Die Bombe am Fuße des Widerlagers der ehemaligen Carolabrücke ist entschärft.

Eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwoch am Elbufer erfolgreich entschärft worden. Der Blindgänger war zuvor bei Sondierungsarbeiten im künftigen Baufeld der neuen Carolabrücke entdeckt worden. Das teilte die Einsatzleitung mit.
Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entfernten den Zünder vor Ort und sprengten ihn anschließend kontrolliert.

Sperrmaßnahmen werden aufgehoben
Nach Abschluss der Arbeiten heben die Behörden die eingerichteten Sperrmaßnahmen schrittweise auf. Die zuvor evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner können anschließend in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die Einsatzleitung dankte den beteiligten Einsatz- und Fachkräften sowie den unterstützenden Behörden und Organisationen für die Zusammenarbeit bei Vorbereitung und Durchführung der Maßnahmen. Zudem richtete sie ihren Dank an die Bevölkerung für das Verständnis und die Unterstützung während der Evakuierung.
So verlief der Tag
Seit 6 Uhr früh wurde das Gebiet im Umkreis von rund einem Kilometer um die Fundstelle unterhalb der Widerlager der ehemaligen Carolabrücke evakuiert. Die Polizei sperrte den Bereich ab und kontrollierte ihn zu Fuß, mit Fahrzeugen und aus der Luft. Auch eine Drohne sowie ein Boot der Wasserschutzpolizei kamen zum Einsatz.
Gegen 12.25 Uhr meldeten die Einsatzkräfte: Evakuierung abgeschlossen. Die Maßnahme verlief ohne Zwischenfälle. Mehr als 310 Betroffene wurden in der Notunterkunft in der Messe Dresden betreut.

Während der Entschärfung blieb der Bereich weiterhin gesperrt. Der Individualverkehr sowie mehrere Straßenbahnlinien wurden weiträumig umgeleitet. Unter anderem auf der Stauffenbergallee kam es dadurch zu erhöhtem Verkehrsaufkommen.


Zwischenzeitlich sorgte eine Falschmeldung im Internet für Verwirrung. Eine KI-Suchmaschine meldete bereits gegen 14 Uhr, die Bombe sei entschärft. Die Polizei musste diese Information korrigieren.
Um 15.10 Uhr meldete die Einsatzleitung schließlich Erfolg: Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatten den Zünder der britischen Fliegerbombe entfernt und kontrolliert gesprengt.
Die Polizei wird den Sperrbereich rund um die Fundstelle an der Baustelle der neuen Carolabrücke in Kürze aufheben. Derzeit läuft noch ein abschließender Sicherheitscheck. Danach wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Gelände freigeben.
Anschließend können die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, auch die Verkehrseinschränkungen werden aufgehoben.
Die 250-Kilogramm-Bombe wird danach zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht.
Statement von Polizei und Feuerwehr
Polizeisprecher Marko Laske und der Sprecher der Dresdner Feuerwehr Michael Klahre zur Situation. Video: Florian Varga




















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