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Last Glühwein…

Freitagabend. Görlitzer Straße, kurz vor 20 Uhr. Während sich im Bermuda-Dreieck und vor der Winterhütt’n die Massen tummeln, schenkt die freundliche Verkäuferin im Madness mir den vorletzten Glühwein aus. Noch einmal kurz das Gefühl von Gastronomie genießen, bevor wir uns nun alle im Lockdown zu Hause verkriechen. Nach mir nur noch ein junger Bursche, der bekommt dann den wirklich letzten Glühwein.

Last Glühwein auf der Görlitzer Straße
Last Glühwein auf der Görlitzer Straße

Ich schlendere hin zur Ecke, hin zum bunten Treiben. Dann Blaulicht. Kommt jetzt das Sperrkommando? Nein, nur ein Krankenwagen. Der Notarzt versorgt einen Anwohner. Vorm Blue Note und dem Lebowski stehen noch lange Schlangen. Die Anstehenden aber immerhin mit Maske. Später mit Glühwein in der Hand geht das nicht mehr. Einer berichtet mir, dass kurz zuvor die Bahn sogar Schwierigkeiten hatte, durchzukommen. Diesmal nicht wegen der Streichelwütigen, sondern wegen der Glühweinschlange.

Mit Mühe bleibe ich auf Abstand. Die schiefe Ecke selber ist ziemlich ruhig. Die Geschäfte haben noch offen, nutzen die vorletzte Möglichkeit, ihre Waren zu verkaufen. Auf der Louisenstraße hat jemand das Autoradio aufgedreht, Partystimmung. Doch auch hier ist jetzt Schluss. Damit das auch durchgesetzt wird, patroulliert die städtische Polizeibehörde. „Verkaufen ist erlaubt, noch bis 22 Uhr, aber eben Trinken nicht mehr“, erklärt der Uniformierte. Corona entfacht die wildesten Regelungsblüten. Na, seit heute ist es einfacher und ab Montag sowieso.

Polizeibehörde kontrolliert Glühweinabgabe
Polizeibehörde kontrolliert Glühweinabgabe

Dann darf man nicht nur nicht mehr draußen trinken, sondern eigentlich gar nicht mehr raus. Außer mit triftigem Grund (Details in der Verordnung). Ob und wie das klappt, werden die Jungs vom Ordnungsamt dann sicher in den nächsten Nächten überprüfen.

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In der Neustadt werden nun erstmal die Bürgersteige hochgeklappt und man kann sich hier fühlen wie sonst im restlichen Dresden. Der ein oder andere Anwohner wird über ein bisschen vorweihnachtliche Ruhe sicher nicht böse sein. Hoffentlich wirkt es und die Zahlen sinken rasch.

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20 Ergänzungen

  1. Mittlerweile gibt es auch in keinem Supermarkt mehr Glühwein zu kaufen. Rotwein gibts noch. Aber Glühweingewürze sind nicht zu bekommen….Mit Sternanins, Nelken, Zimt und Organgen bekommt man das richtige Gewürz vielleicht auch selber hin, wenn das nicht auch bald ausverkauft ist.

  2. Was jammert der werte Anton hier herum? Seit Wochen bringt er uns ohne jegliche, eigentlich gebotene journalistische Distanz die „offiziellen“ Verlautbarungen und Anordnungen herüber. Wer es wagte diese auch nur im Ansatz zu kritisieren, den traf der Bannstrahl.
    Nun ist halt dicht bis zum Frühjahr. Gewöhnt euch dran. Neue Normalität halt.

  3. @Linie3
    … nix VERSTANDen, oder?! Anton berichtet hier wertfrei und korrekt, selbst wenn mal Hinweise zur Korrektur sind, wird gedankt und berichtigt.
    Der Kommentar hat fast die „Qualität“ von der Balkon-Crew.
    … kopfschüttel

    Anton :) alles bestens gemacht!

  4. Wenn es maximal blöd läuft, holt man sich auf die Art und Weise Corona, hat dann selbst einen milden Verlauf und steckt einen Bekannten, Verwandten etc. an, der daran stirbt. Der Fall mag Einigen abwegig erscheinen, ist aber viel wahrscheinlicher als im Straßenverkehr zu sterben. Eigenartigerweise passen da aber die Menschen auf, dass ihnen nichts passiert. Wer meint, er wäre da schlauer, sucht sich bitte ein Hobby, wo im Zweifelsfall nur sein Leben gefährdet wird und nicht Dritte den Preis bezahlen müssen.

  5. Super, daß die Glühweindrecksplörre nicht mehr erhältlich ist. Das kann doch für die Gesundheit nur gut sein. Einfach mal Hirn einschalten und nicht nur an sich denken. Der Egoismus von manchen Leuten ist unerträglich und spricht für die Dummheit selbiger. Bleibt zu Hause und besauft euch ohne andere Bürger zu gefährden!

    Danke @Stefan E. sehr schön erläutert.

    Wer jetzt noch weiterhin die Maßnahmen zur Pandemie Eindämmung umgeht, muss noch drastischer bestraft werden. Gegen Dummheit ist nun mal leider kein Kraut gewachsen und da hilft nur: Strafen, die so weh tun, daß es bis zum Hirn vordringt. Und das geht am besten über den Geldbeutel.

    Schönen 3. Advent und immer schön negativ bleiben.
    Grüße aus der Uferzone

  6. Auf das Hören feindlicher Radiosendungen standen Strafen im dritten Reich, die können wir uns nicht vorstellen. Und es wurde gemacht.

    Das komplexe WirrWarr der Pandemie-Regeln ist nicht bis ins letzte durchsetzbar. Wer jetzt Alkohol öffentlich trinkt ist allerdings selber schön blöd.

    Ansonsten -@Stefan- ist dein Wunsch schlicht zu fromm.

    Übrigens, auf Solidarität in der Spaß und Kapitalgesellschaft, mit Eigentum und tonnen von Rechtsanwälten zu setzten, ist schön, so schön wie eine billige Fernsehwerbung.
    Oder Nikotinplakate.

    Totale Unvernunft spreche ich uns aber auch nicht ab.

  7. Der Horst von weiter oben ist nicht der richtige Horst. Vielleicht könnte dieser Typ sich einfach nur Heini nennen?

    Auch ich finde, dass Anton Launer zu diesem Thema sachlich berichtet. Und ich finde es schön, hier alles übersichtlich zusammengefasst lesen und mich informieren zu können. Mein Dank dafür.

    Dieser Artikel hier steht ja aber eindeutig in der Rubrik „Kolumne“. Und ich hab ihn gern gelesen.
    Nun gut. Manche Leute begreifen’s nie. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob sie nicht wollen oder selbst beim besten Willen nicht können. Fakt ist, sie drehn sich ihre Welt wie früher beim Indianer spielen.

  8. @DangerMike

    Lieber/es/in DangerMike

    natürlich freuen wir uns, dass wir wahrgenommen werden! Allerdings musst Du dir keine Sorgen machen. @Anton und wir kriegen das schon klar und wir wissen, was wir voneinander zu halten haben. Jedenfalls kennt @Anton unsere ware Identität. Vermutlich entgegen anderer Komiker hier. Also: Immer locker durch die Hose atmen!

    @Horst

    Die Nicks anderer anzunehmen hat hier eine gewisse Tradition.

    Allen einen fröhlichen 3ten Advent

  9. In der Innenstadt waren sehr wenige Leute unterwegs und die haben zu sehr großen Teilen Masken getragen. In der Neustadt bin ich eben durchgefahren, sind mehr Menschen unterwegs (logisch), tragen aber deutlich seltener Masken. Dummheit oder Vorsatz?
    Meinereiner war im Frühjahr in Quarantäne und eine Bekannte hat aktuell gerade einen engen Angehörigen zu beerdigen (ja, wegen Corona). Mehr davon brauche ich persönlich wirklich nicht, danke.

    @Timur ohne Trupp: Also bei manchen Gastwirten/Ständen habe ich eher den Eindruck, dass ihnen die Kundschaft egal ist. Oder warum können die nicht wenigstens auf die Einhaltung der Bestimmungen achten und bei Ihren Kunden einfordern? Mag auch sehr vorbildliche Betreiber geben, aber ich haben mehr als einmal das Gegenteil gesehen. Die bitte jetzt nicht beschweren wg. Lockdown und den Folgen. Übrigens hat auch niemand gesagt, dass Du jetzt @home Partys veranstalten sollst, weil ja die Lokale geschlossen sind.

    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
    (Albert Einstein)

  10. Grundsätzlich stimme ich dem Bericht von Anton zu. Nur sind das halt dann die Auswirkungen von all den vorher, meiner Meinung nach, unkritisch veröffentlichten Berichte.
    Und jeder der hier harte Strafen usw. fordert und nichts dabei findet, dass den Menschen immer mehr Lebensfreude genommen wird, möge sich dann nicht wundern, wenn der Lockdown in einem totalitären freudlosen Staat endet. Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Abläufe ähneln sich.

  11. Hallo erstmal zusammen.
    Also ich glaube das ganze hier nicht… Weder bekannte noch Verwandte oder Freunde von Freunde und so weiter kennen jemanden der jemanden kennt der sowas hat… Ich bin der Meinung ihr übertreibt dermaßen das sich die Balken biegen!!!

    Mfg Andy.

  12. Hallo Andreas,
    ich war noch nie in Bielefeld und kenn auch niemanden, der je dort gewesen wäre… Ich glaub ja nicht, dasses das überhaupt gibt!

  13. Bielefeld gibt’s nicht. Wann begreift ihr das endlich?

    Und ich bin hier in meinem sicheren Zimmer. Die Fenster vergittert, die Wände gepolstert und die Türe fest verschlossen. Hier bin ich geschützt vor der ganzen schizophrenen Welt da draußen. Die ganze Menschheit ist krank. Außer ich.

  14. @ Andreas:

    Ich kenn auch niemanden mit Zwillingen, HIV, 911er, Raucherbein, Syphilis, Millionenkonto, abgetrennter Hand, Mondflugerfahrung, ….

    Beste Grüße
    Peter

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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