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Eine Woche ohne Autos

Eine Woche auto­frei – das will das Pro­jekt „Die Woche des guten Lebens“. 2017 wurde es von enga­gier­ten Bürger*innen im Rah­men des Städ­te­wett­be­werbs „Zukunfts­stadt 2030“ ent­wor­fen. Im Som­mer 2020 – genauer gesagt vom 30. August bis zum 6. Sep­tem­ber 2020, wird die Äußere Neu­stadt für Autos und Motor­rä­der gesperrt. Im Rah­men einer Auf­takt­ver­an­stal­tung am kom­men­den Sonn­tag, den 24. Novem­ber von 15 bis 18 Uhr sind alle Neustädter*innen ein­ge­la­den, um zu über­le­gen, wie die „Woche des guten Lebens” rea­li­siert wird. Finan­ziert wird das Pro­jekt vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung. Trä­ger des Pro­jekts ist der BUND Dresden.

Die beiden Projektkoordinatorinnen von der Woche des guten Lebens: Judith Kleibs und Sindy Berndt (Foto: Uta Gensichen)
Die bei­den Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin­nen von der Woche des guten Lebens: Judith Kleibs und Sindy Berndt (Foto: Uta Gensichen)

Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Sindy Berndt vom BUND Dres­den hat uns im Vor­feld ein paar Fra­gen beantwortet:

Was ist die Woche des guten Lebens?

Die „Woche des guten Lebens“ ist ein Trans­for­ma­ti­ons­pro­jekt, das im Rah­men der Zukunf­s­stadt 2030 von Bürger*innen ent­wi­ckelt wurde. Wäh­rend die­ser Woche wird der Stadt­teil Äußere Neu­stadt für Autos und Motor­rä­der gesperrt. Wie die frei­ge­wor­de­nen Stra­ßen und Park­flä­chen krea­tiv genutzt und gestal­tet wer­den kön­nen, liegt in den Hän­den der Neustädter*innen. Die Woche des guten Lebens ist ange­lehnt an den Tag des guten Lebens in Köln, dort ist jedes Jahr ein ande­rer Stadt­teil für einen Tag autofrei.

Warum habt ihr es dann nicht autofreie Woche genannt, sondern Woche des guten Lebens?

Weil es viel mehr ist. Die Autos spie­len dabei nur einen Teil­aspekt. Die Woche ist ein Expe­ri­ment, in wel­chem wir fest­stel­len wol­len: Wie ver­hal­ten sich die Men­schen, wenn die Autos nicht da sind? Wel­che Her­aus­for­de­run­gen erge­ben sich? Die einen suchen nach Alter­na­ti­ven, wie sie ihren Weg zur Arbeit anders orga­ni­sie­ren kön­nen. Die ande­ren fan­gen an, sich zu über­le­gen, was kann man mit die­sen schö­nen frei­ge­wor­de­nen Flä­chen anstel­len? – Man könnte zum Bei­spiel eine Park­bank hin­stel­len oder ein Fuß­ball­tor. Durch die auto­freien Stra­ßen gibt es mehr Mög­lich­kei­ten – Fußgänger*innen haben mehr Platz, Radfahrer*innen haben mehr Platz, man muss keine Angst, um seine Kin­der haben, dass die Autos um die Ecke brau­sen. Es kann ein ent­spann­te­res Leben und Mit­ein­an­der statt­fin­den. Das Expe­ri­ment wird wis­sen­schaft­lich beglei­tet durch das Insti­tut für öko­lo­gi­sche Raum­ent­wick­lung und die TU Dres­den, so dass am Ende auch Ergeb­nisse stehen.

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Autofrei, selbstorganisiert, Nachbarschaften stärken – ist das nicht eine zweite Bunte Republik?

Nein – die BRN ist eine große Ver­an­stal­tung mit Stän­den, Musik, Party – das alles ist die Woche des guten Lebens nicht. Der ein­zige gemein­same Nen­ner fin­det sich im Park­ver­bot am Wochenende
Wir wol­len kei­nen Kom­merz wäh­rend der Woche des guten Lebens. Der freie Platz soll alter­na­tiv genutzt wer­den, aber das heißt nicht: Ich stell hier einen Stand hin und ver­kaufe Rade­ber­ger. So, wie es auf der BRN gemacht wird – son­dern mit alter­na­ti­ver Nut­zung meine ich: Die Leute stel­len abends Stühle raus und unter­hal­ten sich mit den Nachbar*innenn. Die BRN ist ein Aus­nah­me­zu­stand, die Woche des guten Lebens soll den auto­freien All­tag wider­spie­geln, denn das große Ziel des Pro­jekts ist: Ein auto­freier Stadt­teil – mit mehr Lebensqualität.

Was sind Herausforderungen und Hürden?

Wir wün­schen uns, dass Men­schen bei den Mit­mach­ver­an­stal­tun­gen vor­bei­kom­men, um über mög­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Bedürf­nisse zu spre­chen. Pri­vat­per­so­nen haben andere Bedürf­nisse als Gewer­be­trei­bende – wir wol­len gemein­sam nach Lösun­gen suchen. Das Pro­jekt ist von der Ver­wal­tung noch nicht geneh­migt, aber durch den Zukunftsstadt-Prozess
an die Stadt gekop­pelt. Des­halb bin ich posi­tiv gestimmt.

Stell dir vor ich hätte ein Auto und muss jeden Tag zur Arbeit fahren. Wie kann das für mich funktionieren?

Das sind genau die Fra­gen, die wir gemein­sam klä­ren wol­len. Ich kann nicht allen Neustädter*innen die Lösun­gen vor­ge­ben. Das ist ein Pro­zess, den wir gemein­sam bege­hen müs­sen. Ich krieg mei­nen All­tag super ohne Auto hin – zu Fuß, mit dem Fahr­rad und der Straßenbahn.

Aber wo soll ich dann mein Auto parken?

Laut einer Mach­bar­keits­stu­die der TU Dres­den gibt es im angren­zen­den Gebiet Alter­na­tiv­flä­chen von etwa 1.000 Parkplätzen.

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Wie kann man sich als Neustädter*in einbringen?

Viel­fäl­tig. Man kann am Sonn­tag, am 24. Novem­ber zur Auf­takt­ver­an­stal­tung kom­men und seine Bedürf­nisse äußern, aber auch Lösun­gen mit suchen. Denn wir es geht nicht nur darum eigene Lösun­gen zu fin­den, son­dern auch andere zu unter­stüt­zen. Man kann sich auch in ver­schie­dene AGs einbringen.

Stell dir einen Tag in der Neustadt während der Woche des guten Lebens vor, wie läuft der ab?

Ich mache am Mor­gen die Haus­tür auf und es sind keine Autos auf der Straße. Eltern fah­ren mit ihren Kin­dern auf dem Fahr­rad oder mit dem Hand­wa­gen, viele Fußgänger*innen sind unter­wegs. Sie brin­gen ihre Kin­der zur Kita oder zur Schule. Eine Straße wei­ter, haben sich zwei Fami­lien zum Früh­stü­cken auf die Straße gesetzt. Die Geschäfte wer­den bes­ser besucht, da die Besu­cher mehr Zeit fürs Bum­meln haben. Sie muss­ten sich kei­nen Park­platz­su­chen. Es herrscht eine Bou­le­vard­at­mo­sphäre. Am Nach­mit­tag spie­len die Kin­der auf der Straße und die Eltern wer­fen den Grill dazu an. Alles ist ent­spannt und gemüt­lich, man nimmt Rück­sicht auf­ein­an­der. Nie­mand wird benachteiligt.

Willst du noch etwas loswerden?

Wir wol­len nie­man­dem was weg­neh­men, wir wol­len ein­fach die Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern und letzt­lich wol­len wir das große Ganze stop­pen: den Kli­ma­wan­del. Und mit irgend­et­was müs­sen wir anfangen.

Auch mit dem Lastenrad lässt sich viel transportieren - Foto: Uta Gensichen
Auch mit dem Las­ten­rad lässt sich viel trans­por­tie­ren – Foto: Uta Gensichen

Auftaktveranstaltung am kommenden Sonntag:

  • Im Rah­men der Auf­takt­ver­an­stal­tung, am Sonn­tag den 24.11.19 von 15 bis 18 Uhr soll gemein­sam über­legt wer­den, wie die „Woche des guten Lebens” rea­li­sie­ren wer­den kann. Bei dem Tref­fen wird das Pro­jekt vor­ge­stellt. Es wer­den Fra­gen und Anre­gun­gen gesam­melt, um Ideen zu ent­wi­ckeln, wie der Stra­ßen­raum wäh­rend die­ser Woche genutzt und ein „gutes Leben” sicher­ge­stellt wer­den kann. Die Ver­an­stal­tung fin­det im Club Kwang Lee (Gör­lit­zer Straße 35, Hin­ter­hof) statt. Anmel­dung per Mail ist erwünscht: WocheDesGutenLebens@bund-dresden.de
  • Wei­tere Infos unter: www.zukunftsstadt-dresden.de/wochedesgutenlebens 
  • Infos beim BUND über das Pro­jekt: www.bund-dresden.de/woche-des-guten-lebens/

Nachtrag: Wie soll das mit dem Lieferverkehr laufen oder Menschen, die auf das Auto angewiesen sind?

Diese Frage zu beant­wor­ten ist Teil des Betei­li­gungs­pro­zes­ses, den wir gern ansto­ßen möch­ten. Gemein­sam mit den unter­schied­li­chen Akteur*innen in der Neu­stadt (und dazu gehö­ren natür­lich auch Gewer­be­trei­bende) wol­len wir für diese und andere Her­aus­for­de­run­gen eine geeig­nete Lösung finden.

Das Projektteam: v.l. Julia Gerlach, Anna Betsch, Werner Becker, Uta Gensichen, Ralf Hupfer, Rosemarie Baldauf - Foto: Nicole Herzog
Das Pro­jekt­team: v.l. Julia Ger­lach, Anna Betsch, Wer­ner Becker, Uta Gen­si­chen, Ralf Hup­fer, Rose­ma­rie Bald­auf – Foto: Nicole Herzog
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91 Ergänzungen

  1. Na das wird schön.
    Die Gewer­be­trei­ben­den schi­cken ihre Ange­stell­ten in Zwangs­ur­laub, da nichts mehr ange­lie­fert und abge­holt wer­den kann (es sei denn, die Mädels trans­por­tie­ren mal schnell einen benö­tig­ten Stahl­trä­ger für den Haus­bau mit ihrem Las­ten­fahr­räd­chen die Gör­lit­zer hoch).
    Und die gan­zen Knei­pen und Spä­tis haben geschlos­sen, da die (Bier-)Lieferanten nicht mehr kom­men (die Ange­stell­ten die­ser Fir­men wer­den sich ganz bestimmt ihre Über­stun­den vor der Woche von den Traum­tän­ze­rin­nen dik­tie­ren lassen).
    Beson­ders hart wird es die (“Täg­lich frisch!!!”) Bio-Gemü­se­lä­den tref­fen. Gäh­nend leere Regale.
    Mal ´ne Frage zum Schluß: Darf man die Insas­sen des Ver­suchs­kä­fig an der Grenze der Äuße­ren Neu­stadt eigent­lich füt­tern? Viel­leicht ein beleg­tes Bröt­chen über den Zaun reichen?

  2. Vie­len Dank für den Hin­weis, die Nach­frage, ob es nur Pri­vat­fahr­zeuge oder auch Lie­fer­dienste etc. betrifft, fehlt tat­säch­lich. Ich mache mich gleich mal in die Spur.

  3. Hallo Anton, wenn Du Dich “fak­ten­check­mä­ßig” in die Spur machst, dann bitte gleich noch die TU Stu­die mit den 1000 alter­na­ti­ven Park­plät­zen verlinken.

  4. Die Idee /​den Ver­such hätte man viel­leicht nicht unbe­dingt in die erste Schul­wo­che nach den Ferien legen sol­len. In den Som­mer­fe­rien lässt sich sowas sicher­lich leich­ter realisieren.

  5. Bes­tes Bei­spiel wie Ego­is­tisch man­che Men­schen sind. Den­ken weil sie ohne Auto auf Arbeit kom­men. Kön­nen das alle ande­ren auch. Das ist schlim­mer als die AfD und kann man schon mit Ras­sis­mus gleich setzten!

    Taxis, Behin­derte, DHL usw. gefällt das sicher gut. Und den gan­zen Leu­ten die dann über­füllte Stra­ßen in den anlie­gen­den Vier­teln haben freut das auch. Gedan­ken um die Kos­ten macht sich sicher auch kei­ner. Immer­hin gilt der Anwoh­ner Park­aus­weis nur dort wo man Wohnt.

    Ich schäme mich rich­tig dafür in der Neu­stadt zu wohnen.

  6. Das Stras­sen- und Tief­bau­amt weiß von die­sem Pro­jekt noch gar nichts. Eine Voll­sper­rung gan­zer Stra­ßen­züge eines Stadteils für den PKW- und Motor­rad­ver­kehr erfolgt erst nach Abwä­gung von Inter­es­sen. Ich halte die Aktion für einen Rohr­krep­pie­rer, keine Ahnung, wer so etwas unaus­ge­go­re­nes fördert.
    In mei­nem vor­nehm­li­chen Inter­esse liegt es zual­ler­erst, dass die Nacht­ruhe ein­ge­hal­ten wird (auch von ange­trun­ke­nen Party-nach-Hause-Gän­gern, Musik­an­la­gen (nicht nur bei Stu­den­ten-WG-Par­tys) auf Zim­mer­laut­stärke und bei geschlos­se­nem Fens­ter betrie­ben wer­den und Fahr­rad­fah­rer die Spur benut­zen, die Ihnen vor­ge­schrie­ben ist, näm­lich die FAHRSPUR der PKW´s und nicht den engen Fußweg.

  7. Unter “Woche des guten Lebens” stelle ich mir viel mehr vor, als nur eine (wie auch immer gestal­tete) auto­freie Zone.
    Wie wäre es:
    *wenn ab 23 Uhr Ruhe herr­schen würde und die zuge­dröhn­ten Grö­ler in die Clubs oder das Indus­trie­ge­lände zie­hen würden
    *die Neu­stadt-Besu­cher Toi­let­ten nut­zen wür­den, anstatt in die Hin­ter­höfe zu pinkeln/​erbrechen.
    *beim Gang zum Bäcker keine Müll­berge der Par­ty­to­u­ris­ten mehr da wären
    *vor der Kauf­halle keine betrun­ke­nen, schrei­en­den, tier­quä­len­den Men­schen her­um­lie­gen würden
    *man mit dem Rad fah­ren kann, ohne in Scher­ben zu geraten.

    Ansons­ten kann man die auto­freie Woche gerne ein­mal aus­pro­bie­ren. Was aller­dings nicht pas­sie­ren darf, ist, dass eine auto­freie Neu­stadt zum Anlass genom­men wird, genau die oben genann­ten Punkte wei­ter zu ver­schlim­mern (wie bei der BRN).

  8. Bevor sol­cher­lei Wichitg-Nich­tig-Laber­tan­ten den eigen­stän­dig- den­kend- und leben­den Anwoh­nern vor den Fens­tern den letz­ten Nerv zutex­ten, soll­ten sie sich zu Rin­ge­rin­nen umschu­len las­sen, um schwei­ßehr­lich gegen die Regen­wald- Abhol­zung zu kämp­fen, oder sich dring­li­cher­weise zu gen­der­ge­rech­ten Klemp­ne­rin­nen aus­bil­den las­sen, bzw. mög­li­cher­weise ganz sim­pel trai­nie­rend die Luft anhal­ten, denn das schon nicht nur die Umwelt effektiv…
    Ich fahre keim Auto und bin den­noch von die­ser “damit wir nicht arbeits­los-sind-grün­den- wir-schnell- rea­li­ät­s­ferne-aber- toll-klin­gende- Hohl­bla­sen-Pro­jek­ten-Genera­tion” genervt.
    Kauft euch doch ein Wald­stück und sab­belt mit den Wölfen…
    Gibt bestimmt auch För­de­rungs­gel­der dafür.
    Iro­nie aus.

  9. @Karsten: Laut Cindy gab es erste Gesprä­che, auch mit dem STA. Viel­leicht ist das noch nicht bis zu jedem Mit­ar­bei­ter vorgedrungen.
    @Mussfrühraus: Die Frage nach dem Lie­fer­ver­kehr soll noch geklärt wer­den. Ers­ter Input dazu soll am Sonn­tag ein­ge­sam­melt wer­den. Cindy Berndt auf Nach­frage: “Gemein­sam mit den unter­schied­li­chen Akteur*innen in der Neu­stadt (und dazu gehö­ren natür­lich auch Gewer­be­trei­bende) wol­len wir für diese und andere Her­aus­for­de­run­gen eine geeig­nete Lösung finden.”

  10. Ich habe seit vie­len Jah­ren kein Auto mehr und würde mich als För­de­rer des öffent­li­chen Ver­kehrs bezeich­nen, aber hier einen gan­zen Stadt­teil im Namen des “Kli­ma­schut­zes” abzu­rie­geln, ist für mich ein wei­te­rer Schritt in Rich­tung grü­ner Kom­mu­nis­mus. Was folgt als nächs­tes? Eine Woche nur noch vegie? 100 % Öko­strom für alle, d.h. in der wind­stil­len Nacht ist es fins­ter? Schafft gute (Nahverkehrs-)Angebote , anstatt immer neuer Verbote!

  11. Das wird fest­lich wenn die gan­zen Ulrichs eska­lie­ren. Hol­ger Zastrow hat bestimmt schon ne Gegen­demo angemeldet.

  12. Ist das erschre­ckend, wie bei die­sem Thema der Ton rauer wird und die Sach­lich­keit flö­ten geht.

    Hier geht’s um einen Vor­schlag, eine Ein­la­dung zur Dis­kus­sion und Par­ti­zi­pa­tion und das scheint eini­gen schon zu viel zu sein. Das ist so frus­trie­rend und auch traurig.

  13. Schöne Idee!
    Wird die Tram denn wei­ter fahren?
    Wie groß­flä­chig wird abge­sperrt, d.h. ist der Bischofs­weg und die obere Kamen­zer dabei? Aus eige­nem Inter­esse: hof­fent­lich ja.
    Der Lie­fer­ver­kehr könnte ja aus­schließ­lich in den Mor­gen­stun­den also von 7 – 10 zuge­las­sen wer­den, da kommt dann auch die Müll­ab­fuhr durch.
    Paket­bo­ten könn­ten ihre Sen­dun­gen an den Gren­zen in Paket­bo­xen abgeben.
    Behin­derte könn­ten mit ent­spre­chen­dem Park­aus­weis ganz­tags Zugang erhalten.
    Alles kein Pro­blem, wenn man es nur will und bereit ist die eine Kom­fort­zone zu ver­las­sen, um evtl eine neue Grö­ßere zu finden..

  14. und letzt­lich wol­len wir das große Ganze stop­pen: den Klimawandel”

    Damit ist hof­fent­lich nur das gesell­schaft­li­che Klima gemeint.…

  15. Nun ja. Das nächste ter­ro­ris­ti­sche Umer­zie­hungs­pro­jekt (links)ideologisch ver­bohr­ter Extre­mis­ten. Wo bitte darf ich mich denn mel­den, wenn ich gleich mal in ein sibi­ri­sches Lager ein­rü­cken will? Wird mir die­ser Wunsch auch erfüllt?
    Aber letzt­lich sind sie ja nicht nur ideo­lo­gisch ver­bohrt. Es sind Lob­by­is­ten des eige­nen Jobs. “Ich krieg viel sichere Kohle von ande­ren für null Anstren­gung, null Ver­ant­wor­tung, null Stress, aber dafür viel Spin­nen, Labern und Egomasturbieren.”

    Mit etwas Glück gibt’s ne Gegen­demo durch Gen­tri­fi­zie­rungs­geg­ner. Gegen die Dis­ney­lan­di­fi­zie­rung der Neu­stadt. Viel­leicht las­sen die’s rich­tig brodeln.

    Nun gut, tat­säch­lich ver­misste ich bereits die Bei­träge von Luisa. Sie ist wie­der da, hurra. Für Frie­den und Sozia­lis­mus, seid breit!

  16. Lie­ber Erik, 

    lei­der wird das Thema eher als Dro­hung gegen alle Men­schen auf­ge­fasst, die auf ihr Auto ange­wie­sen sind.
    Eine Ein­la­dung zur Dis­kus­sion sehe ich auch nicht, da ja schon fest steht das Autos schlecht sind. Ich darf mir mit mei­nen Argu­men­ten dann nur anhö­ren, dass sie null und nich­tig sind. Es ist noch nicht bei Allen ange­kom­men, dass es viele Men­schen gibt für die eine Innen­stadt nur mit Auto lebens­wert ist. 

    Und wenn eine auto­freie Innen­stadt tat­säch­lich durch­ge­setzt wird, wird das auch nur dazu füh­ren das der leere Bereich mit Woh­nun­gen nach­ver­dich­tet wird. Inves­to­ren und Poli­ti­ker sind da sehr krea­tiv. Die holen da noch den letz­ten Qua­drat­me­ter raus. 

    Viele Grüße
    Tom

  17. Die Leute, die “auto­frei” haben wol­len, sol­len sich irgendwo biss­chen Land kau­fen und da ihre auto­freie Sied­lung bauen und den ande­ren Men­schen nicht auf den Sack gehen.

    Und nein, ich habe auch kein Auto, aber ich akzep­tiere es und kann es nach­voll­zie­hen, wenn Leute ihre Wege lie­ber per PKW zurücklegen.

  18. Oje, es geht an des Deut­schen liebs­tes Kind und schon wird´s mit Ansage aggres­siv. Was mich dann doch erstaunt, dass selbst Leute ohne Auto hier­bei Schnapp­at­mung bekom­men, statt kon­struk­tiv bei­zu­tra­gen, wie es denn so ohne Kfz in ihrem Leben funk­tio­niert. Lässt tief blicken.
    Übri­gens habe ich ein Auto und es kann und macht es wun­der­bar, sogar über zwei Wochen, ein­fach nur ste­hen blei­ben, trotzt Arbeits­weg dia­go­nal durch die ganze Stadt. 

    Für Gewer­be­trei­bende wird es Zeit­zo­nen geben, wie schon immer in Fuß­gän­ger­be­rei­chen, das sollte also wahr­lich kein Pro­blem sein. Noch zur Frage wohin mit dem Auto in der Zeit. Die Park­häu­ser am Rande der Neu­stadt, so mun­kelt man, wären noch lange nicht aus­ge­las­tet. Als finan­zi­el­len Aus­gleich sollte aber die Stadt dann den Anwoh­nern in der betref­fen­den Woche ent­we­der die Gebühr erstat­ten oder den ÖPNV sub­ven­tio­nie­ren! Für die, die wei­ter weg­müs­sen, außer­halb des Berei­ches rollt der Indi­vi­du­al­ver­kehr sicher wie gewohnt. Ansons­ten bleibt das gute alte Fahr­rad. Schon mal nach der Luft geschaut?

  19. Ach Leute,
    es ist noch nix in Sack und Tüten und schon speien einige der Kom­men­ta­to­ren Gift und Galle. Ich mache mir keine Sor­gen, dass Poli­zei, Feu­er­wehr, DHL, Lie­fer­dienste, DVB und der­glei­chen davon betrof­fen sind. In die­sem Pro­jekt wird mit Sicher­heit vor allem der moto­ri­sierte Indi­vi­du­al­ver­kehr ange­spro­chen. Aus­nah­me­re­ge­lun­gen für Per­so­nen mit Han­dy­cap, Kranke usw. wird es sicher auch geben. Ich freue mich dar­auf, wenn man ent­lang der Stra­ßen wenigs­tens für eine Woche keine Blech­ko­lon­nen sieht, sich freier bewe­gen kann und weni­ger Abgase schnüffelt.
    Mir per­sön­lich geht diese Kraft­stoff geschwän­gerte Bor­niert­heit auf den Keks. Die Zei­ten ändern sich nun mal und weni­ger Kraft­ver­kehr in der Stadt kommt letzt­end­lich allen zugute.
    Bleibt neu­gie­rig und pro­biert etwas aus, bevor es im Keim zu ersticken.

    PS: Auch ich muss meine Karre in der Zwi­schen­zeit irgendwo anders parken.

  20. Lei­der sind die Befür­wor­ter von “auto­freie Neu­stadt” sture Dog­ma­ti­ker. Rein prag­ma­tisch wäre ein dau­er­haf­tes Kon­zept sinn­vol­ler, wel­ches zur Aus­las­tung des Pkw-Park­hau­ses an der Bautz­ner Straße führt und zu einer ent­spre­chen­den Ver­rin­ge­rung von Pkw-Stell­plät­zen im Stra­ßen­raum. Das Park­haus steht meist zu ein Drit­tel bis zur Hälfte leer.

  21. Solange die Anwoh­ner­park­scheine nur 30eur pro Jahr kos­ten, besteht kein Anreiz sein Fahr­zeug ins Park­haus zu stel­len. Es wäre sinn­voll nur noch an Per­so­nen mit G im Behin­der­ten­aus­weis einen sol­chen Schein aus­zu­ge­ben. Die ande­ren kön­nen gern ein Tages­ti­cket für lächer­li­che 3 eur bezahlen.
    Zudem ist die Chance mal kon­trol­liert zu wer­den viel zu gering. Seit Anfang Novem­ber ste­hen täg­lich min­des­tens 20 Fahr­zeuge in der holz­hof­gasse im Park­ver­bot. Mit Behin­de­rung, da zu schmal für Ret­tungs­fahr­zeuge. Kei­nen juckts. Ord­nungs­amt? Scheint es nicht zu geben.

  22. @Horst: Der Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter hat dies­be­züg­lich schon Über­le­gun­gen geäu­ßert. Siehe Bericht im Tages­spie­gel. Ob eine sol­che Erhö­hung aller­dings mit den inzwi­schen neu gemisch­ten Mehr­heits­ver­hält­nis­sen des Stadt­ra­tes umge­setzt wird, bleibt abzuwarten. 

  23. …und in 15 Minu­ten sind die Rus­sen auf’m Kuhrfürstendamm…
    Man könnte mei­nen, die Grü­nen hät­ten geputscht und bewaff­nete Ban­den wür­den Auto­fah­rer aus ihren Fahr­zeu­gen zer­ren und an die Wand stel­len. Kommt mal wie­der runter!
    “Wir wün­schen uns, dass Men­schen bei den Mit­mach­ver­an­stal­tun­gen vor­bei­kom­men, um über mög­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Bedürf­nisse zu spre­chen.” Das wär’ doch mal ne Maß­nahme, statt hier so sinn­los rumzuprollen.
    “Man kann am Sonn­tag, am 24. Novem­ber zur Auf­takt­ver­an­stal­tung kom­men und seine Bedürf­nisse äußern, aber auch Lösun­gen mit suchen. ” Wäre natür­lich nur mit paar nach­voll­zieh­ba­ren Argu­men­ten zielführend…
    Mimimi, ohne Auto ist das Leben sinn­los und über­haupt schon rein phy­si­ka­lisch unmöglich…
    Wer mal mit offe­nen Augen durch die Gegend läuft kommt ganz allein auf den Gedan­ken, dass sich ver­kehrs­tech­nisch was ändern muß: mor­gend­li­cher und fei­er­abend­li­cher Stau, zuge­parkte Stra­ßen, Abgas­wol­ken, Lärm…selbst einem Fünf­jäh­ri­gen ist klar, dass das nicht gesund ist!
    PKW sind sowas von 20.Jahrhundert! Macht Euch mal locker und vor allem schlau, guckt Euch Bei­spiele an und vor allem: seid ehr­lich zu Euch selbst!

  24. Ich glaub auch das Autos für die Neü­st­adt noch das klei­nere Übel sind.

    Und ich schließe mich so man­chen an, der sagt, das Lebens­qua­li­tät wo anders beginnt. Eben mit Ein­hal­tung der Nacht­ruhe, etwas sau­bere Stra­ßen und Plätze. Man denke nur an den Alaun­platz im Sommer.
    Bunte Ecke, Albert­platz und Mar­tin Luther. Über­all an schö­nen Tagen stark alko­ho­li­sierte vom Assieck will man da gar nicht reden wo man am Abend nur vor­bei will und dumm ange­quascht wird. 

    Aber ja, irgendwo muss man ja anfan­gen, die Lebens­qua­li­tät zu verbessern.

  25. …sind sowas von 20.Jahrhundert!…

    Klas­si­sches Schlag­wort und untrüg­li­ches Indiz für Rede­bei­träge, die man nicht für voll neh­men muss. “Ich bin so fort­schritt­lich, ich bin so schlau, ich bin der Größte. Die ande­ren sind so zurück­ge­blie­ben und dumm. Mir reicht meine Mei­nung, Begrei­fen wäre mir zu anstrengend.”
    Nach dem glei­chen intel­lek­tu­el­len Prin­zip hal­ten es 6‑Jährige für “sowas von Vor­ges­tern”, dass Omi und Mutti ne Wasch­ma­schine besitzen…

    Im Stadt­rat war wohl mal “die auto­freie Neu­stadt” das Thema. Diese Dis­kus­sion hatte ich mir mal zufäl­lig, aus­ver­se­hen und in Tei­len im Cur­ry­wurst-TV rein­ge­zo­gen. Der mei­ner Mei­nung nach wirk­lich sinn­vollste und beste Rede­bei­trag war der von unserm Pfar­rer Ecki, der da wohl als Gast­red­ner auf­trat. Bei dem Frit­zen von der SPD kräu­sel­ten sich mir schon lang­sam die Fuß­nä­gel. Weg­ge­zappt hab ich bei dem Typen von Die Linke. Ich hatte echt keine Lust, mir noch zum Abend nen Durch­fall ein­zu­fan­gen. Die Rede der Grü­nen blieb mir wohl durch eine gött­li­che Fügung kom­plett erspart…

  26. Meine Fresse, also einige Neu­städ­ter wer­den immer dege­ne­rier­ter. Ein Glück gibt es in die­sem Kom­men­tar­be­reich noch einige ver­nünf­tigte, die diese Idee nicht gutheißen.

    Eins Vor­weg: Ich habe kein Auto und bin auch auf keins ange­wie­sen. Ich bin meist zu Fuß oder mit dem Leih­rad unter­wegs. Ich bin trotz­dem gegen diese Idee, **HÖRT AUF IN DIE PERSÖNLICHE FREIHEIT DER LEUTE EINZUGREIFEN**.

    Die ande­ren fan­gen an, sich zu über­le­gen, was kann man mit die­sen schö­nen frei­ge­wor­de­nen Flä­chen anstellen?”
    Es sind STRASSEN, die wur­den dafür gebaut, dass Fahr­zeuge (Autos, LKW, Fahr­rä­der) sich dar­auf bewe­gen können.

    Man könnte zum Bei­spiel eine Park­bank hin­stel­len oder ein Fußballtor.”
    Man könnte dafür auch in den Park gehen oder auf’s Fuß­ball­feld. Ich meine, wenn es erwar­tet wer­den kann, dass Auto­fah­rende Ein­woh­ner die Extra­meile zu den umlie­gen­den Park­plät­zen lat­schen sollen?

    Wir wol­len kei­nen Kommerz ”
    Aber was ist, wenn ich einen Bier­stand machen will? Ich dachte die Anwoh­ner sol­len sich über­le­gen, was sie mit den freien Flä­chen machen sollen?

    Die Leute stel­len abends Stühle raus und unter­hal­ten sich mit den Nachbar*innen”
    Oder man klopft bei denen an und besucht sie und unter­hält sich in den Wohnung*innen_x oder im Hinterhof.

    wir wol­len gemein­sam nach Lösun­gen suchen”
    -> sprich: “Wir wer­den alle Gegen­stim­men abwür­gen” (siehe Kom­men­tar von Tom Schneider.

    Ich krieg mei­nen All­tag super ohne Auto hin – zu Fuß, mit dem Fahr­rad und der Straßenbahn.”
    Ja, du hast auch kei­nen rich­ti­gen Job. Andere krie­gen das viel­leicht nicht hin.

    Laut einer Mach­bar­keits­stu­die der TU Dres­den gibt es im angren­zen­den Gebiet Alter­na­tiv­flä­chen von etwa 1.000 Parkplätzen.”
    Quelle?

    Die Geschäfte wer­den bes­ser besucht, da die Besu­cher mehr Zeit fürs Bum­meln haben. Sie muss­ten sich kei­nen Parkplatzsuchen.”
    Stimmt, sie muss­ten nur ’nen Extra­ki­lo­me­ter bis zum Laden latschen.

    Eltern wer­fen den Grill dazu an”
    Wie war das mit Umwelt und gegen­sei­ti­ger Rücksicht?

    Nie­mand wird benachteiligt.”
    Außer Autofahrer

    Wir wol­len nie­man­dem was weg­neh­men, wir wol­len ein­fach die Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern und letzt­lich wol­len wir das große Ganze stop­pen: den Kli­ma­wan­del. Und mit irgend­et­was müs­sen wir anfangen.”

    Ohne Worte.

    Ich hoffe sehr, dass die­ses Pro­jekt kata­stro­phal scheitert.

  27. Tat­säch­lich bit­ter zu lesen das es so viele schrei­bende Robo­ter gibt, die den­ken ohne Auto nicht lebens­fä­hig zu sein. Ham­mer, echt! Ich kann wirk­lich nur Karschti bei­pflich­ten, ich habe auch so ’ne Karre, aber die mal 3 Wochen ste­hen zu las­sen, nee, dabei fällt mir nicht der Schwanz ab. Leute, ums mal deut­lich zu beto­nen: Die fet­ten Jahre sind vor­bei! Und das schreibe ich nicht, weil ich das gerne so hätte son­dern weil die Anzei­chen dafür über­all sicht­bar sind. Bei­spiele? Arten­ster­ben, Dür­ren, Schnee­chaos, Stürme… Staats­ver­schul­dung, Ban­ken­ret­tung, Sub­ven­ti­ons­po­li­tik (Land­wirt­schaft, Fische­rei…), Bevöl­ke­rungs­wachs­tum und Demo­gra­fi­scher Wan­del, Struk­tur­pro­bleme (Schu­len, Leh­rer, Bus­fah­rer, marode Brü­cken…). Und daran sind nicht die böööö­sen Flücht­linge Schuld. Ein­fach mal die Augen auf machen, ich glaube auch ihr könnt es sehen. Ja, das macht Angst, aber unsere Zukunft wird nicht mehr mög­lich sein ohne Ver­zicht. Der kommt sowieso, ver­lasst euch drauf. Wenn wir die Augen davor zu machen bis es spon­tan fühl­bar wird (für euch dann am Preis und zwar für alles, Ben­zin, Miete, Nah­rung, Klei­dung, Bier, alles eben…) kön­nen wir uns nur noch die Hälse umdre­hen. Evtl. haben wir aktu­ell noch den Hauch einer Chance, Gegen­mo­delle zu tes­ten und Alter­na­ti­ven auf­zu­zei­gen. Macht da mit oder tragt die Kon­se­quen­zen. Aber ich weiß schon, der Mensch ist bequem und scheut den Dia­log, lie­ber net­flix und ama­zon, scheint den meis­ten zu genü­gen. Und die Hass­kom­men­tare à la “Böse links­grün­ter­ro­ris­ten wol­len mein Lebens­mo­dell zer­stö­ren…”. Nee, euer Lebens­mo­dell ist nicht zukunfts­fä­hig, ihr sitzt im Zug der gegen die Wand fährt. Und die Wand wird ste­hen bleiben!

  28. Das Auto wurde nicht erfun­den um schlech­ter zu leben, son­dern um das Leben zu erleich­tern. Des­halb haben auch so viele Leute eines. Abgase, Lärm, Unfälle etc. sind Pro­bleme, wel­che tech­ni­sche und gern auch orga­ni­sa­to­ri­sche Lösun­gen erfor­den, z.B. bes­se­rer ÖPNV, selbst­fah­rende Autos, die man per App bestellt etc. Mobi­li­täts­an­for­de­run­gen lösen sich per Ver­bot nicht in Luft auf. Eine auto­freie Woche löst keine Pro­bleme, sie schafft für viele Betrof­fene erst welche.

  29. @Probildung: Was genau war jetzt Dein Argument?
    @Anonym et al wg. “per­sön­li­che Frei­heit”: In einer Gesell­schaft leben viele und unter­schied­li­che Men­schen zusam­men. Deren Zusam­men­le­ben regeln die über Ver­ein­ba­run­gen, Gesetze, Über­ein­künfte, Ver­träge, usw usf… Jeweils ein mehr oder weni­ger gro­ßer Ein­griff in die Frei­heit des Ein­zel­nen. Euer heiß­ge­lieb­ter Auto­ver­kehr greift in die Frei­heit der­je­ni­gen ein, die gern auch mor­gen noch fri­sche Luft atmen wür­den, nicht im Stau ste­hen wol­len, ohne Gehör­schutz die Königs­brü­cker run­ter lau­fen wol­len, denen Stra­ßen mehr als Blech­ab­stell­flä­che sind, die Kin­der haben, denen sie keine Wüste hin­ter­las­sen wol­len, usw usf. Warum genau ist Eure Frei­heit unantastbar?

  30. Einige der Kom­men­ta­to­ren soll­ten sich mal einen ziem­lich aktu­el­len Zeit-Arti­kel zum Thema “Angst” durch­le­sen (https://www.zeit.de/2019/47/angst-apokalypse-gefuehle-wahrnehmung-weltuntergang-panik)

    Inter­es­sant ist vor allem, dass es doch erstaun­lich viele Par­al­le­len zumin­dest beim Schü­ren von Ängs­ten und apo­ka­lyp­ti­schen End­zeit-Sze­na­rien zw. rech­ten und link­ten Prot­ago­nis­ten gibt.

    Ansons­ten halte ich die geplante Aktion für wenig nach­hal­tig. 1 Woche mit Maxi­mal­for­de­run­gen durch­zu­zie­hen zu wol­len wird den Initia­tor-innen mit Sicher­heit die Stim­men der Leute kos­ten, die grund­sätz­lich änderungsbereit.

  31. Ich werde als Nicht-Befür­wor­ter die­ser Aktion gerne zur Auf­takt­ver­an­stal­tung kom­men und meine Ein­wände vor­tra­gen – auch auf die Gefahr hin, von unde­mo­kra­ti­schen Pes­si­mis­ten als Robo­ter bezeich­net zu werden.
    Für den Stand­ort des Fuss­ball­tors hätte ich auch einen Vor­schlag: Kamen­zer Str. 35. Einen Grill würde ich gerne Wind­rich­tung von unse­rem Haus weg mit nut­zen und ein paar leckere Rin­der-T-Bone-Steaks von jeder Seite 2 Minu­ten angril­len und in der Gar­zone noch­mal 5 Minu­ten nach­zie­hen las­sen. Ich hoffe, die Vega­ner und Vege­ta­rier hal­ten das aus.

  32. Wäre es nicht gerecht, diese Frage in einer dem Bür­ger­ent­scheid ähn­li­chen Abstim­mung, die alle Bewoh­ner der Äuße­ren Neu­stadt erreicht (und auch nur diese), zu stel­len? Dabei soll­ten man den ansäs­si­gen Gewer­be­trei­ben­den, die zu dem Beson­de­ren, das die­sen Stadt­teil aus­macht, einen wesent­li­chen Teil bei­tra­gen, eine dop­pelt oder höher gewich­tete Stimme ein­räu­men. Dann hätte man ein brei­tes und ehr­li­ches Mei­nungs­bild, auf des­sen Grund­lage sich der­ar­tige Pro­jekte ent­wi­ckeln können.

  33. Bil­li­ger Popu­lis­mus die Aktion, weil: wie alle aktu­el­len Empö­run­gen post­fak­tisch und ohne Daten­grund­lage. Bei aller prin­zi­pi­el­len Zustim­mung wäre erst mal zu klä­ren, wie­viele der im Vier­tel gepark­ten Autos wirk­lich täg­lich bewegt wer­den, für wel­che Ent­fer­nun­gen, zu wel­chem Zweck und von wie­vie­len Men­schen. Dazu feh­len Daten, wie­viel Bewe­gung im Ver­kehr von außer­halb der Neu­stadt woh­nen­den Men­schen ver­ur­sacht wird. Wie­viele Men­schen müs­sen per Auto auf Arbeit, kennt jemand wirk­lich Zah­len? Pas­sen denn die vie­len, vie­len Men­schen alle zusätz­lich in den Nah­ver­kehr? Jemand von den Damen in der letz­ten Zeit mal FRÜH mit der S1 gefah­ren? Oder mit der 7? Mit die­sen Zah­len müsste man an die Öffent­lich­keit, damit kann man argu­men­ta­tiv arbeiten.
    Hier wird ver­sucht, gefühlte (also grüne) Kli­ma­po­li­tik zu machen. So wird das aber nichts. Das der­art erreich­bare Maxi­mum dürfte eine Fil­ter­blase sein, in der alle lächelnd mit dem Las­ten­rad durchs Vier­tel fah­ren, vegan essen und sich (kleine Schritte machend) pudel­wohl füh­len, weil man unter sich ist. Wäh­rend ihr eure Kin­der in “Hand­wa­gen” durch die Bou­le­vard­at­mo­sphäre zieht (oder bleibt das uns Sta­tis­ten vor­be­hal­ten?), macht solange drau­ßen das Betrieb­sys­tem völ­lig unbe­ein­druckt die Reste von Zivi­li­sa­tion und Natur zur Sau. Die Behaup­tung, den Kli­ma­wan­del mit sol­cher beque­men, weil in der links-libe­ra­len Stadt­mitte leicht mach­ba­ren und gesell­schaft­lich völ­lig ega­len Sym­bol­po­li­tik ver­lang­sa­men zu wol­len, kann man naiv fin­den, oder schäd­lich. Und nein, nicht jeder kleine Schritt ist bes­ser als kei­ner. Manch­mal latscht man so auch im Kreis rum (oder sich selbst auf die Füße). Dann doch lie­ber im Ham­ba­cher Forst aufm Baum sitzen.…
    Frank

    PS
    Jetzt fehlt nur noch Ulla Wacker mit dem nächs­ten BRN-Aufguss.

  34. Hallo Apo­ka­lyp­ti­ker,
    hast Du Dei­nen ver­link­ten Text verstanden?
    “Es ist aber ein kate­go­ria­ler Unter­schied, ob man gewisse Lebens­stile aus guten Grün­den kri­ti­siert oder ob man den Hass aufs Fremde pflegt aus dem Gefühl per­sön­li­cher Ver­nach­läs­si­gung heraus.”

  35. In dem Punkt pflichte ich mei­nem Namens­vet­ter bei: Zuerst mal schauen, um wel­che Autos es sich denn han­delt die hier bei uns ste­hen und dann ein ver­nünf­ti­ges Kon­zept auf­bauen. Das Ansin­nen scheint ja klar: Anre­gung zur Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Thema „weni­ger Auto“… ok, aber durch Komplettverbannung?

    Ich ver­mute mal, dass ein Groß­teil der Autos in der Neu­stadt ent­we­der gele­gent­lich bzw. für den täg­li­chen Arbeits­weg genutzt wer­den (der dann höchst­wahr­schein­lich nicht beson­ders gut mit ÖPNV zu errei­chen ist, denn mal ehr­lich, die Park­platz­su­che am Abend tut sich doch kei­ner frei­wil­lig an). Und ziem­lich sicher wohnt kei­ner auf der Förs­te­rei­straße und fährt täg­lich mit dem Auto ans andere Ende der Neustadt …

    Als Bei­trag zum Fak­ten­check: wir fah­ren täg­lich mit dem Fahr­rad auf Arbeit (Neu­stadt Fried­rich­stadt), die Kin­der im Anhän­ger zur Kita UND wir haben auch ein Auto. Das steht sechs von sie­ben Tagen rum, ist aber an dem einen Tag der län­ge­ren Wege recht uner­setz­lich (z.B. bekom­men wir mit dem ÖPNV die Stre­cken Arbeit > Kita > Arzt > ggf. Ein­kauf > Zuhause ein­fach nicht in einem sinn­vol­len zeit­li­chen Rah­men unter). Daher: Auto. Nahe­lie­gend, sind wir auch Mit­glied bei Teil­auto, aller­dings krän­kelt dies (als Ersatz für unsere Kiste) oft daran, dass ich das Teil­auto logis­tisch am Ende allein nicht wie­der zur Sta­tion bekomme: Wege erle­digt, Sack und Pack aus­ge­la­den, und die Kin­der? War­ten der­weil allein zu haus? Oder müss­ten wie­der mit zur Sta­tion fah­ren. Und dann?

    Hm, viel­leicht macht ja einer einen Abhol­ser­vice für Teil­au­tos auf, die irgendwo abge­stellt wer­den und wie­der zur Sta­tion müs­sen. Dafür zahl ich auch gern ein paar Euro. Für die dafür nöti­gen „Kurz­zeit-Teil­auto-Abstell­flä­chen“ könn­ten von mir aus nor­male Park­flä­chen ent­fal­len. Der Park­platz unse­res Autos würde dann im Stra­ßen­bild frei werden.

    Lan­ger Exkurs, aber für uns bedeu­tet die geplante Aktion: am ers­ten Tag (wie ver­mut­lich viele andere auch) unser Auto außer der Reihe in Bewe­gung ver­set­zen und irgendwo in den angren­zen­den Stadt­vier­teln depo­nie­ren. Nach einer Woche (plus ein paar Tage) das Ganze dann retour. So war das wahr­schein­lich aber nicht beabsichtigt.

  36. Nee, Apo­ka­lyp­ti­ker, es gibt eben sehr große Unterschiede:
    Zitat aus dem ver­link­ten Text:

    Die Kri­ti­ker (der Umwelt­be­we­gung) ver­su­chen sie als irra­tio­nal und hys­te­risch hin­zu­stel­len. Auch das hat eine lange Tra­di­tion, vor allem in Hin­blick auf Frauen. So ver­sucht man Greta Thun­berg und das Anlie­gen, für das sie steht, zu mar­gi­na­li­sie­ren. Man fürch­tet sich vor dem Gedan­ken, dass sie recht haben könnte. Und das nicht ohne Grund: Schließ­lich liegt dem Argu­ment von Fri­days for Future gerade kein Res­sen­ti­ment oder Krän­kungs­ge­fühl zugrunde. Es fußt auf wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis und den nicht gehal­te­nen poli­ti­schen Ver­spre­chun­gen der Ver­gan­gen­heit. Die­ses Argu­ment wirkt ver­stärkt durch die Emo­tio­na­li­tät einer neuen poli­ti­schen Jugend­kul­tur, deren Exis­tenz und Schlag­kraft bis vor Kur­zem noch kaum einer für mög­lich hielt. 
    Hast Du mehr als den ers­ten Absatz gelesen?

  37. Warum kom­men da die Leute nicht ALLEINE drauf? Weil sie es viel­leicht nicht wol­len…? Das es Gesetze gibt, die dann was Regeln, weil es von ALLEINE über­hand nimmt, klingt für mich total in Ord­nung. Gesetze wer­den ja dann auch in der Demo­kra­tie mit der MEHRHEIT abge­stimmt. Das sich es mitt­ler­weile eta­bliert hat, dass hier MINDERHEITEN in Deutsch­land den All­tag bestim­men wol­len und teil­weise bestim­men, stört mich sehr. Ich werde doch nicht “bes­ser” oder “bewuss­ter” in einem Bereich per Gesetz, son­dern doch wohl eher nur wenn es von mir aus kommt.
    @Seldon Du scheinst ja ziem­lich fein­füh­lig zu sein für einen Stadt­men­schen und auch ein ziem­li­cher Einzelfall/​Minderheit. Tja so ist das, wenn man in einer Gruppe von Men­schen lebt und Wün­sche ohne Gewalt regeln möchte. Deine Frei­heit ist auch UNANTASTBAR! Du bist FREI dort zu leben, wo Du genau DAS fin­dest. Warum Du dort ALLEINE wärst? Weil genau dort KEINER LEBEN könnte, oder die MEHRHEIT im MOMENT wöllte.

  38. Um die Debatte mal mit ein paar stö­ren­den Fak­ten anzureichern:

    Aus einer Ant­wort auf meine Pres­se­an­frage vom März 2019 geht her­vor, dass 2018 für die bei­den Bewoh­ner-Park­ge­biete – 9 und 13 – 646 bzw. 789 Bewoh­ner-Park­aus­weise aus­ge­stellt wurden.

    Dafür wird eine Ver­wal­tungs­ge­bühr erho­ben, die je nach Aus­stel­lungs­dauer 20, 30 oder 50 € beträgt.

    Infos dazu unter:

    https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/bewohnerparkausweis_d115.php

    Wer etwas über die Sta­tis­tik der Neu­stadt und ihrer Bewoh­ner wissen/​lernen möchte, dem seien die Sei­ten 37 – 40 im soge­nann­ten Steil­teil­ka­ta­log 2017 empfohlen:

    https://www.dresden.de/media/pdf/onlineshop/statistikstelle/120_080_010_Stadtteilkatalog_2017.pdf

    Eine Ver­kehrs­men­gen­karte fin­det ihr im Themenstadtplan:

    http://stadtplan2.dresden.de/spdd.aspx?permalink=2K86Gayr

    Zu guter letzt ein paar Fragen:

    1. Mit wie vie­len Gewer­be­trei­ben­den (Ein­zel­han­del, Gast­ge­werbe, Hand­werk usw.) haben denn die Initia­to­ren gespro­chen, bevor sie mit ihrer Idee an die Öffent­lich­keit gegan­gen sind?

    2. Wie ver­trägt sich eine Sper­rung für den moto­ri­sier­ten Ver­kehr mit dem Gesetz vereinbaren?

    3. Wo und wann kann ich etwas über die Ergeb­nisse des Tref­fens erfahren?

    Liebe Grüße
    Fidel

  39. Hallo Oha, echt jetzt… “wenns dir hier nicht passt, geh doch rüber”? Das ist Deine Vor­stel­lung von gesell­schaft­li­chen Pro­zes­sen? Dik­ta­tur der Mehr­heit? Nein, die Majo­ri­tät hat nicht in jedem Fall Recht! Eher im Gegenteil.

  40. Viel­leicht sollte man statt­des­sen mal eher die Auto(mit)nutzer fra­gen, warum sie dies tun. Und dann ganz kon­kret vor­schla­gen, wie dar­auf voll­stän­dig ver­zich­ten kann. Weil nur weni­ger fah­ren löst ja das Pro­blem der viele Autos nicht. E‑Mobilität übri­gens auch nicht, aber das ist ein ande­res Thema. Jeden­falls ganz kon­kret den Men­schen Vor­schläge machen und nicht per­sön­li­che Lebens­ver­hält­nisse für alle Mit­men­schen verallgemeinern.
    Außer­dem bitte auch akzep­tie­ren, dass für viele Men­schen der All­tag nicht eine Anein­an­der­rei­hung von Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten son­dern eben auch der Arbeits­all­tag ist. Da bleibt wenig Zeit, sich mal so tags­über auf eine Park­bank auf der Straße (?!) zu set­zen oder gemüt­lich da zu plau­schen. Mag sein, dass es bei den Initia­to­ren mög­lich ist, aber eben bei ganz vie­len ande­ren Men­schen nicht.
    Und was wei­ter oben schon geschrie­ben hat, was den­ken eigent­lich die Bewoh­ner (und nicht nur eine kleine Gruppe) dar­über, sind die dafür, wur­den oder wer­den die über­haupt gefragt? Und damit ist jetzt nicht die Info­ver­an­stal­tung gefragt, da wer­den dann doch eher die Leute hin­kom­men, die mit der Idee sym­pha­ti­sie­ren. Und dann nach­her sagen, die Leute hät­ten sich ja dort äußern kön­nen … damit macht man es sich doch etwas zu ein­fach. Fragt wirk­lich die Leute und nicht nur die, wel­che sich im Umfeld der eige­nen Ideen bewe­gen. Wird bei der BRN aus mei­ner Sicht auch kaum noch gemacht und hat zur Folge, dass mitt­ler­weile viele Bewoh­ner wäh­rend die­ser Tage das Weite suchen, weil es eben nicht ihre BRN ist, son­dern Einige mei­nen, man müsste die­sen schon lange toten Gaul immer wei­ter rei­ten. Sehr gern auch Leute, die über­haupt nicht im Vier­tel woh­nen, wie sieht es da eigent­lich bei der hier vor­ge­stell­ten Initia­tive aus, sind die dann auch selbst direkt betroffen?

  41. @Seldon – ja, habe ich. Ich habe ja auch nicht behaup­tet, die Umwelt­be­we­gung & Fri­day 4 Future mit Pegida gleich­zu­set­zen. Ich habe ledig­lich auf Par­al­le­len hin­ge­wie­sen. Ein Para­de­bei­spiel hier­für ist der Bei­trag von g.kickt.

    Deine Zitate sind zudem auch aus dem Zusam­men­hang geris­sen, ich könnte auch z.B. fol­gen­des Zitat aus dem Text ver­wen­den (ohne den Gesamt­kon­text zu berück­sich­ti­gen) und man könnte den­ken, dass das kom­plette Gegen­teil dei­ner Aus­sage die Kern­bot­schaft des Inter­views ist.

    In der Demons­tra­tion der eige­nen Exis­tenz­angst sind sich die Klima- und die Pegida-Bewe­gung ähn­lich. Auch sind bei­des trans­na­tio­nale, ent­ter­ri­to­ria­li­sierte Ängste, die sich nicht an einem bestimm­ten Ort loka­li­sie­ren las­sen. Daher ver­bin­det beide die Skep­sis gegen­über der Hand­lungs­fä­hig­keit und ‑wil­lig­keit des sou­ve­rä­nen Natio­nal­staa­tes, der alleine nicht mehr in der Lage ist, diese Pro­bleme zu meis­tern. Nur – und das ist ein ent­schei­den­der Unter­schied – bricht sich im Falle von AfD und Pegida die eher dif­fuse Angst vor Ver­än­de­rung und sozia­lem Abstieg Bahn in der Stig­ma­ti­sie­rung einer Min­der­heit. Da ist dann auch der Weg zur Gewalt oft nicht mehr weit, wie wir ja gerade erst wie­der in Halle gese­hen haben. Die Kli­ma­be­we­gung kommt weit­ge­hend ohne sol­che Sün­den­bö­cke aus.”

    Aus die­ser Hys­te­rie her­aus wir ein Aktio­nis­mus betrie­ben, mit der Brech­stange die schon erwähn­ten Maxi­mal­for­de­run­gen (eben keine Autos in der Neu­stadt für 1 Woche) zumin­dest gegen einen Teil der Neu­städ­ter durch­zu­set­zen. Selbst wenn es die Mög­lich­keit gibt, hier in Form die­ser Dis­kus­si­ons­runde seine Beden­ken zu äußern, wird es den­noch über die Sou­ve­rä­ni­tät der eige­nen Ent­schei­dung, ein Auto in die­ser Zeit zu nut­zen, hin­we­gent­schie­den und das finde ich nicht gut. Gerade auch wie bereits erwähnt wurde in der 1. Schulwoche.

    Es sei noch erwähnt, dass ich sowohl ein Auto als auch ein Fahr­rad besitze. Zu Arbeit fahre ich meist mit dem ÖVPN, manch­mal mit dem Fahr­rad, und manch­mal eben auch mit dem Auto. Sonst steht letz­te­res ohne die Stra­ßen zu ver­stop­fen auf einem eigens dafür ange­mie­ten Stell­platz. Achso, und dem Herrn Lipp­mann habe ich bei der letz­ten Wahl auch meine Stimme gege­ben, aber eben mit dem Ziel, ein nach­hal­ti­ges Kon­zept für eine ver­kehrs­be­ru­higte Neu­stadt zu ent­wi­ckeln und kei­nen an den Bür­gern vor­bei­ge­hen­den Aktio­nis­mus zu unterstützen.

  42. Man könnte ansons­ten auch mal der Frage auf den Grund gehen, warum es über­all in der Stadt Anwoh­ner­park­zo­nen gibt, auf denen aus­schließ­lich Anwoh­ner par­ken dür­fen und warum in der Neu­stadt eben Nicht-Anwoh­ner in der Neu­stadt-Park­zone für lächer­li­che 3€ Park­ge­bühr für 24h par­ken kön­nen. So muss man sich nicht wun­der, wenn die Stra­ßen mit Autos voll­ge­stopft sind und z.B. auch auf der Alaun­straße zumeist “Tages­gäste” scham­los auf dem Bür­ger­steig par­ken, ohne erst­hafte Kon­se­quen­zen (z.B. Abschlepp­kos­ten) tra­gen zu müs­sen. Nur mal so als Idee, wo man anfan­gen könnte…

  43. Ach, und wo wir gerade schon am Meckern sind. Die gerade im Früh­jahr und Som­mer völ­lig ver­si­ff­ten & mit Gra­fitti beschmier­ten Stra­ßen und Häu­ser, Müll und Alt­mö­bel stö­ren mich viel mehr als Autos. Die Befürch­tung wurde zurecht schon geäu­ßert, dass ins­be­son­dere in Hin­sicht Müll wohl diese “Aus­nah­me­wo­che” noch als Nega­tiv­bei­spiel her­vor­tre­ten dürfte.

  44. Also ich kenne genug Bei­spiele von Per­so­nen, die allein im Auto sit­zend aus dem Hecht, oder der Neu­stadt zum Wald­sch­löß­chen, oder zur Uni­kli­nik mit dem Auto fah­ren. Und das nicht zur Nacht­schicht, son­dern zu einem nor­ma­len 9to5 Bürojob.
    Ja, WTF.…!

  45. Inter­es­sant, wie auf­ge­regt plötz­lich alle sind. Weil eine von 52 Wochen in 2020 etwas aus­pro­biert wer­den soll, das zumin­dest einem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren Teil der betrof­fe­nen Bevöl­ke­rung gefal­len dürfte.

    Wäre es nicht eine ziem­li­che Ein­schrän­kung der Frei­heit, dies nicht auch mal zu erlau­ben? So im Sinne eines fai­ren Nebeneinander?

    Ein ganz ande­rer Frank

  46. @Frank: Klingt erst­mal gut und ver­ständ­lich, nur fin­det es statt, indem ganz wesent­lich in das All­tags­le­ben aller Men­schen ein­ge­grif­fen wird. Im Vier­tel woh­nen fast 20.000 Men­schen und eine Woche ist jetzt nicht gerade wenig. Die BRN ist da etwas anders, weil die eben “nur” ein lan­ges Wochen­ende ist. Außer­dem dürfte sich dort auch für weni­ger Begeis­terte erschlie­ßen, dass eine auto­freie Neu­stadt da sinn­voll ist.

    Wenn die Stadt eine sol­che Sper­rung für das ganze Vier­tel geneh­migt, bin ich sehr auf die Begrün­dung gespannt. Offen gestan­den kann ich mir aktu­ell keine vor­stel­len, die recht­lich nicht angreif­bar ist. Und damit muss dann rech­nen, weil eben nicht alle sich sagen wer­den, dass es ja nur eine Woche im Jahr ist.

    Aktu­ell würde ich ver­mu­ten, dass die Stadt diese Aktion ent­we­der über­haupt nicht oder nur sehr beschränkt geneh­migt (sowohl zeit­lich als auch räum­lich). Wird dann unge­fähr genausoviel/​wenig brin­gen wie die schon mehr­fa­chen Blo­cka­den von Brü­cken und Stra­ßen. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass man damit auch nur einen Auto­fah­rer über­zeugt, künf­tig dar­auf zu verzichten.

  47. Liebe Nach­barn und Kun­den. Ich bin einer der Dienst­leis­ter in der Neustadt.Ich wohne seit 20 Jah­ren hier. Meine Kund­schaft befin­det sich haupt­säch­lich in der Neu­stadt und im Hecht. Es sind viele ver­tre­ten, vom Cafe über die Gast­stät­ten, Woh­nun­gen, Läden, der Kin­der­gar­ten, die Bank.…Alle wol­len mög­lichst sofort bedient wer­den wenn es mal kalt ist, kein Was­ser kommt, das Was­ser nicht abläuft, der Schlüs­sel ab bricht, der Auf­zug hakt, das Licht/​Strom fehlt, das Fens­ter kaputt ist. Dazu benö­tige ich Material,Personal und Werk­zeug wel­ches zu 75% nicht Las­ten­fahr­rad fähig ist.
    1.Wie soll das dann ablau­fen mit dem Transport/​Anfahrt zum Kunden/​Einsatzort?
    2. Mit dem Ser­vice rund um die Uhr ?
    3. Da hier zu über 90 Pro­zent nicht Neu­städ­ter den Ser­vice an Haus Gar­ten etc erle­di­gen wie sol­len Diese an ihre “Objekte“kommen?
    Zu Fuß vom nächs­ten Parkhaus ?
    Beim Stich­wort Parkhaus
    fällt mir ein Vor­schlag einer Umfrage aus 2000 ein, der keine
    Mehr­heit fand. Da wurde vor­ge­schla­gen an die Gren­zen der Neu­stadt Schran­ken und! Park­häu­ser zu errich­ten. Es soll­ten für das Gebiet nur so viele Park­ge­neh­mi­gun­gen erteilt wer­den wie Flä­chen vor­han­den sind. Alle moto­ri­sier­ten Besu­cher soll­ten die Park­häu­ser nut­zen. Heute haben wir rund dop­pelt soviel Park­ge­neh­mi­gun­gen wie Flä­chen vor­han­den sind und ent­spre­chend viel Ver­kehr auf der Suche nach einen Platz.
    Natür­lich auch moto­ri­sierte Gäste/​Besucher.
    Dafür müs­sen wir erst ein­mal eine Lösung finden !

  48. @seldon Du musst ja nicht gehen! Nur aktu­elle Mehr­hei­ten und Gege­ben­hei­ten akzep­tie­ren und dich unter­ord­nen. Klingt scheisse, müs­sen aber viele mit ande­ren Din­gen auch.

  49. @oha, was macht dich so sicher, dass Sel­don eine Min­der­heit reprä­sen­tiert? mit wel­chem Selbst­ver­ständ­nis glaubst du, dass Gege­ben­hei­ten unver­än­der­bar in Stein gemei­ßelt sind? warum meinst du, man müsse sich umwelt­schä­di­gen­dem Ver­hal­ten unter­ord­nen? wieso hat nur eine Mehr­heit Recht?

    Es wird ein Vor­schlag gemacht, mal für ein paar Tage im Jahr nur, zu sehen wie es anders lau­fen könnte. Dazu wird noch die Mög­lich­keit gege­ben sich per Bür­ger­be­tei­li­gung vor Ort zu infor­mie­ren, Fra­gen zu stel­len und Ein­wände zu geben. Frei­lich müs­sen viele Fra­gen auf den Tisch und geklärt wer­den, wie zum Bei­spiel die Sor­gen der Gewer­be­trei­ben­den, die mög­li­che Über­las­tung von ÖPNV und wie man dem erwart­ba­ren Park­raum­pro­blem im angren­zen­den Gebiet begeg­net. Jedoch wäh­rend der BRN geht es doch auch. 

    Aber hier schreien einige in der Menge hys­te­risch auf, als wolle man ihnen unwi­der­ruf­lich das Leben, jetzt, sofort für immer neh­men. Unfass­bar dümm­lich teils. Was die ideo­lo­gi­sche Auf­het­zung in die­sem Zusam­men­hang soll erschließt sich mir auch nicht.

  50. Dass ein Angriff auf den staat­lich sub­ven­tio­nier­ten Auto-Quatsch so Vie­len ans Herz geht, wun­dert mich nicht. Über­all wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten Leis­tun­gen gekürzt und Preise erhöht, nicht jedoch beim Auto, wo es anders­herum ist: Die Leis­tun­gen stei­gen und die Preise fal­len. Man könnte fast mei­nen, beim Auto­ver­kehr herrscht noch so etwas Sozialdemokratie. 

    Es wird Zeit mit die­ser unge­rech­ten Pra­xis auf­zu­räu­men, deren Kos­ten (Lärm, Dreck, zuge­stellte Räume, Ver­kehrs­tote) von Allen getra­gen wer­den, deren Nut­zen oft aber nur Weni­gen zu Gute kom­men. Nicht nur für eine Woche, son­dern für immer.

  51. Wenn ich König der Neu­stadt wäre, wür­den nach 18.00 Uhr nur noch Anwoh­ner im Vier­tel par­ken (außer Not­dienste aller Art), die Ecken der Kreu­zun­gen z.B. mit Hilfe von fahr­rad­stän­dern frei von Wild­par­kern gehal­ten wer­den, die Takt­zei­ten oder Bahn­län­gen erhöht wer­den. Gerne kann auch EINE Straße im Modell­pro­jekt über nen län­ge­ren Zeit­raum auto­frei sein, als Ange­bot, dass die Leute mer­ken, dass freie Stra­ßen die Lebens­qua­li­tät erhö­hen. Aber gerade das Vier­tel, deren Anwoh­ner eh bereits die höchste Bio­la­den­dichte, den gerings­ten Auto­an­teil und alter­na­tivs­ten Bio­gra­phien auf­weist, dog­ma­tisch die 100 % auf­zu­drü­cken, halte ich für ver­fehlt. Und für Dünn­brett­boh­re­rei. Hier kann mans ja machen. Ich finde es außer­dem schwie­rig, dass der (Familien-)Alltag der Leute, wie von den franks beschrie­ben, durch das Pro­jekt noch umständ­li­cher wird, aber davon aus­ge­gan­gen wird, dass die Betrof­fe­nen in die Dis­kus­sion gehen. Nee, viel­leicht bewe­gen sich die Pro­jekt­ler mal auf die Betrof­fe­nen zu. Post­wurf­sen­dung? Wer benutzt wann und warum sein Auto? Wel­che Ein­schrän­kun­gen ent­ste­hen durch das Pro­jekt etc?
    Meine Fami­lie besitzt auch ein Auto, drei von vier erle­di­gen ihren All­tag mit Rad, ÖPNV und zu Fuß. Ich sehe uns in 10 Jah­ren kein eig­nes Auto mehr besit­zen. Aber im Moment gibt es gute Gründe, (noch) nicht dar­auf zu ver­zich­ten. Die Lebens­wel­ten von einem selbst 1 zu 1 auf alle zu über­tra­gen, ist boniert.

  52. @Torsten: Meinst Du das ernst? Die Kos­ten für das Auto­fah­ren sind in den letz­ten Jahr­zehn­ten sicher nicht gefal­len, ein­fachs­ter Indi­ka­tor ist da wohl der Sprit­preis. Und auch der Preis für das Auto an sich (und der meis­ten damit ver­bun­de­nen Kos­ten) ist heute bestimmt höher als frü­her. Was den zwei­ten Absatz anbe­langt, in Dres­den sind mehr als 260.000 KFZ zuge­las­sen (die Zahl steigt jedes Jahr), da von “Weni­gen” zu reden, ist schon sehr sportlich.

    Es steht außer Frage, dass sowohl die Menge der KFZ als auch der dar­aus resul­tie­rende Ver­kehr unbe­dingt redu­ziert wer­den müs­sen, aber dies erfor­dert, dass es aus­rei­chend sinn­volle Alter­na­ti­ven gibt und es preis­lich attrak­tiv ist. Wenn man ohne­hin ein Auto hat, ist der ÖPNV nicht sel­ten teu­rer. Und viel mehr Fahr­gäste pas­sen zu den Haupt­ver­kehrs­zei­ten in die Busse und Bah­nen auch nicht mehr rein.
    Der Zeit­fak­tor wird für viele Men­schen auch eine Rolle spie­len, da ist man mit dem Auto in vie­len Fäl­len schnel­ler als ohne. Daran wird sich auch weni­ger ändern las­sen, an den ande­ren Punk­ten aber schon.

  53. @Stefan keine Ahnung was Du meinst… hab 2 Autos und wohne seit 18 Jah­ren in der Neustadt.
    @Karschti nichts macht mich da sicher, nur das es ja nicht weni­ger Autos gewor­den sind, obwohl es immer teu­rer und unat­trak­ti­ver gemacht wird. Aber ein wenig zei­gen ja die Kom­men­tare, was wäre wenn man abstim­men würde statt festzulegen.

  54. @Oha: Die Kom­men­tare kannst Du nicht als reprä­sen­ta­tiv wer­ten, noch nicht mal ein wenig. Zum Ver­gleich: Von den bis­lang 331 Bewer­tun­gen die­ses Bei­tra­ges auf Face­book sind aktu­ell 296 ein­deu­tig positiv.

  55. @Anton, hier sieht es anders aus… gefühlt. Liegt viel­leicht daran, dass nur noch 82% an die Mei­nungs­frei­heit glau­ben! Ich wäre auch nicht so „dumm“ mich öffent­lich, über gewisse The­men zu äußern. Auch feh­len hier einige Funk­tio­nen, um die eine oder andere Fil­ter­blase mit Mate­rial zu belie­fern und „Mehr­hei­ten“ zu suggerieren.

  56. @ Ste­fan E. Der Sprit­preis ist gestie­gen? – Net­ter Witz. 

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/776/umfrage/durchschnittspreis-fuer-superbenzin-seit-dem-jahr-1972/

    Infla­ti­ons­be­rei­nigt ist der Sprit­preis in den letz­ten 10 Jah­ren gesun­ken. Und dann schau Dir mal die Kos­ten für ÖPNV-Fahr­kar­ten an, ob die in den letz­ten 10 Jah­ren auch güns­ti­ger gewor­den sind.

    Und diese Preise sind nach mei­nen Infor­ma­tio­nen nicht vom Him­mel gefal­len. Der Staat hat hier ein ent­schein­den­des Wort mit­zu­re­den. Und Autos wer­den in D‑Land sub­ven­tio­niert, wie sonst nix. Man schau mal auf das ganze Geld was Auto­fah­re­rIn­nen für Abwrack-Pre­mien, E‑Auto-Zuschüsse und die ganze Kohle für Stra­ßen und Brü­cken in den Pops gepus­tet wird. Das ist mega ungerecht!

  57. @Torsten mit der Infla­ti­ons­be­rei­ni­gung ist ein Witz oder? Somit sind Mie­ten oder andere Dinge auch nicht gestie­gen? Wenn ich von einem Arti­kel für das selbe Geld weni­ger bekomme? Dann muss ich MEHR bezah­len, um die selbe Menge zu erhal­ten. Auch gut das Busse und Fahr­rä­der KEINE Stra­ßen benutzen.…Sitz grad im Flix­bus Dresden/​Berlin Hin und Rück für 17,00 Euro. Finde das sehr güns­tig. Auch wenn es nicht NV ist.…

  58. @Torsten ich habe Brü­cken ver­ges­sen… auf wel­cher Seite von Dres­den bist Du noch nicht gewe­sen und wenn Du jeman­den von außer­halb besuchst, wie ist es Mög­lich von a nach b zu kom­men ohne Deine „Unge­rech­tig­kei­ten“ zu nut­zen? Wenn Du schon so argu­men­tierst, dann nutze es auch nicht, wenn Du nichts dafür bezahlst! Ansons­ten fühl Dich mit­ge­nom­men von Leu­ten, die es zum Teil mit­fi­nan­ziert haben. Da spre­che ich noch nicht­mal von Arbeits­plät­zen wel­che durch Auto­fah­rer finan­ziert wer­den, oder Park­ge­büh­ren oder, oder, oder

  59. Hallo Oha,
    kann es sein, dass Du Mei­nungs­frei­heit mit Frei­heit von Wider­spruch verwechselst?
    Jeder kann (s)eine Mei­nung haben und äußern. Ob diese auch die Wahr­heit aus­drückt, ist ein ande­rer Schuh! Auch Mehr­hei­ten kön­nen einem Irr­tum erlie­gen, Inter­es­sen haben und Wir­kun­gen der Ver­fol­gung ihrer Inter­es­sen falsch einschätzen!
    Für den Ein­zel­nen mag es u. U. ein­fa­cher sein, sich einer (ver­mu­te­ten) Mehr­heits­mei­nung anzu­schlie­ßen… eine Gewähr, damit auf dem rich­ti­gen Weg zu sein, gibt es jedoch nicht.

  60. @ Oha: Ich bezahle mit mei­nen Steu­ern frei­lich Brü­cken. Ich bezahle damit sogar Sub­ven­tio­nen für Autos, ich zahle für Abgase, für ver­sie­gelte Park­plätze. Für lär­mende Stra­ßen. Für eine ver­schmutzte Unwelt. …

    Arbeits­plätze? – Für’n Arsch. Die Her­stel­lung von Atom­bom­ben bringt auch Arbeitsplätze. 

    Die KZ’s waren echt übel” – “Ach lass uns doch die Arbeits­plätze dort nicht vergessen!”

  61. @Torsten ALLES, EGAL WAS zahlt der Auto­fah­rer AUCH noch zusätz­lich… also IMMER mehr wie DU, egal wofür es dann am Ende benutzt wird! Sonst würde Deine Straße oder Brü­cke, Dich noch viel mehr Kosten.

  62. @Torsten Die Her­stel­lung ist das eine…leider müs­sen Atom­bom­ben nicht gewar­tet wer­den oder TÜV machen, brau­chen kei­nen Rei­fen­wech­sel, Num­mern­schil­der, oder eine Wäsche. Im übri­gen zahlt das der ein­zelne Auto­fah­rer FREIWILLIG, wobei eine Atom­bombe von ALLEN bezahlt wird.…
    Klar das wir irgend­wann wie­der beim 2 Welt­krieg lan­den, dass darf in KEINER Dis­kus­sion fehlen.
    Scheiße nur das die Wehr­macht auch Fahr­rä­der benutzt hat.
    https://www.nachrichtentruppe.de/9‑alle-kategorien/ausruestung/119-projekt-truppenfahrrad-trfa-der-wehrmacht-teil‑1

  63. … wenn ich mir ohas Kom­men­tare so durch­lese, muss ich es bei­nahe für eine Zivi­li­sa­ti­ons­leis­tung hal­ten, wenn sol­che Leute hin­ter ihrem Lenk­rad sit­zen und daran gehin­dert wer­den, Nach­rich­ten zu posten.

    Wäre das eine lang­fris­tige Lösung, bin ich der Erste, der für eine Poli­tik ein­tritt, die weni­ger Ohas im Flix­bus nach Ber­lin und mehr Ohas hin­ter Steuer zum Ziel hat!

  64. Hallo Oha, ich will doch sehr hof­fen, dass auch Atom­bom­ben gewar­tet werden…
    Is ja sogar so, dass auch Rad­wege und Natur­schutz­ge­biete auch von auto­fah­ren­den Steu­er­zah­lern mit finan­ziert wer­den… So what? Die Kos­ten um die es hier in ers­ter Linie geht, sind die Zer­stö­rung von Gesund­heit und Umwelt aller Men­schen, Rad­fah­rer, Auto­fah­rer, Fuß­gän­ger, Vege­ta­rier, Fleisch­esser, Neu­städ­ter oder Prohli­ser. Es ist völ­lig egal, ob der Ein­zelne oder die Mehr­heit das nun wahr­ha­ben will oder nicht, daran glaubt oder nicht, eine Mei­nung hat oder nicht, es ist unum­stöß­li­cher Fakt, dass 2t Blech durch Ver­bren­nung von Erdöl durch die Gegend zu bewe­gen oder auch nur in der Gegend rum­ste­hen zu las­sen, keine zukunfts­fä­hige Option sind. Hier mal ne Woche inne­hal­ten und “Gewiss­hei­ten” und Gewohn­hei­ten zu hin­ter­fra­gen ist da ange­sichts der doch wohl offen­sicht­li­chen Klima‑, Umwelt‑, Gesund­heits- und Ver­kehrs­pro­bleme eine ver­nach­läs­sig­bare Lässigkeit…

  65. Wo wären wir eigent­lich, wenn es die DDR-Indus­trie noch gäbe? Alle schon am A…? Hier im Osten haben wir schon genug Ver­zicht geübt. Und alle for­dern dum­mes Zeug, weil man grad so schön auf der Welle mit­rei­ten kann.

  66. @Phillip da es ja auch um par­kende Autos geht, kann ich auch hin­term Lenk­rad Dei­nen geis­ti­gen Irr­sinn beant­wor­ten. Des­wei­te­ren hast Du mein Mit­leid. Ich gehe aus der sehr dün­nen Inhalts­lage Dei­nes Kom­men­ta­res davon aus, dass Du nicht mei­ner Mei­nung bist. Inso­fern hast Du mein Mit­leid, da Du Dinge ertra­gen wür­dest, nur um eine Mei­nung nicht mal HÖREN, oder lesen zu wollen. 

    @Seldon wit­zig das Du nicht erkennst, dass ich mich lus­tig mache über den Kom­men­tar. Ach schau an Atom­bom­ben müs­sen gewar­tet wer­den, das bezah­len dann aber ALLE. Meine kom­plett auf AUTO bezo­ge­nen Bei­spiele sind noch on top. Ja ich weiß Atom­bom­ben haben Räder und Num­mern­schil­der, wer­den 2 Mal im Monat gewa­schen und der deut­sche TÜV prüft diese ^^.… Was Dir aber nicht auf­fällt, das Arbei­ter in Deutsch­land gar keine Atom­bom­ben bauen und des­halb AUCH NICHT WARTEN, damit ist der eh schon kranke Ver­gleich noch sinn­freier… Aber es kann ja nicht radi­kal genug sein, des­halb noch die KZ´s ins Spiel bringen.
    Wenn es um ALLE geht dann bitte auch ALLE in der GANZEN Stadt fra­gen… (Würde wahn­sin­nig gut ankom­men). Warum nur 1 Wohn­vier­tel und warum ohne Abstim­mung? Sind wir hier was “bes­se­res”?
    Ja ich weiß… “einer muss ja anfan­gen”… Mach doch! Es hin­dert Dich kei­ner daran andere zu über­zeu­gen FREIWILLIG Ihr Umfeld zu ver­än­dern und gesün­der zu leben. Viel­leicht seid Ihr mal die MEHRHEIT. Oder gründe ne Par­tei (Ach­tung SPASS).
    Stell Dir vor Du kennst den Unter­schied zwi­schen einer Stadt und einem Dorf. Jetzt kommt ein Auto­fah­rer auf´s Land und würde gerne eine Strasse bis zum Haus und einen direk­ten Auto­bahn­an­schluss vor der Tür. Du wür­dest Dich nicht fra­gen, ob er das nicht vor­her wusste und ob er nicht ein wenig übertreibt?
    Es wird auf alle Fälle span­nend. ZUMAL ja in den Hin­ter­hö­fen noch min­des­tens 3 Mal so viele Autos par­ken als drau­ßen zu sehen sind.

  67. Och, Mist! An das Par­ken habe ich gar nicht gedacht, auf diese Inhalts­lage muss ich mich noch ein­mal eigens verlegen…

    Weil es an sich schon mein Herz­lein wärmt, dein Mit­leid zu erhal­ten, hätte es den Humor nicht mehr gebraucht, dass du dein Geschreib­sel (von den ortho­gra­phi­schen Grob­hei­ten ein­mal abge­se­hen) für durch­dacht hältst. 

    Und nein, es geht nicht um “eine” Mei­nung, son­dern dezi­diert um “deine”. So viel Genau­ig­keit muss auch hin­term Lenk­rad sein…

  68. @Phillip Du hast recht ich hab’s nicht so mit der Recht­schrei­bung. Sorry! Da gehts also wei­ter mit Dei­nen Argu­men­ten und Dei­ner Toleranz.
    Des­wei­te­ren ist MEINE Mei­nung AUCH gleich­zei­tig EINE Mei­nung, Du Genie.
    Ich geh jetzt zum Deutsch­kurs um mich noch bes­ser zu inte­grie­ren.…. NICHT

  69. Des­wei­te­ren ist MEINE Mei­nung AUCH gleich­zei­tig EINE Mei­nung, Du Genie.”
    Bestechend, ein­fach nur bestechend. Da eröff­net sich eine ganz neue Welt!

    Nur zum Thema Tole­ranz: Wie deut­lich muss ich es denn noch sagen, dass das, womit es dir nicht zu schade ist, deine Tas­ta­tur zu mal­trä­tie­ren und in die Öffent­lich­keit zu tre­ten, weder im Ein­zel­nen noch, wenn man ver­sucht, das als eine logi­sche Gedan­ken­folge auf­zu­fas­sen, irgend­wie tole­ra­bel ist.
    Inter­es­sant ist es frei­lich alle­mal, einen so authen­ti­schen Ein­blick in dein Innen­le­ben zu erhalten…

  70. @Philipp ich gehe mal davon aus, dass Du keine Selbst­ge­sprä­che füh­ren woll­test und ant­worte Dir, wie immer aus Mitleid.
    Du schreibst : “Und nein, es geht nicht um „eine“ Mei­nung, son­dern dezi­diert um „deine“. So viel Genau­ig­keit muss auch hin­term Lenk­rad sein…”
    und genau von der EINEN spre­che ich…, EINE von vie­len. Du sprachst ja von “Oha´s in Bussen“also in der Mehr­zahl. Du musst also NOCH genauer werden.…
    Falls Du es gemerkt hast spre­che ich von gege­ben REALITÄTEN und muss diese nur doku­men­tie­ren. Deine feuch­ten Zukunfts­träume sind Vision. Du bist ein Träu­mer, mehr nicht. Will­kom­men in der REALITÄT!
    Da hier auch keine Fak­ten geschaf­fen sind son­dern nur eine Idee in den Raum gewor­fen wor­den, werde ich dann hier auch mal Schluss machen. Ich hoffe Du schaffst es in Zukunft mal 1 Kom­men­tar zu ver­fas­sen, den Du dann nicht 3 Mal inhalt­lich kor­ri­gie­ren musst, um an Dein gewollte Aus­sage zu gelangen.

  71. Deine feuch­ten Zukunfts­träume sind Vision. Du bist ein Träu­mer, mehr nicht. Will­kom­men in der REALITÄT!”

    Köst­lich. Jetzt wird es lang­sam Poesie.

    Meine Aus­sage war von Anfang an klar: Du schreibst zusam­men­hang­lo­sen Unsinn. Da ist keine Spur von Kor­rek­tur (oh, jetzt bringst du mich schon zum Reimen).
    Bussi und bye bye!

  72. Kommt dann im Gegen­zug auch eine Woche ohne Fahrrad?
    Ich hab da noch ein paar wei­tere Ideen:
    ‑eine Woche ohne Alko­hol, alle Knei­pen schließen,
    ‑eine Woche ohne Kon­sum, alle Geschäfte geschlossen,
    ‑eine Woche ohne Hei­zung, so Ende Januar wäre cool
    Kann ich dann auch mit paar Leut*innen so eine Idee beschlie­ßen und alle müs­sen mitmachen?

  73. Ich bin ent­setzt, was hier abgeht. Stellt man sich hilfs­weise mal vor, jeder müsste vor ech­ten Men­schen ver­tre­ten, was er hier schreibt, liegt die Lösung auf dem Tisch. Bevor uns Klima-Kata­stro­phen umbrin­gen, erle­di­gen wir das selbst. Und das zuerst nicht in Prohlis.

  74. Ich benutze alle Ver­kehrs­mit­tel. Erschro­cken bin ich hier vor allem von den Leu­ten die die auto­freie Woche durch­set­zen wol­len gegen den Wil­len der Anwoh­ner. Ich bin mir ziem­lich sicher dass es keine Mehr­heit unter den Neu­städ­tern für diese Idee gibt. Eine Min­der­heit bestimmt was die Mehr­heit macht. Was war noch­mal die Defi­ni­tion für Dik­ta­tur? Nein. Ich bin auf mein Auto ange­wie­sen und brau­che es ca. 2 – 3xin der Woche. Ansons­ten fahre ich gern Rad, finde aber dass die Rad­fah­rer in der Neu­stadt ganz schön agres­siv fah­ren. In die­sem Punkt ste­hen sie den Auto­fah­rern in nichts nach. Ich finde ins­ge­samt geht die Dis­kus­sion in die Fal­sche Rich­tung. Es geht nicht um ein Gegen­ein­an­der der ver­schie­de­nen Ver­kehrs­teil­neh­mer son­dern um ein mög­lichst gutes Mit­ein­an­der. Diese Ein­stel­lung ver­misse ich aber gerade bei den OrganisatorEn/​Innen/​diverse.
    Eigent­lich ist es nur noch zum Bre­chen und weg­ren­nen oder zum wütend wer­den. Ist das gewollt?

  75. Ich liebe mein Fahr­rad und ich würde nie­mals unnö­ti­ger­weise Auto­fah­ren, aber ich bin von Beruf Feu­er­künt­le­rin mit ent­spre­chend vie­len Requi­si­ten, Musik­an­lage, etc.. Ich komme im Som­mer in der Regel zwi­schen 3 und 4 Uhr nachts zurück. Ich weiß nicht, wie das gehen soll. Das ist schon jedes Mal zur BRN eine Rie­sen­ak­tion. Wenn ich dann 8 mal schwer bela­den fürs Be und Ent­la­den mit dem Las­ten­rad zwi­schen der Neu­stadt hin­und­her­fah­ren muss. Mal abge­se­hen, dass an die­sen Tagen tota­les Park­platz­chaos herrscht. Ich hätte keine Ahnung, wie ich das Pro­blem lösen könnte, aus­ser weg­zu­zie­hen. Was eine wirk­li­che Kathastro­phe für mich wäre, denn ich liebe die Neu­stadt und Ihre Menschen.

  76. @Lüttich: Darf ich mal fra­gen, wie das dann jetzt nachts geht? Einen Park­platz vorm Haus fin­dest Du doch dann bestimmt nicht, oder hast Du nen Stell­platz im Hof?

  77. Da wird doch der Hund in der Pfanne ver­rückt!” Die­sen Spruch ruft unsere Groß­mutter immer dann aus, wenn sie ernst­haft empört ist. Die Groß­mutter ist unsere Nach­ba­rin und unsere “Duz-Omi”. Sie ist 72 Jahre jung, ist hier gebo­ren und will in ihrer Neu­stadt ster­ben. Omi ist nicht mehr all­zu­gut zu Fuß. Des­halb hat sie klei­nes Auto, hat ihr “Meppl”, auf eigene Kos­ten alters­ge­recht umbauen las­sen. Omi hat keine Pfle­ge­stufe und da ist sie sehr stolz drauf. Aber um am täg­li­chen Leben teil­neh­men zu kön­nen braucht sie ihren klei­nen Wagen. Fahr­ten zum Dok­tor, Fried­hofs­be­su­che, Ein­käufe, Fahr­ten zu Bekann­ten und Freun­den. Was soll sie nun die auto­freie Woche über tun? Den Ein­kauf über einen Lie­fer­dienst bestel­len? Den Dok­tor (im Auto) ins Haus bestel­len? Mit dem Taxi zu ihren wöchent­li­chen Besu­chen der Freun­din­nen fah­ren? Alle Fahr­zeuge müss­ten ja dann auch bis vor ihre Haus­tür fah­ren. Wer, so fragt sich unsere Omi, über­nimmt ihre zusätz­li­chen Kos­ten? Die Ini­ta­to­ren die­ses undurch­dach­ten Pro­jek­tes viel­leicht? Unsere Omi ist nicht Wil­lens eine ganze Woche auf ihren not­wen­di­gen fahr­ba­ren Unter­satz ver­zich­ten zu müs­sen. Und das zurecht. Sie wäre eine Woche von ihrem All­tag abge­schnit­ten. Sie wäre gezwun­gen fremde Hilfe anzu­neh­men und damit in die­ser Woche min­des­tens 3 wei­tere Fahr­zeuge in Bewe­gung zu set­zen um ihren All­tag zu bewäl­ti­gen. Arzt, Ein­kauf, Frei­zeit usw.…. Was nun? Einer älte­ren, selbst­be­stimm­ten Dame, gegen ihren Wil­len, fremde Hilfe zu hohen Kos­ten auf­zwin­gen? Sie in ihrer per­sön­li­chen Frei­heit beschnei­den, weil sie von jun­gen, gut­läu­fi­gen Men­schen genö­tigt wird auf ihr “drit­tes Bein” zu ver­zich­ten? “Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Punkt!” So sagt unsere Großmutter.

  78. @Ruben: Ich könnte mir gut vor­stel­len, dass sich für deine “Duz-Omi” eine Paten­schaft ein­rich­ten lässt. Oder viel­leicht bekommt sie, wenn sie ihre Geschichte dar­legt, auch ohne eine Pfle­ge­stufe die Mög­lich­keit ins Vier­tel rein und raus zu fah­ren. Frag doch am Bes­ten mal direkt bei den Organisator*innen der Woche des guten Lebens nach. kontakt@wochedesgutenlebens.de

  79. Lie­ber Anton Lau­ner, eine Paten­schaft ist ja genau das was sie NICHT will. Sie hat eine Menge dafür getan um allein mobil zu blei­ben. Wenn sie Hilfe benö­tigt, bekommt sie diese Hilfe. Und sie nutzt die Ange­bote der Haus­ge­mein­schaft auch rege. Doch sich von ‚wie sie sagt, “zuge­zo­ge­nen jun­gen Hüp­fern” vor­schrei­ben zu las­sen wie sie ihren Tag zu gestal­ten hat, daß kommt für sie nicht in Frage. Und schon gar nicht für eine ganze Woche. Ich ver­stehe sie da sehr gut.

  80. @Ruben: Dann eben die von mir skiz­zierte Vari­ante 2. In den Fra­gen und Ant­wor­ten zum Pro­jekt auf der Web­site der Woche des guten Lebens steht: “Son­der­ge­neh­mi­gun­gen für Men­schen mit Behin­de­rung und Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen wird es geben.”

    Dafür müsste sie aller­dings mit den „zuge­zo­ge­nen jun­gen Hüp­fern“ reden. 

    Und bitte beach­ten, ob und in wel­cher Größe das Pro­jekt wirk­lich kommt, ist noch lange nicht end­gül­tig geklärt.

  81. Ent­fernt. Bitte ver­zich­ten Sie auf über­zo­gene Pole­mik und Kraft­aus­drü­cke. Danke, die Redaktion. 

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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