Dresden in den 1960ern

Selbstportrait Sigfried Huth, 1980
Selbstportrait Sigfried Huth, 1980
Am 17. September wird im Atelier „Starke Fotografen“ auf der Louisenstraße die Ausstellung „Dresden in den 1960ern – Fotos von Siegfried Huth“ eröffnet.

Siegfried Huth (1932 – 2012) war vielen Menschen in Freital, Dresden und Umgebung bekannt. Nach Lehre und Arbeit als Porzellanmaler studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und arbeitete einige Jahre in der Werbeabteilung der Staatstheater Dresden, in denen Theaterplakate entstanden. Ab 1962 stellte er seine künstlerischen Fähigkeiten in den Dienst des „Hauses der Heimat“ in Freital. In 30 Jahren schuf er Kataloge, Plakate und Gebrauchsgrafiken, die mit ihrem unverwechselbaren Stil das Erscheinungsbild des Museums in der Öffentlichkeit prägten und Freitalern und Museumsfreunden in guter Erinnerung sind.

Neben dieser Arbeit war Siegfried Huth ein begeisterter Fotograf. Von 1963 bis 1980 leitete er die Fachgruppe Foto in Freital. Eigentliches „Jagdgebiet“ war Freital und meistens war er mit Schwarz-Weiß-Filmen unterwegs, die er selber entwickeln und vergrößern konnte. In seinem Nachlass fanden sich aber auch eine Reihe von Farbdia-Aufnahmen, die im Dresden der 1960er Jahre entstanden und inzwischen nicht nur künstlerisch, sondern auch historisch interessant sind.

Abrissarbeiten an der Sophienkirche, Foto: Huth
Abrissarbeiten an der Sophienkirche, Foto: Huth
So ist die Sophienkirche zu sehen, die vor 50 Jahren abgerissen wurde. Andererseits verdeutlichen Bilder von Ruinen und menschenleeren Straßen und Plätzen, wie viel in diesen 50 Jahren aufgebaut wurde und welches Leben seitdem nach Dresden zurückgekehrt ist.

Die Ausstellung wird am 17. September um 20 Uhr im Atelier „Starke Fotografen“, Louisenstrasse 6, eröffnet. Die einleitenden Wort spricht der Dresdner Filmemacher und Dokumentarist Ernst Hirsch. Danach ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Ateliers bis zum 29. Oktober zu sehen.


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1 Kommentar zu “Dresden in den 1960ern

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