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Alaunplatz soll zum Alaunpark werden

Seit Jahren ist es ein Verwirrspiel. Heißt der große Park zwischen Bischofsweg und Tannenstraße nun Alaunpark oder Alaunplatz. Die den Platz nutzende Jugend hat die Bezeichnung längst verkürzt auf A-Park. Ein interfraktioneller Antrag, der am Montag im Stadtbezirksbeirat vorgestellt wird, soll nun Abhilfe schaffen.

Ist's ein Platz oder doch ein Park? Foto: Philina Eppers
Ist’s ein Platz oder doch ein Park? Foto: Philina Eppers

„Wir wollen, dass der Platz ganz offiziell nun Alaunpark heißt“, sagt der Grünen-Rat Niklas Weize. Linken-Kollegin Annabell Giestadt unterstützt: „Die Bezeichnung Platz verweist auf die militaristische Nutzung vor mehr als 100 Jahren, eine Umbenennung ist überfällig.“ Die Freifläche wurde im 18. Jahrhundert eingerichtet, passend zum nahen Wald hieß die Wiese damals „An der Dresdner Heide“, um 1830 erhielt die Fläche den Namen „Exerzierplatz“, da er als Infanterie-Exerzier- und Paradeplatz genutzt wurde, seit Mitte des 19. Jahrhunderts trägt er den Namen „Alaunplatz“1. Große Reiter-Aufläufe wurden zum Standard und auch der König wurde hier hin und wieder gesichtet.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Freifläche zur Grünanlage umgestaltet und erhielt den Namen „Platz der Thälmannpioniere“2. Der Name war dann nach der Wende untragbar geworden, seitdem heißt die Wiese wieder Alaunplatz.

Anregung: Bewässerung im Sommer - Foto: Archiv Anton Launer
Anregung: Bewässerung im Sommer – Foto: Archiv Anton Launer

Deutliche Parkentwicklung seit dreißig Jahren

Dabei hat er sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Park entwickelt. Sogar einen Garten gibt es. Auch die Anlage der Wege hat eindeutig Park-Charakter. Wenig überzeugt von den Umbenennungsplänen ist die AfD. Deren Vertreterin im Stadtbezirksbeirat will gegen den Antrag stimmen, Traditionen solle man bewahren. Es werde noch überlegt, einen Änderungsantrag einzubringen, der ein Verbot, die Wiesen zu betreten, beinhalte. Carlotta Beck von der Partei „Die Partei“ ist ebenfalls nicht überzeugt: „Wenn schon Umbenennung, dann konsequent in A-Park“, fordert sie. Wobei das A dann bitte auch einen Kreis drumherum bekommen sollte.

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Vom FDP-Vertreter Holm Zaster kam der Hinweis, dass die Markttreibenden dann gar nicht mehr genau wüssten, wo sie ihre Autos zum Markttag parken sollten. Die Bezeichnung Park lade ja dazu ein, die Fahrzeuge auf die Wiese zu stellen. Der grüne Stadtbezirksbeirat Thomas Kain warf ein, dass für einen Park auch eine ausreichende Wässerung gewährleistet sein müsse. Das habe in vergangenen Sommern zum Teil doch sehr vertrocknet ausgesehen.

Öffentliche Beratung im Stadtbezirksamt

Man darf gespannt sein. Am Montag ab 17.30 findet die Stadtbezirksbeiratssitzung im Bürgersaal auf der Hoyerswerdaer Straße statt. Von Verwaltungsseite war vorab zu hören, dass eine solche Umbenennung auch mit Kosten verbunden sei. Immerhin gibt es die Hausnummern Alaunplatz 1 bis 6. Unter anderem für die Kitas müssten dann alle Eintragungen erneuert werden. Der Antrag ist im Ratsinfosystem der Stadt Dresden abrufbar.

Arbeiten am Alaunplatz
Arbeiten am Alaunplatz
Die Bauarbeiten an der Westseite des Alaunplatzes haben nichts mit der geplanten Umbenennung zu tun. Hier entstehen auch weder Tiefgarage noch ein Parkplatz, wie in den letzten Tagen immer wieder zu hören war. Der Grund für die Arbeiten ist ein geplanter Kletterhügel.

1 Mehr Infos dazu in der Wikipedia.
2 Mehr über die Jugendorgansisation auf der Seite des Deutschen Historischen Museums.

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Nachtrag

Auch in diesem Jahr konnte ich es mir nicht verkneifen, einen Aprilscherz zu veröffentlichen. Hoffe, der eine oder andere konnte sich ein Schmunzeln abringen.

April - April
April – April

Aprilscherz-Archiv

Für Anhänger der April-Scherze hier ein Überblick der vergangenen Jahre:

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13 Ergänzungen

  1. Das eigentlich dramatische an diesem Beitrag ist, dass so eine Beratung vermutlich niemanden wirklich wundern würde……

  2. Wenn schon, dann nach Bennenungsrichtlinie:
    Grünanlage Bischofsweg/Kamenzer Straße/ Alaunplatz/Tannenstraße/Paulstraße

    Vielen Dank

  3. Es fehlt der Ergänzungsantrag zu „A-Halde“, denn das Grundproblem der permanenten Vermüllung wird mal wieder ignoriert. Wie bei echter Müllhalde, besitzt unsere A-Halde KEINE geregelte Reinigung seitens der „Stadt“. Rainers 1€-Trupp ist lediglich „ergänzende Maßnahme“, und über die unrühmliche Rolle der ASA-Büroetage machen wir uns zum 1.April mal nicht lustig. A-Halde kommt heutiger Nutzung und Umschreibung am Nächesten, daher: Alle Stimmen für die neue Halde.

  4. Ich las diesen sehr interessanten Artikel über die neuen Diskussionen und hatte schon überlegt, was wohl die Begründung „Die Bezeichnung Platz verweist auf die militaristische Nutzung vor mehr als 100 Jahren“ wohl für den Carolaplatz und die Namensgeberin impliziert, dann las ich „April, April“ und wunderte mich, und las den Artikel noch zwei Mal, und bin mir sicher, dass ich es dann doch verstanden habe…
    der Aprilscherz ist bei „Der Grund für die Arbeiten ist ein geplanter Kletterhügel.“, nicht war? Ich frage nur nochmal zur Sicherheit. Ansonsten klingt alles sehr logisch für Dresdener Verhältnisse und gar nicht witzig.

  5. @ Grünlandlaudator
    Mitarbeiter der Stadt sind täglich zur Müllberäumung im A Park unterwegs. Seien es Stadtgärtner, die sich eigentlich um die Pflanzen kümmern sollten oder auch die Kollegen der Stadtreinigung. Auch wurde bisher noch niemand aus der ASA Chefetage gesehen, der Müll in den Park trägt.
    Das Problem ist mit Sicherheit nicht vom Rathaus verursacht.
    Sorry Anton, der Scherz hat diesmal nicht gezündet.

  6. @Gartenzwerg: Das stimmt ja seit Jahren keinesfalls! Es sind keine Mitarbeiter beim Aufräumen – jene kommen nur wenn die „Halde überhandnimmt“. Ihre Einschätzung entstammt wohl Fantasia, oder aus besagtem Büroflur. Schauen Sie doch draußen selbst, was konkret passiert. Offenbar wissen sie, entgegen anderen, rein nichts.

  7. Jeden Mo und Mi wird beräumt! Außerdem ist nicht einzusehen permanent den Műll anderer hinterher zu räumen! Es ist auch tagsüber immer brechend voll im Park! Es scheint ne Menge Leute mit ner Menge Tagesfreizeit zu geben so viel dazu! Und denen noch den Műll zu entsorgen ist eigentlich űberhaupt nicht einzusehen! Kőnnen alle froh sein das ich nichts zu melden habe! Denn dann kőnnten die Leute in ihrem Keim ersticken!mfg und schőnen Restsonntag Allen .

  8. Die Halde muss sich ja auch mal auftűrmen! Alles andere ist zwecklos.Den Műll anderer aufzuräumen macht keinen Sinn ,so erzieht man doch keine Menschen! Es ist halt so…..die Verursacher wissen ja das irgend so ein Depp daher kommt und es entsorgt! Habe ich null Verständnis!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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