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Die Ukrainiens – Speedfolk mit Haltung

Getroffen im Ostpol – direkt nach dem Soundcheck zur Slawischen Nacht

Die Ukrainiens - Foto: Johannes Haupt
Die Ukrainiens – Foto: Johannes Haupt

Seit 2002 stehen Die Ukrainiens für einen Sound, der sich nicht einordnen lässt. Schnell, tanzbar, anspruchsvoll – so beschreiben sie selbst, was dabei herauskommt. Wenn man es irgendwo verorten möchte: Speedfolk. Energie, Rhythmus und musikalische Tiefe – live genauso wie auf Platte.

Die Dresdner Kulturszene erleben sie als stark selbstorganisiert. Öffentliche Förderung spiele kaum eine Rolle – vieles laufe aus Idealismus. Zwar gäbe es Auftrittsmöglichkeiten, vor allem im Low-Budget-Bereich, doch es fehle an mittelgroßen Locations mit Platz für 100 bis 300 Menschen. Orte wie die Chemiefabrik oder der Ostpol seien gefragt, aber schnell ausgebucht – dazwischen klaffe eine strukturelle Lücke.

Genregrenzen? Kein Thema.

Punkrock, Liedermacher:innen, Soundsysteme – für Die Ukrainiens zählt der gemeinsame Vibe, nicht das Label. Eine Liste möglicher Kollaborationen gibt es längst – in Gedanken, manchmal auch schon in der Pipeline.

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Wer in Dresden gehört werden sollte?

eMKa, Tom Götze, Jochen Aldinger, Downbeat Club, Yellow Umbrella, Offbeat Cooperative, Andi Valandi, Banda Comunale – und natürlich Yellow Cap.

Wichtige Orte für sie:

Hanse 3, die Scheune, der Ostpol, die Chemiefabrik, das Blue Note – und auch der Schlachthof, obwohl größer als es ihr Format sonst braucht.

Ihr Wunsch an die Szene:

Mehr Auftrittsräume, mehr Proberäume – und ganz grundsätzlich mehr Unterstützung für Bands. Und: dass es auch weiterhin Menschen gibt, die Konzerte besuchen, Platten kaufen, die Szene tragen.

Die Ukrainiens

Die Ukrainiens - Foto: Johannes Haupt
Die Ukrainiens – Foto: Johannes Haupt

Über den Autor

Der Dresdner Fotograf Johannes Haupt nimmt in unregelmäßigen Abständen Dresdner Musikerinnen, Musiker und Bands vor die Linse. Auf diversen Konzerten kann man ihn in der Nähe der Bühne sehen. Heraus kommen wunderbare Eindrücke von Live-Auftritten. Seit einer Weile hat Johannes, der hauptberuflich als Krankenpfleger in der Notaufnahme arbeitet, sein Portfolio um Porträts erweitert. Dafür trifft er Musiker abseits der Clubs und interviewt sie. Das Neustadt-Geflüster wird in unregelmäßigen Abständen diese Interviews hier veröffentlichen.

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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