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BRN-Lustgarten: Nicht auf dem Russensportplatz

Kein Reinkommen - der Weg zum Russensportplatz bleibt für den Lustgarten-Aktivisten Mirko Sennewald versperrt.
Kein Rein­kom­men – der Weg zum Rus­sen­sport­platz scheint für den Lust­gar­ten-Ak­ti­vis­ten Mirko Sen­ne­wald versperrt.
Kommt der BRN-Lust­gar­ten nun auf die west­li­che, bis­lang un­ge­nutzte Wiese, auch als Rus­sen­sport­platz be­kannt, ne­ben den Alaun­platz? Der Stadt­rat hat sich heute mit den Stim­men von rot-grün-rot-orange da­für aus­ge­spro­chen. Doch Ober­bür­ger­meis­ter Dirk Hil­bert (FDP) hat an­ge­kün­digt, ge­gen den Be­schluss Ein­spruch ein­zu­le­gen und ließ Ord­nungs­bür­ger­meis­ter Sit­tel (CDU) begründen.

Der er­klärte, dass die Ent­schei­dungs­ho­heit nicht beim Stadt­rat liege, au­ßer­dem sei das Si­cher­heits­kon­zept be­denk­lich und die Ret­tungs­wege wür­den eine Rolle spie­len. Sit­tel hält eine Durch­füh­rung des Lust­gar­tens auf der Er­satz­flä­che an der Kö­nigs­brü­cker Straße sei mög­lich, auf dem Ge­lände des Rus­sen­sport­plat­zes nicht.

Der Grü­nen-Stadt­rat Jo­han­nes Lichdi war au­ßer sich. Die Va­ri­ante an der Kö­nigs­brü­cker sei un­ge­eig­net und wer sich Sor­gen um das Si­cher­heits­kon­zept ma­che, müsse doch ei­gent­lich die BRN ganz ver­bie­ten, da komme an kei­ner Stelle ein Ret­tungs­wa­gen durch. 

Fakt ist, dass es mit dem Wi­der­spruch na­hezu un­mög­lich wird, den Lust­gar­ten an die­ser Stelle zu ver­an­stal­ten. Ein­fach, weil dann die Zeit für die Or­ga­ni­sa­to­ren zu knapp wird. Mirko Sen­ne­wald vom Kul­tur Ak­tiv: "Für uns ist der Stadt­rats­ent­scheid schon ein Sieg, aber wie wir mit die­sem an­ge­kün­dig­ten Wi­der­spruch um­ge­hen, weiß ich noch nicht. Für uns ist die Dead­line für eine Ent­schei­dung am 30. April. Wir pla­nen jetzt zwei­glei­sig auch mit dem Stand­ort an der Kö­nigs­brü­cker Straße, aber dort wird es eng."

Der Russensportplatz am Morgen - beruhigend grün und eingezäunt.
Ist leer und bleibt höchst­wahr­schein­lich auch zur BRN leer: Der Russensportplatz.
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6 Ergänzungen

  1. es wäre eine ab­so­lute Schande ge­we­sen, wenn der kul­tur­ak­tiv ev der nicht­mal bei der "klei­nen" Flä­che auf der Böh­mi­schen seine Wild­pink­ler im Griff hatte, die jung­fräu­li­che Frei­flä­che im Park ver­ge­wal­tigt hätte

    sehr dank­bar!!!!

  2. Stadt­rat ist schon gro­ßes Kino, wenn es passt, Bür­ger­ent­scheid, macht die Ver­wal­tung gute Ar­beit, wenn nicht ist sie unfähig

  3. @Amts_mann: Das ist ja nix neues. Der Klas­si­ker ist da auch: Wenn es gut läuft, war es der tolle Be­schluss des Stadt­rats, wenns schief geht, hat die Ver­wal­tung es verbockt.

  4. Das mit den nicht vor­han­de­nen We­gen ist durch­aus pro­ble­ma­tisch. Auf der Wiese ex­tra noch Wege an­zu­le­gen für die BRN und dann wie­der ab­zu­rei­ßen und ei­nen Park zu ge­stal­ten ist nicht sinn­voll und kos­tet nur ei­nen Hau­fen Geld. Wenn's die Schwa­fel­runde be­zahlt, OK. Aber das wird ja auch nicht passieren.

  5. @ Amts_​mann: Also, Thema Sonn­tags­öff­nung: der de­mo­kra­tisch ge­wählte Stadt­rat hat eine Ent­schei­dung ge­trof­fen, in sei­ner Funk­tion als (frisch ge­wähl­ter) po­li­ti­scher Ver­tre­ter des ein­zel­nen Bürgers.

    Dies passte jetzt be­stimm­ten Par­teien nicht, wel­che ei­nen Bür­ger­ent­scheid ver­suchte – un­ter dem Motto "der Stadt­rat spie­gelt nicht Vol­kes Mei­nung wi­der". Bis da­hin al­les su­per und legitim.

    Blö­der­weise scheint es dem Volk mehr­heit­lich ent­we­der ak­zep­ta­bel oder schlicht­weg egal zu sein, Sonn­tags nicht ein­kau­fen zu dür­fen. Je­den­falls hat­ten die In­itia­to­ren au­gen­schein­lich mas­sive Pro­bleme, die Un­ter­schrif­ten zu­sam­men zu be­kom­men. Trotz be­zahl­ter Sam­mel­kräfte, die ganz schön prä­sent waren.

    Das kann man jetzt ak­zep­tie­ren, oder man be­haup­tet ohne eine Grund­lage wei­ter, dass der Stadt­rat nicht Vol­kes Mei­nung widerspiegelt… 

    ABER: wenn dem so wäre, hät­ten sie doch lä­chelnd die nö­ti­gen Un­ter­schrif­ten zusammenbekommen!!!

    UND, nie­mals ver­ges­sen: diese gan­zen Spiel­chen kos­ten Zeit und Geld. Wie lange war das Bür­ger­büro Neu­stadt noch­mal ge­schlos­sen, da­mit die Un­ter­schrif­ten aus­ge­zählt wer­den können?

  6. Zu­dem war die Un­ter­schrif­ten­samm­lung nicht im­mer frei. In Lä­den in der In­nen­stadt (z. B. Tha­lia) la­gen die Lis­ten an der Kasse aus – ver­mut­lich wird sich dort kaum ein Be­schäf­tig­ter ge­traut ha­ben, nicht zu unterschreiben.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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