Am 1. Januar 2026 rückte die Feuerwehr Dresden gegen 18.52 Uhr zu einem Einsatz am Schlesischen Platz in der Neustadt aus. Einsatzort war das Pflegeheim „Hansahaus“, direkt gegenüber vom Bahnhof Neustadt.

Zunächst hatte die automatische Brandmeldeanlage einen Alarm ausgelöst. Noch während der Anfahrt der Feuerwehrleute meldete die Leitstelle eine Rauchentwicklung aus einem Umkleideraum im Kellergeschoss. Ein Brand wurde vermutet. Aufgrund der Einsatzlage und der Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner lösten die Einsatzkräfte vorsorglich einen MANV1-Alarm aus.
Im Hansahaus leben mehr als 90 Personen. Eine mögliche Evakuierung konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Ein Großaufgebot an Kräften wurde nachalarmiert.
Laub brannte im Lichtschacht
Vor Ort zeigte sich, dass Unrat und Laub in einem Lichtschacht brannten. Die Ursache ist noch unklar. Der Rauch zog in den Keller und verteilte sich dort großflächig. Die Feuerwehr konnte den Brand zügig löschen.
Aktuell liegt der Schwerpunkt auf der Entrauchung des Gebäudes. Ziel ist es, den Rauch zu entfernen, ohne die Bewohner*innen zu beeinträchtigen. Dafür wurde ein spezieller Lüfter-Container der Wache Striesen angefordert. Die darin enthaltene Technik erlaubt eine gezielte Be- und Entlüftung.
Verletzte gab es nicht. Der Kräfteansatz wurde inzwischen reduziert. Der Schlesische Platz dient aktuell als Bereitstellungsraum. In diesem Bereich kommt es zu Verkehrsbehinderungen.
Rund 60 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Striesen und Altstadt sowie der Rettungswachen Pieschen und Neustadt sind beteiligt. Auch ein Leitender Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sind vor Ort.
1MANV – Ein Massenanfall von Verletzten beschreibt im Rettungswesen eine Lage, bei der viele Menschen verletzt oder erkrankt sind. Solche Situationen entstehen etwa nach Eisenbahnunfällen, Bombenexplosionen, Seuchen, Flugzeugabstürzen oder bei großflächigen Einsätzen mit atomaren, biologischen oder chemischen Gefahrenstoffen.


















