Sie träumen von einer Verkehrswende

Wann kommt endlich die Wende für die Königsbrücker Straße?
Wann kommt endlich die Wende für die Königsbrücker Straße?

Kurz die Augen schließen und träumen. Einen Traum von Kindern, die auf der Straße spielen, ohne Angst zu haben. Träumen von Ruhe und Vogelgezwitscher. Träumen von alten Menschen, die sich wieder trauen auf die Straße zu gehen und das Treiben von einer Bank aus genießen können. Träumen von Genuss vor und nicht im Straßencafé. Es ist ein Traum vom kostenlosen ÖPNV. Ein Traum von einem Spaziergang durchs Grüne mitten in der Stadt. Ein Traum von einer Radtour bei der man zu zweit nebeneinander fahren kann. Ein Traum in der die Klimakrise ein bisschen mehr Zeit hat. Es ist ein Traum von einer Stadt namens Dresden ohne motorisierten Individualverkehr.

Wahrscheinlich sieht der Traum bei jedem Menschen ein bisschen anders aus, manche trauen sich vielleicht noch nicht diesen Traum zu träumen. Die Menschen, die schon lange davon träumen, waren heute auf der Straße. Sie träumen nicht mehr, sondern sie fordern. Rund 400 Teilnehmer*innen demonstrierten für eine Verkehrswende in Dresden und ließen so manches Auto dafür stehen.

„Lasst uns zeigen, dass eine andere Welt möglich ist – Verkehrswende jetzt“ –

Mit diesem Ausspruch rollten und spazierten an die 200 Menschen gemütlich am Dienstag um 15 Uhr vom Alaunplatz los. Mit einem selbstgebauten Anhänger, der nur durch Menschenkraft ins Rollen kommt, zogen sie durch die Neustädter Straßen und gelangten wohl oder übel über die Königsbrücker Straße an den Albertplatz.


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Dort war die Bühne frei für die ersten Reden. Denn neben einem Demozug wollte das Verkehrsbündnis Politiker*innen und Verbänden einen Raum für ihre Verkehrswende-Konzepte zur Verfügung stellen.

Immer wieder beruft sich das Bündnis auf den Klimawandel.
Immer wieder beruft sich das Bündnis auf den Klimawandel.

Das Bündnis fordert eine lebenswerte Stadt

Die Einführung machte natürlich das Bündnis selber. Darin forderten sie kostenlosen und gut ausgebauten ÖPNV, mehr Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen auf sicheren und gut ausgebauten Wegen, und vor allem keine privaten PKW im städtischen Raum.

„Wir wollen uns den Stadtraum zum Luft holen und leben zurückholen“. Dabei verweisen sie immer wieder auf die aktuelle Klimakrise und die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor.

Was will die Politik auf den Straßen?

Anschließend führten Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und die Landtagsabgeordnete Katja Meier (Grüne) ihre Konzepte einer Verkehrswende aus. Martin Dulig forderte, Flächen gerecht aufzuteilen. Ebenso will er den ÖPNV stärken, von kostenlos war jedoch nicht die Rede. Trotzdem sehe auch er die Verkehrswende als einen Teil der Energiewende – mit Elektromobilität. Katja Meier, die selbst kein Auto hat, ging dagegen noch weiter. Sie forderte unter anderem eine 30-Regelgeschwindigkeit in der Stadt, außer auf den großen Straßen.

Das Konferenzrad lud zum Diskutieren ein.
Das Konferenzrad lud zum Diskutieren ein.

Auch Konferenzräder zum Diskutieren waren dabei.

Gegen 16.30 Uhr rollten und spazierten die nun rund 400 Demonstrant*innen in Richtung St. Petersburger Straße. Neben dem Alltäglichem, wie Fahrrädern, Kinderwägen, Menschen, Musik, Essen für Alle, Decken und Liegestühlen fanden sich auch Konferenzfahrräder ein, auf denen sich Menschen mit Politiker*innen über aktuelle Themen zur Verkehrswende, ÖPNV und neuen Stadtkonzepten austauschen konnten.

An die 400 Demonstrant*innen nahmen teil.
An die 400 Demonstrant*innen nahmen teil.

Am Pirnaischen Platz hatten die Politiker*innen Uta Gensichen (Linke) und Martin Schulte-Wissermann (Piraten) die Gelegenheit ihre Verkehrskonzepte vorzustellen. So forderte Uta Gensichen eine nachhaltige Mobilität für alle. „Verkehr geht alle Menschen an, so wie es jetzt von der Politik vorgesehen ist, werden systematisch Menschen ausgeschlossen. Das müssen wir, und das wollen wir ändern!“ Sie fragte, wo denn die Senior*innen, Arbeitslose, alleinstehenden Mütter bei der Demo seien und verwies darauf, dass wohl die meisten der Demonstrant*innen studieren oder studiert haben.

Martin Schulte-Wissermann (Piraten) plädierte für einen fahrscheinlosen ÖPNV, will Parkgebühren erhöhen und den Einkaufsladen dorthin bringen, wo er gebraucht wird, sodass nicht quer durch die Stadt gefahren werden muss. Neben den Politiker*innen kamen auch die Verbände Fridays for Future und Extinction Rebellion zu Wort.

Beide machten auf die aktuelle Klimakrise aufmerksam und forderten zu weiteren Protesten auf. Um 19 Uhr endete die Demo mit Musik an der Lingner-Allee.

Stau durch Verkehrswende

Lieber im Stau stehen oder mit anderen den Traum verwirklichen?
Lieber im Stau stehen oder mit anderen den Traum verwirklichen?

Die Verkehrswende-Demo hatte zu erheblichen Staus geführt. Unter anderem weil es am Demo-Anhänger einen Platten gab – mitten auf einer Kreuzung an der St. Petersburger Straße. Nach einer Viertelstunde rollte jedoch alles weiter – bis dahin hatte die Polizei die Kreuzung weitgehend abgesperrt.

Schon im April kamen über 600 Menschen für eine Verkehrswende-Demo zusammen (Neustadt-Geflüster am 15.4.19). Durch den Demozug am Dienstag erhofft sich das Bündnis Verkehrswende, Druck auf Politiker*innen angesichts Klimakrise und Landtagswahlen auszuüben.

Nachhaltigkeit heißt die nächsten Generationen mitzudenken.
Nachhaltigkeit heißt die nächsten Generationen mitzudenken.
Am Anfang zogen sie durch die Neustädter Straßen
Am Anfang zogen sie durch die Neustädter Straßen
Ein Schild sagt mehr als tausend Worte?
Ein Schild sagt mehr als tausend Worte?
Ein sogenanntes Geh-Zeug.
Ein sogenanntes Geh-Zeug.
Was könnte man auf den autofreien Straßen alles machen?
Was könnte man auf den autofreien Straßen alles machen?

19 Kommentare zu “Sie träumen von einer Verkehrswende

  1. Wenn ich mir Filmaufnahmen aus den 20ern ansehe, erkenne ich lebendige Städte voller Fußgänger, Radfahrer, Kutschen, Handkarren und Autos. Die PR-Aktionen der Öl- und Automobilkonzerne, die seit den 30ern stattfanden, haben unsere Brains nachhaltig gewaschen. Seit dem meint man, einen Anspruch auf PKW zu haben. Seit dem haben ÖPNV einen schlechten Ruf.
    Ich finde, es wird Zeit, die ach so bequem gewordenen Leute wieder zu mehr Bewegung zu bringen. Lärm, Dreck, betonierte Flächen, Verkehrstote, vom Klima ganz zu schweigen – privates Autofahren ist eine Belastung. Es muss wieder Luxus werden.

  2. Herrlich!

    Der Verkehrsminister von der SPD darf Mal wieder (bei der) Opposition spielen.
    Sämtliche – bis auf eine – Oppositionsparteien machen populistischen Wahlkampf und sind sich weitestgehend einig.
    Viele ebenso wohlklingende, wie wahnwitzige Forderungen werden aufgestellt und keiner ist da, der diesem Unsinn widersprechen könnte.

    Fehlt eigentlich nur eine #Qualitätsjournalistin, die das Ganze noch mit einem Artikel garniert…. oh wait

  3. „Stau durch Verkehrswende: Die Verkehrswende-Demo hatte zu erheblichen Staus geführt.“… also ich bin etwa eine Stunde nach der Demo wieder am Pirnaischen Platz vorbeigekommen, da war die Kreuzung noch genau so mit Autos vollgestopft wie vorher zur Demo…

  4. @Fidel …
    Treffend beschrieben.
    Dass sich auf den Straßen der Städte was ändern muss (nicht nur in Dresden), ist sicher jedem klar. Dass dies nicht mit einem einfachen „wir verbieten mal eben Privat-PKW“ zu schaffen ist, sollte auch klar sein.
    Gerade die Beteiligung der SPD an dieser Demo ist doch einfach an Doppelmoral nicht zu überbieten. Aber Wahlkampf um jeden Preis und es gibt sicher Schafe, die auch dieses Mal ihre Schlachter wieder selbst wählen. Viel Spaß dabei.

    Nebenbei gesagt:
    EIn eigenes motorisiertes Fortbewegungsmittel ist ein Stück Freiheit. Ich kann mich (sofern ich den Tank füllen kann) rein- bzw. draufsetzen und ein auch weiter entferntes Ziel ansteuern.
    Eine Einschränkung der Mobilität des „einfachen Bürgers“ sollte nicht aus den Augen gelassen werden.
    Ich finde es schon sehr befremdlich, wenn jetzt ständig nach Verteuerung von Flugreisen gerufen wird und, dass das Autofahren wieder Luxus werden muss.
    Da werden die Berufsdemonstranten doch ganz schön große Augen machen, wenn man an der nächsten Demo, die vielleicht ein paar Städte weiter stattfindet, nicht teilnehmen kann – weil eben der ÖPNV bzw Fernverkehr nicht fährt/ fahren soll.
    Ihr schreit ja gerade zu nach Verboten und Einschränkungen.
    Und wer wird drüber lachen bzw. wem wird es egal sein? Denen, die genug Geld haben, die sich die teure Flugreise dennoch leisten werden; die, die dennoch mit dem SUV durch die Stadt fahren können.
    Und dann soll mir nochmal jemand sagen, dass keine Parallelgesellschaften existieren…

    Verkehrswende fängt im Kopf an und nicht mit Verboten.

  5. In Brandenburg ist unheimlich viel Platz, da können sich die Demonstranten gern eine Stadt nach ihren Vorstellungen errichten. Die einen ohne Autos, die nächsten ohne Elektrotretroller, die nächsten mit Supermärkten, die vom Pferdewagen aus beliefert werden und am besten alle mit Strom aus der Steckdose, damit sie den Strom nicht mehr gewinnen müssen. Wer weiß, wieviel Umweltverschmutzung durch Energiegewinnung entsteht, oder durch die Herstellung von Fahrrädern oder anderen Luxusartikeln, an die sie sich gewöhnt haben.

  6. Die Träume ließen sich noch fortsetzen. Rentner, die davon träumen, dass sie keine Mineralwasserkisten mehr bis zu ihrer Wohnung bekommen, hilfsweise davon, dass die Innenstadt mit – natürlich elektrisch betriebenen – Transportfahrzeugen von Lieferservicen, die eine Ausnahmegenehmigung haben, vollgestopft sind. Einzelhändler in der Innenstadt träumen davon, dass endgültig alle Kunden ausbleiben, da man das gleiche Produkt im Gewerbepark auf der grünen Wiese bekommt, wo man mit dem Auto direkt bis vor die Tür fahren kann.

    Wer eine nur noch heile Welt haben will, der muss erst einmal den bestehenden Menschen abschaffen und durch einen besseren ersetzen. Mit dieser Menschheit sind verschiedene Träume nämlich nicht zu machen, trotz noch so intensiver Verbote, Belehrungen und Erziehungsversuchen.

  7. Grundsätzlich finde ich es vorbildlich, dass in dieser Publikation auch den Nachwuchsautoren Raum gegeben wird. Man sollte aber die Rubrik, in der solche Artikel erscheinen, deutlicher kennzeichnen! Vielleicht mit „FRÖSI“?
    (https://de.wikipedia.org/wiki/FRÖSI)

    „…manche trauen sich vielleicht noch nicht diesen Traum zu träumen.“
    Nein, sie träumen nicht mehr, da sie den Erkenntnishorizont von Erwachsenen erreicht haben. Aber darüber sollte man sich in der Schülerarbeitsgemeinschaft „Schreiben“ noch keine zu großen Gedanken machen. Die Zeit ist dafür noch nicht reif.

    Ich sah die Demo in der Neustadt. 400 waren’s da noch nicht. Ich sah Halberwachsene, obwohl manche optisch schon etwas verwelkter wirkten. Sie sangen fröhlich NENA-Hits aus den 80-ern. „Die Großen“ waren derweil damit beschäftigt, sie vollumfänglich zu versorgen.

  8. Den neuen – wohlgemerkt sozialistischen- Mensch gab es schon. In der DDR. Die Situation der Umwelt war trotzdem oder gerade deswegen
    katastrophal. Und jetzt hängt „Die Linke“ Wahlplakate auf “ Wer Umweltschutz will, muss den Kapitalismus in Frage stellen“.

    Das letzte sozialistische Experiment ist gerade mal 30 Jahre her und die linken SED – Demagogen wollen ihn schon wieder einführen bzw. sind schon wieder reif für die Regierung dank den Koaltitonsträumen der momentan indiskutablen SPD. Verrückt.

    Ihr linken Verkehrswendeträumer – informiert Euch mal was der Sozialismus in der DDR mit der Umwelt gemacht hat.

    https://deutsche-einheit-1990.de/ministerien/muner/verschmutzung/

  9. … Hab gestern wieder mal im Stau gestanden, zum Feierabend meines Jobs. War nicht witzig. Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen warum „Aktivisten“ ihre schwafeligen Terrorisierungen immer auf dem Rücken derer veranstalten, die dafür sorgen daß die Bafög- und ALG Töpfe gefüllt sind. Dieses lustiges Treiben zur Hauptverkehrszeit und den „platte“ Reifen halte ich für Terrorismus… Dieses Wort kann man sich bei Wikipedia erklären lassen.
    shame on you, folks!

  10. Ich bin bis vor gut einem Jahr – inzwischen woanders – als Paketzusteller in der Äußeren Neustadt unterwegs gewesen, außer mir noch etwa 3-5 weitere.

    Jeder von uns hat(te) rund 200 Pakete täglich mit „an Bord“. Das sind also rund 1000 Pakete für rund 15.000 Einwohner… täglich. Dafür gab’s in der Regel rund 1 (in Worten einen) Euro Trinkgeld täglich.

    Mich kotzt dieses Wohlstandsgejammere der „Generation Amazon“, die sich 30 kg Katzenstreu in bis in den 5. Stock tragen lässt – ohne auch nur einen Fuß vor die Wohnungstür zu setzen, geschweige denn Trinkgeld zu geben – so dermaßen an, dass ich nur noch Verachtung für diese Neustädter Verkehrswende-Fuzzies übrig habe.

    Deren „selbsternannter König“ ist übrigens Piraten-Stadtrat Martin Schulte-Wissermann, der seinen Lebensmittelpunkt schon lange in Pieschen hat und nur noch zum Post-Abholen, zum Demonstrieren („Königsbrücker muss leben“) und zum Saufen in die Neustadt kommt.

    „Ihr“ habt ihn (wieder-)gewählt, „ihr“ habt ihn sowas von verdient!

    P.S. Privat fahre ich ausschließlich Fahrrad, im Winter habe ich eine Monatskarte.

  11. @ Torsten,

    danke das du mir aufzwingen (äähhh….mich „dazu bringen“ natürlich!) willst wie ich mein Leben leben soll, schön nach deinen Vorstellungen, nichtmehr so bequem wie ichs gerade habe. Torsten, nimms mir nicht übel aber… F*** dich (vorsorglich zensiert).

  12. Hallo Karsten, du stehst nicht im Stau, du bist (Teil des) der Stau. Und während dutzende private die Straße verstopfen, kommt der halb volle Bus auch nur im Schritttempo voran. In der Stadt braucht niemand ein privates Auto! Um Lösung von durch deren Abschaffung evtl entstehenden Problemen geht es ja gerade bei den Überlegungen zu alternativen Verkehrskonzepten. Viele davon sind allerdings auch herbei phantasiert. Siehe oben Martin…

  13. @ Fidel
    Ich Bitte um Hilfe. Bei ca. 15.000 Einwohnern lassen sich wie viele Katzenstreu in die oberen Stockwerke tragen? Waren die auch alle auf der Demo?
    Die müssen das gewesen sein, wohnen (sofern man das als solches bezeichnen kann) alle in der gleichen Straße (auch wenn diese unterschiedliche Namen tragen).
    Und, wieso bitte, war ich nicht zur Inthronisation des eingeladen? Gerne hätte ich ihm als stattlich geprüfter Leihbischof den Bio-Reichsapfel übergeben.
    Und er sich wohl auch!

  14. @ Schlossi: Tatsächlich mag ich, weil ich einfach ein heißer Typ bin, Onanie sehr gerne und könnte mich tatsächlich mal wieder selbstbefriedigen. Das letzte Mal ist ja schon wieder paar Stunden her. Danke für den Tipp! =)

    In diesem Sinne: F***!

  15. @s.
    OK, habe mir beide Videos angeschaut, vielleicht solltest Du folgende Punkte nochmal genauer mit Dresden vergleichen bzw. prüfen:
    – Einwohneranzahl und Ausdehnung der Städte
    – topografische Bedingungen (Stichwort Elbtal)
    – räumliche Gegenheiten, d.h. Platzbedarf für derartige Infrastrukturen
    – Unterschiede Neubau vs. Umbau der Verkehrsinfrastruktur
    – Leistungsfähigkeit des örtlichen ÖPNV
    – klimatische Unterschiede

    Grundsätzlich bin ich sehr dafür, dass sehr viel mehr für Radverkehr in Dresden getan wird, aber es so hinzustellen, dass in Dresden Auto gefahren wird, weil wir „im Tal der Ahnungslosen“ wohnen, finde ich dann doch etwas zu billig. Da sollte schon genauer geschaut werden, welche Strecken genau die Menschen mit dem Auto fahren und warum dies so ist. Sehr entscheidend ist am Ende, ob man immer eine brauchbare Alternative hat, damit ein kompletter Verzicht auf das eigene Auto möglich ist. Und dies ist häufig nicht der Fall. So ist mein täglicher Arbeitsweg (insgesamt) knapp eine Stunde am Tag. Mit ÖPNV wären es ca. dreieinhalb Stunden. Bin ich schlichtweg nicht bereit, jede Woche mehr als zwölf Stunden zusätzlich in den Weg von und zur Arbeit zu investieren.

  16. @ Stefan,
    mein Kommentar bezog sich auf die vielen anderen Kommentare vor mir, welche doch sehr negativ bezüglich einer Verkehrswende sind.
    Natürlich muss man die örtlichen Begebenheiten betrachten und mit einbeziehen. In Dresden bewegt sich ja auch einiges. Jedoch nicht genug.
    Mein Arbeitsweg ist in etwa auch eine halbe Stunde per PKW entfernt. Jedoch versuche ich so oft es geht mit meinem E Bike die Strecke zu bewältigen. Und dafür brauche ich nur 15 min länger. Zumal oft zur Fahrtzeit mit dem PKW 15 min Parkplatzsuche hinzukommen. Dennoch gewinnt manchmal der innere Schweinhund. Das muss ich zugeben. Aber wir alle sind gefragt. Und da bin ich wieder bei den vorhergehenden Kommentaren.
    Es gibt viele Wege die uns raus aus dem individuellen Verkehr führen. Mehr ÖPNV und das zu einem 365 € Ticket. Mehr Radwege. Firmen die Jobticket anbieten, oder eben ihre Leute mit dem guten alten „Schichtbus“ einsammeln. Es gibt bestimmt noch mehr Ideen die zu einer Verkehrswende führen und zu einer lebenswerteren Stadt führen. Mensch muss es nur wollen. Wir alle sind gefragt.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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