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Brotladen und Hechtsemmel schließen

Für Walter Jentzsch ist morgen der letzte Tag in der Hechtsemmel. Die Entscheidung hat er sich nicht leicht gemacht. „Gerade in den letzten Wochen, seit der Ankündigung, kamen immer wieder Leute vorbei, die gesagt haben, wie schade es ist, dass ich schließe“, sagt er. Aber insgesamt kam einfach zu wenig Kundschaft.

Am 14. Februar zum letzten Mal geöffnet: Hechtsemmel an der Conradstraße. Foto: Anton Launer
Am 14. Februar zum letzten Mal geöffnet: Hechtsemmel an der Conradstraße. Foto: Anton Launer

„Im ersten Jahr lief es noch ganz gut“, erinnert er sich. Im Januar 2024 hatte er die Hechtsemmel eröffnet. In dem Laden hatte er zuvor schon als Angestellter gearbeitet. Das Konzept war einfach: Brot, Brötchen und Kuchen von der Bäckerei Schöne aus Radeburg, dazu Lauterbacher Bio-Eier und ein kleines Angebot an Fertig-Gerichten aus Klotzsche. „Auf das Jahr hätte man aufbauen können“, sagt Jentzsch. Aber 2025 kamen weniger Leute in den Laden, die Umsätze gingen zurück. „Ich kann die Leute verstehen, wenn sie bei mir fürs Doppel-Brötchen 90 Cent zahlen und im Supermarkt dafür drei bekommen“, sagt er. Für ihn war jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Reißleine zu ziehen, um nicht ins Minus zu rutschen.

Brotladen geschlossen

Seit Ende Januar hat der Brotladen auf der Alaunstraße 57 geschlossen. Dies war ein sehr kurzes Gastspiel, der Herzberger Bäcker Christian Graf hatte im September das Lädchen, in dem es früher das legendäre Bockwurst-Eis gab, eröffnet. Sein Konzept: Höchste Bio-Qualität. Dafür ist er auch jeden Morgen von Herzberg hierher gefahren. Der Umsatz reichte nicht aus, so Graf. Zwar sei die Kundschaft höchst zufrieden gewesen, aber sie kam nicht so zahlreich, wie es nötig gewesen wäre. „Dafür hätte ich wohl mehr Zeit gebraucht“, sagt er. Da er nun aber im brandenburgischen Herzberg sein Café doch weiter betreut, hat er sich entschieden, hier wieder aufzuhören.

Was nun aus dem Lädchen wird, ist unklar. Vielleicht, so hofft er, findet sich ja ein Franchise-Nehmer, den er beliefern könnte.

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Seit Ende Januar geschlossen: Brotladen auf der Alaunstraße - Foto: Anton Launer
Seit Ende Januar geschlossen: Brotladen auf der Alaunstraße – Foto: Anton Launer

2 Kommentare

  1. Brot aus Herzberg nach Dresden zu karren ist vielleicht nicht die ökologischste Option. Ob das Bio-Brot-Kunden anspricht haben wir nun gelernt.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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