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Takt32 • 12.04.26 • GrooveStation

Königsbrücker Straße – Baustart verschoben

Ursprünglich sollte in diesem Sommer Baustart sein. Die Stadtverwaltung hat bereits entsprechende Maßnahmen im Umfeld der Straße umgesetzt. So wurde auf dem Dammweg kürzlich ein Zebrastreifen errichtet, Eschen- und Schönbrunnstraße bekamen neuen Asphalt, und auch die Tannenstraße wurde vorbereitet. Planungen und Umplanungen zum Ausbau der Straße dauerten mehrere Jahrzehnte, diverse Varianten wurden entworfen. Die aktuelle Variante wurde vor fast zehn Jahren beschlossen und inzwischen vollständig durchgeplant.

Steht die Sanierung der Königsbrücker Straße wieder auf der Kippe? Foto: Anton Launer
Steht die Sanierung der Königsbrücker Straße wieder auf der Kippe? Foto: Anton Launer

Baustart verschoben

Überraschend heißt es nun aus dem Rathaus, dass der Baustart doch nicht wie geplant im Sommer erfolgen kann. Das hat offenbar mit den Aktivitäten einer bestimmten Fraktion im Stadtrat zu tun. Deren Chef weist seit Jahren darauf hin, dass der aktuelle Baubürgermeister keine Straßen neu baue, sondern lediglich Farbe auftrage, um Radwege einzuzeichnen. Diese Aussage wiederholte er mantraartig so oft, dass die komplette Leitung des Straßen- und Tiefbauamtes offenbar in eine gewisse Trance verfiel.

Nun zeigt sich: Aus einem noch unveröffentlichten Geheimpapier geht hervor, dass die Königsbrücker Straße gar nicht mehr saniert werden soll. Stattdessen soll die Straße lediglich einen neuen Anstrich bekommen.

Königsbrücker Straße - Farbe statt neuem Belag? Foto: Anton Launer
Königsbrücker Straße – Farbe statt neuem Belag? Foto: Anton Launer

Doppelter Farbeinsatz geplant

Die Straßenbahngleise werden grün lackiert, die Pflastersteine rot. So entsteht ein Grüngleis, das vor allem optisch überzeugt. Radfahrende erhalten einen angenehm breiten, wenn auch weiterhin unerquicklich holprigen Radweg. Der bisherige Platz für den motorisierten Individualverkehr entfällt. Ein Insider berichtet, dass Autofahrende künftig die Verbindung über Dammweg, Eschen- und Schönbrunnstraße nutzen sollen. Der Lieferverkehr soll das neue Grüngleis mitnutzen können.

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Blitzumzug

Wie aus dem Papier des Straßen- und Tiefbauamtes hervorgeht, könnte die Stadt Dresden dadurch rund 86,7 Millionen Euro einsparen. Es gehen Gerüchte, dass ein Großteil dieser Summe in den Ausbau eines Parkplatzes am Fernsehturm fließen soll.

Kritik von DVB und SachsenEnergie

Weniger begeistert zeigen sich die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Ein Sprecher stellt nüchtern fest: „Das Grüngleis ist ja nur Fake, da wird kein bisschen CO₂ gebunden. Außerdem bleiben die Gleise eng beieinander, und wir können nicht mit den breiteren Bahnen nach Klotzsche fahren.“ Details, die im großen Farbkonzept offenbar eine untergeordnete Rolle spielen.

So könnte die Königsbrücker bald aussehen: stadtauswärts auf Höhe Post und Bibliothek nach der Louisenstraße –Visualisierung: Renderwerke/Landeshauptstadt Dresden
Aus dieser Vision der Königsbrücker wird nun vorerst nichts – Visualisierung: Renderwerke/Landeshauptstadt Dresden

Auch das Problem der maroden Leitungen unter der Straße bleibt bestehen. Eine Sprecherin der SachsenEnergie prognostiziert vorsorglich Ausfälle in der Wasserversorgung – möglicherweise ebenfalls nur temporär, bis jemand auf die Idee kommt, auch diese einfach zu überstreichen.

Inzwischen haben die neuen Pläne offenbar auch den Fraktionschef erreicht, dessen ursprüngliche Kritik das Ganze ins Rollen gebracht haben soll. Via Instagram ließ er mitteilen, der Baubürgermeister sei nun endgültig durchgedreht. Eine eigene Beteiligung an der Entwicklung kann er hingegen nicht erkennen – was immerhin konsequent ist.

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Nachtrag

Auch in diesem Jahr konnte ich es mir nicht verkneifen, einen Aprilscherz zu veröffentlichen. Hoffe, der eine oder andere konnte sich ein Schmunzeln abringen. Tatsächlich werden die Bauarbeiten an der Königsbrücker im Sommer beginnen.

Aprilscherz-Archiv

Für Anhänger der April-Scherze hier ein Überblick der vergangenen Jahre:

April - April
April – April

23 Kommentare

  1. Sehr belustigend, in Anbetracht der Widrigkeiten zu diesem Projekt, fasst schon Galgenhumor. Ich war eigentlich am heutigen Tag auf eine Meldung wie diese vorbereitet, bin jedoch zumindest auf die Überschrift hereingefallen, denn: Wundern würde es mich nicht :-)

  2. Leider habt ihr vergessen zu erwähnen, dass es auch auf der Köni Radfahrer:innenzählstellen geben wird. Geplant sind zwei Standorte. Eine am Beginn der Straße am Albertplatz und eine weitere an der Stauffenberg Allee, an beiden Orten in beide Richtungen.

  3. Danke für den Aprilscherz, aber eigentlich ist hier bei dem Thema niemand mehr zum lachen.

  4. Ich befürworte das nicht nur, sondern schlage vor, diesen Lösungsansatz auch auf weitere Bauprojekte anzuwenden. Wie viel Geld könnte zusätzlich eingespart werden, wenn z.B. auch die neue Carolabrücke einfach nur auf die Elbe gemalt werden würde!

  5. Damit scherzt man nicht, lieber Anton! Es hängen zu viele Geschäfte dran, deren Existenz durch die 3-jahres-Baustelle gefährdet ist.

  6. Ist bei den Radfahrenden-Zählstellen eigentlich auch endlich die Unterscheidung in alle vorkommenden Geschlechter geplant?

  7. @Ernst

    Gut, dass das mal angesprochen wird. Das wird selbstverständlichn berücksichtigt werden. Ausser Diversen werden natürlich auch Veganer, Laktoseintolerante und Gluteninunverträgliche bedacht. Unser Oberbürgermeister hat sich dafür persönlich eingesetzt und einen entsprechenden Gesetzenwurf auf den Weg in den Stadtrat gebracht…….

  8. Wer meint, dass Grünen-Bashing als April-Scherz überhaupt noch erkannt wird, hat die letzten Jahre unterm Stein gelebt.
    Dieser Beitrag verfehlt jeden Humor, denn die Realität der Springerpresse und Co hat diesen Versuch der Satire seit Jahren überholt. Die systematische Deligitimierung politischer Gruppen und Parteien als auch deren Ziele ist als Realität längst eine bittere und gesellschaftszersetzenden Realität.

    Dieselben Mechanismen für einen „harmlosen“ Aprilscherz zu recycelt, versagt vor der düsteren Realität leider völlig. Mehr noch – der Beitrag hilft u.U.gar die zutiefst undemokratischen Verwerfungen der deutschen Medien weiter zu normalisieren. Sofern es nicht bei vielen ohnehin als Realität wahrgenommen wird. ‚Flood the zone with shit‘ funktioniert und das hier ist ein weiterer zusätzlicher Tropfen.

  9. @yikes
    He, APRIL , APRIL ,
    seit 30 Jahren gibt’s hier nen “ satirisch , fröhlichen Eingang in den April“ , den ich mir mit Deiner Ernsthaftigkeit ni versauern lasse , ……klingst ziemlich traurig , lach mal wieder , FROHE OSTERN

  10. Haha, und ich hab‘s im ersten Moment mit Fassungslosigkeit überflogen und im zweiten Moment gelächelt. Danke

  11. An yikes: deine in die englische Sprache übersetze Theorie, hast du offensichtlich 1:1 in deinem Kommentar beherzigt. Ich gebe es nicht wieder, da es nicht minder vulgär oder aggressiv ist, nur weil man es in einer anderen Sprache verwendet… anyway darling: im englischen ist man eher grün vor Neid, auch das passt zur Verbotspartei. Vielleicht werden bald Aprilscherze verboten? Oder jemand entwickelt eine Zählstation die nicht nur Fahrradfahrer zählen kann sondern auch missgünstige Beiträge gegen Grüne aus den oberen Etagen des Springer-Hochhauses.

  12. @yikes: ich hoffe sehr, dass der Kommentar ebenso ein Aprilscherz ist wie der Artikel. Wenn nicht: selten so viel sinnfreies Geschwurbel gelesen – könnte glatt von der anderen Seite kommen

  13. Lieber Monsieur Calvin Candie, Deine Kommentare geben mir zu denken, dass yikes doch recht haben könnte. Wie sonst ließe sich das in deinem Kopf entstandene Bild der Verbotspartei erklären.

  14. In unserem Garten wohnt seit dem 01.04.2026 ein riesiges Huhn. Dieses Huhn ist so groß, daß wir es aus der zweiten Etage unseres Hauses füttern müssen. Es verschlingt, an nur einem Tag, einhundert Kilogramm Wellensittich „Sprechfutter“. Wir haben Angst, daß es ein Ei in unseren Garten legt und beginnt mit uns zu sprechen.

  15. Lieber Anton Launer, wäre sehr einfach aber ob du es mir glaubst oder nicht: ich bin eventuell liberaler als du es für möglich hältst. Manchmal möchte man auch nur reagieren und da helfen die von mir benutzten Wortbildungen scheinbar. Das du reagierst zeigt es. Im übrigen sind die angesprochenen Verlage auf Gewinn ausgerichtet. Man schreibt was die Masse lesen möchte. Wenn die Masse Grün wählt, wären die Berichte anders. Ich möchte mit meinem Kommentar sagen: das dies nicht der Fall ist, liegt nicht an den Medien sondern an den Parteien selbst. Oder man ist der Meinung, dass nur 5, 10, 12 Prozent der Wähler (Bevölkerung) recht haben und der Rest falsch liegt, oder keinen Plan hat oder was auch immer… es sprengt die Debatte zu deinem nachrichtlichen Aprilscherz und meinem Kommentar zum vermeintlichen Verunglimpfen von Grünen. Eventuell versteht das sogar der @versteher… Es ist gar nicht so leicht über den Tellerrand zu schauen, wie man merkt sogar für die nicht, deren Tellerrand grün ist.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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