Sichere Radwege zwischen Köni und Stauffe beschlossen

Im vergangenen Jahr starteten Bürger*innen eine Petition für mehr Sicherheit im Radverkehr entlang der Königsbrücker Straße. Der Petitionsausschuss gab dem Anliegen nun statt.

Die Königsbrücker Straße ist ein ewig wunder Punkt. So wie der Verkehr, drängen sich die Forderungen nach Verbesserung. Für Radler*innen hat das jetzt ein Stück weit geklappt: Der Petitionsausschuss gab dem Anliegen von Bürger*innen statt, die eine Verlängerung des Radweges zwischen Fußgängerbrücke und Stauffenbergallee forderten.

Radweg stadteinwärts wird ergänzt

„Viele Klotzscher*innen fahren nicht mit dem Fahrrad in die Stadt, weil sie die bisherige Verkehrssituation auf der Königsbrücker Straße für viel zu gefährlich empfinden. Ab der Fußgängerbrücke auf Höhe Industriegelände gibt es derzeit keinen Radweg stadteinwärts, was zu vielen riskanten Verkehrssituationen führt“, so Ulrike Caspary, Sprecherin für Rad- und Fußverkehr der Grünen.

Am vergangenen Mittwoch hat die Verwaltung nun im Petitionsausschuss Pläne zur Neuorganisation des Verkehrs in Richtung Innenstadt vorgelegt. Mit nur wenigen Änderungen soll bereits 2020 die Unfallgefahr für Radfahrer*innen an der Fußgängerbrücke beseitigt werden. Der von der Straße getrennte Radweg wird bis zur Mitte der Kreuzung Herman-Mende-Straße verlängert. Im Bereich Heeresbäckerei soll es mit einem Radfahrstreifen stadteinwärts eine für alle Verkehrsteilnehmer*innen gute Lösung geben.

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Besonders wichtig wegen 151. Oberschule

Umgesetzt werden soll das Ganze bis 2021. „Ich freue mich sehr über dieses eindeutige Votum im Petitionsausschuss und bedanke mich herzlich bei den vielen engagierten Menschen in Klotzsche, die sich dafür stark gemacht haben. Im Sommer 2022 wird an der Kreuzung Stauffenbergalle/Königsbrücker Straße eine neue Oberschule eröffnet, ein weiterer wichtiger Grund für eine eindeutig markierte und sichere Radverbindung in die Stadt“, kommentiert Ulrike Caspary.

Anja Apel, Linke-Stadträtin, ergänzt: „Besonders wichtig ist mir, dass dieser Weg für Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad sicherer wird, bevor die 151. Oberschule an der Kreuzung zur Stauffenbergallee fertig ist. Ich möchte keine weißen Fahrräder entlang der Königsbrücker Straße erleben müssen. Im Petitionsausschuss setzen wir uns mit der Situation der Fahrradwege sehr oft auseinander, weil es viele Petitionen zu diesem Thema gibt. Das zeigt, dass dieses Thema viele Dresdnerinnen und Dresdner bewegt, besonders aber Eltern von Schulkindern.“

Petition für mehr Radsicherheit auf der Königsbrücker Straße

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15 Kommentare zu “Sichere Radwege zwischen Köni und Stauffe beschlossen

  1. Warum ist im Text die „Baumkreuzaktion“ wegen der zu fällenden Bäume verlinkt? Das hat kein Bezug zum Text außer die Farbe weiß.

  2. Welcher Radweg soll verlängert werden? Es gibt zwischen Albertplatz und Fußgängerbrücke Industriegelände keinen einzigen. Da gibt es nur partiell für Radfahrer freigegebene Gehwege. Das ist ein gehöriger Unterschied, da man als Radfahrer nämlich darauf nur Schrittgeschwindigkeit fahren darf (was allerdings praktisch niemand macht). Der Hauptweg bleibt weiterhin die Straße (was viele Autofahrer scheinbar nicht wissen).

  3. @ Bob: Die bleibt geschlossen (Teil über Köni). Dazu gibt es eine Antwort zu einer Petition auf der Seite der Stadt. Müsste den Link suchen…

  4. @ Der Geist: Lese das so, dass der von Klotzsche kommende kombinierte Rad-/Fußweg bis zur Fußgängerbrücke erweitert werden soll. Warum auch immer, da fehlen nur wenige Meter.

    Wäre gespannt, ob mit dem Vorhaben auch eine Verbesserung des Straßenbelags verbunden ist. Speziell im rechten Bereich der überbreiten Spur stadteinwärts ist der Belag unzumutbar wellig. Wenn der Bereich dann so bleibt und bloß mit Radfahrstreifen oder gar noch roter Farbe markiert wird (was aber an den Rechtsabbiegespuren Fabricestraße etc.) schlau wäre), ist nichts gewonnen.

  5. Jeden Tag fahre ich die Strecke hoch und wieder runter. Und ja, es ist eine Zumutung für alle Beteiligten.
    – Der Radweg ist eigentlich Gehweg (aber versucht mal auf der Straße zu fahren. Nur mit Hörschutz).
    – Die rechte Seite ist voller Spurrillen, dazu Autofahrer, die dann doch mal auf die rechte Seite in die Radfahrer hinein wechseln.
    – Mind. 1x täglich rauscht ein Autofahrer mit <50cm Abstand an einem vorbei.
    – Direkt vor der neuen Schule wird der Radfahrer wieder auf einen absolut ungeeigneten Gehweg gelenkt. Ist eigentlich unglaublich, wie ein ganzer Stadtteil abgeschnitten wird.

    Auf meine Beschwerde bei der Stadt gab es nur die Antwort: Ist halt so, da könne man nichts machen. Hoffentlich wird jetzt wenigstens ein – möglichst großer – Teil gemacht.

  6. Eine gewisse Skepsis ist angebracht. Auf der Königsbrücker Straße stadteinwärts südlich der Fußgängerbrücke am S-Bahn-Haltepunkt „Industriegelände“ gibt es zwar genügend Platz, um einen Radstreifen zu markieren. Risikoreiche Konfliktpunkte sind aber für den Radverkehr die Verkehrsknoten mit der Provianthofstraße und der Fabricestraße. Dort müssen die bisherige Kfz-Fahrspuren geändert werden, um Radstreifen zu markieren. Ist dies Bestandteil der aktuellen Planung ? Der Bericht in Worten lässt dies nicht erkennen. Schade. Sinnvoll wäre die Veröffentlichung der grafischen Planungsunterlagen, welche die Verwaltung dem Petitionsausschuss vorgestellt hat.

  7. Muss mich korrigieren: Der Web-Link im Bericht führt zu den grafischen Planunterlagen auf der Webseite „Ratsinfo“ der Stadtverwaltung. Der Lageplan „2_02“ zeigt die Verkehrsknoten der Königsbrücker Straße mit der Provianthofstraße und der Fabricestraße. Dort sind stadteinwärts Radstreifen eingeplant. Zu hoffen ist, dass es tatsächlich dazu kommt. Schon oft wurden Ankündigungen der Stadtverwaltung revidiert und Projekte verschoben.

  8. @Viktor & Geist
    Ich pendel per Rad jeden Arbeitstag auf der Strecke ab Kreuzung Stauffenberger/Königsbrücker richtung Klotzsche un weiter und zurück.
    Von DD aus gesehen nach Klotzsche gibt es rechts einen für Radfaherer frei gegebenen Fußweg. Nach der Brücke über die Gleise wird es irgendwann ein getrennter Rad- bzw. Fußweg (Blauer Lolly 241).
    Auch wenn ich schon angepöbelt wurde, warum ich nicht auf dem freigegebenen Fußweg fahre, ist das in Ordnung. Ab Zeichen 241 ist die Trennung klar ersichtlich. Ich hatte da noch keine Probleme. Etwas komisch wird die Führung ab der Königsbrücker Landstraße. Aber nur für ein paar Meter.
    Ich glaube, dass diese Seite sogar für den Radverkehr in beide Richtungen offen ist.

    Die andere Seite, von Klotzsche aus gesehen rechts, ab Königsbrücker Landstraße ist bis zur Brücke Insdustriegelände ein reiner(!) Radweg. Die meiste Zeit so schmal, dass kaum zwei Radfahrer anbeinander vorbei können. Das hat schon mal zu Diskussionen mit Fußgändern geführt, die da umbedingt langlaufen mussten.

    Als Gefahrenbereich nehme ich die Strecke zwischen Industriegebit und Stauffenberger war. Das liegt oft daran, dass Autofahrer, die aus linken Straßen kommen, oft in die rechte Spur reinragen. Einer hätte mich fst auf Gleisbett geschubst. Seit dem habe ich meistens eine Kamera vorne an.
    Ich fahre immer auf der rechten Spur, biege dann aber vor dem Edeka auch rechts ab, um auf dem frei gegebenen Fußweg weiter zu fahren.
    Ätzend finde ich allerdings, dass viele Radfahrer ebenfalls rechts fahren, um sich dann irgendwie und teilweise riskant in die linke Spur einzufädeln.

    Wenn ich die Sache richtig verstehe, soll (auch?) genau dieser Gefahrenbereich einen weiteren Radweg bekommen, damit man von Klotzsche nach DD geschlossen auf diesem fahren kann.
    Würde ich begrüßen!

  9. @ Marcus: Ich fahre die Strecke ebenfalls fast jeden Tag. Da ich allerdings nur bis Industriegelände Nord muss, versuche ich die Köni möglichst zu meiden. Nachdem ich die Planung gesehen habe, ist es mir nur etwas klarer. Die Aussage im Text ist aber missverständlich. Eigentlich wird der reine Radweg auf der Westseite in Richtung Innenstadt als Radfahrstreifen verlängert. Der Radweg ist übrigens für Fußgänger, die auf der Brücke über die Bahn nördlich von der Fußgängerbrücke die Straße von Ost nach West queren um zur Bahn zu kommen nicht eindeutig beschildert. Oben auf der Brücke steht nicht, dass es ein reiner Radweg ist.
    An den Einmündungen ins Industriegelände (Else-Sander-Str., etc) sollen laut Vorplanung übrigens Schutzbarrieren am zukünftigen Radstreifen installiert werden. Dies hat aber den Nachteil, dass man aus eben diesen Straßen nicht einfach auf den Randstreifen wechseln kann. Interessant ist auch noch die Frage, ob man dann als Radfahrer noch auf der stadteinwärts linken Seite auf dem Gehweg fahren darf. Wie sich immer, besser als jetzt ist es auf jeden Fall. Der Weg stadtauswärts ist aber immer noch schlecht, weil es nur ein freigegebener Fußweg ist (allerdings schon besser als vor einigen Jahren).

  10. ich finds grundlegend erstmal kurious. auch was leute hier schreiben. vom industriegelände bis heeresbäckerei geht ja der kombinierte fuß und radweg auf der linken seite lang. viele radfahrer fahren aber auf der strasse und beschweren sich wenn autos ihnen den weg versperren weil sie im stau stehen. solange die radfahrer den radweg nicht nutzen sondern wie auch oben beschrieben dann doch lieber rechts auf dem schmalen fußweg fahren um sich allein zu fühlen oder so, haben sie schlichtweg keinen eigenen ausbau verdient. es herrscht egoimuss pur auf der strasse. es bringt ja nix geld in radwege zu investieren die auch jetzt schon konsequent ignoriert werden

  11. Nochmal für Sebastian: Es gibt dort keinen Radweg, nur einen freigegebenen Fußweg auf dem Radfahrer fahren dürfen (nicht müssen). Sie sind dort im Endeffekt nur geduldet und müssen laut Gesetz Schrittgeschwindigkeit fahren. Außerdem muss man von Klotzsche kommend erstmal die Straßenseite wechseln, wenn man auf dem Fußweg fahren möchte. Über Stau hat sich hier bislang niemand beschwert. Und welcher schmale Fußweg ist gemeint?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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