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St. Pauli Ruine – Theaterverein kann weitermachen

Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, ist der künftige Betreiber der St.-Pauli-Kirchruine ein alter Bekannter.

Theaterverein kann weitermachen
Theaterverein kann weitermachen

Im September hatte die Stadt den Betrieb der Kirchruine ausgeschrieben. Insgesamt vier Bewerbungen hat es gegeben und die Jury hat sich nun entschieden, dass offenbar der TheaterRuine St. Pauli e.V. das beste Konzept hat. Der Verein soll die Spielstätte nun bis vorerst Ende 2022 betreiben. Im Januar soll es einen Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Verein geben. Federführend dafür wird das Kulturamt sein, dass nun in Kürze mit dem Verein Gespräche aufnehmen will.

„Der von der Jury getroffene Strukturvorschlag zur Fortführung des Veranstaltungsbetriebes in der St.-Pauli-Ruine führt die Intention des Kulturamtes und von Akteuren der Freien Szene zur Weiterentwicklung der Spielstätte zusammen“, sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke).

Der vorgeschlagene Zweijahresvertrag ermögliche nicht nur die weitere Nutzung durch den Theaterverein, sondern auch eine breitere Einbindung des Stadtteiles sowie verschiedener künstlerischer Perspektiven. In der Ausschreibung war noch von einem Fünf-Jahres-Vertrag die Rede.

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Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Jörg Berger, zeigte sich heute glücklich über die Entscheidung und blickt nun voller Optimismus in die nächste Saison. Der Verein hatte sich dann doch entschieden sich zu bewerben und hatte gleich zwei Konzepte eingereicht. Die beiden anderen Einreichern bietet er die Zusammenarbeit an. „Wir würden uns freuen, wenn sich Leute, die sich mit engagieren wollen, schnellstmöglich bei uns melden, damit meine ich explizit auch die beiden Mitbewerber“, sagt Berger.

Vereinsvorstand und Regisseur Jörg Berger
Vereinsvorstand und Regisseur Jörg Berger – Foto: Archiv

Das Konzept mit dem der Verein nun die Jury überzeugt hat, soll von der Stadt mit 25.000 Euro pro Jahr gefördert werden. „Das entspricht der Förderung in diesem Jahr, ist aber deutlich weniger als noch 2019“, erläutert Theaterregisseur Berger. Es wird Veränderungen geben. Als wichtigsten Punkt fügt er die Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater an. Davon verspricht sich der Verein eine Professionalisierung. Auch Einflüsse aus den Initiativen und Vereinen des Hecht-Viertels sollen stärker zur Geltung kommen. Gemeinsam sollen Veranstaltungen entwickelt und ein Programmbeirat gegründet werden.

Rückblickend auf das Corona-Jahr 2020 sagt Berger, dass man so viel gespielt habe, wie erlaubt gewesen sei und im Rahmen der Einschränkungen war das Haus auch gut besucht. Dennoch gab es natürlich finanzielle Einbußen, der Verein hofft auf eine Finanzierung des Ausfalls durch die Nothilfepakete. Und für das kommende Jahr denken die Theatermacher über eine Verlängerung der Saison nach. „Wir überlegen, ob wir in die Ruine ein beheizbares Zelt stellen können, um auch im Winter Veranstaltungen anzubieten“, so Berger.

St.-Pauli-Ruine im Hecht-Viertel
St.-Pauli-Ruine im Hecht-Viertel

Nun macht sich das Team schon an die Arbeit und hofft auf einen Programmstart im April. Weitere Infos unter: pauliruine.de

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3 Ergänzungen

  1. Hallo,
    wieso Ruine? Ich war vor 2/3 Jahren dort, aber es ist keine Ruine, es ist ja alles in Ordnung.
    Ich habe als Kind mit anderen Kindern dort in der Ruine,
    damals war es noch eine Ruine, 1959, gespielt, wir waren unten im Keller, wo noch einige Räume schwer verschlossen und verbarrikadiert waren, und wir waren auch in der ersten Etage, dort wo mal eine Orgel gestanden hat. Die Treppen und Aufgänge waren zum großen Teil kaputt oder nicht mehr vorhanden, aber als Kind findet man eben immer Wege zu den gewollten Orten. Es war gefährlich, es war auch Einsturzgefährdet, jedenfalls stand es so an der Absperrung um auf das Gelände der Kirche zu kommen. Aber welches Kind von 5/6/7/8/9 Jahren beachtet schon solche Schilder? Es war eben ein Abenteuerspielplatz, den wir verbotener Weise eben doch genutzt haben. Ob Gefahr oder nicht, Interessant war unser Spielplatz auf jeden Fall, und man hat Fantasie gehabt wie die Kirche wohl vor dem Krieg ausgesehen hat.
    Damals hatten wir eine Frau getroffen, die uns erzählt hat wie die Kirche vor dem Krieg ausgesehen hat und wie und was darin alles gemacht wurde. Auch wenn wir nichts mit Kirche am Hut hatten, war es doch interessant was uns diese Frau damals darüber erzählt hat.
    Andreas Ludwig.

  2. Hallo Andreas Ludwig, die Bezeichnung für das Gebäude als St.-Pauli-Ruine hat sich etabliert. Und so falsch ist es ja nicht. Eine Ruine sind laut Duden die „stehen gebliebene Reste eines zum [größeren] Teil zerstörten oder verfallenen [historischen] Bauwerkes“. Auf jeden Fall klingt Deine Schilderung sehr spannend. Einen Eindruck von der ganzen Pracht der Kirche gibt es auf der Seite von Stefan E.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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