Am Montag: Baubeginn an der Albertstraße

Ab Montag wird die Albertstraße umgebaut. Dann sollen aus vier Autospuren drei werden. Dafür entstehen zwei Radweg-Streifen. So hatte es der Stadtrat am 30. Oktober 2019 beschlossen. Heute hat die Stadtverwaltung Details der geplanten Baumaßnahme vorgestellt. Die Bauarbeiten sollen laut Plan vom Montag, 20. Juli bis Freitag, 16. Oktober andauern.

Albertstraße bekommt Radspuren
Albertstraße bekommt Radspuren

Ausbau der Radrouten

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) betont: „Der Ausbau der Albertstraße hat für das Radwegenetz höchste Priorität. Der Abschnitt ist Teil der Nord-Süd-Verbindung, aus der Neustadt in Richtung der Technischen Universität Dresden. Die Strecke ist hochfrequentiert und wir haben für die Radfahrer bisher kein sicheres Angebot.“

Mit diesem Projekt setze die Stadtverwaltung eine weitere Maßnahme aus dem Radverkehrskonzept um. Die Strategie bestehe darin, baureife Projekte Zug um Zug umzusetzen und Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen. „So wollen wir möglichst viele Dresdnerinnen und Dresdner motivieren, im Alltag und in der Freizeit aufs Rad zu steigen, um so einen Beitrag für gutes Stadtklima zu leisten“, so die Bürgermeisterin.

Carolaplatz und Albertplatz

Die Albertstraße erhält Radfahrstreifen. An den Anschlüssen Carolaplatz und Albertplatz Süd werden sie in die vorhandenen Verkehrsanlagen eingebunden. Dazu ist es nötig, Borde, Lichtsignalmasten, Wegweiser und Schächte zu versetzen. Auf einer Länge von etwa 400 Metern wird die Fahrbahndecke erneuert.

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Auf der verbleibenden Fahrspur in Richtung Albertplatz wird zusätzlich die unter der Decke liegende Binderschicht ausgetauscht. Grund hierfür ist, dass üblicherweise nur die rechte Fahrspur für die Befahrung durch LKW geeignet ist. Durch die Erneuerung dieser Schicht ist die verbleibende Spur auch für LKW nutzbar.

Albertstraßen-Umbau soll am 20. Juli beginnen.
Albertstraßen-Umbau soll am 20. Juli beginnen.

Jorge-Gomondai-Platz

Vor dem Fußgängerbereich am Jorge-Gomondai-Platz (zwischen Königstraße und Albertstraße) wird eine Fahrradspur mit Asphalt ausgebaut. Sie mündet in die neuen Radfahrstreifen in der Albertstraße. Dazu werden die Borde an den Fußgängerampeln abgesenkt sowie die taktilen Elemente zur Orientierung von Sehbehinderten angepasst.

Verkehrsführung

Während der Baumaßnahmen kann der Verkehr weiter fließen. Temporär wird die Zahl der Fahrspuren reduziert.

Bauausführung

Die Firma Teichmann Bau GmbH aus Wilsdruff führt den Auftrag aus. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 535.000 Euro, das Projekt wird vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit 425.000 Euro gefördert.

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Albertstraße: Die Radspurpläne

Kurzer Blick zurück. Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung eine Auto-Spur zugunsten breiter Radewege streichen (Neustadt-Geflüster vom 13. Februar 2018). Dagegen begehrten vor allem FDP und CDU auf (Neustadt-Geflüster vom 19. Dezember 2018) und errangen in zwei Abstimmungen eine Mehrheit (Neustadt-Geflüster vom 14. Februar 2019).

Nach der Kommunalwahl hatten sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat geändert. Am 30. Oktober stimmten die Stadträte dann mit 36 zu 33 Stimmen für die Radwege (siehe dresden.de).

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Dresden hatte schon vor zehn Jahren die Idee mit den Radspuren präsentiert und seinerzeit Unterschriften gesammelt (Neustadt-Geflüster vom 8. Juli 2010).

2 Kommentare zu “Am Montag: Baubeginn an der Albertstraße

  1. Hat der Waldwirt von der Hofewiese schon einen Pressetermin angemeldet am Montag?, er und die alte CDU-Politrentner-Riege sollte sich doch bitte am Asphalt oder Laternenpfahl festketten oder symbolisch fürs Mopo-Foto ins (verkehrspolit.) Gulli treten.

    Dabei zeigt doch der zentrale Platz der grünen Neustadt herausragend: NICHT EINE der vielen vom Zentralplatz-Rund abgehenden Haupt- und Nebenachsen verfügt im Jahr 2020 über normale bzw regelkonforme Radverkehrsanlagen, die Bautzner war nur reingequetschte Notlösung, aber ok.
    Diese verkehrsorganisatorische Vollkatastrophe im radfidelsten Bezirk und nahe der City ist jedoch nur besonders schäbiges Beispiel einer sprichwörtlich mit Altlasten zugeproften Verkehrsinfrastruktur – selbst wenn es sich um einst oder zuletzt erneuerte Abschnitte handelt. Wenn es also um zeitgemäße und nachhaltige Strukturen geht, ist die Albertstraße ja lediglich ein erster kleiner Tropfen des Abstellens immenser Defizite in gesamtstädtischer Verkehrsaltlasten-Fläche.

    Die Anwohner der König-Albert-Platten dort sollten Montag also Obacht halten und u.U. mal den einen oder anderen zünf’gen Eimer Wasser vom Himmelsreich hernieder fallen lassen. Bis dahin leg ich mir nochmal hin. Amen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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