Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stellt Fördermittel für Schloss Albrechtsberg bereit. Das teilte der Dresdner Bundestagsabgeordnete Lars Rohwer mit.
247.500 Euro aus Denkmalschutz-Sonderprogramm
Der Ausschuss gab im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms Mittel für 144 Projekte frei. Die Gelder stehen zur sofortigen Verwendung bereit. Auch Schloss Albrechtsberg gehört zu den ausgewählten Vorhaben. Das Schloss erhält 247.500 Euro.
„Als eines der drei Dresdner Elbschlösser ist Schloss Albrechtsberg aus Dresden nicht wegzudenken“, sagt Rohwer. Er habe sich als Abgeordneter des Wahlkreises für die Förderung der Instandsetzung eingesetzt. Mit dem Beschluss sichere der Bund den Erhalt des Bauwerks. Die Dresdner Elbschlösser seien für Einheimische und Touristen ein wichtiger Ort mit Ausblick über die Stadt. „Der Erhalt ist sichergestellt, die Freude ist groß“, so Rohwer.
Schäden an Dach und Bausubstanz
Die Sanierungsmaßnahmen sind dringend erforderlich. Schäden an der Dachkonstruktion und eindringende Feuchtigkeit gefährden die historische Substanz. Ohne Instandsetzung droht langfristig der Verlust denkmalgeschützter Gebäudeteile.
Baugeschichte des Schlosses
Schloss Albrechtsberg eines der drei Elbschlösser. Das Gebäude entstand zwischen 1850 und 1854. Adolf Lohse errichtete es für Prinz Albrecht von Preußen. Der Prinz war der jüngste Bruder der preußischen Könige Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I.
Der Bau gehört zum Spätklassizismus in der Tradition Karl Friedrich Schinkels. 1925 verkauften die Grafen von Hohenau das Schloss an die Stadt Dresden. Sie waren Nachkommen und Erben des Prinzen aus dessen zweiter Ehe. Die Zerstörungen im Jahr 1945 betrafen das Schloss nicht.
Nach dem Krieg nutzte die Verwaltung der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) das Gebäude. Später diente es als Hotel. Bis 1990 war es Pionierpalast. Seit 1990 gehört es wieder der Stadt Dresden. Heute dient es vorwiegend kulturell-künstlerischen Zwecken.



















