PCR-Test mittels Gurgeln im OKA

Ab morgen gibt es ein neues Corona-Test-Zentrum in Dresden. Auf dem Gelände des Clubs „Ojekt klein a“ (Oka) auf der Meschwitzstraße wird eine Teststation kostengünstige PCR-Tests für Privatpersonen anbieten. Die Teststation wird vorrangig von Mitarbeitenden aus dem Kulturbereich betrieben werden, da für die Tests auf Gurgelbasis kein medizinisches Personal notwendig ist.

Eingang Teststation im Oka  mit Check-In-Fenster
Eingang Teststation im Oka mit Check-In-Fenster
Statt eines Abstrichs mit Stäbchen in Nase oder Rachen muss bei diesem Test nur rund 20 Sekunden mit einer Kochsalzlösung gegurgelt werden. „Das Verfahren ist in Deutschland noch recht selten, wird aber in Österreich zum Beispiel schon an Schulen in größerem Umfang eingesetzt“, berichtet Natalie Brindle, die Pressesprecherin der Firma „Being Good Humans“, die die Tests organisiert.

Das Robert Koch-Institut weist auch auf die Möglichkeit eines solchen Gurgel-PCR-Tests hin, empfiehlt jedoch: „Die Verwendung dieser Probenmaterialien sollte unter Berücksichtigung des jeweiligen Settings sowie in enger Absprache mit dem Labor erfolgen.“ Es sei zu bedenken, dass deutlich weniger Erfahrungswerte zu diesen Materialien vorliegen und die Sensitivität dem Referenzstandard unterlegen sein könne.

Zwar könne es einen Verdünnungseffekt geben, sagt der Facharzt für Virologie Andreas Ambrosch, Mitglied einer Arbeitsgruppe zur Coronadiagnostik der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. gegenüber der Apotheken-Umschau, jedoch sei die Verdünnung in der Regel nicht so stark, dass ein positiver Test negativ werde.

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Der zweite Vorteil dieses Testverfahrens: Es werden mehrere Proben in einem Poolverfahren getestet. Lediglich wenn ein Befund positiv ist, wird die einzelne Probe erneut untersucht. So können nicht nur die Personalkosten, sondern auch die Laborkosten niedrig gehalten werden. Im Ergebnis ist der Preis der Tests vergleichsweise gering. In Dresden soll ein Test 34,95 Euro kosten.

Die Drei haben das Testcenter in Dresden organisiert: Tino Götz, Marvin Heinemann mit Gurgelbecher und Natalie Brindle
Die Drei haben das Testcenter in Dresden organisiert: Tino Götz, Marvin Heinemann mit Gurgelbecher und Natalie Brindle

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Corona Freepass Hamburg organisiert. Das Unternehmen betreibt bereits zwei Teststationen in Hamburg. Auch dort startete die Idee in einem Club. Seit Dezember letzten Jahres haben schon mehr als 28.000 Personen das Angebot genutzt.

Anmelden kann man sich über dresden.coronafreepass.de. Für Personen mit Termin sind in folgenden Zeiträumen Tests geplant: Montag bis Freitag von 7.30 bis 12.30 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 15 bis 19 Uhr. Die Auswertung erfolgt einmal täglich über ein Stendaler Labor. Ergebnisse werden automatisch innerhalb von 24 Stunden per SMS gesendet. Die SMS kann als PDF in deutscher und englischer Sprache ausgedruckt werden. Im Falle eines positiven Tests wird das Ergebnis direkt vom Labor dem Gesundheitsamt gemeldet. Da es sich trotz neuem Testverfahren um einen PCR-Test und keinen Schnelltest oder Antigen-Test handelt, wird der Befund auch bei internationalen Reisen oder im beruflichen Kontext anerkannt.

Dritter Vorteil des Testverfahrens im Oka, als Helfer werden vor allem Mitarbeiter*innen aus dem Kulturbereich beschäftigt, da für die Tests auf Gurgelbasis kein medizinisches Personal notwendig ist.

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Corona-Testzentrum im Oka

  • Montags bis freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr und am Wochenende von 15 bis 19 Uhr
  • Meschwitzstraße 9 (Industriegelände), 01099 Dresden
  • Anmeldung unter: dresden.coronafreepass.de
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3 Kommentare zu “PCR-Test mittels Gurgeln im OKA

  1. „…wird aber in Österreich zum Beispiel in Österreich…“
    Klein Österreich in Groß Österreich oder wie? ;-)

    „Dritter Vorteil des Testverfahrens im Oka, als Helfer werden vor allem Mitarbeiter*innen aus dem Kulturbereich beschäftigt, da für die Tests auf Gurgelbasis kein medizinisches Personal notwendig ist.“

    Ob es ein Vorteil ist, nichtmedizinisches Personal dafür einzusetzen,
    mag bezwifelt werden.
    Das die Personengruppe daduch ein paar Euros im Lockdown verdient ist aber nichtsdestotrotz gut.
    07:30 Uhr Dienstbeginn ist aber trotzdem ein sehr gewagtes Unterfangen….

  2. Gurgeltests… ich hoffe, die kommen bald auch beim Pflegepersonal zum Einsatz, klingt deutlich entspannter als das umtägige Gebohre anderer Menschen in meiner Nase :)

Kommentare sind geschlossen.