Archiv für die Kategorie „Kolumne“
Nur einmal …
Seit April gibt es das „Only One“ auf der Alaunstraße. Gestern nun hab ich allen Mut zusammengenommen, mir einen lieben Freund geschnappt und bin hin. Das Eintreten wird erschwert durch eine Clique jugendlicher Hip-Hop-Fans, die mit coolen Gesten und lustigen Jacken durch den Gastraum laufen. Der Barkeeper empfiehlt uns gleich den Garten, falls wir rauchen mögen. Aber dort ist es nass, also verziehen wir uns doch wieder nach drinnen. Stylisch sieht es aus, auf den ersten Blick.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Das Ende der Anna-Schlange
Nachdem ich am Vorabend ausgiebig die Entwicklung der “Anna-Schlange” beobachten konnte, wollte ich mich gestern selbst hineinwagen. Doch das Schlangestehen schien schon auf der Alaunstraße zu beginnen. Menschen über Menschen drängten auf das Festgelände. Mein Glück, dass sich viele brav in die längste aller Schlangen stellten, während am Kassenhäuschen noch ein Schalter frei war. Gegen 20.45 enterte ich in Begleitung einer jungen Dame die Feuertreppe. Noch konnten wir uns ganz geschickt vordrängen, so dass wir uns in bester Warteposition befanden. Um uns herum ein bunt gemischtes Publikum, allesamt glücklich Wartende. Kurz vor halb zehn wurde dann die Türe geöffnet und fast die gesamte Anna-Schlange konnte im Innern der Scheune verschwinden. Dort erwartete das Publikum eine strenge Grundschullehrerin und die Aufgabe: “Malen nach Zahlen”
Diesen Beitrag weiterlesen »Auf den Clown gekommen
Eigentlich wollte ich ja nur gemütlich ein Bierchen trinken und die legendäre „Anna-Schlange“ beobachten. Die zog sich gestern vom großen Saal über die Feuertreppe nach oben und unten und noch quer übers Gelände des Schaubudensommers. Während sich die „Anna-Fans“ die Beine in den Bauch standen, konnte ich zwei Bierchen und sehr leckere Pelmeni genießen. Auch ein Schwatz war noch drin, obwohl wir immer wieder von vorbeiziehenden Affen und Ähnlichem gestört wurden. Doch dann wollten wir noch eine kleine Runde drehen und prompt stolperte ich über die wohl längsten Füße der Welt.
Diesen Beitrag weiterlesen »BRN-Nachtrag
Nachdem ich gestern mein Fazit geschrieben hatte, wollte ich mich noch einmal ins Getümmel stürzen. Aber das war dann auf einmal weg. Die Straße waren von ein paar kleinen Regentropfen leer gespült. Zumindest fast. Am Martin-Luther-Platz war noch ein bisschen was los und ich eilte, um den Anfang des Endes nicht zu verpassen. Diesen Beitrag weiterlesen »
BRN – der Freitag
Es ist halb eins und ekelhaft. Ich stehe in der Schlange zum Lustgarten mitten im Stilbruch. Es ist heiß, meine Finger kleben und mein Shirt stinkt nach Bier. Irgendein Idiot musste mir vorhin mein Bier aus der Hand kloppen. Aber der Reihe nach. Am Nachmittag war die BRN noch richtig freundlich. Überall wurde geschraubt und gehämmert. Bekannte Gesichter strahlten mich auf den Straße an. Der Kinderumzug flutschte durch die Straßen und der geflügelte Thron landete zielsicher am Alaunplatz. Auch die Feuerwehr kam bei ihrer Testrunde gut durch. Diesen Beitrag weiterlesen »
Begegnungen am Morgen

Erst spucken, dann schimpfen.
Da kommt mir ein Mann entgegen. Verbissener Blick, geduckte Haltung. Hornbrille, Schiebermütze, schwarze Lederhandschuhe, die rechte Hand umklammert einen hölzernen Stock, in der Linken trägt er eine verschlissene Aktentasche.
Nur wenige Meter vor mir, zieht er schnarchend und schnattern seinen Rotz hoch und spuckt einen fetten Flatschen auf den Bordstein. Ich kann mir ein: “Na, das macht man doch aber nicht!” gerade noch verkneifen. Als er an mir vorbei ist, entdeckt er das große Graffito am Espitas und kommentiert lautstark:
“So ein Dreck hier!”







