Mit jeder Anfrage wurde es günstiger: Nach aktuellen Angaben belaufen sich die Abrisskosten für die Carolabrücke auf 29,5 Millionen Euro. André Schollbach, Linken-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, hat im September und Dezember 2025 sowie im Februar 2026 bei der Verwaltung nachgefragt, wie teuer der Abriss der Carolabrücke ist.

Während die Antworten im September und Dezember voraussichtliche Kosten von zunächst 32, dann 31,5 Millionen Euro skizzierten, betragen die Kosten für den Abriss nun nach Angaben des Ersten Bürgermeisters Jan Donhauser (CDU) 29,5 Millionen Euro. Das geht aus der Linken-Anfrage AF1152/26 hervor, nachzulesen im Ratsinformationssystem der Stadt Dresden.
Aufteilung der Kosten
Die Summe von 29,5 Millionen Euro teilt sich in mehrere Positionen auf.
- Für den Abriss von Zug C fallen 6 Millionen Euro an.
- Sofortmaßnahmen, Zustandsfeststellungen und Verkehrsführungen schlagen mit 3 Millionen Euro zu Buche.
- Der Abriss der Züge A und B inklusive Nebenkosten kostet 20,5 Millionen Euro.

Hinweis auf kommende Diskussionen
„Man muss es sich einmal bewusst machen: Fast 30 Millionen Euro waren nötig, um eine vorhandene Brücke zu beseitigen“, sagt Schollbach. Dies sei eine enorme Summe für Dresden. In den kommenden Wochen sollen verschiedene Varianten für den Wiederaufbau der Carolabrücke diskutiert werden. „Dabei sollten alle Beteiligten nicht nur die Größe der Brücke, sondern auch die Höhe der Kosten im Blick haben“, so Schollbach.
Carolabrücken-Einsturz und Abriss
Am 11. September 2024 war in den frühen Morgenstunden der sogenannte Zug C (über den einst die Straßenbahnen fuhren) eingestürzt (Neustadt-Geflüster vom 11. September).
Bei dem Unglück wurde niemand verletzt. Allerdings wurde die Brücke so stark beschädigt, dass in der Folge auch die Züge B und A abgerissen werden mussten (Neustadt-Geflüster vom 11. Dezember 2024).
Die Carolabrücke soll wieder aufgebaut werden. Im Juni 2025 (Neustadt-Geflüster berichtete) entschied sich der Stadtrat mehrheitlich für eine Brücke mit vier Autospuren. Aktuell entwickeln vier Planungsbüros Entwürfe für die Brücke. Der Baubeginn wird frühestens 2028 sein.


















„Man muss es sich einmal bewusst machen: Fast 30 Millionen Euro waren nötig, um eine vorhandene Brücke zu beseitigen“, sagt Schollbach. Und: „Dabei sollten alle Beteiligten nicht nur die Größe der Brücke, sondern auch die Höhe der Kosten im Blick haben“, so Schollbach. Also sollte man die Kosten für den Abriss der nächsten Carolabrücke jetzt schon berücksichtigen? Oder was bedeutet diese Äußerung? Hauptsache wieder mal wichtig getan? Und dann die herrliche Überschrift: „Linken-Anfrage: Brückenabriss günstiger“ Und die Schlußfolgerung: „Mit jeder Anfrage wurde es günstiger: Nach aktuellen Angaben….“ NEIN. Mit jeder geprüften und freigegebenen Rechnung bzw. Schlußrechnung der einzelnen Gewerke, Planer etc. ergibt sich ein neuer Gesamtstand. Und wenn der kleine Rechtsanwalt nicht die Verwaltung mit immer neuen sinnlosen Anfragen blockieren würde, wäre der endgültige Schlußrechnungsstand vielleicht schon da.
Sehr schön. Also im Prinzip nur noch ein paar Mal nachfragen und dann lässt sich mit dem eingesparten Geld eine neue Brücke nur für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und ÖPNV bauen. Wunderbar!
Der Diskussionskultur ist es nicht dienlich, sich jedes Mal einen neuen Nicknamen auszusuchen.