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Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

Von neugierigen Blicken und fieser Anmache

Er fi­xiert mich. Was soll ich ma­chen? Ich merke wie sich mein Ge­sicht zu ei­ner Gri­masse ver­zieht, die wohl nach ei­nem Lä­cheln aus­se­hen sollte. Das er­stirbt mir so­fort. Er wen­det sich ab und pumpt sei­nen durch­trai­nier­ten Kör­per noch et­was auf. Das zier­li­che Mäd­chen ne­ben ihm stößt ihn in die Seite: 

"Was ist denn los?" 

Er, be­tont läs­sig und so dass ich es hö­ren kann: "Ich über­lege, ob ich dem da ein paar rein haue."

Ich hätte es wis­sen müs­sen. Man­che Leute füh­len sich schon an­ge­grif­fen, wenn man sie nur ei­nen Au­gen­blick zu lange an­starrt. Und man­che Orte zie­hen sol­che Leute ma­gisch an, der Su­per­markt im Neu­städ­ter Bahn­hof ist ein solch ma­gi­scher Ort. Dort wollte ich nur ge­schwind ein paar Spa­ghetti und fri­sche To­ma­ten ho­len. Da ich mal wie­der ver­ges­sen hatte, recht­zei­tig vor­zu­sor­gen, musste also der sonn­tags ge­öff­nete Bahn­hofs­markt herhalten. 

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Die Eier­teig­wa­ren und das Obst hatte ich auch schnell ein­ge­sam­melt, da­für war die Schlange vor der Kasse um so län­ger. Und da ich von Na­tur aus recht neu­gie­rig bin, lau­sche ich bei sol­chen Ge­le­gen­hei­ten gern den Ge­sprä­chen der Um­ste­hen­den. So kam es, dass ich ver­suchte ihm zu zu­hö­ren. Er war noch ziem­lich jung, mit­tel­groß und schlank, sie eher klein und ver­dammt blond. 

Doch sei­nen Wor­ten zu fol­gen, fiel mir zu­neh­mend schwe­rer, da er sich nicht die Mühe machte, beim Spre­chen die Lip­pen zu öff­nen, fie­len seine Ant­wor­ten im­mer sehr nu­sche­lig aus. In­fol­ge­des­sen musste die kleine Blon­dine noch ein­mal nach­fra­gen und dann ist es pas­siert. Er be­merkte, wie ich die bei­den an­starrte und mir ge­lang es nicht schnell ge­nug wegzublicken.

Jetzt steh ich vor der phy­si­schen Kon­se­quenz mei­ner neu­gie­ri­gen Bli­cke, mein Puls schnellt hoch, er blickt wie­der zu mir und ich muss wie von ei­nem Ma­gne­ten ge­zo­gen zu ihm hin­star­ren. "Is der schwul?" nu­schelt er zu der Blon­dine, die aber ist schon mit dem Lauf­band der Kasse be­schäf­tigt. Dann guckt er noch mal und ich kann der Ver­su­chung nicht wi­der­ste­hen und werfe ihm ei­nen Kuss­mund zu. Mein Puls rast, er ruft mir zu, dass wir uns drau­ßen se­hen wür­den, glück­li­cher­weise kann ich in dem Mo­ment be­zah­len und ganz ge­las­sen den Markt verlassen. 

Den tri­um­phie­ren­den Blick zu­rück spare ich mir, nicht dass er doch noch aus­ras­tet und mir hin­ter­her­läuft. Diese Kon­se­quenz mei­nes Han­delns möchte ich mir lie­ber ersparen. 

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