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Letzte Chance: Schaubudensommer

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Nach einem etwas verregneten Auftakt am Dienstag, der immerhin für lustige Pfützen-Effekte und zusätzliche Schirm-Installationen sorgte, zeigte sich der Schaubudensommer gestern von seiner besten Seite – beziehungsweise in seiner ganzen Pracht. Bei angenehmen Temperaturen füllte sich die Hauptstraße rasch, und an manchen Stellen wurden Erinnerungen an die Zeiten hinter der Scheune wach. Zumindest, was die Länge der Schlangen vor den einzelnen Imbissständen betraf, konnte man sich plötzlich wieder in längst vergangene Festivaljahre versetzt fühlen.

Panorama-Show im Regen - Foto: Anton Launer
Panorama-Show im Regen – Foto: Anton Launer

Heute bietet sich nun die letzte Gelegenheit, den Schaubudensommer in diesem Jahr zu erleben und sich noch einmal ordentlich beschauspielern zu lassen. Ob mit der Panorama-Crew rund um das vergoldete August-Standbild oder quer über die Hauptstraße im Gefolge von Adrian Schvarzstein und Jūratė Širvytė-Rukštelė – in beiden Fällen bleibt das Publikum nicht lange Zuschauer, sondern wird schnell selbst Teil des Geschehens.

Adrian Schvarzstein & Jurate Širvyte-Rukštele führten über den halben Budensommer - Foto: Anton Launer
Adrian Schvarzstein & Jurate Širvyte-Rukštele führten über den halben Budensommer – Foto: Anton Launer

Direkt neben den plätschernden Fontänen zeigte das Saxonz-Studio spektakuläre Breakdance-Moves und sorgte mit akrobatischen Einlagen für staunende Gesichter. Etwas ruhiger, aber nicht weniger begehrt, geht es dagegen im Ghost Train zu. Allerdings braucht es hier neben Geduld oft auch eine gewisse Zahlungsbereitschaft: Die begehrten Tickets werden in der Regel gegen 19.45 Uhr versteigert, was die Reise ins Geisterreich gelegentlich in ungeahnte finanzielle Höhen treibt.

Besonders sehenswert ist auch der Ski-Zirkus der Trick Brothers. Die beiden Künstler verbinden Slapstick, Artistik und jede Menge absurde Einfälle zu einer Show, die ihr Publikum zuverlässig mitreißt. Allerdings gilt auch hier: Wer in den ersten Reihen steht, sollte sich nicht allzu sicher fühlen. Vor allem ahnungslose und sportlich eher untrainierte Zuschauer können schneller Teil der Vorstellung werden, als ihnen lieb ist.

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Skizirkus mit den Trick Brothers - Foto: Anton Launer
Skizirkus mit den Trick Brothers – Foto: Anton Launer

Dazwischen bleibt genügend Zeit zum Schlendern, Beobachten und Entdecken. Die von Muriel Cornejo und César Olhagaray verkleideten Platanen sorgen ebenso für Verwunderung wie das bewohnte Körper-Kollektiv, das immer wieder neugierige Blicke auf sich zieht. Wer dem Trubel kurz entkommen möchte, findet schließlich im Traberschen Karussell einen Moment der Ruhe – zumindest solange, bis Georg Traber wieder kräftig anschiebt und die vermeintliche Entspannung in eine überraschend rasante Angelegenheit verwandelt.

Ein Päuschen - gern, aber es wird turbulent - Georg Traber schiebt heftig an. Foto: Anton Launer
Ein Päuschen – gern, aber es wird turbulent – Georg Traber schiebt heftig an. Foto: Anton Launer

Wer also bislang noch gezögert hat, sollte die verbleibende Gelegenheit nutzen. Heute Abend fällt der Vorhang für den diesjährigen Schaubudensommer – und die Mischung aus Straßentheater, Artistik, Musik und spontanen Begegnungen dürfte vielen Besuchern noch eine Weile in Erinnerung bleiben.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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