Es ist wohl eines der markantesten Gebäude der Königsbrücker Straße. Die ehemalige Hauptpost. Vor 62 Jahren wurde das Gebäude errichtet.

„Ein die historische Traufkante weit überragender kubischer Baukörper passt sich nicht dem gekurvten Straßenverlauf der Königsbrücker Straße an, sondern steht eigensinnig und kantig in einer eigenen Flucht“, heißt es in der Beschreibung des Portals „Das Neue Dresden“.

Post – in alle Welt – aus aller Welt +
So steht es auf dem Dach des Sechs-Geschossers. Aber die eigentliche Post war schon lange ausgezogen. Geblieben war eine Filiale der Postbank, in der man auch Briefe und Pakete abgeben konnte und eine Zeit lang, als die Postbank frisch von der Deutschen Bank übernommen wurde, bei jeder Briefmarke gefragt wurde, ob man nicht noch ein Konto eröffnen wolle. Diese Zeit ist nun vorbei.

Länger schon vorbei ist es mit der alten Schalterhalle. Hier saßen die Postmitarbeiter*innen hinter großen Glasscheiben und nahmen die Schreiben huldvoll entgegen. In langen Schlangen und nur gedämpft sprechend, stellte man sich seinerzeit hier an, um Telegramme aufzugeben oder das Westpaket in Empfang zu nehmen. Auch der kleine Kiosk, der vorm Eingang stand, wurde schon 2005 abgerissen.
Direkt über der Schalterhalle befand sich die Kantine, die sich noch ein bisschen länger hielt, ihr Ende kam erst 2013. Aktuell gibt es dort eine Holz-Ausstellung zu sehen.

Nun ist seit Dienstag auch Schluss mit der Postbank. Die nächste Filiale findet sich in der Altstadt am Antonsplatz, knapp drei Kilometer entfernt. Um Pakete zu verschicken oder zu empfangen, gibt es neben dem Gebäude einen Paketautomat. Für die übrigen Postdienstleistungen befindet sich auf der anderen Straßenseite, an der Ecke zur Katharinenstraße, schon seit ein paar Monaten ein kleiner Post-Shop.

Geblieben sind ein paar Mieter. Neben der sehenswerten Holz-Ausstellung residieren hier ein Ingenieurbüro und Angestellte des Freistaats Sachsen. Finanz-, Kultus- und Sozialministerium haben hier Räume angemietet. Nichts geworden ist übrigens aus den Plänen von 2011. Damals planten Investoren, auf dem Gelände ein Einkaufszentrum zu errichten.




















Auch der kleine Kiosk, der vorm Eingang stand, wurde schon 2005 abgerissen.
Ich erinnere mich gar nicht. Gibt es hiervon Bilder?
So ein Haus wäre doch prinzipiell ein prima Kandidat für den Umbau zu Wohnraum, oder?
@Köbrü: Ja :)
Schöne Idee „Wohnpost“, nur will die Mieten dann wieder Niemand bezahlen. Und der Eigentümer/ Investor darf sich über graffitibeschmierte Hauswände freuen oder bekommt die Verachtung für sein Vorhaben anderweitig gespiegelt.
Aktuell sieht der Bereich ja ziemlich gruselig aus, über den Absperrgittern befindet sich oben Stacheldraht. Und die Post-Leuchtstoffröhren haben sicher auch mal bessere Zeiten gesehen.