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Mythos Handwerk

Neustadt-Kinotipps ab 26. Februar 2026

Schauburg und Thalia, Bundesstart: Father Mother Sister Brother

Father Mother Sister Brother – in der Schauburg und Thalia

Drei Kapitel, drei Orte, drei Familientreffen, bei denen das Wichtigste zuverlässig unausgesprochen ausgesprochen bleibt. Im ersten Teil besuchen Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) ihren zurückgezogen lebenden Vater (Tom Waits). Der ist kein Patriarch, eher ein verschlossener Restposten, der Nähe nicht verweigert, aber auch nicht anbietet.

In Dublin treffen zwei Schwestern (Cate Blanchett, Vicky Krieps) zur jährlichen Visite bei ihrer Mutter (Charlotte Rampling) ein, die Atmosphäre ist höflich, fast ritualisiert, alte Rollenmuster greifen wieder. Im Paris-Kapitel schließlich treffen sich die Zwillinge Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) in der leeren Familienwohnung, eine Begegnung mit Rückschau und Annäherung an Menschen, die nicht mehr antworten können.

Thalia: Silent Friend

Silent Friend – im Thalia

Die Geschichte spielt über mehrere Jahrzehnte hinweg an ein und demselben Ort, dem Botanischen Garten der Universitätsstadt Marburg in Deutschland. Dort versucht ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony Leung Chiu-wai) im Jahr 2020 mit Experimenten herauszufinden, ob ein alter Ginkgobaum Erinnerungen hat. Schon im Jahr 1972 hatte die Studentin Gundula (Marlene Burow) an dieser Uni ähnliche Ambitionen. Dabei lernte sie auch Hannes (Enzo Brumm) kennen und lieben.

Als erste Studentin hat sich Grete (Luna Wedler) 1908 an der Universität eingeschrieben und widmet sich ebenfalls der Biologie. Die drei Geschichten sind dabei narrativ nur lose und vor allem durch den Ort verbunden, aber poetisch und emotional spielen sie sich viele Bälle zu. Der titelgebende Silent Friend, der über hundert Jahre alte Baum, ist der Dreh- und Angelpunkt der einzelnen Geschichten.

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Auch wenn man sie auf emotionaler Ebene als Einheit sehen kann, unterscheiden sich die Geschichten optisch stark voneinander. Die Geschichte aus der Gegenwart ist digital aufgenommen, die 70er-Jahre wurden auf 16 mm eingefangen und die Geschichte vom Anfang des Jahrhunderts wurde auf monochromem 32-mm-Film gedreht.

Schauburg, Bundesstart: Marty Supreme

Marty Supreme – in der Schauburg

Die Geschichte dreht sich um Marty Mauser, einen Schuhverkäufer im New York der 1950er Jahre, der heimlich vom Ruhm als Tischtennisprofi träumt. Marty ist keiner, der sich brav an Regeln hält. Er spielt, wettet, provoziert, hat eine Affäre mit einer reichen, ehemaligen Filmdiva (Gwyneth Paltrow) – und nutzt sein Talent, um sich in einer Welt durchzuschlagen, die ihm eigentlich keinen Platz zugedacht hat.

Tischtennis wird hier nicht als Sport, sondern als Bühne verstanden: schnell, aggressiv, laut. Genau darin liegt der Reiz. Den Film interessiert weniger der Sieg als das Drumherum – vor allem jener Moment, in dem alles kippen kann.

Thalia: The Moment

The Moment – im Thalia

Die gefeierte Popsängerin Charlie xcx ist mitten in den Vorbereitungen für ihre erste große Arena-Tour. Gerade ist ihr sechstes Studioalbum „brat“ erschienen und der Druck der Musikindustrie wird immer größer. Ein voller Terminplan, extreme Selbstzweifel und Chaos, wohin man schaut. Dennoch versucht Charlie, sich nicht unterkriegen zu lassen. Neben Charlie gibt es auch noch ihre sehr ambitionierte Beraterin (Hailey Benton Gates) und einen suspekten Branchenprofi (Alexander Skarsgård). Doch nicht jeder Rat ist immer hilfreich…

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Humorzone

Der Weg der Darstellung des Popstar-Alltags und die Verwendung dabei von einem ironischen Mockumentary-Stil lassen alle Türen offen. Dinge werden radikal, überspitzt und unglaubwürdig dargestellt, zeigen aber dennoch im Kern eine wahrhaftige Version. Ob Charlie es trotz dieses ganzen Drucks schafft, ihrer eigenen künstlerischen Vision treu zu bleiben?

Thalia: Hamnet

Hamnet – im Thalia

William Shakespeare ist untrennbar mit den großen Dramen der Weltliteratur verbunden, doch was sieht man, wenn man auf die Frau blickt, die hinter dem Schöpfer stand? Der Film zeigt die Perspektive von Agnes Hathaway (Jessie Buckley), Shakespeares empfindsamer Ehefrau. Ausgangspunkt ihrer Erzählung ist die tiefe, fast naturverbundene Darstellung ihrer frühen Liebe. Agnes und der junge, aufstrebende Barde (Paul Mescal) planen ein gemeinsames Leben, das durch die unaufhaltsame Gravitation seines Talents bald ins Getriebe Londons gerät. Die Geschichte einer großen Liebe droht aber nicht an den äußeren Umständen, sondern an einem zutiefst persönlichen Schicksal zu zerbrechen. Als der einzige Sohn des Paares, der elfjährige Hamnet, der Pest zum Opfer fällt, zerbricht das Leben der Familie. Die Trauer ist so groß, dass die Beziehung daran zu zerbrechen droht. Im Thalia im Original mit Untertiteln.

Schauburg, Bundesstart: Ein fast perfekter Antrag

Ein fast perfekter Antrag – in der Schauburg

Der pensionierte Witwer Walter (Heiner Lauterbach) ist ein Mann, der Messbares liebt. Seine Freizeit verbringt er damit, Restaurants zu testen und die Ergebnisse mit pedantischer Sorgfalt ins Netz zu schreiben: Salz, Gargrad, Service-Tempo, Tischabstand. Ein mächtig zwanghaftes Hobby, eine Form von Kontrolle, die den Alltag überschaubar hält. Überraschend gerät dieses System ins Wanken, als Walter bei einem Restaurantbesuch seine Jugendliebe Alice (Iris Berben) wiedertrifft, der er vor mehr als vierzig Jahren vergeblich einen Heiratsantrag gemacht hatte. Der zielstrebige Witwer startet sofort einen neuen Anlauf und prallt erneut ab. Die Kunstprofessorin Alice erwartet echtes Interesse an ihrer Welt, an Kunst, an Denken, an Austausch. Für jemanden, der lieber Punkte vergibt als Fragen offen lässt, ein riskanter Deal. Walter findet sich als Gasthörer in Alices Seminar wieder, gerät in Diskussionen, die sich nicht in richtig und falsch auflösen lassen, sein Bewertungssystem funktioniert hier nicht. Kunst lässt sich nicht „abliefern“ wie ein Drei-Gänge-Menü, Aufmerksamkeit lässt sich nicht bestellen.

Neustadt-Kinotipps ab 26. Februar: Freikarten

  • Das Neustadt-Geflüster verlost diese Woche jeweils zwei Freikarten für das Thalia und die Schauburg für die laufende Kinowoche, also bis Mittwoch. Bitte in dem Ergänzungsfeld den entsprechenden Film und das Filmtheater angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung findet Sonntagabend statt.
  • Alle Dresdner Kinos und Filme unter www.kinokalender.com

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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