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Valachai verbindet Tattoo, Piercing, Vintage-Mode und Kunst

In der Görlitzer Straße 45 eröffnet am 6. Juni mit „Valachai“ ein ungewöhnliches neues Projekt. Unter einem Dach sollen hier künftig Tattoo-Kunst, Piercings, kuratierte Vintage-Kleidung und wechselnde Kunstausstellungen zusammenfinden. Hinter dem Konzept stehen Christopher Wirth und Marleen Laurisch, die nicht nur beruflich, sondern auch privat ein Paar sind.

Christopher Wirth und Marleen Laurisch eröffnen auf der Görlitzer die Valachai - ein Tattoo-Studio plus Extras. Foto: Anton Launer
Christopher Wirth und Marleen Laurisch eröffnen auf der Görlitzer die Valachai – ein Tattoo-Studio plus Extras. Foto: Anton Launer

Der Name „Valachai“ verweist auf die historische Landschaft Walachei im Süden des heutigen Rumäniens. Vor einiger Zeit bereisten Wirth und Laurisch die Region. „Wir fanden die Gegend und die Atmosphäre beeindruckend“, erzählen sie. Der Begriff blieb hängen und wurde schließlich zum Namen ihres gemeinsamen Projekts. Dass die Walachei im Deutschen oft sinnbildlich für einen abgelegenen Ort steht, passt durchaus zu ihren Biografien: Christopher Wirth stammt aus einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt, Marleen Laurisch aus einem Dorf in Brandenburg. Kennengelernt haben sie sich in der Straßenbahnlinie 13, heute leben beide in Pieschen.

Mit dem Laden in der Neustadt verwirklichen sie nun einen lang gehegten Wunsch. Die Suche nach geeigneten Räumen gestaltete sich allerdings schwierig. Mehrere Objekte kamen infrage, erwiesen sich letztlich aber als ungeeignet. Schließlich fanden sie die Räume an der Görlitzer Straße 45. Das Geschäft stand rund ein Jahr leer, zuvor war dort ein Naturfriseur ansässig.

Neben Stichen in die Haut gibt es auch Second-Hand-Klamotten - Foto: Anton Launer
Neben Stichen in die Haut gibt es auch Second-Hand-Klamotten – Foto: Anton Launer

Tattoo und Piercing als Schwerpunkt

Im Mittelpunkt des neuen Angebots steht die Tattoo-Kunst. Christopher Wirth, 34 Jahre alt, arbeitet seit rund zehn Jahren als Tätowierer und betrieb zuvor bereits ein Atelier in Leipzig. Sein Schwerpunkt liegt auf schwarzen Tattoos, Porträts sowie asiatisch geprägten und neotraditionellen Motiven. Neben dem Studio arbeitet er als Eins-zu-eins-Betreuer und studiert Psychologie. Für seine Tätigkeit als Tätowierer absolvierte er einen Hygienesachkundekurs.

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Den Bereich Piercing übernimmt Marleen Laurisch, 28. Sie arbeitet an der Hochschule für Bildende Künste Dresden als Assistenz in den theoretischen Lehrzweigen und studierte zuvor Sprachwissenschaften.

Vintage-Mode und Ausstellungen

Tattoo und Piercing sollen jedoch nur ein Teil des Konzepts bleiben. Im Laden wird es außerdem eine Auswahl an Second-Hand- und Vintage-Kleidung geben. „Wir bieten kuratierte Vintage-Kleidung an“, sagt Laurisch. Statt möglichst vieler Stücke setzen Wirth und Laurisch auf eine bewusst zusammengestellte Auswahl.

Hinzu kommen regelmäßige Kunstausstellungen. „Kunst ist unser gemeinsames Thema“, sagen sie. Geplant sind wechselnde Präsentationen, bei denen insbesondere auch Nachwuchskünstler*innen eine Plattform erhalten sollen. Als klassische Galerie verstehen sie sich allerdings nicht.

Zur Eröffnung wird eine Ausstellung des Künstlers fxhq (Instagram-Profil) zu sehen sein. Weitere Ausstellungen sollen in lockerer Folge wechseln.

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Eröffnung am 6. Juni

Los geht es am Freitag, dem 6. Juni. Ab 10 Uhr startet zunächst ein Soft Opening mit Live-Musik und verschiedenen Eröffnungsangeboten, darunter Vergünstigungen bei Piercings.

Vorerst öffnet Valachai regelmäßig montags, freitags und sonnabends. Darüber hinaus können Termine nach Vereinbarung gebucht werden. Für Christopher Wirth und Marleen Laurisch ist der Laden mehr als ein Geschäft. „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem verschiedene kreative Dinge einfach nebeneinander existieren können“, sagen sie – ohne sich einem starren Konzept unterzuordnen, aber mit viel eigenem Geschmack.

Valachai

Wechselnde Kunstausstellungen runden das Angebot ab. Den Auftakt machen Werke des Künstlers fxhq - Foto: Anton Launer
Wechselnde Kunstausstellungen runden das Angebot ab. Den Auftakt machen Werke des Künstlers fxhq – Foto: Anton Launer

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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