Tiefbauarbeiten an der Bautzner Straße

Die Bauarbeiten an der Bautzner Straße kommen gut voran.
Die Bauarbeiten an der Bautzner Straße kommen gut voran.
Seit dem 22. Februar wird die Bautzner Straße zwischen Hoyerswerdaer Straße und Prießnitzstraße saniert (Neustadt-Geflüster vom 19. Februar 2013). Bislang wurden die Straßenbahngleise zurück gebaut und Bausicherungsmaßnahmen durchgeführt. An einigen Stellen haben die Baufirmen auch schon tiefe Gruben ausgehoben. Die dort liegenden Abwasserrohre zeigten sich in überholungsbedürftigem Zustand.

Diese Gruben haben aber die Verantwortlichen im Straßen- und Tiefbauamt zu neuen Überlegungen geführt. Wie aus Insiderkreisen jetzt bekannt wurde, sollen die Gleise der Linie 11 nach unten verlegt werden und die Bahn künftig zwischen der Rothenburger Straße und Pfunds Molkerei unterirdisch fahren. „Das ist ganz einfach, da wir ohnehin so tief graben müssen, wegen der Abwasserleitungen, legen wir die neuen Gleise nach unten“, erklärte ein Bauleiter vor Ort.

An einigen Stellen wurden die alten Abwasserleitungen schon frei gelegt.
An einigen Stellen wurden die alten Abwasserleitungen schon frei gelegt.
Damit bekommt Dresden nun doch seine erste U-Bahn. Wie ein Verkehrsbetriebesprecher auf Nachfrage mitteilte, würde das weiter keine Probleme geben: „An der Haltestelle Hoyerswerdaer Straße haben wir dann den direkten Anschluss an die Tiefgarage vom REWE-Markt, da braucht kein Fahrgast mehr die gefährliche Bundesstraße überqueren“. Ähnliche Konzepte, bei denen die Straßenbahn unter die Erde verlegt wird, gibt es zum Beispiel in Hannover oder Düsseldorf. Mehr Infos zu diesen sogenannten U-Straßenbahnen gibt es auf der Wikipedia.

Das Beste an dem Projekt: da so die geplante Haltestellen-Insel eingespart werden kann, funktioniert der Ausbau kostenneutral. Politiker fast aller Parteien zeigten sich begeistert. Ein Sprecher der FDP verlautbarte: „Wir ziehen das jetzt einfach mal durch“ und fordert für die breiter gewordene Straße Tempo 70 und die Einrichtung von zusätzlichen Stellplätzen. Die Grünen fordern, dass auf dem frei gewordenen Platz in der Mitte der Straße ein Biotop angelegt werden soll. „Dahin kann dann die kleine Hufeisennase ausweichen“, hofft der Neustadt-Grüne T. Schulze. Details sollen in einer nichtöffentlichen Sondersitzung des Ortsbeirates am heutigen Montag Abend erläutert werden.

Nach noch nicht bestätigten Angaben von Bauarbeitern sollen die Umbauarbeiten trotz des Umbaus nicht länger dauern und pünktlich im August abgeschlossen werden.

Mit schwerem Gerät soll die nötige Tiefe erreicht werden.
Mit schwerem Gerät soll die nötige Tiefe erreicht werden.


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19 Kommentare zu “Tiefbauarbeiten an der Bautzner Straße

  1. Ja, finde ich gut. Dann müssen die Bahnen bloß noch die Elbe unterqueren, dafür muss man dann etwas tiefer runter. In Budapest hat man das ja auch geschafft, unter der Donau durch. Und in Köln hat man bekanntlich das Stadtarchiv in die U-Bahn verlegt – ist ja auch viel praktischer, wenn man das quasi vor der Haustür haben kann.

  2. Und der wirkliche Termin für die Fertigstellung ist dann der erste April nächsten Jahres, oder was? Ich fänds gut, dann müssten wir nicht alle nach Berlin ziehen, um Großstadtnahverkehr zu erleben.

  3. ….und nächstes Jahr zum 1.April !! is alles fertig….
    finden bestimmt auch wieder Dreharbeiten von Spielberg statt…..

  4. Mist,da bin ich wohl der Einzige, der das geglaubt hat ???

    Der Anton, dieser Schelm aber auch.

    Gruß Ali

  5. Spätestens bei „kostenneutral“ wars offensichtlich – erstens sind Planänderungen im laufenden Bau nie kostenneutral, zweitens ist eine U-Bahn ein „bisschen“ teurer als eine Straßenbahn…

  6. hallo anton,

    ich klicke bei dir jeden abend rein, um dresdner resp. neustädter infos oberhalb sz-niveau zu erhalten.
    wenn du demnächst einen spendenknopf hast, kriegst du auch was.

    ich vertraue auf deine qualität!
    g
    s

  7. ps:
    apropos abend: sag‘ mal deinem provider, dass die sommerzeit kein aprilscherz ist! (meine uhr zeigt jetzt 23:49)

  8. Unbedingt alle´Beiträge löschen !!!

    Vielleicht liest das Strassen- und Tiefbauamt mit. Die machen das wirklich…

  9. @stefano: Danke. Jetzt ist auch im Neustadtgeflüster Sommerzeit.

    Und natürlich war das ein April-Scherz.

    Bezüglich des Spendenknopfes: Da sehe ich derzeit keinen Bedarf, da sich das Neustadt-Geflüster über Werbung ganz gut finanziert.

  10. Ein bisschen Nachdenken würde die Sache schon viel eher als undurchführbar entlarven. Die Rampe, um die Straßenbahn nach unten zu befördern, die ja schon vor dem Rewe unten sein soll, müsste mindestens am Albertplatz beginnen, und konkurriert dann schon mit Lissabon (13,5%) um den Titel der steilsten Straßenbahnstrecke der Welt (zum Vergleich: Schwebebahn ca. 40%, Standseilbahn 29%). Metall auf Metall hat eine deutlich schlechtere Haftreibung als Gummi auf Asphalt, die Steigung muss wesentlich weniger steil sein, als eine für P/LKW-Fahrbahn. Die östliche Rampe vom Waldschlösschentunnel ist schon ungefähr so lang wie die Strecke zwischen Alaunstraße und Rothenburger. Selbst wenn die Strecke reichen würde, eine Rampe plus zwei Fahrbahnen, die abbiegende 6 gleich gar nicht berücksichtigt, braucht nebeneinander mehr Platz als zwischen den Bäumen verfügbar ist. Auf der östlichen Seite sieht es auch nicht besser aus.

  11. @ egal: Die östliche Rampe der WSB muss aber neben dem Weg zur Erdoberfläche auch noch die „natürliche“ Steigung der Bautzner mitbewältigen und ist deswegen nicht unbedingt zu vergleichen.

    Aber: ein Aprilscherz muss nicht durchdacht sein…

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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