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Begegnung statt Barrieren auf der Tanzfläche

Am Sonnabend hieß es: „Herzblatt gesucht!“. Unter diesem Motto veranstaltete der inklusive Verein ColumbaPalumbus e. V. seine „Disco für alle“, die es inzwischen seit vier Jahren gibt. Die Party ist dabei nur eines von vielen Projekten der Initiative.

Ausgelassene Stimmung bei der „Disco für alle“. Foto: Mercedes Braun
Ausgelassene Stimmung bei der „Disco für alle“. Foto: Mercedes Braun

Doch was genau bedeutet „für alle“ eigentlich? „Das ‚Alle‘ bezieht sich darauf, dass alle, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung, ob jung oder alt und so weiter, bei uns willkommen sind und gemeinsam feiern können“, erklärt Kay, der Geschäftsführer der Organisation.

Das wurde auch auf der Party deutlich. Ein Blick auf die Gäste zeigte, wie vielfältig das Publikum war: Kinder, Erwachsene und Rentner, Menschen mit und ohne Behinderung sowie bekannte und neue Gesichter. Eins hatten alle gemeinsam – viel Spaß und Freude beim Feiern.

Die Alte Fabrik wurde für den Abend in eine romantische Kulisse verwandelt. Überall hingen Herzdekorationen und am Einlass konnten Gäste freiwillig eine Nummer erhalten. Gefiel jemandem später eine Person, konnte deren Zahl von der DJane aufgerufen werden, um miteinander in Kontakt zu kommen.

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Zudem wurden Rosen verteilt. Die Erfolgsquote schien hoch, denn sie waren schnell vergriffen.

Wer Interesse an jemanden hatte, konnte die zugehörige Nummer aufrufen lassen. Foto: Mercedes Braun
Wer Interesse an jemandem hatte, konnte die zugehörige Nummer aufrufen lassen. Foto: Mercedes Braun

Die Musik reichte von englischem Pop bis zu deutschen Hits und sorgte für gute Stimmung auf der Tanzfläche. Besonders beliebt war die Schlager-Runde, bei der nahezu alle mitsangen.

Ins Auge fielen außerdem die durchweg günstigen Preise, sowohl beim Eintritt als auch an der Bar. Für zwei Euro kam man hinein und für gerade einmal drei Euro konnte man sich einen alkoholischen Cocktail bestellen. Projektkoordinatorin Margarete erklärt, dass die Preise bewusst niedrig gehalten werden, damit sich alle Gäste die Veranstaltung leisten können. Gerade Menschen mit Behinderung hätten in vielen Fällen nur wenig Geld zur Verfügung.

Um 22 Uhr endete die Party, damit alle Besucherinnen und Besucher noch entspannt nach Hause kommen konnten. Die gute Stimmung auf der Tanzfläche hielt jedoch bis zum Schluss an.

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Ein Verein mit vielen Projekten

Die „Disco für alle“ ist nur eines von insgesamt elf inklusiven Angeboten der Organisation. ColumbaPalumbus e. V. wurde aus einer Theatergruppe heraus gegründet und setzt sich seit über einem Jahrzehnt dafür ein, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen. 2024 gewannen sie sogar den Sächsischen Inklusionspreis.

„Alle unsere Projekte sind mit dem Gedanken entstanden, Menschen zueinander zu bringen, Ängste und Barrieren abzubauen und gemeinsam zu arbeiten und zu feiern“, erzählt Kay.

Heute gehören neben der Theatergruppe Kaleidoskop unter anderem eine Band, ein Chor, Tanzgruppen, kreative Workshops und Wohngruppen zum Verein. „Das Wichtigste ist der Spaß und die Leidenschaft“, betont Margarete.

Theatergruppe Kaleidoskop. Foto: ColumbaPalumbus e.V.
Theatergruppe Kaleidoskop. Foto: Archiv/ColumbaPalumbus e.V.

Inklusion ist für den Verein nicht nur ein Schlagwort. Gerade im Alltag stoßen viele Menschen mit Behinderung noch immer auf Berührungsängste.

„Wir haben das Gefühl, dass Menschen ohne Behinderung manchmal Angst haben, auf Menschen mit Behinderung zuzugehen“, sagt Margarete. „Je inklusiver wir als Gesellschaft sind, desto weniger Angst müssen wir haben, aus der Gesellschaft herauszufallen.“

Genau hier setzen die Projekte des Vereins an: Sie schaffen Begegnungen – beim Singen, Tanzen, Theater spielen oder eben beim Feiern.

Weitere Veranstaltungen geplant

Auch in Zukunft hat der Verein viel vor. Am 9. Mai findet in der St.-Pauli-Ruine das inklusive Kultur-Festival „InkluBeat“ statt. Neben einem Familienprogramm werden dort Tanzgruppen, Musikerinnen und Musiker sowie ein Rapper auftreten. Die Organisation freut sich noch über weitere Acts.

Wer den Verein darüber hinaus unterstützen möchte, kann dies durch Spenden oder Projektpatenschaften tun. „Wir wünschen uns ein gemeinsames Miteinander und dass Ängste und Vorurteile gegenüber beeinträchtigten Menschen verschwinden“, so Kay.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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