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Probealarm in Dresden liefert Erkenntnisse für das Sirenenwarnsystem

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Beim gestrigen Probealarm gab es offenbar ein paar Schwierigkeiten. In der Neustadt war das Geheule von den verschiedenen Sirenen-Stationen versetzt zu hören. Eigentlich sollten die alle um 15 Uhr ertönen. Jedoch heulte es von 15.03 bis 15.10 Uhr – zumindest in der Neustadt. Für die Feuerwehr hat das wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Warnsystems geliefert. Die Auswertung der technischen Protokolle ist laut Feuerwehr weitgehend abgeschlossen.

Sirene auf der Regenbogenschule
Sirene auf der Regenbogenschule

Sicherheitsmechanismus griff bei technischem Fehler

Die Integrierte Regionalleitstelle Dresden löste den Probealarm planmäßig um 15 Uhr aus. Die Auslösung erfolgte pünktlich und ordnungsgemäß. Im regulären Betrieb werden alle Sirenen einer Stadt gleichzeitig aktiviert. Beim gestrigen Probealarm trat jedoch ein technischer Fehler auf, der zum Zeitpunkt der Auslösung nicht erkennbar war. Deshalb konnte die vorgesehene Gruppenauslösung nicht stattfinden.

Das Sirenensteuerungssystem wechselte automatisch in den vorgesehenen Sicherheitsmodus. Dabei wurden die Sirenen nacheinander einzeln angesteuert. Dieser Mechanismus ist Teil des Sicherheitskonzeptes. Er soll sicherstellen, dass die Warnung der Bevölkerung auch dann erfolgt, wenn eine gleichzeitige Auslösung technisch nicht möglich ist.

Dadurch war das Sirenensignal in vielen Bereichen der Stadt mehrfach und über einen längeren Zeitraum zu hören.

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Sprachdurchsagen waren unterschiedlich gut verständlich

Nach dem Probealarm erhielt die Feuerwehr Dresden zahlreiche Rückmeldungen zur Verständlichkeit der Sprachdurchsagen. Die Auswertung zeigt, dass sich die zeitversetzte Ansteuerung der Sirenen negativ auf die Verständlichkeit ausgewirkt hat. An einigen Orten überlagerten sich die Durchsagen mehrerer Anlagen.

Die Feuerwehr weist außerdem darauf hin, dass die Verständlichkeit von Sprachdurchsagen über Sirenen grundsätzlich begrenzt ist. Gebäude, Straßenschluchten, Wind, Verkehrslärm und die Entfernung zur nächsten Sirene beeinflussen die Schallausbreitung. Deshalb kann dieselbe Durchsage schon wenige hundert Meter entfernt unterschiedlich gut verstanden werden. Eine gleichbleibende Verständlichkeit im gesamten Stadtgebiet ist technisch nicht möglich.

Sirenen sind deshalb Teil eines mehrstufigen Warnsystems. Sie sollen vor allem auf eine Gefahr aufmerksam machen. Weitere Informationen und Verhaltensempfehlungen werden anschließend über Cell Broadcast, die Warn-App NINA, den Rundfunk, digitale Stadtinformationstafeln sowie die Internet- und Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden und der Feuerwehr Dresden verbreitet.

Probealarm erfüllt seinen Zweck

In Dresden finden viermal im Jahr Probealarme statt. Sie dienen der Kontrolle der technischen Funktionsfähigkeit und der Analyse des Warnsystems unter realen Bedingungen. Nach Angaben der Feuerwehr hat der Probealarm seinen Zweck erfüllt. Er machte den technischen Fehler sichtbar und lieferte erstmals Erkenntnisse über das Verhalten des Warnsystems im vorgesehenen Sicherheitsmodus. Diese Ergebnisse sowie die Rückmeldungen aus der Bevölkerung fließen in die weitere Bewertung und Weiterentwicklung des Systems ein.

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Mehr als 210 Sirenen überprüft

Beim Probealarm wurden mehr als 210 Sirenen angesteuert. Davon meldeten 22 Anlagen eine technische Störung. Das entspricht rund zehn Prozent. Weitere 14 Sirenen waren wegen Bauarbeiten an den jeweiligen Gebäuden planmäßig außer Betrieb. Dies diente unter anderem dem Schutz der dort arbeitenden Personen vor den hohen Schalldruckpegeln oder war wegen Arbeiten an den Sirenenanlagen erforderlich.

Die gemeldeten Störungen sollen nun analysiert und schrittweise behoben werden. Der stellvertretende Amtsleiter Uwe Friedrich erklärte, ein Probealarm zeige nicht nur, ob einzelne Sirenen funktionieren. Er liefere auch Erkenntnisse darüber, wie sich das gesamte Warnsystem unter realen Bedingungen verhalte. Diese Erkenntnisse würden genutzt, um das Warnsystem weiterzuentwickeln. Außerdem könne eine Sirene keine Lautsprecheranlage ersetzen. Ihre wichtigste Aufgabe sei es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und auf weitere Warnkanäle hinzuweisen.

Zum Abschluss bedankt sich die Feuerwehr Dresden bei den Bürgerinnen und Bürgern für die zahlreichen Rückmeldungen. Diese Hinweise sollen in die weitere Bewertung und Weiterentwicklung des Warnsystems einfließen.

Infos zum Sirenenalarm

Dresdner Feuerwehr in den social-media-Kanälen

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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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