Am Mittwoch, dem 14. Januar 2026, ertönen um 15 Uhr in Dresden für zwölf Sekunden die Sirenen im gesamten Stadtgebiet. Es ist Probealarm. Das Signal besteht aus einem einmaligen Anschwellen, Halten und Abschwellen, gefolgt von einem abschließenden Gong. Die regelmäßige Überprüfung soll sicherstellen, dass das Warnsystem im Ernstfall zuverlässig funktioniert.

Seit mehreren Jahren betont die Stadtverwaltung, dass Dresden über 200 Anlagen verfügt – und damit eines der modernsten Sirenen-Warnsysteme Deutschlands betreibt. Eine Besonderheit der Landeshauptstadt Sachsens ist, dass zusätzlich zu den Signaltönen auch Sprachdurchsagen gesendet werden können, um konkrete Hinweise zu geben. Selbst bei einem Stromausfall bleiben die Sirenen-Anlagen dank Akku-Pufferung bis zu 48 Stunden betriebsbereit.
Viermal jährlich, jeweils am zweiten Mittwoch eines Quartals, überprüft das städtische Brand- und Katastrophenschutzamt die Funktionstüchtigkeit aller Sirenen.
Ein echter Alarm liegt vor, wenn der zwölfsekündige Heulton dreimal wiederholt wird, jeweils mit zwölf Sekunden Pause. Dies signalisiert einen Feueralarm. Bei einem Gefahrenalarm ertönt das Signal sechsmal für fünf Sekunden, ebenfalls mit jeweils fünf Sekunden Pause.
Die Bezeichnung Sirene für diese heulende Alarmanlage ist verwirrend. Ursprünglich wurde den Sirenen (griechisch Σειρήν Seirēn) ein verlockender Gesang zugeschrieben, der vorbeifahrende Schifffahrtsleute betörte. Selbst der berühmte Odysseus musste zu einem Trick greifen. Er befahl seinen Männern, sich die Ohren zu verstopfen. Er selbst ließ sich am Mast seines Schiffes fesseln.
Heute steht der Begriff ‚Sirene‘ für ein zentrales Element des Katastrophenschutzes – mit ganz anderer Funktion, aber nicht minder eindrucksvoller Wirkung.
Infos zum Sirenenalarm
- weitere Informationen: www.dresden.de/feuerwehr
- Merkblatt Sirenen (PDF) der Dresdner Feuerwehr, auch in englischer Sprache (PDF)
- Probealarm verpasst, kann man hier nachhören
- Übersicht der Sirenen in Dresden auf dem Dresden-Stadtplan
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