Was zunächst wie ein klassisches Monstermärchen beginnt, kippt schnell in etwas Anarchischeres: Die neu erwachte Frau verweigert sich der Rolle als fügsames Geschöpf und wird zum Funken einer radikalen Gegenkultur, die Polizei, Presse und Moralhüter auf den Plan ruft. Zwischen Mord, Besessenheit und öffentlichen Aufständen entflammt eine geächtete Liebe zwischen zwei Monstern – eine Romanze, die ebenso zerstörerisch ist, wie sie befreiend wirkt.

Thalia: Marty Supreme

Marty Supreme – im Thalia

Die Geschichte dreht sich um Marty Mauser, einen Schuhverkäufer im New York der 1950er Jahre, der heimlich vom Ruhm als Tischtennisprofi träumt. Marty ist keiner, der sich brav an Regeln hält. Er spielt, wettet, provoziert, hat eine Affäre mit einer reichen, ehemaligen Filmdiva (Gwyneth Paltrow) – und nutzt sein Talent, um sich in einer Welt durchzuschlagen, die ihm eigentlich keinen Platz zugedacht hat.

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Tischtennis wird hier nicht als Sport, sondern als Bühne verstanden: schnell, aggressiv, laut. Genau darin liegt der Reiz. Den Film interessiert weniger der Sieg als das Drumherum – vor allem jener Moment, in dem alles kippen kann.

Schauburg, Bundesstart: On The Wave

On The Wave – in der Schauburg

Die größte Welle der Welt auf der großen Leinwand: Das Dokumentarfilm-Erlebnis erzählt eine der faszinierendsten und ungewöhnlichsten Geschichten im Profisport. Sebastian Steudtner hält den Weltrekord für die größte jemals gesurfte Welle (26,21 Meter im portugiesischen Nazaré) und hat dreimal den Award für die größte Welle des Jahres gewonnen.

Der Film nimmt seine Zuschauenden in 4K Cinemascope und Dolby Atmos mit auf eine Abenteuerreise von Nürnberg über Hawaii bis nach Nazaré. In einer Collage aus Interviews mit engen Weggefährten und Legenden des Surfsports wie Laird Hamilton und Maya Gabeira, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen an den berühmtesten Big Wave Spots der Welt, faszinierenden Surfszenen und unveröffentlichten Privataufnahmen ist der Film nicht nur das Portrait eines Grenzgängers und Außenseiters, der trotz aller Rückschläge zum Pionier wird und die Welt des Surfens für immer verändert. Dies ist auch eine Erzählung über Extreme, Rekorde, das Festhalten an Träumen und das Streben nach Glück. Ein Film, der mitten hinein führt ins Herz des Big Wave Surfens.

Thalia: Hamnet

Hamnet – im Thalia

William Shakespeare ist untrennbar mit den großen Dramen der Weltliteratur verbunden, doch was sieht man, wenn man auf die Frau blickt, die hinter dem Schöpfer stand? Der Film zeigt die Perspektive von Agnes Hathaway (Jessie Buckley), Shakespeares empfindsamer Ehefrau. Ausgangspunkt ihrer Erzählung ist die tiefe, fast naturverbundene Darstellung ihrer frühen Liebe. Agnes und der junge, aufstrebende Barde (Paul Mescal) planen ein gemeinsames Leben, das durch die unaufhaltsame Gravitation seines Talents bald ins Getriebe Londons gerät. Die Geschichte einer großen Liebe droht aber nicht an den äußeren Umständen, sondern an einem zutiefst persönlichen Schicksal zu zerbrechen. Als der einzige Sohn des Paares, der elfjährige Hamnet, der Pest zum Opfer fällt, zerbricht das Leben der Familie. Die Trauer ist so groß, dass die Beziehung daran zu zerbrechen droht. Im Thalia im Original mit Untertiteln.

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Schauburg, Bundesstart: Hoppers

Hoppers – in der Schauburg

Eine junge Tierliebhaberin namens Mabel ergreift die Chance und lässt sich ihr Bewusstsein in den eines kleinen Bibers pflanzen. Fortan kann sie nicht nur Biber sondern einfach alle Tiere verstehen! Der Traum! Dabei übertreffen die Dinge, die sie hört und mitbekommt ihre kühnsten Träume. Bald schon muss die Jugendliche aufpassen, dass sie keinen globalen Tierstreik gegen Menschen anzettelt. Denn plötzlich sieht sie die Gefahren dieses Experimentes: Sie sieht die Seite der Tiere und was wir Menschen ihnen und ihrem Lebensraum antun hautnah.

Schauburg, Bundesstart: Monsieur Robert kennt kein Pardon

Monsieur Robert kennt kein Pardon – in der Schauburg

Endlich, endlich kann Robert Poutifard (Christian Clavier) in Rente gehen. Nach gut 30 Jahren treuer Dienste als Lehrer an einer Grundschule will er seinen Ruhestand genießen. Den Genuss verspricht er sich allerdings nicht von einem beschaulichen Leben, vielmehr will er noch drei Rechnungen mit ehemaligen Schülern begleichen, die ihm besonders übel mitgespielt haben. Sie waren es, die ihn seiner Meinung nach um die Liebe seines Lebens zu einer Kollegin aus Québec gebracht haben. Der alte Lehrer will nichts Geringeres, als den kleinen vorlauten Gören von damals die Karriere und ihr erfolgreiches Leben zerstören. Im Visier hat Monsieur Robert den erfolgreichen Chefkoch Anthony, ein inzwischen populäres Influencer-Zwillings-Pärchen und Audrey, eine Pop-Diva. Roberts Mutter Huguette (Isabelle Nanty) erweist sich als seine überraschend versierte Komplizin. Digital äußerst gewandt, mit einem teuflisch guten Händchen für Manipulationen, verschiebt sie die Grenzen dessen, was man einem Rentnerpaar an Social-Media-Kompetenz zutraut.

Neustadt-Kinotipps ab 5. März: Freikarten

  • Das Neustadt-Geflüster verlost diese Woche jeweils zwei Freikarten für das Thalia und die Schauburg für die laufende Kinowoche, also bis Mittwoch. Bitte in dem Ergänzungsfeld den entsprechenden Film und das Filmtheater angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung findet Sonntagabend statt.
  • Alle Dresdner Kinos und Filme unter www.kinokalender.com

Ein Kommentar

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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