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Rudolf rollt ins Kino

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Die Initiative „Rudolf rollt“ organisiert ein kleines Mitmach-Filmfestival – Titel: „Extrem Kurz“. Das soll am 6. Dezember in der Schauburg stattfinden, schon jetzt kann man sich beteiligen.

Ende Mai organisierte "Rudolf rollt" auf der Rudolf-Leonhard-Straße ein kleines Skate- und BMX-Event - Foto: Max Lit.
Ende Mai organisierte „Rudolf rollt“ auf der Rudolf-Leonhard-Straße ein kleines Skate- und BMX-Event – Foto: Max Lit.

Die Veranstaltungsreihe „Extrem Kurz“ möchte Sportlerinnen, Filmemacherinnen und Crews aus der Region zusammenbringen. Im Mittelpunkt stehen selbst produzierte Kurzfilme aus der Actionsport-Szene. Teilnehmen können Beiträge aus den Bereichen Skateboard, BMX, Mountainbike, Scooter, Parkour, Snow und weiteren Sportarten.

Gesucht werden selbst produzierte Kurz-Edits mit einer Länge von eineinhalb bis fünf Minuten. Die Filme werden in der Schauburg vor Publikum gezeigt. Eine Jury und das Publikum vergeben Auszeichnungen in mehreren Kategorien. Dazu gehören „Best Edit Overall“, „Most Creative Cut“, „Community Favorite“ und „U18 Rookies“. Für die Gewinner sind Preise angekündigt.

Der Einsendeschluss ist der 31. Oktober.

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Filmfest will die lokale Szene stärken

Nach Angaben der Veranstalter ist „Extrem Kurz“ mehr als ein Wettbewerb. Das Filmfest soll die lokale Actionsport-Szene stärken und Kreative vernetzen. Gleichzeitig wollen die Organisatoren auf die Bedeutung von Kultur-, Jugend- und Sportangeboten aufmerksam machen. Sie verweisen auf Kürzungen in diesen Bereichen und betonen die Bedeutung von Freiräumen für kreative Projekte und den Austausch.

Das Filmfest soll außerdem die Diskussion über Investitionen in Jugend-, Kultur- und Sportangebote unterstützen. Dazu zählt auch die Zukunft eines Skate- und Bikeparks in der Neustadt.

Geplant ist ein Abend mit Filmvorführungen, Publikumsabstimmungen und einer Preisverleihung auf der Kinoleinwand.

Fragen an Marv von der Initiative Rudolf rollt.

An welchem Datum genau findet die Filmvorführung in der Schauburg statt, und wie läuft der Abend ab?

Nachdem die Nikolausstiefel erfolgreich geplündert und der 2. Advent verdaut wurde, öffnen sich am Abend gegen 18 Uhr die Türen der Schauburg. Wir möchten noch nicht zu viel verraten, freuen uns aber auf einen abwechslungsreichen Abend mit großartigen Kurzfilmen, die in mehreren Filmblöcken präsentiert werden. Eine charmante Moderation begleitet das Programm, und natürlich bleibt auch genügend Zeit zum Kennenlernen und Vernetzen – sei es bei einem Getränk in der Lobby oder während der Pausen zwischen den Filmblöcken.

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Es wird auf jeden Fall ein abendfüllendes Programm, und wir rechnen mit etwa drei Stunden, je nachdem, wie viele und wie lange die Filme werden.

Wie und wo genau können die Kurz-Filme eingereicht werden (Plattform, Format, technische Vorgaben), und gibt es eine Teilnahmegebühr?

Wichtig ist heutzutage zu erwähnen, dass fürs Kino unbedingt im Querformat gefilmt werden sollte, da viele sich inzwischen daran gewöhnt haben, für Social Media im Hochformat zu drehen. Außerdem sind eine gute Bild- und Tonqualität entscheidend. Full HD reicht dabei vollkommen aus, wer jedoch in 2K oder 4K dreht, hat definitiv keine Nachteile.

Wir werden dazu in Kürze noch einen ausführlichen Post auf unserer Website und unserem Instagram-Kanal veröffentlichen. Die fertigen Meisterwerke können die Teilnehmenden am besten über einen Filesharing-Dienst hochladen und uns dann den Link per E-Mail schicken.

Eine Teilnahmegebühr halten wir für den falschen Weg, da die Leute bereits so viel Zeit und Energie in ihre Filme stecken, dass es nicht an einer zusätzlichen Hürde scheitern soll, beim Filmfest mitzumachen.

Was genau sind die „fetten Preise“ in den einzelnen Kategorien, und wer stiftet sie?

Da wir durch den Stadtbezirksbeirat Neustadt gefördert werden, müssen wir keine Kosten für die Saalmiete einrechnen. So können wir einen großen Teil der Eintrittsgelder wieder als Geldpreise an unsere Teilnehmenden zurückgeben. Also dreistellige Beträge werden da schon zu holen sein. Weiterhin sind wir auf der Suche nach Sponsor*innen und würden uns freuen, auch Sachpreise wie Technik oder Kameras vergeben zu können.

Am Ende schauen wir, was alles im Pott ist, und teilen es so gerecht wie möglich auf die einzelnen Kategorien auf. Natürlich sind Preise ein kleiner Ansporn, aber wir denken, dass die Chance, das eigene Edit einmal auf der großen Leinwand und gemeinsam mit Gleichgesinnten zu sehen, der wirkliche Hauptgewinn ist.

Egal ob BMX-, Bike- oder Skateboard-Action, für die Kurzfilme ist jede Art Actionsport geeignet - Foto: Max Lit.
Egal ob BMX-, Bike- oder Skateboard-Action, für die Kurzfilme ist jede Art Actionsport geeignet – Foto: Max Lit.

Wer sitzt in der Jury – kommen die Mitglieder aus der lokalen Actionsport- oder Filmszene, und nach welchen Kriterien wird bewertet?

Tatsächlich steht die Jury noch nicht komplett fest. Unser Ziel ist aber ein guter Mix aus Leuten aus der Film- und Actionsportszene. Da müssen wir natürlich auch schauen, wer bereit ist, beim Filmfest selbst nicht mitzumachen und stattdessen die nicht ganz einfache Aufgabe in der Jury zu übernehmen.

Der härteste – und für uns vielleicht auch wichtigste – Preis ist aber der Publikumspreis. Am Ende entscheidet das Publikum selbst, welcher Film am meisten überzeugt hat.

Außerdem vergibt die Jury einen Preis für den besten Film sowie den „Most Creative Cut“. Und weil wir natürlich auch an unseren Nachwuchs denken, gibt es einen eigenen U18-Preis.

Wer steht hinter „Rudolf rollt“, seit wann existiert der Verein, und welche Rolle spielt die Initiative konkret im Engagement für einen Skate- und Bikepark in der Neustadt?

Hinter „Rudolf rollt“ steht kein klassischer Verein, sondern eine Initiative von Menschen aus der Neustadt, die sich seit 2021 für einen Skate- und Bikepark einsetzen. Über die Jahre sind Menschen dazugekommen und andere weitergezogen – deshalb freuen wir uns weiterhin über neue Mitstreiter*innen.

Konkret setzen wir uns dafür ein, dass in der Neustadt ein Skate- und Bikepark entsteht. Dafür haben wir eine Petition mit mehreren tausend Unterschriften organisiert, Gespräche geführt und unsere Ideen immer wieder in die öffentliche Debatte eingebracht.

Der große Bedarf nach einem Skate- und Bikepark besteht in der Neustadt weiterhin. Wir stehen im Austausch mit Stadt und Politik und werben dafür, alternative Standorte ernsthaft zu prüfen. Einen konkreten Zeitplan gibt es derzeit allerdings nicht. Der frühere Ausverkauf städtischer Grundstücke und die Sparpolitik machen die Umsetzung zusätzlich schwierig.

Deshalb zeigen wir uns auch solidarisch mit anderen von Kürzungen betroffenen Initiativen und setzen auf Druck von unten – mit dem Ziel, dass Menschen für ihr Recht auf Stadt einstehen.

Mit wie vielen Einreichungen und Besucher*innen rechnet ihr, und ist „Extrem Kurz“ als einmaliges Event gedacht oder soll es künftig regelmäßig stattfinden?

Schwierige Frage. Tatsächlich ist das für uns ein Experiment, und wir wissen selbst noch nicht genau, wie es am Ende ausgehen wird. Natürlich hoffen wir auf etwa 20 eingereichte Filme – aber letztlich hängt das von den Menschen ab, die mitmachen.

Wir glauben nicht, dass es ein Problem sein wird, das Kino zu füllen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, ob unsere Idee Funken schlägt. Genau darauf hoffen wir: dass die Leute den Sommer nutzen, sich mit anderen zusammentun, eine Kamera schnappen und wilde, kreative, künstlerische oder einfach verrückte Filme drehen.

Für uns geht es dabei aber um mehr als nur die Filme. Das Festival soll Menschen zusammenbringen und ein Anlass sein, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, Ideen auszutauschen und kreativ zu werden. Am Ende geht es darum, die entstandenen Werke gemeinsam zu erleben, mit anderen zu teilen und einen richtig guten Abend miteinander zu verbringen. Der Gegenentwurf zur Vereinzelung also.

Fotos: Max Lit.

"Extrem Kurz" am 6. Dezember in der Schauburg. Plakat: Rudolf rollt
„Extrem Kurz“ am 6. Dezember in der Schauburg. Plakat: Rudolf rollt

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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