Die lebenden Toten

Das Kunst- und Dokumentationsprojekt „Archiv der lebenden Toten“ sammelt Videobotschaften von Menschen, deren Leben in besonderem Maße durch die Covid-19-Pandemie bedroht ist. Hier können sie – für den Fall ihres Todes – ein digitales Vermächtnis hinterlassen. Das Archiv will die Zeugnisse für eine kommende Gesellschaft bewahren.

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Archiv der Lebenden Toten von theatrale subversion auf Vimeo.

Die Künstlergruppe befragt besonders betroffene Personen nach ihren Sorgen und Hoffnungen hinsichtlich einer Zukunft nach der Pandemie, die sie selbst vielleicht nicht mehr erleben werden. Das Archiv konserviert die Stimmen der potentiellen Opfer der Pandemie in Form eines Videointerviews für die gegenwärtige und kommende Gesellschaft. Es initiiert eine Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit, sucht nach neuen Formen des Erinnerns und des Erinnert-werdens, fragt nach dem Wert des einzelnen Lebens und nach Möglichkeiten der Abbildung der Pandemie jenseits von Statistiken und Verallgemeinerungen.

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Hintergrund

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, werden aktuell weltweit große Anstrengungen unternommen. Doch die ergriffenen Maßnahmen haben zu scharfen gesellschaftlichen Debatten geführt. Es besteht Uneinigkeit darüber, welche Einschränkungen von persönlichen Rechten und Freiheiten akzeptabel und angemessen sind.

Daran schließen sich die Fragen an, ob der Schutz bestimmter Risikogruppen auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Einschränkungen rechtfertigt und welche Verantwortung die Einzelperson gegenüber anderen hat. Doch gerade die im besonderen Maße Betroffenen der Pandemie kommen in der öffentlichen Debatte kaum selbst zu Wort und sind nur Teil der Statistik.

Um diesem Umstand etwas entgegenzusetzen, haben die Künstler*innen Michael Neil McCrae, Romy Weyrauch und Alexander Bauer aus Dresden und Leipzig das Kunst- und Dokumentationsprojekt ins Leben gerufen. Hier wollen sie die Risikogruppen befragen – solange man sie noch befragen kann – und mit ihnen eine Auseinandersetzung um die eigene Sterblichkeit führen.

Die lebenden Toten - Foto: Martin Mulik
Die lebenden Toten – Foto: Martin Mulik

Unter www.lebende-tote.de kann grundsätzlich jeder Mensch ein Vermächtnis hinterlassen, dessen Leben in besonderem Maße durch die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen bedroht ist oder der sich besonders bedroht fühlt. Bestimmte Vorerkrankungen, das eigene Alter, körperliche und psychische Behinderungen, sozioökonomische und indirekte Faktoren können Grund für ein erhöhtes Infektionsrisiko sein.

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In einer zweiten Phase soll dann das gesammelte Videomaterial ausgwertert werden. Die Künstlergruppe will dann prüfen, wie weit sich dieses Material szenisch umsetzen lässt. In der dritten Phase soll daraus dann eine Bühnenperformance entstehen. Die Uraufführung ist für den Juni 2021 im Festspielhaus Hellerau geplant.

Das Projekt „Die lebenden Toten“ hat das Dresdner Performancekollektiv „theatrale subversion“ in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Künstler Alexander Bauer entwickelt. Künstlerische Leitung: Romy Weyrauch, Michael Neil McCrae, Alexander Bauer.

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