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BRN – kein Fest und trotzdem Scherben

Die gro­ßen Fei­er­lich­kei­ten zum 31. Ge­burts­tag der Grün­dung der Bun­ten Re­pu­blik Neu­stadt sind in die­sem Jahr aus­ge­blie­ben. Es gab kein Fest­ko­mi­tee, keine Schwa­fel­runde, keine In­sel­lö­sun­gen – in der Folge keine gro­ßen Büh­nen, keine Märkte und gro­ßen Shows.

Schiefe Ecke, kurz nach 20 Uhr.
Schiefe Ecke, kurz nach 20 Uhr.

Wer den­noch kam, wa­ren die Besucher*innen, tau­sende dräng­ten sich vor­wie­gend in den Nacht­stun­den durch die Gas­sen der Neu­stadt und vor al­lem im Alaun­park. Den hatte die Po­li­zei gut aus­ge­leuch­tet, ein Hauch von Fes­ti­val­stim­mung herrschte. Hier eine Grill­runde, dort eine Can­na­bis-Wolke, da­zwi­schen viele, viele gut ge­launte junge Leute. Die Nie­der­lage des am­tie­ren­den Eu­ro­pa­meis­ters hat­ten die meis­ten of­fen­bar gut ver­daut. Fröh­li­ches Ge­schwätz über­all, dazu ver­ein­zelt ein paar Musikboxen. 

Gut ausgeleuchtet: Der Alaunplatz war brechend voll.
Gut aus­ge­leuch­tet: Der Alaun­platz war bre­chend voll.

In den Neu­städ­ter Stra­ßen blieb es auch wei­test­ge­hend ru­hig. Ein Re­sü­mee der Po­li­zei liegt zwar noch nicht vor, aber von kras­sen Aus­schrei­tun­gen war bis zur Stunde nichts zu hö­ren. Po­li­zei und Ord­nungs­amt wa­ren über­all im Vier­tel un­ter­wegs und un­ter­ban­den die meis­ten lau­te­ren Events schon nach Kur­zem und mahn­ten die Gas­tro­no­men an, die Mu­sik leise zu stellen. 

De­noch plopp­ten an vie­len Stel­len kleine Kon­zerte auf, mal ein paar Jazz-Mu­si­ker, mal ein Künst­ler mit Beat­box, mal ein DJ. Das Wo­chen­ende war aber weit ent­fernt vom Ge­dröhne ver­gan­ge­ner Festtage. 

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Am Mor­gen da­nach sah vor al­lem die Wiese auf dem Alaun­platz wie­der ein­mal ziem­lich schlimm aus. Auch in den Neu­städ­ter Stra­ßen hatte die Stadt­rei­ni­gung viel zu tun. Danke an die Frauen und Män­ner in Orange. Die Dresd­ner Ver­kehrs­be­triebe muss­ten die Li­nie 13 von 23 Uhr bis 9.30 Uhr am Sonn­tag umleiten. 

Umzug zum BRN-Ausklang

Heute Nach­mit­tag wird noch ein­mal an die Bunte Re­pu­blik er­in­nert. Um 18 Uhr star­tet an der Scheune ein Um­zug mit dem Motto: "Neu­stadt, Pie­schen, Hecht… Kul­tur ist un­ser Recht! – BRN lebt!" Für mu­si­ka­li­sche Un­ter­stüt­zung sorgt die Banda Communale. 

Geplanter BRN-Umzug
Ge­plan­ter BRN-Umzug

Foto-Eindrücke vom ausgefallenen Fest

Demo "Feiern ist Leben" auf dem Alaunplatz
Demo "Fei­ern ist Le­ben" auf dem Alaunplatz
Live-Musik an der Prießnitzstraße
Live-Mu­sik an der Prießnitzstraße
Live-Musik am Martin-Luther-Platz
Live-Mu­sik am Martin-Luther-Platz
Sogar die Straßenbahn fuhr noch durch die Gassen.
So­gar die Stra­ßen­bahn fuhr noch durch die Gassen.
Schiefe Ecke, kurz vor Mitternacht.
Schiefe Ecke, kurz vor Mitternacht.
Mitarbeiter der Stadtreinigung im Einsatz.
Mit­ar­bei­ter der Stadt­rei­ni­gung im Einsatz.
Kurz vor Mitternacht war das Bermuda-Dreieck gut gefüllt.
Kurz vor Mit­ter­nacht war das Ber­muda-Drei­eck gut gefüllt.
Autos kämpften sich durch das Gewühl.
Au­tos kämpf­ten sich durch das Gewühl.
Alleinunterhalter vor der Martin-Luther-Kirche
Al­lein­un­ter­hal­ter vor der Martin-Luther-Kirche
Endzeitstimmung auf dem Alaunplatz
End­zeit­stim­mung auf dem Alaunplatz
Am Morgen danach: Scherben und Müll auf der ganzen Wiese
Am Mor­gen da­nach: Scher­ben und Müll auf der gan­zen Wiese
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52 Ergänzungen

  1. So un­ter­schied­lich ist of­fen­bar die Wahr­neh­mung. Wir hier fan­dens ein­fach nur schreck­lich. Laut, al­ko­hol­ge­tränkt, de­spek­tier­lich. Leute, die kol­lek­tiv frei­dre­hen. Bis mor­gens der Ge­stank von Al­ko­hol & Zi­ga­ret­ten über dem Vier­tel. Bahn fährt bis neun Uhr nicht, weil Müll & Chaos. Nur dies­mal wa­ren alle An­woh­nen­den un­vor­be­rei­tet. Wir hät­ten gern verzichtet.

  2. Danke für den Hin­weis. Dann hab ich of­fen­bar noch die letzte 13 ge­se­hen. Ich habe das mal ergänzt. 

    Bezgl. Ge­stank und Lärm hast du be­stimmt recht. Ich sah es nur im Ver­gleich zu den Vorjahren. 

  3. Dies­mal wa­ren alle An­woh­nen­den gänz­lich un­vor­be­rei­tet…“ ja Herr­gottsa­kra, wie rea­li­täts­fern kann man sein?

  4. Ich könnte nicht wahr­neh­men, dass Lärm un­ter­bun­den wurde, bin au­ßer­dem ma­xi­mal ent­setzt über die Müll – und Scher­ben­hau­fen, die ganz selbst­ver­ständ­lich von "an­de­ren" be­räumt wur­den und wer­den. Das war "Bal­ler­mann – At­mo­sphäre". Es scheint, ohne Al­ko­hol geht nichts mehr und ich finde das sehr bedenklich.

  5. @anton: Ja, die 13 ist beide Nâchte ab spä­tes­tens Mit­ter­nacht bis weit in den Mor­gen um­ge­lei­tet worden

    @Mirko: Bitte erst­mal ver­bal ab­rüs­ten. Und ja, es war in­so­fern un­vor­be­rei­tet, als dass die BRN auch die­ses Jahr ab­ge­sagt war. Das Aus­maß war so nicht ab­seh­bar. Das macht ei­nen nicht rea­li­täts­fern. Re­mem­ber Pandemie?

  6. @Mirko: … fange hier bitte keine so sinn­lose Dis­kus­sion an. Dein State­ment zeigt wie un­sen­si­bel du dem gan­zen Thema ge­gen­über­stehst. Wir als alt­ein­gessene An­woh­ner der Neu­stadt sind ge­nervt von die­sem im­mer wei­ter aus­ufern­den "Ballermann"-Gefeiere und uns ist na­tür­lich be­wusst, dass es zum üb­li­chen BRN Wo­chen­ende, wenn es of­fi­zi­ell nicht statt­fin­det, na­tür­lich die Men­schen trotz­dem fei­ern kom­men. Für die­je­ni­gen die aber evtl erst Ende 2019 her­ge­zo­gen sind ist das na­tür­lich er­schre­ckend – so­wie auch JEDE Nacht an der schie­fen Ecke er­schre­ckend ist. Das Ganze ist im­mer noch ein Wohn­ge­biet und keine Open-Air Party-Arena. Ich finde es hätte von der Staats­seite her noch mehr und ri­ge­ros durch­ge­grif­fen wer­den müssen.

  7. Neu­stadt­ti­cker, bitte tut mir, der Um­welt und vie­len Be­woh­nern den ge­fal­len und for­dert mehr Müll­ent­sor­gung von den Men­schen, klärt sie auf, zeigt die Müll­berge häu­fi­ger, ver­teilt Pla­kate vllt. habt ihr eine Ver­bin­dung zur Neu­stadt­ver­wal­tung? Könn­tet ihr für mehr Müll­ei­mer wer­ben? So­wohl an den Elb­wie­sen wie im Apark.

    Ich werde dem­nächst wohl auch mal paar Müll­pla­kate ver­tei­len. Kotzt mich an, wie klein­geis­tig die Men­schen im­mer noch sind.

  8. Wenn man in ei­nem Knei­pen- & Sze­ne­vier­tel wohnt, egal in wel­cher Stadt, dann muss man wohl da­mit le­ben, dass es im Som­mer an den Wo­chen­en­den lau­ter und dre­cki­ger ist als im Win­ter. Darum wohne ich in ei­nem ru­hi­ge­ren Viertel ;)

  9. @ray420 & mirko: Nur zur Ein­ord­nung: Ich wohne seit über 20 Jah­ren hier. Und trotz­dem – oder ge­rade des­halb – er­schre­cke ich über so viel Hirnlosigkeit.

    @Nichtanwohner: Ja. Wir An­woh­nen­den wis­sen sehr gut, was Som­mer in der Neu­stadt be­deu­tet. Und neh­men das in Kauf. Und nein. Wir dür­fen uns trotz­dem sehr wohl über Ex­zesse, wie sie die­ses WE pas­siert sind, är­gern. Weil auch wir ein Stück weit So­li­da­ri­tät der Fei­ern­den er­war­ten dür­fen. Und wis­sen, das es mal an­ders war. Die Rück­sichts­lo­sig­keit ist erst über die Jahre im­mer schlim­mer ge­wor­den. Neu­stadt­ge­hen ist oft­mals gleich­be­deu­tend ge­wor­den mit 'Ich lass die Sau raus. Kennt mich ja eh kei­ner.' Und das macht vie­les kaputt.

  10. Als A‑­Park-An­woh­ner emp­fan­den wir den Lärm­pe­gel nur un­be­deu­tend stö­ren­der als an je­dem der vor­an­ge­gan­gen Tage. Seit Wet­ter­bes­se­rung fin­det sich in wirk­lich je­der Nacht ir­gend­je­mand, der hart nervt. Ob es Prolls mit di­cken Bass­bo­xen, ex­trem geist­rei­che Stu­den­ten­grup­pen mit Bier­käs­ten oder Hob­by­mu­si­ker sind, die der Welt zei­gen wol­len, dass sie gar nicht sooo schlecht sind, wie sie klin­gen – um den Schlaf ge­bracht wer­den wir von je­dem die­ser Hel­den. Und es wird von Jahr zu Jahr lau­ter, rück­sichts­lo­ser, ver­müll­ter und auch fäkalienreicher…und nein, da­mit meine ich nicht die BRN-Tage.

  11. Wenn diese Ex­zesse nicht zu Weg­zug bzw. Woh­nungs­leer­stand und da­durch zu ei­ner klei­nen Miet­preis­bremse füh­ren, dann ist die­ser Ge­sell­schaft wirk­lich nicht mehr zu helfen.
    In Bar­ce­lona und Ve­ne­dig wird von den Ein­hei­mi­schen ge­gen die Kreuz­fah­rer mit den um­welt­schäd­li­chen Rie­sen­pöt­ten pro­tes­tiert, in der Neu­stadt wird mah­nen­den An­woh­nern der Weg­zug nahe gelegt.
    Na dann Prost.

  12. Ich emp­finde es als skan­da­lös, was die letz­ten Wochen(enden) ab­läuft. Es gibt seit 1,5 Jah­ren ne Pan­de­mie, ne Co­rona-VO, die Ver­samm­lun­gen (ohne Hy­gie­nekon­zept, Mas­ken und Ab­stand) im­mer noch ver­bie­tet, es gibt im­mer schon eine Po­li­zei-VO, die die Nacht­ruhe re­gelt, es gibt den ge­sun­den Men­schen­ver­stand, sollte man meinen..

    Der Müll, Lärm und Ex­zess ist mit­ten in der Pan­de­mie so ex­trem wie nie an Eck und Park.

    Die Ord­nungs­be­hör­den kom­men ih­ren Auf­ga­ben nicht nach, es wer­den rechts­freie Räume ge­dul­det. Da­mit ver­stärkt man ein­mal mehr die so­zia­len Spannungen

  13. Was ist ei­gent­lich so schwer, das be­stehende Ver­samm­lungs­ver­bot durch­zu­set­zen? Je­der nor­male Bür­ger muss seit Mo­na­ten große Ent­beh­run­gen leis­ten, stän­dig Tests vor­le­gen, etc. 

    Aber Quer­den­ker, Hoo­li­gans und Par­ty­pöb­ler ste­hen über dem Ge­setz – Staatsversagen!

  14. Und die Po­li­zei leis­tet dem gan­zen noch Vor­schub in­dem sie die Par­ty­be­leuch­tung stellt.. unfassbar

    Als ers­tes sollte der Nach­schub mit bil­li­gem Alk durch die Spä­tis wie­der re­gu­liert wer­den wie bis 2015. Warum ver­wan­delt man die Neu­stadt ohne Not in ei­nen Bil­lig­bier­bal­ler­mann? In der Pan­de­mie mehr denn je, es ist völ­lig grotesk

  15. @ Dresd­ne­rin

    ich muss dich lei­der ent­täu­schen, die meis­ten wuss­ten ganz ge­nau was an die­sem WE pas­siert. Fe­ri­en­woh­nun­gen und "Ur­laube" wer­den be­reits ein Jahr im vor­aus für die BRN ge­bucht – und ir­gend­wie muss Sö­ren und Leon Ti­be­rius aus West­deutsch­land dann auch hin.

  16. Ach­tung Meinung:
    Ja, der Ver­kauf von Glas-Al­ko­hol hat nur Nach­teile. Es zieht die er­wähn­ten Mas­sen an, hin­ter­läßt Scher­ben und nimmt den Wir­ten das Ge­schäft weg. Ich als An­woh­ner bin sehr für ein Ver­bot von Al­ko­hol­ver­kauf ab ei­ner be­stimm­ten Uhr­zeit in der Neu­stadt. Auf dem Fuße folgt dann eine Pfand­pflicht für Döner/​Pizza/​Nudelverpackungen. Die re­le­vante Kli­en­tel kann man wohl nur über Re­geln, Ver­bote und den Geld­beu­tel er­rei­chen. Lei­der. Schade.

    PS: Re­geln hel­fen nur, wenn sie auch durch­ge­setzt wer­den. Pas­siert das nicht, wir­ken sie eher kontraproduktiv!

  17. Na dies ganze Dis­kus­sion gabs ja schon einmal:
    https://www.neustadt-ticker.de/47996/aktuell/nachrichten/glasflaschenverbot-fuer-die-neustadt

    Viel­leicht sollte man ja mal den Da­men und Her­ren, die in 2016 für die Ab­schaf­fung des Spät­sh­oper­las­ses ge­stimmt ha­ben, na­he­le­gen, dass man zu­künf­tig ge­zwun­gen ist, sol­che Par­teien (na­tür­lich kei­nes­falls die blauen Na­zis) zu un­ter­stütz­ten, die Recht und Orn­dung durch­set­zen wol­len an­statt stän­dig auf das Ver­ständ­nis und Ein­sicht der "Be­su­cher" zu po­chen. Aus Not­wehr, so­zu­sa­gen. Wenn das ein re­le­van­ter An­teil der ge­nerv­ten An­woh­ner macht, er­folgt hier viel­leicht ein Um­den­ken, wie sehr sol­che Ent­schei­dun­gen ge­gen die In­ter­es­sen der An­woh­ner stan­den und ste­hen – siehe die Wat­te­bäll­chen Maß­nah­men zum Assi-Eck… ich lach mich tot, am Ende des Som­mers wird wie je­des Jahr fest­ge­stellt, dass Re­den bei sol­chen Leu­ten nicht hilft. Nach­schub an bil­li­gem Al­ko­hol un­ter­bin­den schon, dann re­gu­liert sich auch der Rest!

  18. Naja jetzt gibts ja für 86000€ erst­mal ei­nen oder zwei "Kon­flikt­ma­na­ger".. die abends zu zweit!! in der Neu­stadt un­ter­wegs sind :-D, das wird schon… (nicht)

    An­sons­ten lässt sichs eben ein­fach nicht kon­trol­lie­ren, die Neu­stadt hat der­ma­ßen viele Zu­gänge wie soll das ge­hen, und selbst wenn die spä­tis zu ma­chen wür­den oder es gäbe nur noch Al­ko­hol in Pfandbechern(müssten dann aber emp­find­li­che 3–5€ sein sonst ver­pufft das auch) dann wür­den die Leute eben ihre Sternburgplö**e mitm Lei­ter­wa­gen mit­brin­gen.. Haupt­sa­che es bal­lert im Kopf, wo ein Wille zum Trinken/​Pöbeln/​Stören ist, dort wird das auch um­ge­setzt egal wie. 

    Ich finde es schlicht­weg trau­rig und un­er­träg­lich wie naiv und dumm die Men­schen sind, eine Impfung(wird ja im­mer wie­der als Aus­rede ge­nom­men) schützt eben NICHT vor ei­ner An­ste­ckung son­dern "nur" ei­nem schwe­ren Ver­lauf, man hat das Ge­fühl au­ßer in den Öf­fis und Geschäften(Maske) ist Co­rona in­ner­halb von 4 Wo­chen kom­plett aus dem Ge­dächt­nis radiert(sieht man auch wun­der­bar wie die Leute mitt­ler­weile wie­der am Des­in­fek­ti­ons­spen­der vor­bei! lau­fen) und im September/​Oktober wun­dern sich dann plötz­lich alle wie­der wie es so­weit kom­men konnte?! 

    In Mal­lorca ka­pi­tu­liert die Po­li­zei ja mitt­ler­weile auch schon wie­der am Bal­ler­mann, weil sie schlicht die Re­geln nicht um­set­zen kann, hier sieht man wie­der wun­der­bar, wenn du dem Men­schen keine Gren­zen setzt in Form von Schlie­ßun­gen usw. ist so­was nicht zu hän­deln.. auf die Ei­gen­ver­ant­wor­tung zu set­zen reicht schlicht und er­grei­fend nicht, weil viele die nicht besitzen.

  19. Gibt’s nicht die Mög­lich­keit ne Sam­mel­klage ein­zu­rei­chen? Of­fen­sicht­lich wird ja we­der Co­rona noch Po­li­zeiVO ein­ge­hal­ten bzw durch­ge­setzt, und das kalkuliert

  20. @Anton: am Bes­ten den Staat ver­kla­gen! … es ist nun­mal so, wie auch viele Kom­men­tare vor­her es be­stä­ti­gen, dass die Staats­macht in der Neu­stadt ab­so­lut nichts mehr durch­setzt. Schön dass nun am Wo­chen­ende Po­li­zei da­steht, bringt we­nigs­tens die größ­ten Laut­stär­ke­pe­gel zur Ruhe und das war es dann auch. Wenn ich an der schie­fen Ecke sehe und höre (an Schlaf ist ja nicht zu den­ken) nachts um 2Uhr!!! Trom­pe­ter, Gi­tar­rist und Bon­go­trom­mel eine Mu­sik­ses­sion vom feins­ten ge­ben und Hans in der Mitte sitzt und dazu auch noch rum­schreit oder in sei­nen Au­gen "singt" und die Po­li­zei mehr­mals ein­fach daran vor­bei fährt ohne ir­gend­et­was zu un­ter­neh­men dann ist das für mich al­les eine rie­sen­grosse FARCE …was sol­len denn diese Ein­däm­mungs­ver­su­che brin­gen!? Das Ban­ner übern Tran­quilo hing 2 Wo­chen, nun ist es mitt­ler­weile seit 1,5 Wo­chen nicht mehr zu se­hen und an­schei­nend in­ter­es­siert es auch nie­man­den es wie­der auf­zu­hän­gen, oder was sollte diese Ak­tion? Für das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­team ha­ben sich bis­her auch nur zwei Leute ge­fun­den – was sol­len die denn aus­rich­ten!? Was ich auch be­ob­achte ist wenn der Hans sich un­ter der Wo­che völ­lig ver­süfft vorm Lu­den schla­fen legt und ich ab um Sie­ben die gan­zen Grund­schü­ler an ihm vor­bei­lau­fen sehe und die Po­li­zei wie­der­mal an ihm vor­bei­fährt und NICHTS macht – da kommt mir das …

  21. He An­ton, was ist denn mit der neuen Haus­ord­nung? Hier lese ich nur we­nig Be­rei­chern­des noch Lobhudeleien…

  22. @Poster Pokka: Ich denke nicht, dass die Be­le­gung von Fe­Wos so­wie de­ren Be­le­gung re­prä­sen­ta­tiv da­für steht, wer hier in der Haupt­sa­che am WE zu­gange war. 

    @Anton: Danke, hier De­bat­ten zuzulassen.

  23. Im­mer­hin ist der Be­zirks­bür­ger­meis­ter im Ur­laub, wenn nun BRN sei, das sagt schon ei­ni­ges. Und der Alaun­park kippt der Fa­mi­lien- und An­woh­ner­nut­zung weg, denn es gibt KEINE amt­li­che REINIGUNG auf dem Park­ge­lände. Ich weiß wo­von ich rede. Die 86T€ am Eck wer­den frei­lich ver­sa­cken, bes­ser wär's wenn der Be­zirks­bei­rat nun ge­schlos­sen zur Apark-Wie­sen­rei­ni­gung an­tritt. Schafft Er­fah­rung und mehr Le­bens­wirk­lich­keit. Üb­ri­gens mie­fen auch die Rän­der des Parks nun rundum nach Seeche.

  24. Schade, wie­der Dreck, Kotze und Ge­stank. Und nein, als alt­ein­ge­ses­sene Neu­städ­te­rin war ich ir­gend­wie nicht auf den Tru­bel vorbereitet.

  25. Ich war über­rascht, dass die Kneipe tat­säch­lich vor 23 Uhr ihre "Mu­sik" aus ge­macht hat. Aber der Müll am nächs­ten Tag war schon ne Hausnummer.
    Es ist ja nicht so, dass die Stadt und das Land nicht ge­wusst hät­ten, wel­ches Da­tum letz­tes Wo­chen­ende war. Bei an­ge­kün­dig­ten Co­ro­na­de­mos hat es auch ge­klappt ei­nen ent­spre­chend gro­ßen Ein­satz zusammenzustellen.

    Klar, die Neu­stadt ist ein Fei­er­vier­tel, aber den­noch ist es ver­bo­ten Stra­ßen­bahn­schie­nen zu blo­ckie­ren, öf­fent­lich über­all zu uri­nie­ren (gerne auch di­rekt an die Haus­tür) und al­les zu vermüllen.
    Und wenn sich so viele Leute auf en­gem Raum tref­fen, dann sind das auch keine 10-Per­so­nen-Ein­zel­grüpp­chen mehr. 

    Naja, we­nigs­tens konnte ich letzte Nacht auf Mon­tag wie­der et­was lüften…

  26. "Klar, die Neu­stadt ist ein Feierviertel …"
    Mit sol­chen Fest­le­gun­gen fängt das Pro­blem ja an.

  27. Ich mag die Neu­stadt auch eher als Szene- oder Kul­tur­vier­tel be­zeich­nen, je­doch hat die „Sau­fe­rei“ we­der mit dem ei­nen, noch mit dem an­de­ren zu tun. 

    Das Pro­blem ist da­bei nicht der ein­zelne, der mal ein Bier an der Ecke trinkt, son­dern das Massenphänomen.
    In der Masse ist es nicht zu er­tra­gen, da­ge­gen kön­nen die zwei So­zi­al­ar­bei­ter oder Pla­kate auch nichts ändern.

    Wenn man die Müll­mas­sen und die ver­kleb­ten Bür­ger­steige sieht und riecht ist vom Kul­tur­vier­tel nicht mehr viel üb­rig. Da könnte auch ein Mc­Do­nalds öff­nen.… (Frage der Zeit?)

    Der hier z.Zt. ge­lebte Kon­sum und die Ver­mül­lung kann nicht im Sinne des öko­lo­gi­schen Wan­dels sein. Even­tu­ell sind par­kende Au­tos nicht das Pro­blem, son­dern die falsch ver­stan­dene Frei­heit ein­zel­ner in Masse.… 

    Pro Al­ko­hol­ver­kaufs­ver­bot in der äus­se­ren Neu­stadt draus­sen ab 22:00 Uhr. Wenn der Nach­schub fehlt, ver­läuft sich diese „Szene“ auch wie­der.… Pro­blem ist ja, dass sich al­les an we­ni­gen Ecken konzentriert…

  28. Ich finde es wird von Jahr zu Jahr schlim­mer. Wir woh­nen di­rekt am Alaun­park. Ich bin hier ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen. Ich wollte das meine Kin­der die selbe mög­lich­keit ha­ben. Ich wollte mich die­ser "zwei­ten" Gen­d­ri­fi­zie­rung (nach 1990) auch wie­der ein­mal wi­der­set­zen. Aber diese Ge­sell­schaft ist so un­so­zial, dass ich nun viel­leicht doch meine Hei­mat auf­gebe. Es gibt nur Lärm Dro­gen und Dreck, keine Krea­ti­vi­tät und Le­bens­freude. Die Po­li­tik der Lin­ken, Grü­nen und SPD ist lei­der voll­kom­men rea­li­täts­fern, dass sieht man auch bei der Ent­schei­dung zum Kran­ken­haus Neu­stadt so­wie bei der Parkgebührordnung.

  29. Ich wun­dere mich, dass im Stadt­teil­haus und im Stadt­teil­bei­rat, beim BUND e.V., beim NABU, etc. beim Blick auf die­ses Thema nicht die Müll­pro­ble­ma­tik im Fo­cus ist. Das ist eine sol­che dau­er­hafte Um­welt­saue­rei (zur BRN na­tür­lich ex­trem) dass alle an­de­ren Be­lange hin­ten an ste­hen müss­ten… ich ver­stehe die Dis­kus­sio­nen um das Al­ko­hol­ver­bot nicht, die Be­zeich­nung „So­ziale Ecke“ ver­steckt die Müll­berge hin­ter den nicht un­be­dingt so­zial ge­wünsch­ten Auswirkungen. 

    Hier wäre es jetzt an der Zeit, wirk­lich wie­der was FÜR das Vier­tel zu tun, ge­gen „Ver­mül­lung“. Oder ist das jetzt ÖKO 2.0 ?

  30. Puh, was kann ich noch bei­steu­ern. Viel­leicht eine klei­nen Ein­druck über die Ent­wick­lung des Ge­sche­hens am Alaun­park. Ich wohne dort seit über zehn Jah­ren so auf Höhe der Stra­ßen­bahn­hal­te­stelle Alaunpark. 

    Als ich hier­her ge­zo­gen bin wa­ren es vor al­lem die Tromm­ler, die ei­nen die ganze Nacht den Nerv ge­raubt ha­ben. Mitt­ler­weile wur­den diese von Men­schen ab­ge­löst, die Ihre Bo­xen mit­brin­gen – was ich per­sön­lich un­gleich stö­ren­der finde.

    Was auch über die Jahre nach mei­nen Ge­fühl zu­ge­nom­men hat sind ge­neh­migte Ver­an­stal­tun­gen und De­mos. Das führt schon mal dazu, dass man im Som­mer am Wo­chen­ende fast je­den Tag ir­gend­wel­che ver­stärkte Be­schal­lung über den Tag hat. Ich mag Kul­tur, wenn das dann aber dazu führt, dass man auch über den Tag be­schallt wird, dann komme ich an meine Grenzen.

    Das Müll­pro­blem gab es schon im­mer wo­bei mein Ein­druck ist, dass die Glas­fla­schen stark zu­ge­nom­men ha­ben und das dass Fla­schen hin­wer­fen und da­mit ka­putt ge­hen ex­trem mehr ge­wor­den ist.

    Nach dem in den letz­ten Wo­chen die Si­tua­tion im­mer hef­ti­ger ge­wor­den ist… mehr Men­schen… mehr Müll… mehr Lärm hat sich die Po­li­zei mit ei­nem grö­ße­ren Auf­ge­bot (viele Wan­nen und Flut­licht und Fuß­streife) an die Ar­beit ge­macht. Das be­grüße ich aus­drück­lich. Ich finde es zu­dem gut, dass sie auch als Fuß­streife un­ter­wegs wa­ren und da­mit auch leich­ter an­sprech­bar. (Die Po­li­zei fährt an­sons­ten im­mer nur mit dem Auto durch den Park – was das brin­gen soll, er­schließt sich mir nicht – auf mich macht das eher manch­mal den Ein­druck "bitte ja kei­nen Kon­takt zur Bür­ge­rIn") Die Fuß­streife hat zu­min­dest am Sams­tag Men­schen mit Bass­bo­xen an­ge­spro­chen – vie­len Dank dafür!!

    Der Alaun­park lag dann den gan­zen letz­ten Sonn­tag be­deckt mit Müll – ein paar we­nige be­herzte Bür­ge­rIn­nen ha­ben ver­sucht we­nigs­tens ein­zelne Ab­schnitte frei­zu­räu­men, was auf Grund der vie­len Scher­ben eine Sy­si­phos­ar­beit ist. Der Rest wurde dann ges­tern wie ge­wohnt durch die Stadt­rei­ni­gung er­le­digt so­wie den flei­ßi­gen Men­schen, die wohl über ei­nen Ver­ein or­ga­ni­siert sind (de­nen wurde im üb­ri­gen vor ein paar Wo­chen Ihre Greif­zan­gen im Park ge­klaut – da fällt mir nix mehr ein!!!)

    Was sich mir nicht er­schlie­ßen will – ja ich wohne in ei­nem Aus­geh­vier­tel. Kein Ding, aber dass das be­deu­tet, dass Men­schen jeg­li­chen An­stand ver­lie­ren – al­les fal­len las­sen, rück­sichts­los sind und keine Toi­let­ten fin­den, dass ver­stehe ich nicht. Schmei­ßen die in Ih­rem Gar­ten auch ein­fach die Glas­fla­schen in die Wiese, oder Ka­cken die in ih­ren Haus­ein­gang oder be­schal­len die Nach­barn bis in den Mor­gen mit Oh­ren­be­täu­ben­der Mu­sik??? Wohl kaum…

    Was ich auch nicht ver­stehe – warum muss eine Kneipe am spä­ten Abend die Laut­stärke run­ter­re­geln aber eine meist meh­rere Bass­bo­xen darf die ganze Nacht ei­nen ge­sam­ten Park beschallen?

    Fra­gen über Fra­gen … bis­her habe ich das alle to­le­riert, aber für mich ist, zum ers­ten Mal seit dem ich hier wohne das Maß voll.

  31. @ÖKP 1.0: Das Thema Müll ist schon seit rund zehn Jah­ren ein Dau­er­bren­ner im Stadt­be­zirks­bei­rat. Es sind in der Zwi­schen­zeit auch schon ei­nige Dinge pas­siert. Es gibt mehr Pa­pier­körbe im Vier­tel. Die Pa­pier­körbe sind bes­ser er­kenn­bar. Es gab eine Ak­tion zur Fla­schen­rück­name mit den Spät­shop-Be­sit­zern, es gibt mehr Müll­ton­nen für den Alaun­platz, es gibt eine Wer­be­kam­pa­gne und Müll­tü­ten zum Mit­neh­men für den Alaun­platz, es wur­den Pfan­dringe ein­ge­führt. Und die Gruppe "Chance für Chan­cen­lose", die re­gel­mä­ßig den Alaun­platz rei­nigt, so auch am Sonn­abend und Sonn­tag früh wird mit Mit­teln aus dem Stadt­be­zirksetat unterstützt. 

    Es gibt eine Ar­beits­gruppe Ord­nung und Sau­ber­keit, mit Ver­tre­tern von Äm­tern der Stadt und Ver­tre­tern Neu­städ­ter Ver­eine, die sich re­gel­mä­ßig trifft, un­ter an­de­rem auch im Stadt­teil­haus. Bund und Nabu ru­fen re­gel­mä­ßig zu Müll­sam­mel­ak­tio­nen auf. 

    Wel­che Dis­kus­sion um das Al­ko­hol­ver­bot meinst Du, die um ein Ver­kaufs­ver­bot über die Straße wie bis 2015 oder das von Bür­ger­meis­ter Sit­tel an­ge­dachte ge­ne­relle Alkoholverbot?

  32. @Anton
    ..dass das Thema Müll seit zehn Jah­ren Dau­er­bren­ner ist zeigt auf, dass die an­ge­dach­ten Ver­su­che nicht funktionieren: 

    Es geht ja nicht darum, wie man den Müll weg­räumt (?), son­dern, wie man ihn ver­mei­den kann…

    Da macht es Sinn, das ge­pflegte Fei­ern (beim Gas­tro­no­men), im Va­rieté, Ga­le­rien, krea­tiv-Händ­ler, etc. zu er­mög­li­chen und den Bal­ler­mann (ge­tränkt vom Späti) zu ver­hin­dern. Se­lek­tion ist hier das Mit­tel. Wir müs­sen ge­stal­ten, wel­che Szene wir hier för­dern. Wenn vor ei­ner Ga­le­rie ein­mal im Quar­tal zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung ge­fei­ert wird ist das mit we­ni­ger Müll und Be­läs­ti­gung der Nach­barn ver­bun­den, als beim dau­er­haf­ten zu­ge­lau­fe­nen Sauf­tou­ris­mus mit Utz-Utz…

    Bei der jet­zi­gen Ent­wick­lung ist nur lo­gisch, dass man mit Müll­sam­meln nicht hinterherkommt.

    Es macht mehr Sinn, Krea­tiv-Han­del, Ga­le­rien, Re­stau­rants etc. an­zu­lo­cken, auch mit För­der­mit­teln, da ist ja schon ei­ni­ges ab­ge­wan­dert. Die La­den­lo­kale müs­sen ja nicht alle zu Kneipe und Shis­ha­bar werden.. 

    Das Le­ben und Han­deln am Tag ist da­bei zu för­dern, das Nacht­le­ben ent­spre­chend et­was re­strik­ti­ver mit Auf­la­gen zu be­le­gen. (Nacht­ruhe, Schliess­zeit für Aus­sen­gas­tro, Kein Ver­kauf über Spä­tis ab z.B. 22:00…, We­ni­ger Aus­sen­gas­tro auf Bür­ger­stei­gen…). (@Anton:Eher so wie 2015..)

    Da den­ken si­cher viele Stadt­be­zirks­bei­räte, dass sind heiße Ei­sen, oder se­hen diese Fra­gen zu­nächst par­tei­po­li­tisch be­legt (schade)

    Et­was re­strik­ti­ver am Müll­pro­du­zen­ten kann ich mir eine po­si­tive Ent­wick­lung vor­stel­len, denn so wie es jetzt läuft ge­hen In­itia­ti­ven wie z.B. „Ver­pa­ckungs­los“, Pfand­be­cher für Kaf­fee, etc. im Müll­berg der Sauf­tou­ris­ten unter.…
    (Ei­nen Papp­be­cher ver­mie­den, wäh­rend in der glei­chen Nacht 20 Plas­te­be­cher auf der Strasse landen..)

  33. @Öko 1.0 … Geb Dir in der Ana­lyse durch­aus recht. Hab auch ge­gen ein Pfand­sys­tem oder Al­ko­hol­ver­kaufs­ein­schrän­kun­gen nichts ein­zu­wen­den, sehe nur die Um­set­zung als eher schwie­rig an. Nacht­ruhe, Schließ­zeit für Au­ßen­gas­tro gibt es doch schon. Bei all die­sen Re­ge­lun­gen musst Du aber je­man­den ha­ben, der es kontrolliert.

    Und dazu schau Dir den letz­ten Be­schluss des Stadt­be­zirks­bei­rats zum Thema an: "Durch­set­zung von be­stehen­den Re­geln – Ge­meind­li­cher Voll­zugs­dienst und Po­li­zei sol­len die Po­li­zei­ver­ord­nung ins­be­son­dere bei gro­ben Ver­stö­ßen durch­set­zen. Da­für soll es mehr Stel­len beim Ord­nungs­amt ge­ben und die Mitarbeiter*innen sol­len auch bis nachts um 2 Uhr ein­ge­setzt werden." 

    Nur kann das der Stadt­be­zirks­bei­rat gerne for­dern, um­set­zen muss das die Stadtverwaltung.

  34. Ohne Kon­trol­len und Prä­senz von Po­li­zei und Ord­nungs­amt wird es halt nicht ge­hen. Frei­wil­lig­keit und Ver­nunft gel­ten ja schon ab 1 Pro­mille nicht mehr. Die Nacht­ruhe drau­ßen (ja, auch im Park) sollte we­nigs­tens ab 0:00 ein­ge­hal­ten wer­den, Ver­stöße da­ge­gen auch sank­tio­niert (Kon­fis­zie­ren der Bo­xen o.ä.), und ein Alk-Ver­kaufs­ver­bot für die Spä­tis ab 22:00 wäre auch hilf­reich, die Leute sol­len bes­ser in den Knei­pen fei­ern, da ge­hört das hin. Die Neu­stadt ist ein bun­tes Vier­tel mit viel­fäl­ti­ger Nut­zung, das ist sehr schön, aber ein rei­nes Drecks‑, Party- und Dro­gen­vier­tel soll nicht dar­aus wer­den, das scha­det der gan­zen Stadt, nicht nur den Anwohnern.
    Hätte ja nie ge­dacht, öf­fent­lich mal mehr "law and or­der" zu ver­lan­gen, aber mir reicht es lang­sam auch.

  35. @Anton:
    Ist das nicht nach dem Motto "Wasch mich, aber mach mich nicht nass?"
    Erst wird von der Mehr­heit des Stadt­be­zirks­bei­rat ge­gen ein Al­ko­hol­ver­bot in den ver­schie­dens­ten Va­ri­an­ten zu Felde ge­zo­gen und dann wird wird so ge­tan als wenn die Rest­stadt die Scher­ben zu­sam­men keh­ren muss.
    In die Ecken wird ge­pin­kelt, weil oben in den Kör­per was rein ge­schüt­tet wurde.
    Scher­ben lie­gen im Alau­en­park und an der Ecke mit zeit­wei­sen Stra­ßen­bahn­ver­kehr, weil die Be­hält­nisse vor­her mit Al­ko­hol­inhalt ge­kauft wurden.
    Und laut und pö­bel­haft wird es, weil der Al­ko­hol die Leute enthemmt.
    Da ist es doch ein­fa­cher, die Ur­sa­che zu bekämpfen.
    Kei­nem Gas­tro­no­men oder Club­be­trei­ber tut es weh, wenn es nach 22:00 Uhr kei­nen Al­ko­hol­stra­ßen­ver­kauf mehr gibt.
    Und warum bitte soll die Po­li­zei­ord­nung ei­gent­lich nur bei gro­ben Ver­stös­sen durch­ge­setzt werden?

  36. @ An­ton

    Ja, bei der letz­ten Sit­zung habe man wohl be­schlos­sen, dass an der Ecke Ord­nung herr­schen solle, je­doch wurde in vie­len Sit­zun­gen zu­vor auf die be­son­dere Wich­tig­keit der „so­zia­len“ Ecke hin­ge­wie­sen und es wur­den im­mer wie­der alle re­strik­ti­ven Maß­nah­men torpediert. 

    Lei­der hatte das zur Folge, dass der. „FAME“ die­ser Ecke und diese Art zu fei­ern sich manifestieren. 

    Jetzt wird es schwer und lang­wie­rig, aber trotz­dem muss hier jetzt mal an ei­nem Strang ge­zo­gen werden.
    ____
    Mann müsste hier mal raus­fin­den, wie­viele Ku­bik­me­ter Müll durch die­sen Sauf­tou­ris­mus un­sor­tiert in der Um­welt landen… ?
    ____
    Bei Re­stau­rants und Ver­weil­gas­tro­no­mie ent­steht viel we­ni­ger Müll und die Gäste sind auch an­ders drauf… Wir müs­sen ja nicht auf un­sere Bier­gär­ten ver­zich­ten, aber wenn par­tei­über­grei­fend daran ge­ar­bei­tet wer­den würde das Ni­veau et­was zu heben…

  37. Wir woh­nen am Kunst­hof. Wir hat­ten in der Nacht Tem­pe­ra­tu­ren von über 30 Grad in über­hitz­ten Häu­sern. Wir ha­ben hier Mu­si­ker und ei­nen La­den ne­ben der Lila Soße, die seit letz­tem Jahr an je­dem Wo­chen­ende im­mer die­selbe Mu­sik spie­len, die ei­nen in­zwi­schen aus den Oh­ren hängt, zur BRN war es be­son­ders laut und lange. Wir hat­ten in der Woh­nung Laut­stär­ken von 85 De­zi­bel. Da­für, dass die BRN ab­ge­sagt war und wir des­we­gen nicht ver­reist wa­ren (über­haupt eine Zu­mu­tung für An­woh­ner und teuer) war das noch mild, aber bei der Laut­stärke dro­hen schon Hör­schä­den. Wir ha­ben hier jetzt su­per­heiße Som­mer ge­habt und ei­gent­lich nur bei of­fe­nen Fens­tern über­le­ben. Da­für soll­ten die Ge­neh­mi­gun­gen ent­we­der nur in ge­rin­ger Laut­stärke er­teilt wer­den oder gar nicht erst er­teilt und schon gar nicht in die­ser Masse, die zu­nimmt. Und dann muss es auch durch­ge­setzt werden. 

    Auch mein Ein­druck: die Lärm­ver­schmut­zung, der Dreck, der Al­ko­hol­ge­ruch, der Urin­ge­stank wer­den je­des Jahr stär­ker. Ich wohne hier auch seit über 20 Jah­ren. Es ist mit­un­ter so laut, dass die Fül­lun­gen in den Zäh­nen und die Fens­ter vi­brie­ren. Das ist, ob­wohl ein Knei­pen­vier­tel, auch ein Wohn­vier­tel mit Kin­dern, al­ten Leu­ten, die schon im­mer hier woh­nen. Wir brau­chen Schutz nicht nur zur BRN, aber be­son­ders da. Woh­nen an ent­spre­chen­den Or­ten wird na­hezu ge­sund­heits­schä­di­gend. Aber auch sonst soll­ten stei­gende Tem­pe­ra­tu­ren die Lärm­be­läs­ti­gung von au­ßen ver­hin­dern. Es gibt Tage, da spielt das keine Rolle, aber mit­un­ter komme ich mir vor wie bei der Schrei­mu­si­ker­gruppe da­mals auf der Pra­ger Straße.
    Das macht ag­gres­siv und man kann sich nicht schützen. 

    Üb­ri­gens: Auch ich habe die­ses Jahr nicht mit der BRN ge­rech­net, weil ab­ge­sagt. Dazu noch die spe­zi­elle Corona-Sitation.

  38. Mit In­ter­esse ver­folge ich die Kom­men­tare. Für mich kris­tal­li­sie­ren sich zwei Schwer­punkte heraus.
    A: Ur­sa­chen ver­mei­den (Ver­pa­ckun­gen, Boom­bo­xen etc.)
    B. Re­geln durchsetzen
    Bei bei­dem ist die Po­li­tik ge­fragt, denn Selbst­jus­tiz ist zum Glück auch nicht ge­wollt. So wie es es jetzt läuft, ma­chen wir uns un­sere Ge­sell­schaft ka­putt. 1000 Re­geln und kaum eine wird durch­ge­setzt. Das un­ter­gräbt das Ver­trauen in un­sere Ge­sell­schaft von al­len Seiten!
    In­ter­es­sant: Diese Aspekte kann man iden­tisch un­ter die Ar­ti­kel zum Pries­nitz­grund (u. a.) schreiben.
    Frei­heit ist im­mer auch die Frei­heit der anderen.

    @Anton: Kom­men­tare sind durch­aus eine er­heb­li­che Be­rei­che­rung Dei­ner Seite.

  39. Auch wir müs­sen in teil­weise über 30 Grad er­hitz­ten Räu­men bei ge­schlos­se­nen Fens­tern ver­su­chen zu schla­fen. Be­son­ders un­sere klei­nen Kin­der lei­den dar­un­ter, ha­ben Ein­schlaf- und Durch­schlaf­pro­bleme. Das ist nicht nur ge­sund­heits­schä­di­gend son­dern macht auch zu­neh­mend ag­gres­siv. Es ist ein­fach nur trau­rig, dass ge­gen diese aus­ufern­den Par­ty­ex­zesse nichts un­ter­nom­men wird…

  40. Ich wohne zwar nicht in der Neu­stadt, bin aber, ar­beits­be­ding, oft Nachts da.
    Den An­stieg von Lärm, Müll und be­sof­fe­nen Men­schen kann ich be­stä­ti­gen und bin im­mer­wie­der froh nicht da zu wohnen.
    Aber was bringt es euch An­woh­nern hier dar­über zu diskutieren?
    Wer­det ak­tiv. Schreibt Briefe, te­le­fo­niert mit/​geht zu den zu­stän­di­gen Politikern…und,ja…ruft im­mer wie­der die Po­li­zei oder das Ord­nungs­amt an und mel­det die Ruhestörungen.
    Ich denke nur so än­dert sich wirk­lich was.

  41. "Ein Le­ben ohne Spät­shop ist mög­lich, aber sinnlos"

    Ich habe völ­li­ges Ver­ständ­nis für die schlechte Stim­mung, grad für die Anwohner*innen der an­ti­so­zia­len Ecke muss die Si­tua­tion teil­weise un­er­träg­lich sein. Aber hier den Spä­ti­ham­mer auf­zu­klap­pen und das Feuer zu schü­ren, geht mei­ner Mei­nung nach an der Rea­li­tät weit vorbei.

    Ich denke al­len hier sind die Vor­züge die­ser wun­der­ba­ren In­sti­tu­tion "Spät­shop" be­kannt und be­wusst, je­den von uns hat ei­ner der Lä­den ir­gend­wann schon mal das Le­ben oder zu­min­dest den Abend ge­ret­tet. Eine der we­ni­gen glor­rei­chen Er­fin­dun­gen noch aus DDR-Zei­ten, die auch ein­fach zum Bild der Neu­stadt dazu ge­hö­ren und über viele Jahre zu dem ge­wis­sen Charme des Vier­tels bei­getra­gen haben.

    Wir hat­ten das Al­ko­hol­ver­kaufs­ver­bot am Wo­chen­ende ab 22 Uhr schon ein­mal. Wa­ren es 8, 9 oder 10 Jahre? Hat es was ge­bracht? Ja, ich glaube in der Zeit ist es dann an der Kreu­zung rich­tig es­ka­liert und/​oder es wur­den neue/​andere Sau­forte ge­fun­den. Es gab nur noch grö­ßere Müll­berge, es musste ja al­les selbst mit­ge­bracht wer­den, das Ag­gres­si­ons­po­ten­tial stieg mas­siv an, usw. Be­rich­tigt mich bitte, wenn ich mich irre.

    Ich bin sehr weit ent­fernt da­von mehr Po­li­zei zu for­dern. Aber… Pin­keln in der Öf­fent­lich­keit ist ver­bo­ten, Kip­pen, Fla­schen und Müll auf die Straße schmei­ßen ist ver­bo­ten, Mu­sik lau­ter als Zim­mer­laut­stärke und wil­des un­ver­ständ­li­ches Rum­schreien sind nach 22 Uhr ver­bo­ten, und, und, und… Für die Ein­hal­tung die­ser grund­ge­sell­schaft­li­chen Nor­men (auch und ge­rade in ei­nem Wohn­ge­biet) ist aber nicht der Spät­shop, son­dern jede*r für sich selbst und sollte das nicht ge­lin­gen un­sere all­seits be­liebte Staats­macht verantwortlich.

    Wenn ihr (nicht alle, nur die die sich an­ge­spro­chen füh­len) das seit Jah­ren völ­lige Ver­sa­gen des ge­sun­den Men­schen­ver­stan­des, der Ord­nungs­kräfte und der Stadt den Exis­ten­zen der Spe­zies Spätibetreiber*innen in die Schuhe schie­ben wollt, kön­nen wir auch gleich an­fan­gen deut­sche Ba­na­nen zu kaufen…

    Lebt lang und in Frieden 

    Btw.: Es wäre doch ein wit­zi­ges Ex­pe­ri­ment, wenn jetzt mal 1000 Bewohner*innen der gu­ten Elb­seite je­des Wo­chen­ende "rü­ber ma­chen" (denkt an die 13-Um­lei­tung), 1–2 Fla­schen Scham­pus ver­haf­ten und vor's Rat­haus ka­cken! Dort soll's ru­hig sein und die Bul­len sind ja eh alle hier…

    P.S.: Wenn alle Mieter*innen im Um­feld der an­ti­so­zia­len Ecke ge­schlos­sen die Miete we­gen Lärm­be­läs­ti­gung, Ru­he­stö­rung, Urin­ge­ruch, was auch im­mer da nem/​ner gu­ten Rechtsverdreher*in ein­fällt, kür­zen (ich habe 10–15% al­lein we­gen Bau­stel­len­lärm in Er­in­ne­rung), sollte das even­tu­ell mehr in's Rol­len brin­gen als ein­fach das kleinste Rad was sich am we­nigs­ten weh­ren kann zu be­schul­di­gen und auf dem Weg zum Hen­ker zu bespucken…

    Danke für eure Auf­merk­sam­keit. Gute Nacht…

  42. Lieber/​liebe natas,

    da hast Du aber ein paar Denk­feh­ler ein­ge­baut… den his­to­ri­schen >Rück­blick mal aus­ser Acht gelassen.. !!?!!

    Wenn hier zu laut ge­fei­ert wird und zu viel Müll ge­macht wird ist das kein Ver­sa­gen der Staats­macht und Ord­nungs­kräfte, son­dern ein ne­ga­ti­ves Schwarm­ver­hal­ten der fei­ern­den Probanden…
    Die Menge macht das Gift. 

    Die Spät­shops ster­ben nicht, wenn ab 22:00 Uhr kein Alk mehr ver­kauft wer­den darf, aber so wird es ab 23:00 Uhr et­was we­ni­ger… (hat das Ver­bot da­mals auch gezeigt)
    Dass trotz­dem ein­zelne noch gut ein­ge­deckt sind ist nicht zu vermeiden. 

    Das an­ge­dachte Ex­pe­ri­ment ist wit­zig, je­doch wer­den die we­nigs­ten Lust ha­ben, sich ent­spre­chend zu verhalten… ;-)

    Die Idee mit den Miet­kür­zun­gen ist so, als ob man den Pe­ter be­straft, weil der Wer­ner frech war. Was ha­ben hier die Ver­mie­ter da­mit zu tun? Bei Bau­maß­nah­men sind die Ur­sa­che für mög­li­chen Lärm die Bau­ar­bei­ten, die vom Ver­mie­ter be­auf­tragt wurden… 

    Es sind auch die Ord­nungs­kräfte nicht Schuld, dass hier im Schwarm ein sol­ches Ver­hal­ten an den Tag/​Nacht ge­legt wird!

    Ur­sa­che und Wir­kung sollte hier nicht ver­zerrt werden.
    Gibts we­ni­ger Stoff, gibt es auch we­ni­ger Action…

    Das Vier­tel wird hart daran ar­bei­ten müs­sen, hier ein an­de­res Pu­bli­kum an­zu­zie­hen und das die At­trak­ti­vi­tät für das jet­zige Pu­bli­kum zu verlieren… 

    (Bis da­hin war die Dis­kus­sion recht sach­lich, mit deut­schen Ba­na­nen hat das nichts zu tun…)

  43. Ich bin mal vor 20 Jah­ren be­trun­ken vom Ma­d­ness Rich­tung Bett ge­wankt. Meine Be­glei­ter und ich sind do­sen­ki­ckend die Alaun­straße hoch, das fand ein An­woh­ner äu­ßerst stö­rend und hat nen Ei­mer Was­ser über uns aus­ge­schüt­tet. Das fan­den wir in dem Mo­ment über­haupt nicht lus­tig. Aber am nächs­ten Mor­gen wars okay, er hatte ja recht. Jetzt mit Kin­dern juckt es mir im­mer schwer in den Fin­gern, Was­ser­bal­lons vor­zu­fül­len und der Horde Brül­len­der zu be­schie­ßen. Das hilft na­tür­lich nur, wenn viele mit­ma­chen. Das is nen Aufruf!

  44. Kunst­hof war heut mal wie­der furcht­bar. Po­li­zei war zwar schnell da, hat aber lei­der nur eine reich­li­che Stunde an­ge­hal­ten. Dann gings wei­ter. Was sind das für Leute, die da Ra­dau ma­chen? Gäh­nende Grüße.

  45. Es wird sich nur et­was än­dern, wenn die Ver­ur­sa­cher des Mülls im Alaun­park mit den Kon­se­quen­zen ih­res Han­delns kon­fron­tiert wer­den. Was hat es für ei­nen Ef­fekt, wenn diese Men­schen, nach­dem sie am nächs­ten Tag aus­ge­schla­fen ha­ben und wie­der mit Freun­den im Park chil­len wol­len, ei­nen durch Frei­wil­lige auf­ge­räum­ten Park vor­fin­den? Al­les su­per, den­ken die sich. 

    Des­halb plä­diere ich da­für, den Park nach dem ver­müll­ten Wo­chen­ende, ein­fach ta­ge­lang in die­sem Zu­stand zu be­las­sen. Ist zwar schade für alle Un­schul­di­gen, aber viel­leicht mer­ken die Ver­ur­sa­cher dann end­lich, dass ihr Trei­ben weit­rei­chende Fol­gen hat, und än­dern ihr Verhalten.

  46. @Matt: Ab­ge­se­hen da­von, dass diese Va­ri­ante aus recht­li­chen Grün­den nicht mög­lich ist, denke ich, da­mit triffst du ver­mut­lich nur die Fal­schen. Denn die Müll­ver­ur­sa­cher kom­men frü­hes­tens nach ei­ner Wo­che wie­der und wenn es ih­nen dann dort nicht ge­fällt, weil ver­müllt zie­hen sie ein­fach wei­ter und ver­mül­len den nächs­ten Park.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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