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Die Lametta-Masche

Seit nun mehr als ei­nem Jahr macht Luis La Metta mit sei­ner Ka­raōke-Show das He­be­das und WG-Par­tys in der Neu­stadt un­si­cher. Da­bei setzt der selbst er­nannte „Al­lein­un­ter­hal­ter der Her­zen“ auf eine wilde Mi­schung aus Ko­mik, schie­fem Ge­sang und Lieber-Onkel-Attitüde.

Luis La Metta zur Bunten Republik Neustadt 2018. Dieses Jahr bringt er endlich auch seine Karaoke-Show mit. Pfefferminzlikör soll zusätzlich Stimmbänder ölen.
Luis La Metta zur Bun­ten Re­pu­blik Neu­stadt 2018. Die­ses Jahr bringt er end­lich auch seine Ka­raōke-Show mit. Pfef­fer­minz­li­kör soll zu­sätz­lich die Stimm­bän­der ölen.

Meine erste Be­geg­nung mit Luis La Metta hatte ich auf ei­ner WG-Party vor ei­ni­gen Wo­chen. Da sich meine Liebe zur Ka­raōke deut­lich in Gren­zen hält, be­trat ich dem­entspre­chend er­war­tungs­los die WG-Kü­che. Ge­treu dem Motto „Mehr ist mehr“, hatte sich der Al­lein­un­ter­hal­ter sei­nen ei­ge­nen Ka­raōke-Hoch­sitz ge­baut. Um­säumt von – was sonst – La­met­t­a­vor­hän­gen, aus­ge­stat­tet mit Ne­bel­ma­schine und Stro­bo­skop, Lein­wand, Bea­mer und Mi­kro. La Metta selbst ge­schmückt mit Pi­lo­ten­brille, Gold­kett­chen und Fi­scher­hut. Dazu Ha­waii­hemd, Schnau­zer und Ko­te­let­ten. Luis La Metta wirkt wie eine Mi­schung aus 80er-Jahre-Ma­gnum und dem lie­ben On­kel, der im­mer ei­nen schlech­ten Witz auf den Lip­pen hat.

Und jetzt alle!

Was mit zwei, drei Ka­raōke-Frei­wil­li­gen be­ginnt, en­det mit ei­ner Party in der WG-Party. Die Kü­che rand­voll, die Leute am Sin­gen, zum Teil auch am Grö­len, aber vor al­lem am Schwel­gen – in Er­in­ne­run­gen an diese gan­zen tol­len Lie­der, de­ren Song­texte halt ein­fach je­der kennt und bei de­ren Er­tö­nen man seine beste Freun­din an­schaut und beide "Oh mein Gott!" schreien. Als "Don't You For­get About Me" von Simple Minds läuft we­deln alle mit dem Zei­ge­fin­ger hin und her und ru­fen "Don't, Don't, Don't!". Bei Queens "Bo­hemian Rhap­sody" sin­gen so­gar die leute im Flur mit, trotz der ra­send schnel­len Ly­rics ab Mi­nute drei. Und dann ist es so­weit: Der La-Metta-Vibe packt selbst mich ein­ge­schwo­re­nen, er­war­tungs­lo­sen Ka­raōke-Muf­fel. Bei Donna Sum­mers „I Feel Love“ macht sich meine Hand ur­plötz­lich selbst­stän­dig und greift sich das Mikro.

La Metta hält nicht viel von Minimalismus. Tanzende Pin-Up-Girls auf der Krawatte ein Pfau auf dem Jacket sind da das Mindeste. Foto: Fabian Catoni
La Metta hält nicht viel von Mi­ni­ma­lis­mus. Tan­zende Pin-Up-Girls auf der Kra­watte und ein Pfau auf dem Ja­cket sind da das Min­deste. Foto: Fa­bian Catoni

Das ist der Clou von Luis La Metta. „Wenn die Er­war­tun­gen ganz un­ten sind, dann ist der Er­folg am Ende am größ­ten. Und das ist bei Ka­raōke der Fall“, sagt der 25-jäh­rige Un­ter­hal­tungs­künst­ler. Bei sei­nen Shows geht es nicht um per­fek­ten Ge­sang, son­dern darum, ei­nen „ech­ten, ehr­li­chen Mo­ment zu schaf­fen, in dem die Leute ein­fach mal los­las­sen kön­nen.“ Da­bei be­treut La Metta sein Ka­raōke-Pu­bli­kum mit ani­mie­ren­dem Blöd­sinn und über­nimmt auch gerne mal den Ge­sang, wenn sich doch mal kei­ner traut.

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Gelangweilt von heimischen Dorf-Partys

Wer ver­mu­tet, dass Luis La Metta keine schö­nen Kin­der­ge­burts­tage hatte und dies heute durch eine Kar­riere als Al­lein­un­ter­hal­ter zu kom­pen­sie­ren ver­sucht, der täuscht sich. Er hatte tolle Kin­der­ge­burts­tage. „Mit Freun­den, Topf­schla­gen und dem gan­zen Scheiß halt“, er­zählt La Metta. Es wa­ren statt­des­sen Dorf-Fe­ten in der thü­rin­gi­schen Hei­mat Mühl­hau­sen, zu de­nen er ein­ge­la­den war. Da hätte es im­mer Al­lein­un­ter­hal­ter ge­ge­ben, die zwar ih­ren Job mach­ten, aber La Met­tas Mei­nung nach kei­ner­lei Lei­den­schaft ver­sprüh­ten. Also dachte er sich: „Ich kann das bes­ser." Weih­nach­ten 2017, nach ei­ner Folge Lo­riot und des­sen Ver­kün­dung "Frü­her war mehr La­metta!" war dann das Pro­jekt „Luis La Metta“ geboren.

Tournee durch WG-Küchen und andere Visionen

Wer Luis La Metta live er­lebt oder sein In­sta­gram-Pro­fil be­äugt, dem wird schnell Helge Schnei­der in den Kopf kom­men. Doch auch wenn La Metta den deut­schen Kö­nig der wit­zi­gen Ab­stru­si­tät an­him­melt, strebt er keine Kar­riere auf gro­ßen Büh­nen an. Mit sei­ner Band Pais­ley, bei der er als "ganz nor­ma­ler Luis" am Schlag­zeug sitzt, würde er gerne vor 20.000 Leu­ten spie­len, doch als Luis La Metta wolle er im klei­nen, in­ti­men Rah­men blei­ben, sagt er. Wenn Tour­nee, dann nur mit Ka­raōke-Equip­ment und La­metta-Vor­hän­gen durch die WGs Deutsch­lands. Ne­ben die­ser Idee tüf­telt La Metta ge­dank­lich schon an tau­send an­de­ren Pro­jek­ten: ei­gene Songs, Zau­ber­show, Thea­ter, Wer­be­filme, Re­por­ta­gen. „Ein Ur­wald an Ideen“, wie er sagt.

Eleganz und guter Stil sind Ansichtssache. Luis La Metta mag's animalisch, süffig und gerne auch geschminkt.
Ele­ganz und gu­ter Stil sind An­sichts­sa­che. Luis La Metta mag's ani­ma­lisch, süf­fig und gerne auch geschminkt.

Was da­von in die Tat um­ge­setzt wird, steht noch in den Ster­nen. Doch was fix in La Met­tas Ter­min­plan steht, ist die Bunte Re­pu­blik Neu­stadt. Am BRN-Sonn­abend parkt der "Al­lein­un­ter­hal­ter der Her­zen" mit sei­nem ei­ge­nen "Pfeffi-Bus“ vor der Groo­ve­sta­tion und ver­teilt Ka­raōke-Mi­kros und Pfef­fer­minz­li­kör. La Met­tas Kon­zept ist sim­pel und auch im­mer ein biss­chen in der Ecke des schlech­ten Ge­schmacks zu ver­or­ten. Doch auf eine der­art ver­schro­ben sym­pa­thi­sche Art und Weise, dass er so­gar mich, har­ten Ka­raōke-Geg­ner, mit sei­nem La-Metta-Charme weich­spülte und für ei­nen Mo­ment wie Donna Sum­mer füh­len ließ. Oooooh, I feel love, I feel love, I feel love.

Luis La Metta – Dresdens Alleinunterhalter der Herzen

  • Ka­raōke-Show zur BRN: Sonn­abend, 15. Juni, Be­ginn 16 Uhr, Groo­ve­sta­tion, Ein­tritt frei
  • nächs­ter Ka­raōke-Abend im He­be­das: 12. Juli, Be­ginn 21 Uhr, Ein­tritt frei, wei­tere Ver­an­stal­tungs­in­fos auf Face­book
  • wei­tere Ein­drü­cke von Luis La Metta auf In­sta­gram
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