Die Blaue Fabrik veranstaltet ihr viertes Sommerfest am Alten Leipziger Bahnhof. Am Freitag und Sonnabend stehen mehrere Bands und weitere musikalische Beiträge auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Das Sommerfest beginnt am Freitag um 18 Uhr mit der Band des Projekts „BigBand Workshops“. Um 18.30 Uhr spielt DeFeyn. Die Band vom Gymnasium Pieschen belegte 2026 den zweiten Platz beim Wettbewerb „Schule rockt!“.
Um 19.30 Uhr folgt die Schillerband vom Schiller-Gymnasium Pirna. Sie gewann 2026 den ersten Preis bei „Schule rockt!“. Ab 20.30 Uhr spielt Tom Two Indie-Pop und Rock aus Dresden.

Am Sonnabend beginnt das Programm um 17 Uhr mit der Haus-Schülerband. Um 17.30 Uhr folgt eine Flamenco-Show von „El Patio Flamenco“.
Das Richard Ebert Quartett spielt ab 18.30 Uhr eigene Jazzkompositionen. Um 19.30 Uhr treten Noelia Recalde und Jonatan Szer aus Argentinien als Lohdóh auf. Ab 20.30 Uhr spielen die Balkaneros Balkan Brass. Den Abschluss bildet ab 22 Uhr die Dresdner Soul-Band The Souldiers.
Das Sommerfest wird vom Stadtbezirk Neustadt gefördert, die Räte hatten mit deutlicher Mehrheit für die Förderung gestimmt. Die Regionalstiftung der Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse unterstützt die Veranstaltung ebenfalls.
- Wann: Freitag ab 18 Uhr, Sonnabend ab 17 Uhr
- Wo: Alter Leipziger Bahnhof, Eisenbahnstraße
- Eintritt: frei, Spenden erbeten
- Mehr Infos: blauefabrik.de/event/sommerfest
Über die Blaue Fabrik
Die Blaue Fabrik ist ein Kulturort in freier Trägerschaft in der Dresdner Neustadt. Ihre Geschichte begann 1991 mit einer Galerie in einem Fabrikgebäude im Hinterhof der Prießnitzstraße. Nach deren Konkurs 1996 gründete sich 1997 aus ihrem Umfeld die Künstlervereinigung Blaue Fabrik. 2005 erhielt sie den Kulturförderpreis der Landeshauptstadt Dresden, seit 2010 wird sie institutionell gefördert.
Seit 2016 hat die Blaue Fabrik ihren Sitz im linken Flügel des Alten Leipziger Bahnhofs an der Eisenbahnstraße. Auf zwei Etagen gibt es 14 Proberäume für mehr als 50 Künstler und angeschlossene Bands, darunter das New Town Swing Orchestra, The Souldiers, die Banda Comunale, das Richard Ebert Quartett und Youkali. Ein großer Teil der Künstler sind Absolventen der Dresdner Musikhochschule.
In den öffentlichen Räumen finden regelmäßig Jazzkonzerte, Sessions, Ausstellungen und weitere Kulturveranstaltungen statt, auch von Dritten in Eigenregie. Kooperationspartner sind das Jazzkollektiv Dresden e. V. und der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V. Vermietungen für Feiern tragen zur Finanzierung des Gesamtprojekts bei.
Die Blaue Fabrik versteht sich in erster Linie als Kulturort für eigene Projekte von Künstlerinnen aus ihrem Netzwerk. Der Verein bezeichnet sich als überparteilich und distanziert sich von gruppenbezogener Diskriminierung sowie rassistischen, nationalistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Positionen, betont zugleich aber die Freiheit der Kunst.

Der Alte Leipziger Bahnhof
Die Lage am Alten Leipziger Bahnhof ist auch inhaltlich Teil der Arbeit der Blauen Fabrik. Das Gelände zwischen Eisenbahnstraße, Leipziger Straße, Hansastraße und Erfurter Straße zählt zu den noch unerschlossenen Innenstadtquartieren und ist bedeutsam für die Eisenbahn- und Industriegeschichte sowie für die Geschichte der Shoa.
Mit verschiedenen Veranstaltungsformaten widmet sich die Blaue Fabrik der Entwicklung des Geländes, auf dem nach Vorstellung des Vereins Erinnerungskultur und zeitgenössische Kunst, Gedenken, Feiern, jüdisches Leben und freie Kulturszene zusammenkommen könnten. Dabei versteht sie sich als unabhängiger Akteur und nicht als Teil eines künftig möglicherweise entstehenden Gedenk- und Bildungsortes.




















