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Die Sterne im Konzert

Radwege, Nazinotstand? und Nachrücken

Radwege für die Albertstraße

Mit 36 zu 33 Stim­men hat der Stadt­rat sich ges­tern für den in­ter­frak­tio­nel­len An­trag von Grü­nen, Lin­ken, SPD und den drei frak­ti­ons­lo­sen Stadträt*innen gestimmt. 

Nun ist die Stadt­ver­wal­tung be­auf­tragt, für die be­reits vor­han­dene Pla­nung zur Ein­ord­nung von Rad­ver­kehrs­an­la­gen auf der Al­bert­straße ein­schließ­lich Kno­ten­lö­sung am Ca­ro­la­platz und Al­bert­platz För­der­mit­tel für 2020 beim Frei­staat Sach­sen zu be­an­tra­gen und schnellst­mög­lich die Aus­schrei­bung der er­for­der­li­chen Bau­leis­tun­gen zu beauftragen.

Der Bau­bür­ger­meis­ter Raoul Schmidt-La­mon­tain (Grüne), der die Pläne zum Um­bau der Straße im Fe­bruar 2018 vor­ge­stellt hatte (Neu­stadt-Ge­flüs­ter vom 13. Fe­bruar 2018), sagte ges­tern, dass man an ei­ner Lö­sung ar­beite, um dann auch die Que­rung des Ca­ro­la­plat­zes mit einzubeziehen. 

Die Skizze von der Albertstraße in Höhe der ehemaligen Fußgängerbrücke zeigt. Eine Fahrspur wird entfallen. Grafik: Stadtverwaltung
Die Skizze von der Al­bert­straße in Höhe der ehe­ma­li­gen Fuß­gän­ger­brü­cke zeigt. Eine Fahr­spur wird ent­fal­len. Gra­fik: Stadtverwaltung

Noch am Diens­tag­abend hat­ten meh­rere hun­dert Radfahrer*innen auf der Al­bert­straße für mehr Rad­wege de­mons­triert (Neu­stadt-Ge­flüs­ter vom 30. Ok­to­ber 2019).

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Berit Heller statt Magnus Hecht

Der in den Stadt­be­zirks­bei­rat ge­wählte Lin­ken-Po­li­ti­ker Ma­gnus Hecht tritt sein Man­dat nicht an. Ges­tern ent­schied der Stadt­rat dar­über, dass an sei­ner Stelle Frau Be­rit Hel­ler nach­rückt, sie hatte bei der Wahl im Früh­jahr von den üb­ri­gen Kandidat*innen die meis­ten Stim­men er­zielt. Da­mit ist nur noch das Man­dat von Jo­han­nes Lichdi un­be­han­delt, der hatte auch er­klärt, dass er das Man­dat nicht an­neh­men wolle, bis­lang wurde das je­doch noch nicht im Stadt­rat be­han­delt. Beide Kan­di­da­ten wa­ren auch bei der Stadt­rats­wahl er­folg­reich und ver­wei­sen auf eine Über­schnei­dung von Ter­mi­nen der bei­den Gre­mien, die eine sinn­volle Ar­beit im Orts­teil-Gre­mium nicht ermögliche.

Nazi-Notstand?

Mit 39 zu 29 Stim­men ent­schied sich der Stadt­rat ges­tern Abend für den in­ter­frak­tio­nel­len An­trag von Stadt­rat Max Aschen­bach (Die Par­tei), der SPD-Frak­tion, der Stadt­rä­tin Ma­nuela Graul (Freie Bür­ger), Stadt­rat Mar­tin Schulte-Wis­ser­mann (Pi­ra­ten) und der Frak­tion der Linken. 

Un­ter der Über­schrift: "Na­zi­no­t­stand?" wurde nun mehr­heit­lich für Grund­satz­er­klä­rung zum Ge­gen­wir­ken an­ti­de­mo­kra­ti­scher, an­ti­plu­ra­lis­ti­scher, men­schen­feind­li­cher und rechts­ex­tre­mis­ti­scher Ent­wick­lun­gen in der Dresd­ner Stadt­ge­sell­schaft – Stär­kung der Zi­vil­ge­sell­schaft ge­stimmt. Ein Er­set­zungs­an­trag der AfD wurde ab­ge­lehnt. De­tails auf dresden.de.

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3 Ergänzungen

  1. Ich häng mich hier mal rein liebe Leute.
    Ihr kennt den Spruch weh­ret den An­fän­gen, die­ser geht weit zu­rück in die His­to­rie und in un­se­rer ge­schichts­träch­ti­gen Zeit gilt die­ser Spruch den na­hen­den Un­frie­den, den Kriegs­vor­be­rei­tun­gen oder auch die Ent­ste­hung des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus. Wie ich sehe, hier Stadt­par­la­ment und über­haupt im Fo­rum Face­book und an­derswo sind viele ex­akt das Pro­dukt der Teile und Herr­sche Ideo­lo­gie, was jene die es an­wen­den, per­fekt be­herr­schen. Ge­nauer ge­sagt müsste man den Fin­ger auf die Wunde le­gen und den Spruch an­wen­den, die von Na­zi­no­t­stand, Rech­ten , Na­zis, Ver­schwö­rungs ‑Theo­re­ti­kern schwa­dro­nie­ren. Da­mit ver­un­glimpft Ihr ein Teil der Be­völ­ke­rung die AfD wäh­len, eine de­mo­kra­tisch ge­wählte Par­tei so­wieso. Ge­nau das was Da­niel Gan­ser (His­to­ri­ker) in ver­ein­fach­ter Form er­klärt und wenn wir seine Sicht in die po­li­ti­sche Tiefe über­tra­gen, dann er­klärt sich das Di­lemma der Mensch­heit. Be­vor ihr los legt und mei­nen Kom­men­tar er­wi­dert, hört euch seine Sicht­weise kon­struk­tiv be­wer­tend an. Wir las­sen uns seit Jahr­tau­sen­den spal­ten und in der heu­ti­gen Zeit spie­len die Me­dien, das In­ter­net eine we­sent­li­che Rolle. Da­für ha­ben sie so­ge­nannte Denk­fa­bri­ken, Denk­zen­tra­len auf ge­baut und sie be­herr­schen ihr Hand­werk raf­fi­niert und übelst vor­treff­lich. Die La­kaien, Dem­ago­gen, Tritt­brett­fah­rer, zu viele an der Zahl, sind die "Ar­bei­ter und Hand­lan­ger" und sie die­nen der Macht­py­ra­mide. Sie brau­chen sie nicht un­be­dingt re­kru­tie­ren, die de­so­late Psy­che, das In­nere de­sas­tröse We­sen vie­ler liegt in­ne­woh­nend an und sie er­le­di­gen ei­nen noch so ab­sur­den "Auf­trag" der nicht un­be­dingt ei­ner sein muss. Der Tie­fen­staat, die Lo­gen, das Mi­li­tär, viele Kon­zerne und Re­gie­run­gen (nicht alle) das sind die Fa­schis­to­iden Ele­mente, die Welt­weit die Erde in Schutt und Achse le­gen. Der­weil der kleine un­be­darfte Bür­ger kei­nen Ein­blick hat was hier seit Jahr­tau­sen­den ab­läuft. Wer die AfD, die Par­tei als Gan­zes be­kämpft und das mit so dum­men ideo­lo­gi­schen Sprü­chen, macht sie Stark. Das Ge­setz der Dia­lek­tik und Ge­gen­ströme über­nimmt das han­deln und wir alle Mit­ten­drin. Da­mit wird auch die Ge­fähr­lich­keit des Fa­schis­mus po­li­tisch und phi­lo­so­phisch ver­nied­licht, wenn Bür­ger X Y al­les Na­zis sind.

    Das sind ganz ein­fach ge­strickte Re­geln sie Funk­tio­nie­ren aus sich selbst her­aus. Sie ver­selb­stän­di­gen sich und die je­wei­lige Ei­gen­dy­na­mik der Pro­zesse in ih­rer ge­schicht­li­chen Zeit be­trach­tet, die auch ge­lenkt wer­den kann /​wird, be­lebt das ge­sche­hen und be­wirkt die au­ßer­or­dent­li­che im­mer­wäh­rende ge­wünschte Schief­lage. Oder die Ei­gen­dy­na­mik wird auch in­fil­trie­rend ma­ni­pu­la­tiv be­nutzt und durch die vor­her in­fi­zierte er­reichte Un­ei­nig­keit der Ak­teure, der Bür­ger in das Ge­hirn hin­ein im­plan­tiert. So­mit ha­ben sie ein leich­tes Spiel das sie die Teile und Herr­sche Stra­te­gie noch bes­ser ko­or­di­nie­ren kön­nen. Ihr ste­hen Pate: die Un­wis­sen­heit, die Dumm­heit, kei­ner­lei ob­jek­tive Sach­kennt­nisse über die ge­schicht­li­chen Ab­läufe und Pro­zesse und zu was der Tie­fen Staat in der Lage ist und wie das ganze fein­glied­rig ideo­lo­gisch ver­wo­ben wird.
    In den Denk­zen­tra­len be­schäf­ti­gen sie „Zehn­tau­sende /​Mil­lio­nen“ und ihr größ­ter Hel­fer ist der Mam­mon dem sie ver­fal­len sind und die Elek­tro­nik, sie wird in Zu­kunft un­ser „er­bärm­li­cher Meis­ter“ sein.
    Das ist ein rie­si­ger mons­trö­ser Ap­pa­rat, dem ist kein Kraut ge­wach­sen sie in die Schran­ken zu wei­sen. An die­ser Stelle liegt der Knack­punkt, zu viele fal­len dar­auf rein.
    Das al­les geht auch ohne jene ver­teu­fel­ten Maß­nah­men /​Stra­te­gien der Eli­ten von stat­ten, nur an­ders. Wir selbst sind die leid­li­chen dum­men Ma­cher, schauen wir uns selbst an. In den Fa­mi­lien, in den Ehen, in der Schule, in den Fa­bri­ken bei der Ar­beit, beim Sport ge­hen diese pa­ra­no­iden Macht­kämpfe von stat­ten und ent­la­den sich. Zur­zeit ste­hen wir an ei­nem Schei­de­weg. Ent­we­der wir be­kom­men die Kurve und die Streit – Dia­log­kul­tur ge­winnt wie­der an Ober­hand. Wird zur Kul­tur der Würde, Ach­tung und Ethik er­ho­ben und eine kri­ti­sche Sach­lich­keit der kla­ren sau­be­ren Ar­gu­mente tritt in den Vor­der­grund, dann ha­ben wir viel­leicht eine Chance. Oder die dunk­len Wol­ken wer­den im­mer dich­ter und mas­si­ver. Das be­deu­tet im Klar­text, diese Kräfte ha­ben ihr Ziel er­reicht, was ihr An­sin­nen ist, was sie nicht aus lang­er­weile ent­facht ha­ben. Ge­rade in den de­zen­tra­len Gre­mien muss das ge­lin­gen und nach oben ge­tra­gen wer­den. Sonst kön­nen wir einpacken.

  2. Das Wort "Nazi-Not­stand" ist völ­lig über­trie­ben. Bis­her hat sich die Dresd­ner Stadt­ge­sell­schaft als durch­aus wehr­haft ge­gen­über Rechts­ex­tre­mis­ten ge­zeigt. Dies zei­gen die ver­schie­de­nen Dia­log- und Ver­an­stal­tungs­for­mate, die rund um den Ge­denk­tag 13. Fe­bruar und seit dem Ent­ste­hen der Pe­gida-Be­we­gung prak­ti­ziert wur­den und wei­ter­hin statt­fin­den. Wir soll­ten die Ver­hält­nisse nicht schlech­ter dar­stel­len als sie sind, um uns selbst­be­wusst ge­gen­über den Rechts­ex­tre­mis­ten zu behaupten.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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