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Popbüro Sachsen im Spagat zwischen Kultur- und Wirtschaftssektor

Seit über 15 Jahren gibt es regelmäßige Anläufe zur Gründung eines Popbüros in Sachsen. Am Freitag vormittag war es soweit: In der GrooveStation in Dresden wurde der Auftakt des „Büro für Popkultur und Musik Sachsen“ (BPM) gefeiert, welches am 29. Oktober 2025 seine Arbeit aufnahm.

Talkrunde bei der Auftaktsfeier des „Büro für Popkultur und Musik Sachsen“ in der GrooveStation – Foto: Enna Miau
Talkrunde bei der Auftaktsfeier des „Büro für Popkultur und Musik Sachsen“ in der GrooveStation – Foto: Enna Miau

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der persönliche Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Musik, Politik und Verwaltung. Nach der Begrüßung folgte ein moderierter Talk zur Frage, wie Popkultur als kultureller und wirtschaftlicher Faktor gestärkt und langfristig sichtbarer gemacht werden kann.

Auf dem Podium sprachen Dirk Burghardt (SMWK), Bernhard Scheerer (SMWA), Annika Wetzko (Musikerin Panda Lassow), Heiko Düring (East Club Bischofswerda) sowie Alex Pagel (BPM Sachsen). Die Moderation übernahm Christian Bollert (detektor.fm). Die Dresdner DJ goldie begleitete das Event musikalisch.

Auch wenn zum Feiern eingeladen wurde, war die Grundstimmung zwischen hoffnungsvoll und angespannt, denn nicht erst seit der Corona-Pandemie durchlebt die Kreativbranche finanziell unsichere Zeiten. Circa 100 Menschen aus der Branche lauschten dem Talk. Anschließend konnten Fragen gestellt werden.

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Die Talkrunde

Die Inhalte der Talkrunde spiegelten diese ambivalente Stimmung wieder: „Es waren schon viele Bemühungen da und nie ist was geworden. Aber mit den Ministerien gemeinsam kann es was werden – jetzt geht’s endlich los!“ sagte zum Beispiel Heiko Düring. Bernhard Scheerer betonte mehrmals die hohen wirtschaftlichen Erwartungen an das erfolgreich gestartete Projekt.

Im Publikum kamen Fragen nach dem Erwirken einer möglichen Quote für sächsische Musik im sächsischen Radio. Nils Burchartz vom „Volume11“ fragte nach Unterstützung im Zusammenhang von speziell in Sachsen schwierigen Bauverordnungen. Ben Zschorn vom „scheune e.V.“ wollte wissen, ob die Arbeit des BPM langfristig abgesichert sei.

Dirk Burghardt schlug als Antwort vor, dazu gesondert bei einem parlamentarischen Abend ins Gespräch zu kommen. Die Ministerien lobten, dass mit dem BPM eine Art Brücke als Übersetzungshilfe für die Politik geschaffen wurde und wiesen darauf hin, dass gute Lobbyarbeit für langfristige Verbindungen und Erfolgsstrategien nötig seien.

Alex Pagel, die als Leiterin des 5-köpfigen BPM-Teams im Talk saß, versprach sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Szene einzusetzen, auch wenn ihr „Rucksack“ mit Aufgaben schon sehr voll wäre.

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Fragebogen für Musikreport Sachsen

Mit dem Musikreport Sachsen (AT) soll zudem erstmals die Popkultur in Sachsen mit all ihren Protagonistinnen und Protagonisten analysiert werden. Die landesweite Studie soll Einblick in Infrastruktur, Arbeitsrealitäten, Wertschöpfung und die Bandbreite der sächsischen Popularmusikszene geben. Zentrale Grundlage ist eine Online-Befragung für Musikschaffende, deren Beteiligung entscheidend ist, um ein realistisches Bild der Szene zu zeichnen und daraus zukünftige Maßnahmen abzuleiten. Der Fragebogen ist im Bildungsportal Sachsen abrufbar.

Die paritätische Förderung und Zusammenarbeit SMWK und des SMWA unterstreicht die gelebte Arbeitswelt von Musikschaffenden, oft im Spagat zwischen Kultur- und Wirtschaftssektor gleichzeitig.

Ziele und Arbeitsinhalte des BPM

„Unser Ziel: Die Musikszene im Freistaat vernetzt, stark und zukunftsfähig machen. Dafür unterstützen wir professionell agierende Musikschaffende dabei, ihre künstlerischen und wirtschaftlichen Skills auszubauen, damit Sachsen auch national und international auf der musikalischen Landkarte noch sichtbarer wird.

Wir bringen Menschen regional und überregional zusammen und fördern die Zusammenarbeit zwischen Musikschaffenden, Institutionen und der Musikbranche – für mehr kreativen Austausch, neue Ideen und gemeinsame Projekte.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die sächsische Musikkultur und -wirtschaft mehr Aufmerksamkeit bekommt. Durch die Weiterentwicklung unserer Angebote sorgen wir dafür, dass die Popkultur in Sachsen lebendig bleibt, sich weiterentwickelt und langfristig stabile Strukturen entstehen.“ Quelle: bpm-sachsen.de/ueber-uns

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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