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Corona-Fälle in Dresden – 7. Februar

Das Dresd­ner Ge­sund­heits­amt mel­det mit Stand heute 12 Uhr für die ver­gan­gene Wo­che 378 Neu­in­fek­tio­nen, das ist der ge­ringste Wert seit Mitte Ok­to­ber 2020, die Co­rona-Am­pel zeigt auf "Rot", 60 Per­so­nen wur­den in der ver­gan­ge­nen Wo­che neu in ein Kran­ken­haus auf­ge­nom­men, 9 Per­so­nen ver­star­ben laut To­ten­schein an ei­ner Covid-19-Erkrankung.

Corona-Virus - Symbolbild
Co­rona-Vi­rus – Symbolbild

Welt­weit sind mehr als 105 Mil­lio­nen In­fi­zierte ge­mel­det, mehr als 2,3 Mil­lio­nen To­des­fälle wur­den in Zu­sam­men­hang mit Co­vid-19 ver­zeich­net, De­tails in der Über­sicht der Johns-Hop­kins-Uni­ver­si­tät. Die An­zahl an Neu­in­fek­tio­nen ist in den ver­gan­ge­nen Wo­chen leicht gesunken.

Deutsch­land­weit sind die In­fi­zier­ten-Mel­dun­gen in der ver­gan­ge­nen Wo­che ge­fal­len. Eine Über­sicht dazu gibt es auf zeit.de. Auch die Quote po­si­ti­ver Fälle pro Test ist in der 4. Ka­len­der­wo­che ge­fal­len und liegt nach An­ga­ben des RKI bei 8,53 Prozent. 

Die wichtigsten Zahlen für Dresden

378 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 18.980 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 1.310 Infizierte. 69,3 Fälle pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche laut Dresdner Corona-Ampel. 21.056 bestätigte Fälle insgesamt. 766 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden
378 neue Fälle in den ver­gan­ge­nen 7 Ta­gen. 18.980 Ge­ne­sene (Schät­zung), nach die­ser Schät­zung gibt es ak­tu­ell 1.310 In­fi­zierte. 69,3 Fälle pro 100.000 Ein­woh­ner in der ver­gan­ge­nen Wo­che laut Dresd­ner Co­rona-Am­pel. 21.056 be­stä­tigte Fälle ins­ge­samt. 766 To­des­fälle im Zu­sam­men­hang mit Co­rona. Quelle: Ge­sund­heits­amt Dresden

Die Co­rona-Am­pel des Dresd­ner Ge­sund­heits­am­tes zeigt im­mer die letz­ten sie­ben Tage an. Also heute vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag bis Sonn­abend. Am Sonn­tag, dem 7. Fe­bruar 2021 zeigte die Am­pel wei­ter­hin auf rot mit ei­ner 7‑­Tage-In­zi­denz von 69,3. 9 Per­so­nen sind laut To­ten­schein in der ver­gan­ge­nen Wo­che an ei­ner Co­vid-19-Er­kran­kung ver­stor­ben. Of­fen­bar wur­den aber noch wei­tere 66 To­des­fälle aus vor­he­ri­gen Wo­chen nach­ge­mel­det. Ins­ge­samt wer­den in Dres­den nun 766 To­des­fälle im Zu­sam­men­hang mit Co­vid-19 verzeichnet.

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Todesfälle nach Alter

Laut RKI sind bis­her in Dres­den 13 Per­so­nen im Al­ter zwi­schen 35 und 59 Jah­ren ge­stor­ben, im Al­ter zwi­schen 60 und 79 Jah­ren wa­ren es 171 und die größte Gruppe der To­ten im Zu­sam­men­hang mit Co­vid-19 sind die über 80-Jäh­ri­gen mit ins­ge­samt 581.

Dashboard und andere Übersichten

In das Dresd­ner Co­rona-Da­sh­board trägt das Ge­sund­heits­amt den Tag ein, an dem das La­bor den po­si­ti­ven Test dem Ge­sund­heits­amt mel­det. Diese Fälle wer­den teil­weise auch nach­träg­lich ein­ge­tra­gen. Da­her gibt es für die letz­ten Tage in der Über­sicht im­mer eine deut­lich ge­rin­gere Zahl, die dann in­ner­halb der nächs­ten Tage mehr­fach kor­ri­giert wird. 

Diego Jahn hat auf der Web­site www.coronavirus-dresden.de mit den Da­ten vom Ge­sund­heits­amt in­ter­es­sante Über­sich­ten an­ge­fer­tigt, wie die tat­säch­li­chen 7‑­Tage-In­zi­den­zen aus­se­hen, wenn man die Nach­mel­dun­gen be­rück­sich­tigt. Eine um­fang­rei­che Über­sicht mit Zah­len und Da­ten hat auch Neu­stadt-Ge­flüs­ter-Le­ser Fi­del in meh­re­ren Ta­bel­len zusammengetragen.

Maskenpflicht im Freien auf gekennzeichneten Plätzen und immer wenn sich mehrere Menschen näher kommen.
Mas­ken­pflicht im Freien auf ge­kenn­zeich­ne­ten Plät­zen und im­mer wenn sich meh­rere Men­schen nä­her kommen.

Sachsen: Harter Lockdown bis 14. Februar verlängert

Seit Don­ners­tag, dem 28. Ja­nuar gilt eine neue Säch­si­sche Co­rona-Ver­ord­nung mit neuen Re­geln zum Ho­me­of­fice und dem Tra­gen me­di­zi­ni­scher Mund-Na­sen-Be­de­ckun­gen. De­tails hier. Das flä­chen­de­ckende Al­ko­hol­ver­bot im Freien wurde auf­ge­ho­ben, die Stadt Dres­den hat nun ent­spre­chende Zo­nen aus­ge­wie­sen, in de­nen der Al­ko­hol­kon­sum in der Öf­fent­lich­keit ver­bo­ten ist, De­tails hier.

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Diese Ver­ord­nung gilt vor­erst bis zum 14. Fe­bruar. Der­zeit wird im Ge­sund­heits­mi­nis­te­rium an ei­ner so­ge­nann­ten Exit-Stra­te­gie ge­ar­bei­tet, nach der es ab dem 15. Fe­bruar erste Öff­nun­gen ge­ben und mög­li­cher­weise auch die 15-Ki­lo­me­ter-Re­gel fal­len könnte. Das hängt aber von der wei­te­ren Ent­wick­lung des In­fek­ti­ons­ge­sche­hens ab. In der kom­men­den Wo­che soll es dazu Ge­sprä­che zwi­schen der Bun­des­kanz­le­rin und den Ministerpräsident*innen geben. 

Belegung Intensivstationen

In der ver­gan­ge­nen Wo­che wur­den 60 Co­vid-19-Pa­ti­en­ten neu in Dresd­ner Kran­ken­häu­ser auf­ge­nom­men. Ins­ge­samt wur­den seit Aus­bruch der Pan­de­mie in Dres­den 1824 Pa­ti­en­ten sta­tio­när be­han­delt. Quelle: Ge­sund­heits­amt – auch hier gibt es of­fen­bar er­heb­li­che Nach­mel­dun­gen für die Vor­wo­chen. Laut DIVI-In­ten­siv­re­gis­ter wer­den in Dres­den 42 Co­vid-19-Pa­ti­en­ten auf In­ten­siv­sta­tio­nen be­han­delt, da­von wer­den 27 Pa­ti­en­ten in­va­siv be­atmet. Ak­tu­ell sind nach die­sem Re­gis­ter in Dres­den noch 34 In­ten­siv-Bet­ten frei. Die Si­tua­tion hat sich ge­gen­über den Vor­wo­chen verbessert. 

Bettenauslastung der Dresdner Krankenhäuser laut Dresden-Dashboard, die dargestellten Zahlen stellen eine Momentaufnahme dar und sind unter Umständen nicht mit verschiedenen Tagesreports/-daten im Zeitverlauf vergleichbar.
Bet­ten­aus­las­tung der Dresd­ner Kran­ken­häu­ser laut Dres­den-Da­sh­board, die dar­ge­stell­ten Zah­len stel­len eine Mo­ment­auf­nahme dar und sind un­ter Um­stän­den nicht mit ver­schie­de­nen Ta­ges­re­ports/-da­ten im Zeit­ver­lauf vergleichbar.

Corona-Schutzimpfungen

Am 11. Ja­nuar 2021 ha­ben die säch­si­schen Impf­zen­tren in den 13 Land­krei­sen bzw. Kreis­freien Städ­ten ih­ren Be­trieb auf­ge­nom­men. Bis da­hin wur­den zu­erst Be­woh­ner und Per­so­nal von Pfle­ge­ein­rich­tung so­wie Be­schäf­tigte in Kran­ken­häu­sern ge­impft. Das Dresd­ner Impf­zen­trum be­fin­det sich in der Messe Dres­den, Mes­se­ring 6, 01067 Dres­den. Fra­gen und Ant­wor­ten rund um die Impf­zen­tren gibt es auf den Sei­ten des Deut­schen Ro­ten Kreuz und auf sachsen.de. Das RKI ver­öf­fent­licht täg­lich ein Impf­quo­ten­mo­ni­to­ring. Mit Stand vom 5. Fe­bruar wur­den in Sach­sen rund 104.000 Men­schen ge­impft, da­von ha­ben in­zwi­schen knapp 36.000 Men­schen den vol­len Impf­schutz durch die Zweit­imp­fung er­hal­ten. Quelle: RKI-Impf­quo­ten­mo­ni­to­rin

Corona-Ampeln

Die Stadt­ver­wal­tung zeigt auf dresden.de seit An­fang De­zem­ber zwei Co­rona-Am­peln. Die eine zeigt das ak­tu­elle In­fek­ti­ons­ge­sche­hen, wie es beim Ge­sund­heits­amt ge­mel­det wird an, die an­dere den Stand des RKI. Die RKI-Am­pel ist für even­tu­elle Ein­schrän­kun­gen oder de­ren Auf­he­bung wich­tig. Die RKI-Am­pel ist in den ver­gan­ge­nen Wo­chen im­mer ge­rin­ger aus­ge­fal­len als die Am­pel vom Ge­sund­heits­amt. Diese zeigt jetzt be­reits seit fünf Ta­gen in Folge ei­nen Wert un­ter 100 an. An­ge­zeigt wird je­weils, wie viele Fälle es pro 100.000 Ein­woh­ner in Dres­den in den ver­gan­ge­nen sie­ben Ta­gen gab. 

Corona-Ampeln RKI und Gesundheitsamt Dresden - Stand: 7. Februar 2021
Co­rona-Am­peln RKI und Ge­sund­heits­amt Dres­den – Stand: 7. Fe­bruar 2021

Test- und Quarantäneregelungen

Be­trof­fene mit Sym­pto­men sol­len sich an ih­ren Haus­arzt oder die Co­rona-Am­bu­lanz am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum wen­den. Für ge­setz­lich Kran­ken­ver­si­cherte über­neh­men die Kran­ken­kas­sen die Kos­ten. Wenn ein po­si­ti­ves Test­ergeb­nis vor­liegt, er­hält das Ge­sund­heits­amt die Mel­dung vom La­bor, er­mit­telt die Kon­takt­per­so­nen und legt fest, wel­che Per­so­nen zu tes­ten sind. Das Ge­sund­heits­amt selbst führt Co­rona-Tests aus­schließ­lich im Rah­men von Um­ge­bungs­un­ter­su­chun­gen durch. Die Kos­ten trägt die öf­fent­li­che Hand. 

Fra­gen zu Test­pra­xen wer­den auch un­ter Te­le­fon: 116117 be­ant­wor­tet. Co­rona-Tests für Per­so­nen ohne Sym­ptome füh­ren dar­über hin­aus nie­der­ge­las­sene freie La­bore in Sach­sen durch. Seit ver­gan­ge­ner Wo­che gibt es auch im In­dus­trie­ge­lände ein Co­rona-Test-Cen­ter. Die Kos­ten sind selbst zu tragen.

Per­so­nen, die ein po­si­ti­ves Test­ergeb­nis er­hal­ten, un­ter­lie­gen ei­ner Ab­son­de­rungs­pflicht (Qua­ran­täne). Die ak­tu­el­len Qua­ran­täne-Re­geln sind hier zu fin­den.

Erläuterungen

  • Fall­zahl: An­zahl al­ler la­bor­dia­gnos­tisch be­stä­tig­ten SARS-CoV-2-Fälle, die der Fall­de­fi­ni­tion ge­mäß § 11 Abs. 2 IfSG ent­spre­chen und ge­mäß § 11 Abs. 1 IfSG an die Lan­des­un­ter­su­chungs­an­stalt Sach­sen bzw. an das Ro­bert Koch-In­sti­tut über­mit­telt werden.
  • Ein­wei­sung Kran­ken­haus: An­zahl al­ler la­bor­dia­gnos­tisch be­stä­tig­ten SARS-CoV-2-Fälle, die auf­grund ei­ner CO­VID-19-Er­kran­kung in sta­tio­nä­rer Be­hand­lung sind.
  • Ster­be­fall: An­zahl al­ler la­bor­dia­gnos­tisch be­stä­tig­ten SARS-CoV-2-Fälle, wel­che laut To­ten­schein an ei­ner CO­VID-19-Er­kran­kung verstarben.
  • An­nah­men zur Schät­zung ge­ne­se­ner Fälle: Die Zahl der ge­ne­se­nen Fälle stellt le­dig­lich eine Schät­zung dar. Eine ent­spre­chende Mel­dung an das zu­stän­dige Ge­sund­heits­amt er­folgt nicht. Die zu­grunde lie­gen­den An­nah­men ent­spre­chen den Schätz­pa­ra­me­tern auf Lan­des­ebene (Sach­sen). Es wird von ei­ner Ge­ne­sung 14 Tage nach Mel­de­da­tum bei Fäl­len ohne ge­mel­dete Hos­pi­ta­li­sie­rung und von ei­ner Ge­ne­sung 30 Tage nach Mel­de­da­tum bei Fäl­len mit ge­mel­de­ter Hos­pi­ta­li­sie­rung ausgegangen.
  • An­nahme zur Schät­zung der ak­tu­ell In­fi­zier­ten: Die Zahl re­sul­tiert aus den ge­mel­de­ten Fäl­len ab­züg­lich der Ster­be­fälle und der Ge­ne­se­nen. So­mit kann es sich auch hier nur um eine Schät­zung handeln.

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50 Ergänzungen

  1. @Torsten nach 22:00 noch raus dür­fen, sich evntl. mit 2 Leu­ten tref­fen und die Haare statt zu Hause wie­der im Sa­lon schnei­den lassen…oder was? Kannst ja al­les so be­las­sen! Zwingt Dich nie­mand die An­ord­nun­gen von Po­li­ti­kern zu be­fol­gen. Da­für wür­dest Du so­gar NICHT be­straft werden.

  2. @ aho: Ich dachte, es hätte sich rum­ge­spro­chen, wie Pan­de­mien funk­tio­nie­ren. Aber ich ver­steh schon: man­che müs­sen zehn Mal auf die heiße Herd­platte fas­sen, bis es Klick macht.

  3. @Torsten
    Pan­de­mie (alt): real be­ob­acht­bare (Todes-)Fälle. Alle mög­li­chen und un­mög­li­chen Ge­bäude wer­den zu­sätz­lich zu den Kran­ken­häu­sern zu Not­be­hand­lungs­la­gern (Schu­len, Turn­hal­len, Zelte, Jur­ten und Tipis).
    Pan­de­mie (neu): rein durch neu- und selbst­de­fi­nierte Zah­len­werte fest­ge­legt. Eine "po­li­ti­sche Ent­schei­dung". Auch sym­ptom­lose Men­schen (frü­her: "ge­sund") sind nun de­kla­ra­ti­ons­pflich­tig und mit dem Auf­druck "in­fi­ziert" (=Fall) zu ver­se­hen. Gleich­zei­tig schlie­ßen 2020 eine ganze Reihe von Kran­ken­häu­sern und Kran­ken­haus­per­so­nal wird in Kurz­ar­beit geschickt. 

    Zur feh­len­den Sicht­bar­keit des als "über­las­tet" pro­pa­gier­ten Ge­sund­heits­sys­tems äu­ßert sich auch ein Rich­ter im "Wei­ma­rer Ur­teil", der da­für er­war­tungs­ge­mäß von al­len Sei­ten an­ge­grif­fen wird, noch er­war­tungs­ge­mä­ßer durch Dif­fa­mie­rung statt durch wis­sen­schaft­lich-recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit sei­ner Ur­teils­be­grün­dung. Ein­zu­se­hen hier:
    https://openjur.de/u/2316798.html

  4. @ Fran­ziska, An­ders­den­kende: Deine De­fi­ni­tion von "Pan­de­mie alt/​neu" mag zwar schön aus­ge­dacht sein, stimmt aber nicht.
    We­der wur­den bei frü­he­ren Pan­de­mien "alle mög­li­chen und un­mög­li­chen" (Ti­pis – ernst­haft? Was ist mit Ig­lus?) Ge­bäude be­legt. Da hilft schon Nach­den­ken, oder Nach­schauen um drauf zu kom­men, dass das Quark ist. 

    - Ab­ge­se­hen da­von, ha­ben wir u.a. auch dank Lock­down keine Zu­stände, in de­nen Men­schen in al­len mög­li­chen und un­mög­li­chen Ge­bäu­den se­pa­riert wer­den müs­sen, son­dern zu Hause blei­ben kön­nen, um in Qua­ran­täne zu sein. – 

    Noch wird eine Pan­de­mie heute "rein" durch "Zah­len­werte" fest­ge­legt. Zah­len­werte kön­nen nichts fest­le­gen. Men­schen kön­nen et­was fest­le­gen. Auf Ba­sis von Zah­len und Werten.

    Und die Schlie­ßung von Kran­ken­häu­sern spielt der Pan­de­mie zwar mög­li­cher­weise ge­rade in die Hände, ist aber ein Er­geb­nis neo­li­be­ra­len Ef­fek­ti­vie­rungs­wahns, den wir Blair, Schrö­der, Rea­gan, That­cher und Za­strow zu ver­dan­ken ha­ben (um nur mal die wich­tigs­ten Na­men zu nennen).

  5. An die Andersdenkende

    Du kannst ja mal den Quatsch den du hier ver­brei­test mal auf ein Schild ma­len und dich dann da­mit vor wahl­weise vor Kli­ni­kum mit In­ten­siv­me­di­zi­ni­scher Sta­tion o. am Rande ei­ner Trau­er­feier für ei­nen ver­stor­be­nen Co­rona-To­ten pos­tie­ren. Ich wün­sche dir, dass die Leute mit de­nen du dich dann kon­fron­tiert siehst, dann auch so to­le­rant sind wie z.B. hier im NT und dir nicht ein­fach die Rübe ab­rei­ßen. Wenn ich sol­chen Un­sinn wie von dir an­onym im Fo­rum nie­der­ge­schrie­ben lese, geht mir echt die Hut­schnur hoch… wie kann man so fak­ten­ver­ach­tend die tau­sen­den von To­ten igno­rie­ren… da feh­len mir (fast) die Worte.

  6. @Torsten
    Gibt es wis­sen­schaft­li­che Ar­bei­ten dazu, dass der Lock­down ur­säch­lich für die feh­lende Über­las­tung des Ge­sund­heits­sys­tems ver­ant­wort­lich ist? Also der­je­ni­gen Über­las­tung, die vor­her­ge­sagt war und ei­gent­lich statt­fin­den sollte, und auf des­sen Exis­tenz man die Frei­heit, die Selbst­be­stim­mung, die Men­schen­würde und die Grund­rechte des Ein­zel­nen (also auch Deine) ein­ge­schränkt bzw. teils eli­mi­niert hat? Denn Aus­sa­gen von Po­li­ti­kern und Jour­na­lis­ten sind im Ge­gen­satz dazu erst­mal nur ei­nes: Behauptungen.

    @Lieber(nicht) in die Kneipe
    Ich zitiere:
    "Du kannst ja mal den Quatsch den du hier verbreitest…"
    Eine an­dere Mei­nung als Deine ist Quatsch.

    "Ich wün­sche dir, dass die Leute mit de­nen du dich dann kon­fron­tiert siehst, dann auch so to­le­rant sind wie z.B. hier im NT"
    Wenn Du Be­lei­di­gun­gen und per­sön­li­che An­griffe als To­le­ranz wer­test, was ist dann Deine De­fi­ni­tion von Toleranz? 

    "Wenn ich sol­chen Un­sinn wie von dir"
    Siehe oben.

    "…an­onym im Fo­rum nie­der­ge­schrie­ben lese, geht mir echt die Hut­schnur hoch"
    Ge­nauso an­onym wie Du, das ha­ben In­ter­net-Bei­träge so an sich.

    Ich ver­stehe im üb­ri­gen Deine Ne­ga­tiv­hal­tung, weil Du of­fen­bar an das glaubst, was von of­fi­zi­el­ler Seite als Wahr­heit dar­ge­stellt wird. Von da­her, nichts für un­gut. Je­der kämpft sei­nen ei­ge­nen Kampf, und die Mit­tel da­für wählt er selbst.

  7. @Lieber(nicht) in die Kneipe:
    "… wie kann man so fak­ten­ver­ach­tend die tau­sen­den von To­ten igno­rie­ren… da feh­len mir (fast) die Worte."

    So hart das klin­gen mag, aber den 2500 bis 2600 Men­schen, die seit Jah­ren JEDEN TAG "ganz nor­mal" in Deutsch­land verster­ben, wid­met man öf­fent­lich und me­dial na­hezu kei­ner­lei Auf­merk­sam­keit bzw. In­ter­esse. (Man könnte auch sa­gen, man igno­riert sie.) Erst durch eine Co­rona-In­fek­tion wird man end­lich zu ei­nem UM JEDEN PREIS schüt­zens­wer­ten "Fall". So­was nenne ich Doppelmoral.

  8. Hallo Fran­ziska,
    nein, die De­fi­ni­tion von Pan­de­mie wurde nicht geändert!
    Ja, ohne Maß­nah­men stei­gen In­fek­ti­ins- und To­des­zah­len. Guck nach Bra­si­lien, USA, Portugal,…
    Dass ohne lock­down die Zah­len auch hier an­ders aus­sä­hen ist da­her mehr als wahr­schein­lich. Deine Ar­gu­men­ta­tion er­in­nert an die Dis­kus­sion ums Wald­ster­ben in den 80ern: ge­gen Wir­kung des sau­ren Re­gens wurde groß­flä­chig ge­kalkt, ein­schlä­gige Sym­ptome gin­gen zu­rück, die Schlau­meier mein­ten: haha, von we­gen Wald­ster­ben, steht doch noch, der Wald…

  9. @Franziska

    Mit dei­nem Ner­ven­kos­tüm ist es aber nicht weit her, wenn du be­rech­tigte Wi­der­rede als Be­lei­di­gung be­zeich­nest. Wenn je­mand Quatsch er­zählt sollte der­jen­dige das auch er­tra­gen, wenn dies dann auch so be­zeich­net wird. Klei­nes Be­spiel gefällig?

    Du be­haup­test, dass die gute "Alte Pan­de­mie" real be­ob­acht­bare (Todes-)Fälle her­vor­bringt, wo­hin­ge­gen die un­sym­pa­ti­sche "neue Pan­de­mie" le­dig­lich "rein durch neu- und selbst­de­fi­nierte Zah­len­werte fest­ge­legt" wird, was im­pli­zit be­deu­tet, dass es keine nen­nens­werte Übersterb­lich­keit gibt. 

    Da­bei ist auf Ba­sis von Zah­len und Fak­ten ein­deu­tig nach­ge­wie­sen, dass die Sterb­lich­keit in Deutsch­land in ganz 2020 um 29% an­ge­stie­gen ist, im Hö­he­punkt der 2. Welle im De­zem­ber 2020 in Sach­sen so­gar um 103%. Und ge­rade letz­te­res trotz­dem be­reits ab Ok­to­ber Lock­down-Maß­nah­men un­ter­schied­li­cher und zu­neh­men­der Härte vor­ge­nom­men wur­den. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_044_12621.html)

    Wenn du sol­che Fak­ten be­wusst igno­riert und wei­ter über ver­meint­li­che Fak­ten ohne Be­lege schwa­dro­niert, re­det du Quatsch. Und es wird auch nicht bes­ser, wenn man dies im­mer und wie­der tut.

    @Gartenbank
    Dir ist schon be­wusst, dass der Tod eine Teil des Le­bens­zy­klus ist? Wenn dann aber ab­wei­chend von Jah­ren 2016 – 2019 z.B. im Mon­tag De­zem­ber statt ~2500 Sterbefällen/​d auf ein­mal 3.500 Sterbefälle/​d ge­mes­sen wer­den fällt das un­ter den sta­tis­ti­schen Feh­ler oder was? Und das trotz deut­lich ge­rin­ger aus­ge­präg­ter Grippe-Welle nicht zu­letzt auch auf­grund der ge­trof­fe­nen Maßnahmen?
    (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle-pdf.pdf?__blob=publicationFile)

  10. @Franziska, An­ders­den­kende: "Gibt es wis­sen­schaft­li­che Ar­bei­ten dazu, dass der Lock­down ur­säch­lich für die feh­lende Über­las­tung des Ge­sund­heits­sys­tems ver­ant­wort­lich ist? "

    Gute Frage! Ge­gen­frage: Macht ein Baum, der um­fällt ein Ge­räusch, wenn kein Wis­sen­schaft­ler das Ge­räusch auf­zeich­net, ana­ly­siert und zu dem Schluss kommt, dass der Baum tat­säch­lich Krach ge­macht hat?

  11. @Dresdner Gar­ten­bank:
    "So hart das klin­gen mag, aber den 2500 bis 2600 Men­schen, die seit Jah­ren JEDEN TAG „ganz nor­mal“ in Deutsch­land verster­ben, wid­met man öf­fent­lich und me­dial na­hezu kei­ner­lei Auf­merk­sam­keit bzw. Interesse."

    Gar­ten­bank, you re­ally make my day! Wie lange habe ich dar­auf ge­war­tet, in die­ser all­mäh­lich er­mü­den­den Aus­ein­an­der­set­zung, in der die meis­ten Re­den und Ge­gen­re­den doch schon vor Mo­na­ten ab­ge­kaut wa­ren. Und nun: Die Mut­ter al­ler Ar­gu­mente. Noch schlag­kräf­ti­ger als das von Ar­gu­ment-Ver­arm­ten gerne auf den Tisch ge­knallte "Merkste was??" Das Ar­gu­ment, mit dem man – ge­ge­be­nen­falls mit klei­nen Va­ria­tio­nen – (fast) al­les top­pen kann: Wo im­mer Lei­den oder Tod (in Ein- oder Mehr­zahl) be­klagt wird, kann man be­quem dar­auf ver­wei­sen, dass ir­gendwo noch viel mehr … oder noch viel schlim­mer …, und dass da­mit diese Kla­gen mo­ra­lisch kaum zu recht­fer­ti­gen seien.
    Es ist das Tot­schlag-Ar­gu­ment der see­lisch Ver­krus­te­ten, de­nen das Lei­den und die Em­pa­thie an­de­rer so glei­cher­ma­ßen fremd wie be­droh­lich er­schei­nen, dass sie das Re­den dar­über mög­lichst er­sti­cken müs­sen – in­dem sie den an­de­ren die ei­gene Ge­fühl­lo­sig­keit an­zu­hän­gen versuchen.
    Chapeau!

  12. Lie­ber Sel­don, ja gugg in USA. Die ha­ben pro­zen­tual im Ja­nuar zum Bei­spiel we­ni­ger Tote. Ei na so­was nur eine Bei­spiel. Es geht na­tür­lich nicht nur um Tote das ist lo­gisch, beim Rest ist aber auch Rede Bedarf

  13. @ Sel­don
    Wenn aber eine "Pan­de­mie" nur die Aus­brei­tung be­trifft, nicht aber die Le­ta­li­tät, ist die ge­zielte Pa­nik­ma­che mit Mas­sen­ster­ben-Vor­aus­sa­gen dann wirk­lich gerechtfertigt?
    Und um Schwe­den macht C. an­schei­nend ei­nen gro­ßen Bogen.

    @ Tors­ten
    Ein um­fal­len­der Baum sorgt aber nicht für schwer­wie­gende "Kol­la­te­ral­schä­den" (Selbst­morde, Depressionen/​Angsterkrankungen, Ver­nich­tung auf­ge­bau­ter Exis­ten­zen Selb­stän­di­ger, in Ein­sam­keit ster­bende Men­schen in Hei­men, er­zwun­ge­nes Kon­takt­ver­bot für das so­ziale We­sen Mensch, Ein­griff in die Selbstbestimmung/​das Recht auf kör­per­li­che Un­ver­sehrt­heit etc. etc.)
    Du fin­dest also nicht, dass man auf­grund die­ser "Ne­ben­wir­kun­gen" der Maß­nah­men mal et­was ge­nauer hin­schauen sollte? 

    @mm
    Empathie…sollte man mehr Em­pa­thie für ein "C.-Opfer" als für ein Pan­de­mie-Maß­nah­men-Op­fer ha­ben? Wird das Le­ben Letz­te­rer denn nicht zer­stört? Oder ist es we­ni­ger wert?
    Das­selbe beim Thema Mas­ken­tra­gen: (über­zeugte) Mas­ken­trä­ger for­dern So­li­da­ri­tät ge­gen­über Ge­sun­den, die po­ten­ti­ell krank wer­den KÖNNTEN (durch den neuen Feind, den Mit­men­schen), aber zei­gen häu­fig selbst keine So­li­da­ri­tät ge­gen­über mas­ken­be­frei­ten Men­schen, die z.B. ein At­test be­sit­zen, weil sie ja schon krank SIND.

    Und mal eine grund­sätz­li­che Frage an alle: Habt ihr noch nie in Eu­rem Le­ben falsch ge­le­gen bzw. ei­ner Lüge/​Täuschung/​Werbung ge­glaubt, die sich spä­ter als un­wahr her­aus­ge­stellt hat?
    Die Über­prü­fung jeg­li­cher Aus­sa­gen ist also keine schlechte Idee, wenn man die Wahr­heit aus den vie­len ge­gen­sätz­li­chen Be­haup­tun­gen her­aus­fin­den will…und die Kon­se­quen­zen dar­aus er­tra­gen kann oder will.
    Da­bei ist es egal, wer eine jeg­li­che Aus­sage trifft, ob die Per­son be­kannt, be­rühmt, mäch­tig, ein Sym­pa­thie­trä­ger oder In­flu­en­cer ist. Und egal, wie­viele an­dere Men­schen die­ser Aus­sage Ge­hör schen­ken und sie glauben.
    Die Mei­nung der Mehr­heit ist nicht zwangs­läu­fig die Wahr­heit. Es zeigt le­dig­lich, dass die Mehr­heit die­sel­ben In­for­ma­ti­ons­quel­len nutzt. Und wenn diese (aus Ver­se­hen oder ganz ge­zielt) falsch oder ma­ni­pu­liert sind (ein Kin­der­spiel im Zeit­al­ter der Mas­sen­me­dien), dann ist eben auch die Mehr­heit getäuscht.
    Und ob­wohl nur eine der un­ter­schied­li­chen "Wahr­hei­ten" auch wahr sein kann, denkt na­tür­lich je­der, dass er recht hat. Weil er ent­we­der glaub­wür­dig schei­nen­den Men­schen ver­traut oder auch selbst re­cher­chiert und ve­ri­fi­ziert, wenn seine Be­ob­ach­tun­gen ei­ner Be­haup­tung schlicht­weg wi­der­spre­chen ("Was, die Ta­blet­ten tun Ih­nen nicht gut? Die Wir­kung ist of­fen­sicht­lich zu schwach – Schwes­ter, Do­sis erhöhen!")
    Wie dem auch sei, es gibt sehr viele Wis­sen­schaft­ler mit ge­gen­tei­li­gen Ar­gu­men­ten in der C.-Affäre, und die Frage bleibt, warum sie diese nicht öf­fent­lich dar­le­gen und aus­tau­schen dür­fen, so dass sich je­der Zuschauer/​Bürger seine ei­gene Mei­nung bil­den kann. Denn wenn nur eine Seite für Ihre Mei­nung in den Mas­sen­me­dien wer­ben darf, ist dies schlecht mög­lich, und gleich­zei­tig die Ent­mün­di­gung je­des Einzelnen.
    Die ge­lenkte Mei­nungs­bil­dung (inkl. Zen­sur, die ge­rade auf You­tube und in den so­zia­len Netz­wer­ken in vol­lem Gange ist), trägt (für mich zu­min­dest) nicht ge­rade dazu bei, die pro­pa­gierte Mehr­heits­mei­nung als wahr an­neh­men zu kön­nen. Denn tra­di­tio­nell müs­sen un­be­queme Mei­nun­gen aus­ge­schal­tet wer­den, die dem je­wei­li­gen Machtin­ne­ha­ben­den in sei­ner Macht­po­si­tion scha­den könn­ten. Wer nichts zu ver­ber­gen hat und trans­pa­rent agiert, muß an­dere auch nicht mund­tot ma­chen und mit Zwang Op­po­si­tion verbieten.
    Ich ver­weise noch­mals auf "1984". Die Um­set­zung die­ses als bloße Li­te­ra­tur und Uto­pie dar­ge­stell­ten Sze­na­rios spielt sich vor un­se­ren Au­gen in un­se­rer Ge­nera­tion ab. Es fing mehr oder we­ni­ger harm­los mit "po­li­ti­scher Kor­rekt­heit" und Ka­me­ras an je­der Ecke an (zu un­se­rem Schutz, na­tür­lich), und nun sind wir so gut wie an­ge­kom­men in der Zeit der "Ge­dan­ken­ver­bre­chen" und Totalüberwachung.
    Feind­bil­der wur­den schon im­mer er­schaf­fen und me­dial ef­fi­zi­ent pro­pa­giert; be­dau­er­lich ist es zu se­hen, dass nun je­der Mit­mensch durch C. den Feind­sta­tus erhält.

  14. Hallo Fran­ziska,
    jetzt also Schwe­den… Nein, Co­rona macht kei­nen Bo­gen drum. Auf­grund weit nied­ri­ge­rer Be­völ­ke­rungs­dichte und et­was di­stan­zier­te­rem So­zi­al­ver­hal­ten ha­ben die dort aber un­ter an­de­rem schon von Haus aus mehr so­ziale Distanz…
    Wo siehst Du Pa­nik­ma­che? Es ist doch lo­gisch, das­sab ner ge­wis­sen In­fek­ti­ons­quo­teauch ernst­haf­ter Ver­läufe zu er­war­ten sind, da­mit auch Aus- und ggf.Überlastung des Ge­sund­heits­sys­tems, je nach des­sen Qua­li­tät frü­her oder spä­ter. Ex­po­nen­ti­el­les In­fek­ti­ons­ge­sche­hen muss frühzeitig,also bei ver­gleichs­weise we­nig Fäl­len un­ter­bro­chen wer­den, sonst.. . SSchachbrettphänomen. ..

  15. @Franziska

    Boah, und jetzt packst du wie­der die große, al­les er­schla­gende Ver­schwö­rungs­keule aus… ohne Be­lege, ohne Fak­ten. Und nur du und dei­nes­glei­chen seid die ein­zi­gen, die den Durch­blick ha­ben und dies al­les durch­schauen. Ja klar… es nervt to­tal, die­sen Schwach­sinn im­mer und im­mer wie­der le­sen zu müs­sen. Des­halb klink ich mir hier jetzt auch aus.

  16. @Franziska:

    Ein um­fal­len­der Baum sorgt aber nicht für schwer­wie­gende „Kol­la­te­ral­schä­den“

    Das war nicht die Frage. Deine Frage war, ob es Be­zie­hun­gen zwi­schen Lock­down-Stren­ge/-Länge und In­zi­denz­wert gibt. Du hast diese Kor­re­la­tion (zu Recht) be­zwei­felt, da Dir keine wis­sen­schaft­li­chen Stu­dien dazu be­kannt sind. Ich meinte, dass auch Dinge kor­re­lie­ren, wenn keine wis­sen­schaft­li­chen Stu­dien dazu vor­lie­gen. Und zwar un­ab­hän­gig von de­ren Folgen.

    Es kann sein, dass wir ei­nes Ta­ges mer­ken, dass die In­zi­denz­werte und da­mit die To­des­ra­ten nicht we­gen des Lock­downs ge­sun­ken sein wer­den, son­dern weil a) das Wet­ter schlecht war b) mehr Leute auf Prof. Bakhdis me­di­zi­ni­sche Rat­schläge hör­ten c) xyz.
    Dann wer­den wir uns alle an die Stirn fas­sen und sa­gen: Oh Mann, wir wa­ren so blöd. Hät­ten wir da­mals bloß auf Fran­ziska, Fi­del und das Phi­lo­so­phie gehört. 

    Wie dem auch sei, es gibt sehr viele Wis­sen­schaft­ler mit ge­gen­tei­li­gen Ar­gu­men­ten in der C.-Affäre, und die Frage bleibt, warum sie diese nicht öf­fent­lich dar­le­gen und aus­tau­schen dür­fen, so dass sich je­der Zuschauer/​Bürger seine ei­gene Mei­nung bil­den kann.

    Wie­viel Igno­ranz ge­hört dazu, so ei­nen Satz zu schrei­ben? – Es gibt ge­fühlt über­all und stän­dig Wis­sen­schaft­ler mit ge­gen­tei­li­gen Ar­gu­men­ten in der "C.-Affäre"(?) (Af­färe – geht's ei­gent­lich noch?), die ihre Ar­gu­mente ver­brei­ten. Selbst Prof. Bakhdi darf, ali­men­tiert von mei­nen GEZ-Ge­büh­ren, seine The­sen im öf­fent­lich recht­li­chen Fern­se­hen verbreiten.

    Deine War­nun­gen vor Zen­sur in al­len Eh­ren, aber hast Du schon mal daran ge­dacht, dass es Mächte gibt, die ein In­ter­esse daran ha­ben könn­ten, dass Teile der Be­völ­ke­rung mit so ei­nem wir­ren Zeug wie dem von Bakhdi&Co. ge­füt­tert wer­den? Dass so ge­tan wird, als wür­den de­ren Mei­nun­gen zen­siert? Denn mal ehr­lich: So gut scheint die Zen­sur nicht zu funk­tio­nie­ren, wenn ich KenFM, Bakhdi und Dich über­all ihre The­sen ver­brei­ten sehe.

  17. Kneipe

    "Und nur du und dei­nes­glei­chen seid die ein­zi­gen, die den Durch­blick ha­ben und dies al­les durchschauen."

    Nee du, ich blick über­haupt nicht durch. Ich durch­schaue nix und ich be­greife es auch nicht. Egal wie ich die Ent­wick­lung seit Wu­han, die Vor­ge­hens­weise der Re­gie­run­gen, die Wi­der­sprü­che im Um­gang der In­fek­ti­ons-und To­des­zah­len und die völ­lig ir­re­füh­rende Kom­mu­ni­ka­tion al­ler Be­tei­lig­ten auch ver­su­che zu ver­ste­hen, ich schnall es nicht. Nichts da­von ist nach­voll­zieh­bar. Nichts da­von macht Sinn. Da die Mög­lich­keit ei­ner Pan­de­mie seit Jahr­zehn­ten be­kannt und die Fol­gen samt not­wen­di­ger Re­ak­tio­nen mi­nu­tiös durch­ge­plant sind, ist die­ser Di­let­tan­tis­mus ein­fach ab­so­lut aus­ge­schlos­sen. Die­ses sto­chern im Ne­bel. Die­ses fah­ren auf Sicht. In­kom­pe­tenz wo­hin man auch blickt. Kei­ner weiß was, al­les neu. 

    Nein, ich glaube es nicht. Ge­rade weil es mir ein­fach nicht mög­lich ist, die­ses Han­deln zu be­grei­fen. Es ist Ab­sicht, nicht weil der Pan­de­mie – Not­fall­plan ge­schei­tert ist, son­dern weil man ver­suchte vor­zu­täu­schen es gäbe kei­nen. Was nicht mit In­kom­pe­tenz zu er­klä­ren ist, läuft nun­mal auf Vor­satz raus.

  18. Hallo Phil, das klingt für mich aber stark da­nach, dass Du of­fen­bar nach ei­ner ein­fa­chen Lö­sung suchst. Ich nehme an, Du spielst auf "Modi-Sars" an. Ja, ich gebe Dir recht, es ist er­schre­ckend, dass die Po­li­tik dies­be­züg­lich nicht auf War­nun­gen ge­hört hat. In dem ver­link­ten Ar­ti­kel fin­dest Du, mei­ner An­sicht nach, plau­si­ble Er­klä­run­gen, warum es keine bes­sere Vor­be­rei­tung auf eine sol­che Pan­de­mie gab. Mei­ner Mei­nung nach hat das im We­sent­li­chen nichts mit In­kom­pe­tenz zu tun, als viel mehr mit ei­ner In­ter­es­sens­ab­wä­gung, die das po­li­ti­sche Sys­tem in Deutsch­land im­mer be­stimmt. Fak­tisch hiel­ten die Ver­ant­wort­li­chen das Ri­siko für re­la­tiv ge­ring, die Kos­ten ei­ner Vor­sorge aber für re­la­tiv hoch. Im Nach­hin­ein ist man schlauer. 

    Das ist aber nun nichts Sel­te­nes. Ge­rade ak­tu­ell gibt es ja durch den Win­ter­ein­bruch an vie­len Stel­len Pro­bleme, die man mit ei­ner hö­he­ren Vor­sorge nicht hätte. Je­doch kos­tet eine sol­che Vor­sorge. Ähn­lich sieht es beim Kli­ma­wan­del aus. 

    Den Vor­satz würde ich aus­schlie­ßen. Da­für ist das Ziel ei­nes sol­chen Vor­sat­zes viel zu un­klar und die In­ter­es­sen der ver­schie­de­nen Staa­ten und Wirt­schafts­mächte viel zu gegenläufig.

  19. @Phil

    Ich dif­fe­ren­ziere durch­aus bei den Ar­gu­men­ten und An­sich­ten zwi­schen dir und Leu­ten wie Franzi und Gar­ten­bank. Zu­min­dest bei dir habe ich den Ein­druck, dass du hin und wie­der mal ver­suchst ei­nen an­de­ren Blick­punkt ein­zu­neh­men und auch an­dere Mei­nun­gen re­flek­tierst, an­statt dich wie Franzi ein­fach nur an­ge­grif­fen & be­lei­digt zu fühlen. 

    An­sons­ten stimme ich dem zu, was An­ton ge­schrie­ben hat… in der Wirt­schaft nennt man so­was Ri­si­ko­ma­nage­ment, man­che Ri­si­ken ver­sucht man zu ver­mei­den, an­dere zu mi­ni­mie­ren und ei­nige auch ein­fach in Kauf zu neh­men. Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit und Aus­wir­kung sind bei der Be­wer­tung ent­schei­dend. Of­fen­bar hat man ers­tere für die Wahr­schein­lich­keit ei­ner glo­ba­len Pan­de­mie wohl falsch ein­ge­schätzt. Si­cher­lich ha­ben hier vor­ran­gig wirt­schaft­li­che In­ter­es­sen, aber auch die ge­sell­schaft­li­che Ak­zep­tanz ge­rade zu Be­ginn eine ent­schei­dende Rolle ge­spielt. Ich denke jetzt noch dran zu­rück, wie wir uns drü­ber amü­siert ha­ben, dass die Chi­ne­sen in­ner­halb von 2 Wo­chen ein neues Kran­ken­haus aus dem Bo­den ge­stampft ha­ben. Aber in­ter­na­tio­nal ko­or­di­niert den Pan­de­mie-Wa­gen ab­sicht­lich an die Wand zu fah­ren, das glaube ich nicht.

  20. @ Sel­don
    1984: Ja.

    @ Lieber(nicht) in die Kneipe
    Zitat:
    "Ja klar… es nervt to­tal, die­sen Schwach­sinn im­mer und im­mer wie­der le­sen zu müssen."
    Du hast durch­aus die Frei­heit, Dich ner­vende Bei­träge zu überscrollen.

    "…re­flek­tierst, an­statt dich wie Franzi ein­fach nur an­ge­grif­fen & be­lei­digt zu fühlen."
    Zur Kennt­nis neh­men und aus­spre­chen/-tip­pen = nicht syn­onym mit sich an­ge­grif­fen füh­len. Es geht hier nicht um Gefühle.
    Das Wort "Idiot" (s.o.) ist ganz nüch­tern und neu­tral be­trach­tet nun­mal eine Be­lei­di­gung, und das darf si­cher­lich auch er­wähnt werden.

  21. Hallo "Lieber(nicht) in die Kneipe", grund­sätz­lich geht es mir ja ähn­lich, ich finde es auch ziem­lich an­stren­gend, im­mer und im­mer wie­der, die glei­chen Ar­gu­mente ("Pan­de­mie alt, neu", "ge­stor­ben an oder mit", "Schwe­den") an­zu­hö­ren. Aber häu­fig kom­men dann in den Re­ak­tio­nen dar­auf in­ter­es­sante Ver­weise – siehe Sel­don oder Torsten. 

    Al­lein da­für kön­nen wir es ja auch aushalten.

  22. An­ton

    Nein ich su­che keine ein­fa­che Lö­sung, da ich wie du ja wohl ge­merkt hast, das ganze zu­grunde lie­gende Pro­blem in Frage stelle. Eine ein­fa­che Lö­sung ist doch das was ab­läuft. Lock­down ohne Rück­sicht auf Ver­luste. Da bin ich da­ge­gen. Was die sich wie­der­ho­len­den Ar­gu­mente an­geht, nimmt sich hier gar kei­ner was. Mit dem Un­ter­schied das die sich stän­dig wie­der­ho­len­den Zweif­ler-Ar­gu­mente nicht je­den Tag, und pein­lich oft im glei­chen Wort­laut, in je­der Zei­tung oder On­line­ar­ti­kel ste­hen. Ich muss mir das was ich für Blöd­sinn halte in Dau­er­be­schal­lung im­mer und über­all reinziehen. 

    Kneipe

    Mir geht es nicht nur um fal­sche Ent­schei­dun­gen. Der Um­gang mit den Zah­len war und ist von An­fang an auf Ma­ni­pu­la­tion und Des­in­for­ma­tion aus­ge­legt. Das ein­zige Ar­gu­ment das ich hier noch gel­ten las­sen würde, wäre das man die Be­völ­ke­rung durch per­ma­nente Täu­schung in die not­wen­dige Rich­tung len­ken will. Ich für mei­nen Teil glaube man lenkt uns ein­fach nur in die gewünschte.

  23. "…häu­fig kom­men dann in den Re­ak­tio­nen dar­auf in­ter­es­sante Ver­weise – siehe Sel­don oder Tors­ten. … Al­lein da­für kön­nen wir es ja auch aushalten."

    Das habe ich nicht gewollt.

  24. Was ist jetzt ei­gent­lich mit 5G als Über­tra­gungs­weg, was ist da der ak­tu­elle Wis­sens­stand der An­ders­den­ker? Ich frage für ei­nen Freund …

  25. Die wohl­klin­gende Di­mi­nu­ti­vie­rung in "F…, An­ders­den­kende" ist schon Teil des Pro­blems. Es ist eben nicht harm­los, die Ver­leug­nung in ei­ner glo­ba­len Katastrophe. 

    Wis­sen­schaft­ler ha­ben (glück­li­cher­weise) qua­li­täts­si­chernde Stan­dards. Hob­by­theo­re­ti­kern hilft es, sich über die ei­ge­nen per­sön­li­chen Prä­fe­ren­zen und zu­sam­men­ge­bas­tel­ten Mei­nun­gen, ein Stück weit zu er­he­ben. Der Blick von oben, oder eben über Län­der­gren­zen hin­weg, ist meist ein "wei­se­rer".

    Hier als Bsp. die Schweiz: https://www.srf.ch/news/schweiz/spanische-grippe-und-covid-19-die-auffaelligen-parallelen-zwischen-den-pandemien

  26. Warum fragt sich Fran­ziska nicht: "Warum bin ich nicht längst von den Macht­ha­bern ab­ge­holt und ei­ner Ge­hirn­wä­sche un­ter­zo­gen wor­den?" – 1984 wirk­lich gelesen?

  27. Warum fragt sich s. nicht: "Wä­ren die Macht­ha­ben­den wirk­lich so naiv, ge­nau die­sel­ben Mit­tel wie im Ro­man zu be­nut­zen, um ihre Ziele zu erreichen?
    Wür­den sie nicht eher Spie­le­reien mit prak­ti­schen Ne­ben­ef­fek­ten wie Smart­pho­nes und so­ziale Platt­for­men zur (ge­hei­men) Über­wa­chung nut­zen, statt mit gro­ßen Bild­schir­men di­rekt und nicht­ge­heim in die Wohn­zim­mer zu schauen, und wür­den sie nicht eher Des­in­for­ma­tion und Ma­ni­pu­la­tion für die Ge­hirn­wä­sche nut­zen, statt Men­schen phy­sisch ab­zu­ho­len und zu foltern?"

  28. Wo wir ge­rade bei li­te­ra­ri­schen Vor­la­gen für düs­tere Zu­kunfts­vi­sio­nen sind. Ich bin der Mei­nung, dass wohl eher Huxley´s "Schöne neue Welt" der zu­min­dest ge­fühl­ten Rea­li­tät nä­her kommt als das in Ver­schwö­rungs­krei­sen im­mer wie­der ge­nannte 1984 von Or­well. Soma fürs Volk ala Fuß­ball, Net­flix, Ama­zon & Co. und nicht zu­letzt auch die staat­li­che ge­wollte Le­gi­ti­mie­rung von Al­ko­hol. Und am Auf­bau ei­nes aus­ge­präg­ten Kas­ten­sys­tems sind wir ja auch schon seit Jahren…

  29. Warum fragt sich s. nicht was der Un­ter­schied zwi­schen ei­ner Dys­to­pie und ei­ner Ge­sell­schaft im Um­bau da­hin sein könnte? SOLLTE es so sein, sind Par­al­le­len doch nicht auszuschließen.

    Ein ge­mein­sa­mer uns alle be­dro­hen­der Feind : ein Vi­rus samt die ge­mein­ge­fähr­li­chen Ver­harm­lo­ser – Check

    Op­fer­be­reit­schaft des Ein­zel­nen für das Kol­lek­tiv: Check

    Er­wünsch­tes De­nun­zie­ren zer­set­zen­der Ele­mente: Check

    All­ge­gen­wär­tige, will­kür­lich wech­selnde Re­geln die vor­her völ­lig un­be­schol­tene Bür­ger kri­mi­na­li­siert und durch Angst, Zwei­fel und Schuld­ge­fühle zer­mürbt.: Check

    Die Be­völ­ke­rung im per­ma­nen­ten Aus­nah­me­zu­stand und da­mit in Angst und Füg­sam­keit hal­ten: Check

    Neu­sprech alla "durch das Tra­gen der Maske und das iso­liert zu Hause sit­zen, er­hal­ten wir Frei­heit" oder "die auf die Frei­heit und auf die Grund­rechte po­chen­den Que­ru­lan­ten sind De­mo­kra­tie­feinde und wol­len eine Dik­ta­tur " = Frei­heit ist Sklaverei

    oder

    Man sollte den Ex­per­ten ver­trauen, ein­se­hen, das man keine Ah­nung hat und die Re­geln ein­fach ein­hal­ten und sie verteidigen.
    = Un­wis­sen­heit ist Stärke

    oder

    "Wir alle müs­sen ge­gen die­sen Feind zu­sam­men­hal­ten. Wir müs­sen die De­mo­kra­tie ver­tei­di­gen und die Spal­tung der Ge­sell­schaft durch kon­se­quente Aus­gren­zung, (na­tür­lich auch durch De­mü­ti­gung und Dif­fa­mie­rung) un­se­rer Geg­ner verhindern".
    = Krieg ist Frieden

    Muss man nicht glau­ben. Kann man aber auch nicht wegwischen.

  30. @ Tors­ten
    "Selbst Prof. Bakhdi darf, ali­men­tiert von mei­nen GEZ-Ge­büh­ren, seine The­sen im öf­fent­lich recht­li­chen Fern­se­hen verbreiten."

    Das wäre mir neu. Pro­gramm, Ka­nal, Sendung?

  31. Der Pfar­rer sagt, du soll­test an et­was glau­ben, was du nicht siehst. Der Athe­ist sagt, glaube nur das, was du auch siehst und der Selbst- bzw. Quer­den­ker sagt, glaube auch das nicht al­les, was du siehst.

  32. Auch Un­sinn ist in ei­ner freien Ge­sell­schaft durch das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung ab­ge­deckt … ei­ni­ges was man hier so liest, scheint ei­ner gro­ßen Aufgeregtheit/​Gereiztheit ge­schul­det, man­ches grenzt schlicht nah an Ver­wirrt­heit … Sätze wie die­ser, be­zo­gen auf die 80-Jäh­ri­gen: Was soll die Auf­re­gung, die wä­ren ja so­wieso ge­stor­ben, sind al­ler­dings verächtlich. 

    Darum gehts in der Kritik.

  33. @ Lie­ber (nicht) in die Kneipe
    Zitat:
    "Soma fürs Volk ala Fuß­ball, Net­flix, Ama­zon & Co. und nicht zu­letzt auch die staat­li­che ge­wollte Le­gi­ti­mie­rung von Alkohol."
    Volle Zu­stim­mung, sau­ber ana­ly­siert. Die Re­gie­ren­den in 1984 und Schöne Neue Welt ha­ben ja das glei­che Ziel – das Be­herr­schen der Men­schen. Die Ver­skla­vung ge­schieht le­dig­lich auf un­ter­schied­li­che Weise, ein­mal durch of­fen sicht­bare ge­walt­same Dik­ta­tur und ein­mal durch Len­kung und Ma­ni­pu­la­tion der Men­schen ab Ge­burt. Der Ef­fekt ist der glei­che (bei­des ist Ver­skla­vung), nur bei letz­te­rem spie­len die Men­schen frei­wil­lig aus der Täu­schung her­aus mit (sie er­hal­ten Vor­teile, die auf mensch­li­che Be­quem­lich­keit und Selbst­zen­triert­heit ab­zie­len), und bei ers­te­rem aus Angst. 

    @ Phil
    Absolut.

  34. @Franziska: Deut­sche Welle am 03.10.2020: DW wird steu­er­fi­nan­ziert, Prof. Bhakdi darf sich dort also Dank mei­ner Steu­ern ausbreiten.

    Wie sieht es denn aus mit Dei­nem Ar­gu­ment, dass die gan­zen kri­ti­schen Stim­men zu Co­rona zen­siert wer­den? Ich kann KenFM, Vo­ger und wie sie alle hei­ßen, goo­geln und fin­den (wie of­fen­bar Mil­lio­nen an­dere Men­schen auch). Kann es sein, dass das Zen­sur-Ar­gu­ment nur vor­ge­scho­ben ist, um die­sen ach so un­ter­drück­ten Mei­nun­gen mehr Auf­merk­sam­keit zu ge­ben? – Denn das Zen­sur die Auf­merk­sam­keit er­höht ist ja sys­tem­über­grei­fend so: Die Klaus-Renft-Combo (DDR-Band) war text­lich und mu­si­ka­lisch un­te­rer Durch­schnitt, Zen­sur hat ih­nen un­ge­ahnte Auf­merk­sam­keit ge­ge­ben. Die Ärzte (West­ber­lin-Band) könn­ten dar­über auch ein Lied sin­gen. Der Un­ter­schied zu Bhakdi: Die­ser wird nicht zen­siert. Son­dern durch Leute pro­mo­tet, die fälsch­li­cher­weise von Zen­sur reden/​schreiben.

  35. Ich lese hier im­mer Kneipe. Also lang­sam dünnt sich das An­ge­bot ja aus. Lasst uns ein­fach noch ein paar Mo­nate war­ten. Dann hat sich das Thema An­ste­ckung dort auch er­le­digt. Thea­ter, Kino etc. ist dann auch kein Pro­blem als mög­li­cher An­ste­ckungs­ort mehr. Stellt sich nur die Frage, ob dann alle frei­ge­wor­de­nen Ar­beits­kräfte eine An­stel­lung beim Staat be­kom­men, alle ar­beits­los wer­den, Ggf. ein be­din­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men ein­ge­führt wird oder das ganze Prin­zip mit den Steu­ern etc. nicht mehr so wirk­lich auf­geht. Lasst uns Co­rona in un­se­rer Stadt, un­se­rem Bun­des­land, ganz Deutsch­land, der EU und der Welt be­kämp­fen, bis wir kei­ner­lei In­fek­tio­nen mehr ha­ben. Dann ist wie­der al­les gut – für Je­den, ganz bestimmt :-)

  36. P.S. @Lieber (nicht) in die Kneipe:

    "Soma fürs Volk ala Fuß­ball, Net­flix, Ama­zon & Co."
    – Klar, weil die ja auch alle vom Staat ge­för­dert und kon­trol­liert werden.

    "und nicht zu­letzt auch die staat­li­che ge­wollte Le­gi­ti­mie­rung von Alkohol." 
    – Da­her ja auch der ve­he­mente Ein­satz des Staa­tes für Ha­schisch und an­dere Drogen.

    "Und am Auf­bau ei­nes aus­ge­präg­ten Kas­ten­sys­tems sind wir ja auch schon seit Jahren…"
    Ist klar. Selt­sa­mer­weise wird nie­mand ge­zwun­gen, bei IKEA zu kaufen.

    Ich glaube, da hat je­mand voll viel Ahnung.

  37. @Torsten
    Zitat:
    "Deut­sche Welle am 03.10.2020: DW wird steu­er­fi­nan­ziert, Prof. Bhakdi darf sich dort also Dank mei­ner Steu­ern ausbreiten."

    Danke für den Link. Da mußte ich al­ler­dings di­rekt mal schmunzeln…Humor ist aber im­mer gut, be­son­ders in hu­mor­lo­sen Zei­ten wie dieser.
    Fin­dest Du nicht, dass "seine The­sen im öf­fent­lich recht­li­chen Fern­se­hen ver­brei­ten" evtl. leicht (schwer) über­trie­ben ist?
    Denn 1. sug­ge­riert diese Aus­sage das gute alte Mas­sen­me­dium-Fern­se­hen wie ARD, ZDF o.ä. und 2. be­dingt "ver­brei­ten" schon ein mehr­ma­li­ges Auf­tre­ten und/​oder ein Auf­tre­ten ge­nau da, wo es auch viele se­hen kön­nen. In Sen­dun­gen mit Einschaltquoten.
    Und nicht ei­nen ver­ein­zel­ten Bei­trag, und auch noch da, wo es so­wieso kei­ner sieht.
    Wie wäre es z.B. mit der Ta­ges­schau oder In­flu­en­cer-Shows wie Maisch­ber­ger, Ill­ner und wie die Pseudo-wir-be­leuch­ten-al­les-gründ­lich-und-zwar-von-al­len-Sei­ten-Po­lit-Talks alle hei­ßen? Kommt da ein ech­ter Kri­ti­ker zu Wort? Ein Bhakdi, ein Wo­darg (Du weißt schon, der Schweinegrippe-Lüge-Aufdecker)?
    Ich fürchte nein.

    Zur Zen­sur: Ich sprach haupt­säch­lich von You­tube, dem (noch) größ­ten Vi­deo­an­schau­por­tal. Google dünnt aber auch schon seit ge­rau­mer Zeit sehr aus und zeigt zu­erst mal nur die "re­le­van­ten" Er­geb­nisse. Quasi das "Wis­sen", was der Ein­heits­mensch ver­in­ner­li­chen soll, um ein­heit­lich gut (für be­stimmte Leute) zu funk­tio­nie­ren. Man muß im­mer er­fin­de­ri­scher mit der Su­che wer­den, um über­haupt noch et­was "al­ter­na­ti­ves" zu fin­den, oder auf an­dere Spra­chen aus­wei­chen. Also jede an­dere Mei­nung oder Welt­an­schau­ung, die nicht sys­tem­kon­form und ‑ge­wollt ist, wird im­mer schwe­rer auffindbar.
    Nun, wer sich na­tür­lich nur auf Wi­ki­pe­dia in­for­miert, dem wird das nicht wei­ter auffallen.
    KenFM und die an­de­ren Kri­ti­ker (z.B. Dave Brych, sehr emp­feh­lens­wert üb­ri­gens) ha­ben sich ihre ei­ge­nen Sei­ten ge­bas­telt oder sind auf Por­tale um­ge­zo­gen, wo es (noch) keine Zen­sur gibt. Auch die letz­ten Vi­deos des Co­rona Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses (RA Füll­mich u.a.) wur­den alle prompt ge­löscht, und so wer­den sie ge­zwun­gen, im­mer wie­der neue Ka­näle auf­zu­ma­chen, die dann auch ebenso prompt sa­bo­tiert wer­den. Die Liste ist end­los, die­ser Bei­trag hier aber nicht, wes­we­gen ich es auch da­bei belasse.

  38. Zi­tat:
    gold­fish sagt:
    10. Fe­bruar 2021 um 13:00 Uhr
    „[..] man­ches grenzt schlicht nah an Ver­wirrt­heit … Sätze wie die­ser, be­zo­gen auf die 80-Jäh­ri­gen: Was soll die Auf­re­gung, die wä­ren ja so­wieso ge­stor­ben, sind al­ler­dings verächtlich.“

    Laut ei­nem Ar­ti­kel im Ärz­te­blatt, ist das Vi­rus für alle Al­ters­klas­sen gleich als Le­ta­li­täts­fak­tor: es kommt schlicht ‑on Top- als Todesursache.

    Vier­zi­ger ster­ben eben ein­fach sel­ten, und wenn dann eher an Unfällen.
    Und da­her ster­ben auch sehr we­nige von ih­nen an Corona.

    Und mit 60zig geht das Ster­ben lang­sam los, je nach Le­bens­stil. Und ab da ge­hen ja auch die Vi­rus­to­ten in den Sta­tis­ti­ken merk­lich nach oben.

    Und mit über 80zig ist spe­zi­ell Mann – sta­tis­tisch – tot.

    Nun habe ich schon von äl­te­ren Da­men ge­hört, wel­che red­lich ge­lebt ha­ben, gut in Be­we­gung da 5.Stock und nie ge­raucht, sie hat das Vi­rus gut verkraftet.
    Mein Opa ist mit 70zig Jah­ren als sechs­jäh­ri­ger Pfle­ge­fall durch zwei Schlag­an­fälle, sab­bernd, sich nicht mehr be­we­gen und spre­chen kön­nend, gestorben.
    Haut und Kno­chen war die­ser Mann – wel­ches Im­mun­sys­tem hätte er dem Vi­rus ent­ge­gen brin­gen können?
    Oft hat er ver­sucht nicht zu Essen. 

    Mög­lich das wir ein paar sehr kran­ken und sehr schwa­chen Men­schen ei­nen Wunsch verwehren. 

    Was liegt da so in den Heimen?
    Über 80zig Pro­zent, ge­nau weiß ich die Zahl nicht mehr, der Co­ro­na­to­ten kom­men von dort.

    Und ge­stor­ben wird in Kran­ken­häu­sern, das hab ich schon weit vor Co­rona mal gehört.

    Nir­gends ein Wort darüber?

  39. @Torsten

    Bitte auch mal meine an­de­ren Kom­men­tare le­sen. An­ders als Franzi & Co bin ganz und gar NICHT der Mei­nung, dass das Volk im Zuge der Co­rona-Pan­de­mie un­ter­drückt wird o. Kri­ti­ker der Maß­nah­men in ir­gend­ei­ner Form daran ge­hin­dert wer­den, ihre Mei­nung kund zu tun (es sei denn es ver­stößt ge­gen Ge­setze, z.B. bei Volks­ver­het­zung, Be­dro­hung etc). Ich wollte le­dig­lich da­mit sa­gen, dass es auch an­dere Vi­sio­nen als das im­mer und im­mer wie­der re­fe­ren­zierte 1984 von Or­well gibt, wel­ches so mei­len­weit von un­se­rer Rea­li­tät (zu­min­dest in D.) ent­fernt ist wie es nur geht. An­sons­ten hat ja be­sag­ter Hux­ley mit sei­nem spä­te­ren Buch "Is­land" (dt. Ei­land) eine deut­lich po­si­ti­vere Fik­tion ge­schrie­ben. In­so­fern, im­mer schön po­si­tiv denken!

  40. @ Fran­ziska, : Ach, jetzt wo Bhakdi zwar in Öf­fent­lich-Recht­li­chen läuft (s.o.) reicht das im­mer noch nicht, das Zen­sur-Ar­gu­ment zu wi­der­le­gen, denn es ist na­tür­lich im­mer noch Zen­sur, so­lange er nicht je­den Tag auf dem Haupt­sen­de­platz der ARD lan­det. Oder wie?

    "Zur Zen­sur: Ich sprach haupt­säch­lich von You­tube,"
    Fran­ziska, viel­leicht schaust Du mal was Zen­sur ist, be­vor Du Dich dar­über aus­lässt. Denn Google (You­tube), Face­book und Twit­ter ha­ben AGB's de­nen User:innen zu­stim­men und keine de­mo­kra­tisch le­gi­ti­mier­ten Ge­setze. (Ne­ben­bei: Viel­leicht hast Du ja mit­be­kom­men, wie Bun­des­re­gie­rung Kanz­le­rin und an­dere Politiker:innen, Twit­ter für seine Trump-Lö­sche­rei kritisierten.)

    Any­way, Fran­ziska, An­ders­den­kende. Du bist mit Dei­nen ver­meint­lich kri­ti­schen Kom­men­ta­ren Teil des Sys­tems. Du bist das Sys­tem, des­sen Ziel es seit den 1980ern ist, Klar­heit durch Un­klar­heit zu er­set­zen und kri­ti­sche Dis­kus­sio­nen zu zer­set­zen. In­so­fern würde ich Dir schon un­ter­stel­len, Stasi-Me­tho­den an­zu­wen­den. Frei­lich nicht staat­lich-ge­lenkt wie im Os­ten, son­dern pri­vat meinungsmanipuliert. 

    Denn ge­nau so dumme Kom­men­tare wie Deine tra­gen nicht zur Mei­nungs­viel­falt bei, son­dern zur Ver­blö­dung und Ver­un­mög­li­chung ei­ner Kri­tik der tat­säch­lich schwer er­träg­li­chen Zustände.

  41. Tors­ten

    "Du bist das Sys­tem, des­sen Ziel es seit den 1980ern ist, Klar­heit durch Un­klar­heit zu er­set­zen und kri­ti­sche Dis­kus­sio­nen zu zersetzen."

    Nicht die Ver­schwö­rungs­theo­rien sind an­schei­nend dein Pro­blem, son­dern nur die, die dir nicht passen.

    Kneipe

    Tja so schnell geht's. Schade das du dich vor ei­nem Zu­rück­pfei­fer recht­fer­tigst. Du hast das ge­tan was du von an­de­ren er­war­test. Die an­dere Per­spek­tive ein­neh­men, ein­schät­zen, nicht pau­schal, son­dern auf den Punkt ge­gen­ar­gu­men­tie­ren. Ich fand's gut. Das macht's wahr­schein­lich nicht besser ;)

  42. @Phil: "Ver­schwö­rungs­theo­rien" – Ich glaube und un­ter­stellte nicht, dass Du und Fran­ziska Teil ei­ner ge­hei­men und bö­sen Macht seid oder von Strippenzieher:innen ge­lenkt wer­det. Da­her geht das mit der Ver­schwö­rungs­theo­rie an mir vor­bei wie die Ku­geln an Neo in Matrix.
    Any­way, auch ich bin Teil des Sys­tems, wenn ich mit Dir und "Fran­ziska, An­ders­den­kende" hier in die­sem Blog be­kloppte, nichts ver­än­dernde Ar­gu­mente aus­tau­sche, wäh­rend ich in die­ser Zeit Dinge tun könnte, die et­was (zum Gu­ten) bewegen.

  43. Ja stimmt schon. Das könnte man aber auch an­stelle von Fern­se­hen gu­cken, zo­cken, strea­men, "chil­len" bzw. rum­lun­gern. Wer frei von Schuld ist werfe den ers­ten Stein in seine Glotze. Das ge­rade das dis­ku­tie­ren das sinn­lo­seste all­d­es­sen ist be­zweifle ich stark. Aber ich ma­che mir da auch nix vor. Es ist in ers­ter Li­nie ein Ven­til. Eine Hilfe um Ge­dan­ken zu ord­nen und an­dere zu ver­ar­bei­ten. In die­sem Sinne ist es na­tür­lich doch egoistisch.

  44. @ Tors­ten

    Zi­tat:
    "Ach, jetzt wo Bhakdi zwar in Öf­fent­lich-Recht­li­chen läuft (s.o.) reicht das im­mer noch nicht, das Zen­sur-Ar­gu­ment zu wi­der­le­gen, denn es ist na­tür­lich im­mer noch Zen­sur, so­lange er nicht je­den Tag auf dem Haupt­sen­de­platz der ARD lan­det. Oder wie?"

    Je­den Tag? Warum im­mer diese Übertreibungen?
    Ein­mal in ei­nem gan­zen Jahr würde evtl. rei­chen, um das Ar­gu­ment zu ent­kräf­ten, dass auch eine kri­ti­sche Stimme auf der­sel­ben Platt­form (-> gro­ßer Sen­der, beste Sen­de­zeit, hohe Ein­schalt­quo­ten) ge­hört wer­den darf, wo C. Dros­ten & Co. (also: die "nutz­brin­gende" Wis­sen­schaft) ihre Stim­men täg­lich laut er­tö­nen las­sen dürfen.
    Von da­her: Ja, Zen­sur. Mei­nungs­un­ter­drü­ckung, Dif­fa­mie­rung, und an­sons­ten ele­gan­tes Totschweigen.

    An­sons­ten, schade dass Du auf per­sön­li­che An­griffe zu­rück­grei­fen musst, um Dei­nen Ar­gu­men­ten mehr Ge­wicht zu ver­lei­hen. Zitat:

    "In­so­fern würde ich Dir schon un­ter­stel­len, Stasi-Me­tho­den anzuwenden."
    "Denn ge­nau so dumme Kom­men­tare wie Deine tra­gen nicht zur Mei­nungs­viel­falt bei"

    Ich wün­sche Dir, dass Du ei­nes Ta­ges so über­zeugt von Dei­ner Mei­nung bist, dass Du sie nicht mehr mit sol­chen Mit­teln un­ter­mau­ern mußt, um stär­ker und wah­rer zu wir­ken, und dass eine sach­li­che Dis­kus­sion dann mög­lich ist.

    Bis evtl. da­hin und an­ders­den­kende Grüße,
    Franziska

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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