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Rundumgrün an der Schiefen Ecke

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

An der Schiefen Ecke ist seit heute Mittag alles anders: Die neue Ampelschaltung an der Kreuzung Rothenburger Straße, Louisenstraße und Görlitzer Straße ist in Betrieb. Hinzugekommen sind vier neue Fußgängerampeln und neue Markierungen auf der Fahrbahn. Außerdem wurde ein Teil der Ketten an der Kreuzung entfernt. Jetzt kann man direkt vom Musikhaus zum Tranquillo oder vom Pecatto zum Café Continental queren.

Erste sächsische Diagonal-Ampel in Betrieb - Foto: Anton Launer
Erste sächsische Diagonal-Ampel in Betrieb – Foto: Anton Launer

Am frühen Nachmittag herrschte noch leichte Verwirrung: Viele Fußgänger*innen querten die Straße weiterhin auf die gewohnte Weise, diagonal unterwegs war zunächst kaum jemand. Dabei ist das „Rundumgrün“ eine kleine Premiere – es ist die erste Ampel dieser Art in Sachsen.

Die Fußgängerampeln springen jetzt an allen Kreuzungsarmen gleichzeitig auf Grün. Wer will, kann diagonal queren, ohne zweimal warten zu müssen. Passend dazu wurden auf der Fahrbahn neue Markierungen für die Diagonalquerung aufgebracht.

Während der Grünphase für den Fußverkehr haben Autos, Radfahrer*innen und Straßenbahnen Rot – und umgekehrt. Heißt: keine Rechts- oder Linksabbieger, die einem in die Quere kommen. Dafür verlängern sich die Wartezeiten in den jeweiligen Rotphasen etwas.

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Laut Stadtverwaltung wurde das Steuergerät der Anlage erneuert und um zusätzliche Fußgängerampeln erweitert. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Yunex GmbH im Rahmen turnusmäßiger Erneuerungen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 75.000 Euro.

„Neue Wege“ an alter Problemkreuzung

Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (Grüne) bezeichnet die Schiefe Ecke als Testfall. Man gehe hier „neue Wege“, das Rundumgrün biete dem Fußverkehr erstmals in Dresden Grünphasen mit vollständiger Wegefreiheit.

Sollte sich die Lösung bewähren, sei eine Übertragung auf andere kleine bis mittelgroße Kreuzungen denkbar. Zunächst soll beobachtet werden, wie die neue Regelung im Alltag angenommen wird. Unterstützung kommt auch von den Dresdner Verkehrsbetrieben.

Grüne: Sicherheitsgewinn vor allem für Kinder

Auch aus der Politik gibt es Zustimmung. Ulrike Caspary, mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen-Stadtratsfraktion, lobt, dass die Verwaltung Neues ausprobiert.

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Der Fußverkehrsanteil sei in den vergangenen Jahren spürbar gewachsen. Gleichzeitig sei der Nachholbedarf bei Platzverteilung und Sicherheit weiterhin groß. Das Rundumgrün reduziere die Unfallgefahr, weil Fußgänger*innen nicht mehr auf abbiegende Autos achten müssten. Davon profitierten vor allem Kinder und Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind.

Einen Vorteil sieht Caspary auch für den Autoverkehr: Geradeausfahrende müssten nicht mehr hinter wartenden Rechtsabbiegenden stehen.

Nach Rundum-Grün gibt's Rundum-Rot - Foto: Anton Launer
Nach Rundum-Grün gibt’s Rundum-Rot – Foto: Anton Launer

Norbert Rogge, Stadtbezirksbeirat für die Neustadt, ordnet die neue Schaltung in den größeren Kontext der Louisenstraße ein. Neben der Alaunstraße sei sie die zentrale Fuß- und Geschäftsachse der Äußeren Neustadt – ein Status, den die bisherige Verkehrsaufteilung nie wirklich abgebildet habe.

Die Ampelumstellung sei Teil der laufenden Umgestaltung „Louisenstraße im Wandel“ und ein Schritt in die richtige Richtung. Offen bleibe für ihn die Frage abgesenkter Bordsteine, die eine barriereärmere Querung ermöglichen würden.

Ob sich die Diagonalquerung im Alltag bewährt, dürfte sich schnell zeigen. Wer seine Meinung dazu loswerden möchte, kann das ab sofort auch online tun: Im Rahmen der laufenden Umfrage zu „Louisenstraße im Wandel“ ist seit heute eine eigene Frage zum Rundumgrün freigeschaltet.

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41 Kommentare

  1. Also vorab: Ich unterstütze solche Versuche und finde diagonal Ampeln generell ne gute Sache.

    Aber: Warum ausgerechnet am Assieck? Dort achten eh nur die Touristen auf die Fußgängerampel und gefühlt bin ich dort schon immer diagonal drüber gegangen. Würde mir sowas eher an großen unübersichtlicheren Kreuzungen wünschen. Albertplatz, schön vom Simmel rüber zum neuen Klo. Oder Bautzner / Rothenburger. Meine Vermutung: Ging wahrscheinlich vom Papierkram her einfach unkomplizierter, da die Louisenstraße eh gerade ein Versuchsfeld ist. Könnte ich dann auch verstehen.

  2. @Pieschener: Du hast Dir die Antwort schon selbst gegeben. Für die Kreuzung Albertplatz wäre das tatsächlich sehr spannend, bei der jetzigen geometrischen Gestaltung aber wohl mit hohen Wartezeiten für ÖPNV und MIV verbunden, weil die Diagonal-Querungszeit ziemlich lange dauert. Von der Spitze Simmel bis zur Spitze Toiletten-Insel sind es mehr als 60 Meter. Das heißt man müsste eine knappe Minute Räumzeit einplanen, nachdem die Fußgänger-Ampel wieder auf Rot geschaltet hat. Zum Vergleich: Jetzt ist die längste Querung zwischen der Klo-Insel und der Fontäne des Artesischen Brunnens nur 30 Meter – und da gibt es noch die Straßenbahn-Mittel-Insel.

  3. Sehr schön: „Klo-Insel“ :-). Danke Anton für diesen Begriff. Wird das dann bald der offizielle Name für diesen Platz?

  4. „Während der Grünphase für den Fußverkehr haben […] Radfahrer*innen […] Rot“

    Hahahahaha…. guter Humor

  5. @Pieschener will gar nicht wissen, wie oft du Fahrzeuge zum Notbremsen gezwungen hast. Gar nicht mal so rücksichtsvoll von dir

  6. Nach 50 K Louisenstraßengrün nun 75 K für Diagonalampel. Alles temporäre Projekte. Gibt es eine Datenlage zu vergangenen Unfällen an dieser Kreuzung? Verkommt die Neustadt zur politischen Spielwiese?
    Kommt als nächstes ein Kühn`sches Fahrradbarometer um die Ecke?

  7. Danke für den Verweis auf die Umfrage „Louise im Wandel“ Dort wird u.a. abgefragt, ob es durch die temporäre Grüngestaltung in der Louise mehr PLATZ zum Laufen, Flanieren und Fahrradfahren gibt.
    Ich liebe ja solche Umfragen.

  8. Mittags wartet man an der Kreuzung manchmal länger auf vorbeifahrende Autos als auf Grünphasen irgendwelcher Kreuz und Quer Ampeln.

  9. Diese Kreuzung wird nun endlich sicherer für all die SchülerInnen der Louisenschule und des DKS. Wie oft ich dort schon fast mit meinen Kindern von rücksichtslos abbiegenden Autos überfahren wurde…Als
    Erwachsene hab ich das gut im Blick, Kinder mitunter nicht. Dringend überfällig- Danke!!

  10. Erst fand ich die Sache gut, aber konnte beobachten, dass sich die Autos bis in die Kreuzung Alaun stauen. Ander Ampelschaltung müsste also noch mal was gedreht werden.

  11. @Katrin, das nächste Fahrradbarometer auf der Sachsenallee wird im Laufe der nächsten Wochen eingeweiht, jedoch wohl vorerst das letzte in DD sein.

  12. Erstmals hat Dresden eine Ampel, bei der sich Autofahrer, Straßenbahn und sogar Radfahrer (zumindest theoretisch) solidarisch gemeinsam in der Rotphase wiederfinden – damit ausschließlich der Fußverkehr einen Komfortgewinn erhält. Man kann das politisch durchaus wollen. Nur sollte man dann nicht behaupten, es sei eine Verbesserung für alle. Manche bekommen neue Freiheiten, die anderen neue Wartezeiten. Aber in einer Schlange zu warten kann eine durchaus entschleunigende Wirkung auf Körper und Geist haben und für einige hat das „Schlange stehen“ eventuell auch etwas nostalgisches. Eventuell sind das die Gründe dafür, warum Alle etwas von der Ampelschaltung haben. Da ja bereits der Vergleich zu Großstadtampeln in Japan genannt wurde fällt mir ein japanisches Sprichwort ein: „Hast du es eilig, gehe langsamer (oder mache einen Umweg)“

  13. Mich irritiert das immer, mit dem Barometer. Ich hab so ein Teil in der Wohnung und das zeigt mir den Luftdruck an. Erscheint mir auch logisch, wegen der Einheit bar.
    An der Kreuzung bin ich mal gespannt, ob die Quergeher plötzlich bei rot warten werden oder nicht. Die eventuelle Schuldfrage jedenfalls erscheint mir vorab geklärt. Zumindest hier in den Diskussionen…

  14. ich stimme Romina zu!
    Auch von Lieferverkehr wurden wir mehrmals im Monat einfach fast überrollt beim Abholen der Kinder von der anliegenden Kita auf dem Weg zur Bahn!
    fühlen uns jetzt so viel sicherer an der Kreuzung!
    man darf auch nicht vergessen, dass die Kreuzung zwar verhältnismäßig klein ist, aber aufgrund der „schräge“ der Kreuzung vor allem für rechtsabbiegende autos von louisenstraße auf görlitzer nicht ganz leicht zu überblicken.

  15. Die Aussage „Erstmals hat Dresden eine Ampel, bei der sich Autofahrer, Straßenbahn und sogar Radfahrer (zumindest theoretisch) solidarisch gemeinsam in der Rotphase wiederfinden – damit ausschließlich der Fußverkehr einen Komfortgewinn erhält.“ von Monsieur Calvin Candie ist schlicht falsch, da die Tram an dieser Kreuzung immer Vorrang hat und Grün bekommt…sie wartet nur bei Gegenverkehr auf die andere Tram wegen der engen Ecke. Jeder der in der Neustadt wohnt und deshalb zwangsläufig häufiger da ist weiß das. Die neue Ampelschaltung ist natürlich keine Verbesserung für alle, weil das im Falle einer Ampel selbsterklärend faktisch unmöglich ist. Wenn man jetzt aber die Anzahl der kreuzenden Menschen Auto+Fahrrad ins Verhältnis setzt zu Fussgänger+ÖPNV wird schnell klar dass es sich für die meisten verbessert oder gleichbleibt und nur für die Minderheit minimal verschlechtert. Ich finde die neue Ampel deshalb gut und sinnvoll.

  16. Meine Aussage zielte auch gar nicht primär auf die Tram (man beachte die Klammer: die einen bekommen vorzugsweise Grün, die anderen fahren auch gern bei Rot) sondern auf den grundsätzlichen Zielkonflikt ab.

    Die neue Schaltung verschafft dem Fußverkehr einen Komfort- und Sicherheitsgewinn. Im Gegenzug müssen andere Verkehrsarten häufiger oder länger warten. Genau das ist eine politische Abwägung – die man befürworten kann. Ich halte nur nichts davon, solche Maßnahmen als Gewinn für alle zu verkaufen.

    Und Ihr letzter Satz beschreibt es letztlich selbst ganz gut: Für die einen verbessert es sich, für die anderen verschlechtert es sich. Mehr wollte ich im Kern gar nicht ausdrücken.

  17. Cher Monsieur Calvin Candie,
    die von mir zitierte Aussage war und ist einfach unwahr, da sie suggeriert, dass die Tram wegen der neuen Ampelschaltung zugunsten der Priorisierung von Fußgängern ausgebremst wird. Dies ist nicht der Fall…die Tram hatte und hat immer vor allen anderen Vorfahrt. Weiterhin behaupten Sie abermals, dass man (also Politiker und somit der Staat) uns die neue Ampelschaltung als Gewinn für alle verkaufen will und wir somit „von denen da oben“ angelogen werden. Ich habe den Artikel nochmals gelesen, und die einzige Passage, die ein bisschen in diese Richtung geht ist: „Einen Vorteil sieht Caspary auch für den Autoverkehr: Geradeausfahrende müssten nicht mehr hinter wartenden Rechtsabbiegenden stehen.” Da die meisten Verkehrsteilnehmer beidseitig von der Louisenstr. Abbieger sind (persönliche Beobachtung, ich quere hier mind. zwei Mal am Tag), ist diese Aussage tatsächlich vollkommen korrekt. Von der Görlitzer kommt ja nur alle 10 min die Tram, und von der Rothenburger fahren die meisten tatsächlich geradeaus. Ich denke jede(r), der oder die diese Kreuzung kennt, kann meine Argumentation nachvollziehen. Niemand im Artikel sagt jedoch, dass bei einer Umstellung von Ampelphasen alle gewinnen können,…das ist auch logisch unmöglich. Sie unterstellen aber genau das. Ob Sie diese unwahren Behauptungen (hier und unter anderen NG Artikeln) aufgrund von Unwissen oder Bösartigkeit aufstellen kann ich nicht abschätzen, da ich Sie persönlich nicht kenne. Ich behaupte, dass sich für die Mehrheit der querenden Menschen ein Vorteil oder zumindest kein Nachteil ergibt, da Autos und Fahrräder meist nur einen Menschen befördern (persönliche Beobachtung an der Ecke). Deshalb halte ich die Diagonalampel für eine vernünftige Kompromisslösung, die Mehrwert für die Mehrheit bringt. Wenn Sie können beweisen Sie mir einfach, dass meine logische Argumentation und somit 1+1=2 falsch ist. Gerne auch mit belegten Fakten.
    Und wo Sie schon gerade am Sich-Erklären sind, erklären Sie uns doch bitte warum Sie sich hier im NG nach einem selbstverliebten, pseudo-intellektuellen, menschenverachtenden und vor allem rassistischen Ultra-Bösewicht benennen, bei dem selbst sein eigener Schöpfer stetig gegen den eigenen Brechreiz ankämpfen musste (Zitat Q. Tarantino: “Calvin Candie was different from the rest of them. I kind of detested the character. I really, really hated him. It was weird to write a character that I hated, and kind of feel that way about the character. Because of that, I thought he was a substandard character”) https://faroutmagazine.co.uk/the-movie-character-quentin-tarantino-really-really-hated/ . Ehrliches Interesse meinerseits und überhaupt nicht ironisch gemeint. Erhellen Sie uns bitte, menschliche Abgründe faszinieren ja viele Menschen…auch mich.
    Yours truly,
    Dr. rer. nat. reality check
    PS: Ich bin Naturwissenschaftler, sehen Sie mir deshalb meine offensichtliche Obsession für logisches Argumentieren mit belegten Fakten nach, es ist eine Berufskrankheit und auch mein guilty pleasure. Im Übrigen lege ich überhaupt keinen Wert auf formal korrekte Anreden. Ich bevorzuge tatsächlich, wie die meisten Neustädter, das unförmliche Du. Sie offensichtlich nicht. Wenn Sie möchten dürfen Sie mich gerne formal korrekt ansprechen. Bei Ihnen würde ich eine Ausnahme machen, falls Sie es unbedingt wünschen.

  18. @reality check

    Zunächst einmal Glückwunsch zur Promotion. Ich nehme zugleich zur Kenntnis, dass Ihr Hang zu „logischem Argumentieren mit belegten Fakten“ inzwischen offenbar auch die Deutung von Pseudonymen, inneren Abgründen und angeblicher Bösartigkeit umfasst. Das ist zumindest eine bemerkenswerte Erweiterung des naturwissenschaftlichen Methodenkastens.

    Was mein Pseudonym betrifft: Wer aus einem Filmcharakter Rückschlüsse auf den Menschen zieht, der ihn als Pseudonym verwendet, stellt eine Hypothese auf – allerdings ohne die von Ihnen selbst eingeforderten belastbaren Belege. Das überrascht mich angesichts Ihres wissenschaftlichen Anspruchs mehr als der Umstand, dass Sie Ihren Beitrag mit „Dr. rer. nat.“ unterzeichnet haben. Letzteres wird ja einen Grund gehabt haben.

    Zur Sache: Ich habe bereits klargestellt, dass es mir nicht primär um die Straßenbahn ging, sondern um den grundsätzlichen Zielkonflikt dieser Schaltung. Der Fußverkehr gewinnt Komfort und Sicherheit, andere Verkehrsarten verlieren zumindest teilweise Zeit oder Flexibilität. Genau diese Abwägung kann man richtig finden. Nur ist sie eben kein Vorteil für alle.

    Oder anders formuliert: Bisher lag die Priorität stärker beim Straßenverkehr, nun stärker beim Fußverkehr. Das ist eine Verschiebung der Prioritäten – nicht mehr und nicht weniger.

    Die Aussagen „von denen da oben“, „angelogen“ oder „Bösartigkeit“ stammen übrigens ausschließlich von Ihnen. Ich habe nichts davon geschrieben. Ebenso wenig muss man aus einem Filmzitat eine Charakteranalyse eines realen Menschen ableiten. Man kann das tun – nur wird dadurch eine Interpretation noch lange nicht zu einer Tatsache.

    Fast amüsanter finde ich allerdings, dass ein erheblicher Teil Ihres Beitrags meinem Pseudonym gewidmet ist. Für jemanden, der belegte Fakten und stringente Logik zum Maßstab erhebt, ist das ein erstaunlich persönlicher Exkurs. Vielleicht ist die Filmfigur inzwischen einfach interessanter geworden als die Ampelschaltung.

    Und was 1+1=2 betrifft: Daran zweifle ich selbstverständlich nicht. Ich bezweifle lediglich, dass sich politische oder verkehrsplanerische Abwägungen mit derselben Eindeutigkeit behandeln lassen wie mathematische Gleichungen.

    Herzlichst und hochachtungsvoll
    Calvin J. Candie
    Chickasaw County, Mississippi – U.S.A.

    P.S.: Falls Ihr Unmut mir gegenüber aus der von Ihnen angebrachten Kritik bezüglich meiner Ihrem Kommentar ausgeblieben en Reaktion unter einem anderen Artikel sein sollte – darauf bin ich bereits eingegangen und hoffe ich konnte damit zumindest für etwas Erhellung sorgen.

  19. Monsieur Calvin Candie sagt:
    3. Juli 2026 um 13:18 Uhr
    „Nur sollte man dann nicht behaupten, es sei eine Verbesserung für alle.“

    Monsieur Calvin Candie sagt:
    5. Juli 2026 um 22:30 Uhr
    „Ich halte nur nichts davon, solche Maßnahmen als Gewinn für alle zu verkaufen.“

    Monsieur Calvin Candie sagt:
    6. Juli 2026 um 20:12 Uhr
    „Nur ist sie eben kein Vorteil für alle.“

    Nirgends im Text steht die Behauptung, die Ampel sei „eine Verbesserung für alle“, MCC kämpft mal wieder heldenhaft gegen, tja, Strohpuppen. Zu mehr scheint es halt wirklich nicht zu langen, aber mehr braucht es ja auch nicht für die tägliche Aufmerksamkeitsdosis. Wir sind ja selber schuld, wenn wir ihn füttern!

  20. @Schweesdo Onie
    … zuverlässig wie die Tagesschau.

    Während andere darüber diskutieren, welche Auswirkungen eine neue Ampelschaltung hat, verbringen Sie Ihre Zeit damit, alte Kommentare zu katalogisieren und daraus den nächsten „Strohmann“ zu basteln. Fast schon archivarisch.

    Mein Punkt war und ist derselbe: Eine Maßnahme, die den Fußverkehr bevorzugt, bringt nicht ausschließlich Vorteile mit sich, sondern verschiebt Prioritäten zulasten anderer Verkehrsarten. Ob Ihnen diese Prioritätenverschiebung gefällt, ist eine völlig andere Frage.

    Und wenn Ihr stärkstes Argument tatsächlich darin besteht, dass ich „Gewinn für alle“, „Verbesserung für alle“ und „Vorteil für alle“ synonym verwendet habe, dann scheint die Ampelschaltung ja doch weniger Angriffsfläche zu bieten als zunächst vermutet.

    Aber Sie haben recht: Es ist vermutlich unterhaltsamer, den Diskutanten zu sezieren, als sich mit seinem eigentlichen Argument auseinanderzusetzen. Das kennen wir ja inzwischen.

  21. Die Verbesserung für Fussgänger erschließt sich mir als Fußgänger nicht…Wenn ich an einer Ecke stehe und auf die gegenüberliegende Ecke möchte , so ist im Normalfall entweder die Ampel links , oder die Ampel rechts von mir grün, also gehe ich da rüber. Dann schaltet diese Ampel auf rot und die Andere ( parallel zu dieser welche gerade rot war) schaltet auf grün. Mit der neuen Regelung warte ich nun deutlich länger um einfach nur die Straße zu kreuzen. Gerade aus Richtung Alaunstraße kommend rauschen dann noch Radfahrer auf dem Fussweg vorbei oder kommen um die Ecke Görlitzer geradelt. Der Schulweg hat sich gerade verschlechtert und das für 75.000 €

  22. Hallo liebe 7Meilen, genau dafür ist ja dieser Verkehrsversuch da, um herauszufinden, ob sich die Situation für die Verkehrsteilnehmer*innen verbessert oder verschlechtert. Ampelfarbenignorierende Radler gabs vorher auch schon. Aber dazu kamen noch illegal abbiegende Autos, auf die man sicherheitshalber bei Fußgängergrün auch noch Rücksicht nehmen sollte. Ich habs zwei, dreimal ausprobiert und würde sagen, vom Tranquillo kommt man jetzt schneller zum Musikhaus als vorher, immer vorausgesetzt, man hält sich an die Regeln.

  23. @versteher
    Man arbeitet sich eben gern an einem fiktiven Filmcharakter ab, dessen Namen hier lediglich als Pseudonym genutzt wird. Ob diese intensive Abarbeitung mangels sachlicher Argumente zu den eigentlichen Themen passiert, kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich würde sie weniger intensiv erfolgen, wenn ich mich hier Karl Marx nennen würde.

  24. jetzt wird es doch erst richtig interessant. mister calvin candie sie haben zumindest eine beziehung zu diesem wort, die mir wahrscheinlich fehlt.

    die meisten identifizierten sich schon irgendwie mit ihrem call-name, aber sie können es ja mal mit karl marx probieren. viel spass.

  25. @versteher
    Mir würden sich die Nackenhaare (wenn diese nicht auf 0 rasiert wären) aufstellen. Da bleibe ich lieber der frankophile, fiktive, missmutig beäugte Südstaatler. Tatsächlich steht der Film dessen Figur ich mir zu eigen gemacht habe gar nicht so weit oben in meinem persönlichen Beliebtheits-Ranking. Und wahrscheinlich kann man als „versteher“ beim Namen weniger falsch machen, aber wo wären wir ohne Salz in der Suppe bzw. Pardon: ohne Fleur de Sel in der Vichyssoise

  26. Ja schade, Mister, mit Südstaatler-Humor kann ich leider wenig anfangen. Da fehlt es mir an kulturellem Background. Werde Ihre künftigen Beiträge aber unter diesem Gesichtspunkt zur Kenntnis nehmen.

  27. Cher Monsieur,
    vielen Dank für Ihre Antwort am 6. Juli, 20:12 Uhr, die zwar keine der von mir gestellten Fragen beantwortet, aber uns dafür einen klitzekleinen Blick in Ihr Inneres eröffnet. Das gefällt mir ehrlich gesagt noch viel besser.
    Zitat: „Der Fußverkehr gewinnt Komfort und Sicherheit, andere Verkehrsarten verlieren zumindest teilweise Zeit oder Flexibilität. Genau diese Abwägung kann man richtig finden. Nur ist sie eben kein Vorteil für alle.
    Oder anders formuliert: Bisher lag die Priorität stärker beim Straßenverkehr, nun stärker beim Fußverkehr. Das ist eine Verschiebung der Prioritäten – nicht mehr und nicht weniger.”
    Für Sie (und leider auch zu viele andere) ist konkrete Verkehrsplanung also primär ein politischer Interessenkonflikt, bei dem gegensätzliche Meinungen, gegeneinander aufgerechnet werden….ganz nach dem Motto Autofahrer wählen halt die Autofahrerpartei, Fußgänger die Fußgängerpartei, usw.. Für mich ist es aber primär eine technisch-logische Fragestellung, die das folgende Problem lösen möchte: wie kommen die meisten Menschen am schnellsten und am sichersten von A nach B, bzw. an einer Kreuzung, auch von C nach D.
    Meine Sicht begründe ich wie folgt:
    1. Alle Menschen wechseln Verkehrsarten. Man wird nicht als Auto- oder Fahrradfahrer geboren und geht dann niemals zu Fuß. Der meiste Verkehr in der zentralen Äußeren Neustadt, und spezifisch an dieser Ecke, ist Fußverkehr. Wenn Sie abends von außerhalb mit dem Auto in die Neustadt kommen, um in Kneipen zu gehen dann müssen Sie erstmal irgendwo einen der sehr raren Parkplätze finden, tja und dann sind Sie halt zwangsläufig Fußgänger, oder (je nach Promillepegel) kriechen auf allen Vieren von Kneipe zu Kneipe…außer Sie parken direkt im Hebedas (habe mal jemand gesehen, der mit dem Moped da reingefahren ist und geparkt hat, aber der hat da gearbeitet…und dies ist tatsächlich kein Witz). Beim ÖPNV müssen Sie an der Haltestelle aussteigen und sind dann auch zu Fuß gehend. Geschäfte akzeptieren in der Neustadt grundsätzlich nur Fußgänger und Rollstuhlfahrer als Kunden (Ausnahme: McDoof). Die Hauptzahl der Menschen quert folglich diese Kreuzung zu Fuß oder im ÖPNV. Deshalb ist es, außerhalb jeglicher politischen Dimension oder persönlicher Meinung, nur logisch und vernünftig an dieser konkreten Kreuzung, Fußgehende zu bevorzugen und nicht den fahrenden Individualverkehr. Wahrscheinlich sind für Sie auch die Verkehrswissenschaftler der TUD, die für eine zweispurige Carolabrücke plädieren (weil vollkommen ausreichend für die erwartete Verkehrsmenge und zugleich kostengünstiger bzgl. Bau und Unterhalt) nur parteipolitisch motivierte linke Spinner, die keine Ahnung von ihrer Arbeit haben, weil Sie viel besser Bescheid wissen. Ja seit der Pandemie hat sich die Welt verändert und Wissenschaftlern wird nun vorgeworfen das eigentliche gesellschaftliche Problem zu sein.
    2. Dies ist ein Verkehrsversuch. Es ist also keine endgültige Entscheidung, sondern ein Experiment auf Zeit. Ein Experiment macht man immer dann, wenn man seine theoretischen Überlegungen in der Realität überprüfen will. Sollte es sich, wider Erwarten, als nachteilig für die Mehrzahl der Menschen erweisen, wird alles wieder rückgängig gemacht (wie bspw. bei der Marienbrücke, bei der zeitweise ein Streifen für die Tram abmarkiert wurde…alles wurde wieder zurück gebaut, weil der Autostau zu lang wurde.) In der Naturwissenschaft sind Experimente die einzige Möglichkeit zur absoluten Wahrheit zu gelangen, da Menschen leider minderbehaarte Affen und keine allwissenden Götter sind. Das Experiment hat weit mehr Gewicht als die Theorie und wird deshalb, wann immer möglich, zwingend durchgeführt. Die Evolutionstheorie von Charles wird immer eine Theorie bleiben, da man die gesamte Evolutionsgeschichte nicht so einfach wiederholen kann…außer man hat einen leeren Planeten und sehr sehr viel Zeit zur Verfügung. Oft/fast immer, weichen experimentelle Ergebnisse von theoretischen ab, weil etwas falsch gewichtet oder vergessen wurde. Es gibt deshalb keinen vernünftigen Grund einen Versuch abzulehnen…außer natürlich man hat Angst vor dem möglichen Ergebnis und möchte es deshalb am besten erst gar nicht wissen #politischeMotivation.
    3. Die Aussage, dass der Abfluss aus Richtung Louisenstr. sich verbessert stimmt. Vorher war es oft so, dass die halbe Grünphase trotzdem jeder stand und nicht fahren konnte, weil Abbieger auf den Fuß-Geradeaus-Verkehr warten mussten und damit alle hintendran blockiert haben. Ob dies die nun die vermutlich längere Rotphase dort ausgleicht, oder nicht, wird der Verkehrsversuch zweifelsfrei zeigen. Er ist deshalb zu befürworten.
    Yous truly,
    Dr. King Schultz
    PS: Ich hoffe für Sie, dass Ihre Ärzte, Piloten, Handwerker, Pfleger, usw. nicht, wie Sie es tun, Entscheidungen rein nach gefühlter Wahrheit (politisch motiviert), sondern rein sachlich und logisch treffen. Und apropos Karl Marx, auch bei Ihnen Monsieur schlägt das Herz links. Wenn Sie das zu sehr stört, können Sie ja Ihren Herzchirurgen bitten diese gefühlte Fehlstellung zu korrigieren. In einer Demokratie haben Sie diese Freiheit, und dann könnten Sie wenigstens konsequent auftreten. Es würde Sie allerdings, aufgrund der nicht unerheblichen Narbenbildung, nicht verschönern.
    I’m sorry, I couldn’t resist

  28. @reality check

    Cher Dr. Schultz,

    ich muss Ihnen ein Kompliment machen. Es ist Ihnen gelungen, einen Kommentar mit dem Anspruch naturwissenschaftlicher Präzision zu beginnen und ihn mit politischen Unterstellungen, Charakterdeutungen und Herzchirurgie zu beenden. Diese Spannweite begegnet einem nicht alle Tage.

    Sie erklären Verkehrsplanung zunächst zur rein technisch-logischen Fragestellung. Wenige Zeilen später kennen Sie meine politische Motivation, meine Haltung zur Wissenschaft seit der Pandemie, meine angebliche Angst vor Experimenten und sogar die ideologische Schlagseite meines Herzens. Bemerkenswert. Die Datengrundlage dafür würde mich als Freund „belegter Fakten“ tatsächlich interessieren.

    Sie werfen mir vor, Politik in eine Verkehrsdiskussion zu tragen. Tatsächlich haben Sie Karl die Pandemie, linke Gesinnungen und Herzoperationen ins Spiel gebracht. Die Ampel hatte damit bis dahin erstaunlich wenig zu tun.

    Zur Sache selbst wiederhole ich mich gern ein letztes Mal: Der Verkehrsversuch soll zeigen, ob die Prioritätenverschiebung zugunsten des Fußverkehrs insgesamt sinnvoll ist. Genau deshalb ist es ein Versuch. Ich habe ihn weder abgelehnt noch seine Durchführung kritisiert. Ich habe lediglich festgestellt, dass jede Priorisierung zwangsläufig auch eine Benachteiligung an anderer Stelle bedeutet. Das ist keine Ideologie, sondern eine Binsenweisheit.

    Am meisten erstaunt mich allerdings Ihre Selbstbeschreibung. Sie schreiben, Sie argumentierten ausschließlich logisch und faktenbasiert. Gleichzeitig verbringen Sie inzwischen deutlich mehr Zeit damit, meine Person, mein Pseudonym und meine vermeintlichen Motive zu analysieren als die Ampelschaltung selbst.

    Vielleicht sollten wir das Experiment deshalb ausweiten: Sie diskutieren beim nächsten Mal einfach mit meinem Argument – statt mit Ihrer Vorstellung von meiner Persönlichkeit. Das wäre einmal ein Erkenntnisgewinn, den selbst die Naturwissenschaft kaum widerlegen könnte.

    Yours truly,
    Calvin J. Candie

  29. Monsieur Calvin Candie sagt:
    9. Juli 2026 um 14:49 Uhr
    „Ich habe lediglich festgestellt, dass jede Priorisierung zwangsläufig auch eine Benachteiligung an anderer Stelle bedeutet. Das ist keine Ideologie, sondern eine Binsenweisheit.“
    Ich muss gestehen: Soviel Selbsterkenntnis hätte ich nach den vielen Posts bisher nicht erwartet! Herzlichen Glückwunsch! (Das ist LOB, @Anton Launer, und somit von der Hausordnung gedeckt! Deshalb schreib ich aber auch nichts zum Rest des Postes- das wäre dann kein Lob mehr…)

  30. @Monsieur usw: Dein „Argument“, auf welches wir hier immer eingehen sollen, ist also:

    „Nur sollte man dann nicht behaupten, es sei eine Verbesserung für alle.“

    Ok. Einverstanden. Mache ich nicht.

    Der Rest war nur Bauschaum, oder? Hab ich was überlesen? Ist nicht unwahrscheinlich bei Deinem Textaushub, bitte notfalls nochmal nummeriert zusammenfassen.

  31. Cher Monsieur,
    lieben Dank für Ihre Antwort und das Kompliment, welches mir von Ihnen zwar nicht wichtig, aber trotzdem schön ist. Ihre Referenz von der „nicht politischen Ampel“ hat mich in Anbetracht der letzten Bundesregierung zum Schmunzeln gebracht. Danke auch für Ihre Einsicht, dass die Veränderung einer Ampelschaltung nicht für alle von Vorteil sein kann und diesen Blödsinn auch niemand im Artikel behauptet hat #Binsenweisheit. Auch wenn ich Sie nicht 100% mit meinen Argumenten überzeugen konnte, so spüre ich doch, dass ich Sie emotional ein bisschen berühren konnte. Das war unter anderem mein Ziel. Daneben geht es mir eher darum den Mitlesenden hier alle sachlichen Argumente auf den Tisch zu legen. Entscheiden muss eh jeder für sich selbst. Auch habe ich tatsächlich manchmal die sachlich logische Ebene verlassen. Bin halt auch nur einer dieser minderbehaarten Affen und kein Stein. Sorry!
    Da Sie selbstbekundet Südstaatenfan sind schließe ich für mich dieses Kapitel mit den Worten von Johnny Cash: I’ll meet you further on up the road!

  32. @ Monsieur Calvin Candie

    Diese Kombination aus Provokation und anschließender Leugnung der eigentlichen Absicht, um den inhaltlichen Kern zu zerreden und eine endlose Rechtfertigungsschleife zu provozieren, macht wohl nur dem Verfasser selbst Spaß. Ein konstruktiver Austausch setzt voraus, dass der inhaltliche Fokus gewahrt bleibt, statt das Debattieren selbst zum ermüdenden Gegenstand der Debatte zu machen.

    Bei der Faktenlage zeigt sich zudem die bei dieser Methode übliche assimetrische Evidenz – die eigene Position wird konsequent als chronisch unfalsifizierbar gehalten.

  33. @Dr. Reality Check

    Merci.

    @Schweesdo Onie, @Peter Macheli

    Ich freue mich, dass Sie beide sich inzwischen auf meine Kernaussage einigen konnten. Das hat zwar knapp eine Woche, mehrere Kommentare und den Einsatz eines promovierten Naturwissenschaftlers gebraucht – aber Fortschritt ist bekanntlich auch Fortschritt.

    Im Übrigen wusste ich schon beim Begriff „Binsenweisheit“, wen ich damit zuverlässig aus der Reserve locken würde. Die Reaktion kam sogar schneller als die sonst üblichen Analysen meiner Psyche, Motivation oder meines Geisteszustands. Offenbar war die Versuchung einfach zu groß, diesen einen Halbsatz genüsslich auszuschlachten. Sei’s drum – auch das ist eine Form der Prioritätensetzung.

    Den Rest dürfen Sie gern weiterhin als „Bauschaum“, „Strohpuppen“ oder „Aufmerksamkeitsdosis“ etikettieren. Das verändert mein Argument ungefähr so sehr, wie ein neues Etikett den Inhalt einer Weinflasche verändert.

    Tchin-Tchin.

  34. @goldfish
    Schade eigentlich.
    Mich hätte Ihre Meinung zur Ampelschaltung und zum eigentlichen Thema tatsächlich interessiert. Stattdessen erfahre ich vor allem Ihre Meinung über mich, meine angebliche Debattenstrategie und meine Motive. Falls Sie Lust haben, über die Sache zu sprechen, bin ich gern dabei. Ihre Einschätzung zur Diagonalampel fände ich jedenfalls deutlich spannender als Ihre Einschätzung meiner Persönlichkeit oder meines Diskussionsstils.

  35. @Monsieur: Wer hat denn Deine Kernaussage in Zweifel gezogen? Und kommt diese Dir nicht selbst ’n bissl sehr banal vor, um vehement darauf herumzureiten? Mir kommt die nicht gerade bahnbrechend vor. Was sind denn Deine Erfahrungen beim Nutzen der neuen Diagonalampel? Hast Du sie laufend oder fahrend genutzt?

  36. Monsieur Calvin Candie sagt:
    9. Juli 2026 um 22:24 Uhr
    „Das verändert mein Argument ungefähr so sehr, wie ein neues Etikett den Inhalt einer Weinflasche verändert.“
    Sie meinen die Binsenweisheit? Die wäre ja eher Essig, um im Bld zu bleiben…

  37. @Peter Macheli

    …wäre es anders gewesen, hätten wir uns die letzten Tage des ausgiebigen Analysierens meiner Meinungen, Haltungen und mutmaßlichen Motive vermutlich sparen können.

    Zur eigentlichen Frage: Ja, ich habe die Kreuzung inzwischen mehrfach zu Fuß und mit dem Auto genutzt. Es erstaunt mich selbst, wie häufig mein Weg ausgerechnet seit der Umstellung über diese Ampel führt. Ich möchte daraus keine höhere Fügung ableiten – obwohl man fast meinen könnte, der Herr habe mir dieses Anschauungsmaterial eigens für diese Diskussion zukommen lassen. Aber wer weiß? Seine Wege sind bekanntlich unergründlich.

    Mein persönlicher Eindruck bisher: Mal staut sich der Autoverkehr etwas stärker, mal läuft es erstaunlich flüssig. Zu Fuß habe ich mich einmal dabei ertappt, bei Rot zu gehen, weil ohnehin niemand Grün hatte und ich nicht unnötig warten wollte – also im Grunde genau wie vor der Umstellung. Mir ist außerdem aufgefallen, dass manche Autofahrer beim Abbiegen offenbar noch von der bisherigen Ampelschaltung ausgehen und auf Fußgänger warten, obwohl diese in diesem Moment Rot haben. Das dürfte zumindest vorübergehend ebenfalls zu Verzögerungen im Verkehrsfluss beitragen, bis sich die neue Schaltung eingeprägt hat. Ein anderes Mal hatte ich Grün und wurde trotzdem von einem Radfahrer geschnitten, der seine Rotphase offenbar eher als unverbindliche Empfehlung verstand.

    Mit anderen Worten: Einiges hat sich geändert, anderes erstaunlich wenig.

    Willkommen in der Neustadt.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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