148. Grundschule – Rohbau steht

Auf dem Gelände des alten Gaswerkes zwischen Bahndamm und Friedensstraße entsteht derzeit die 148. Grundschule Dresdens. Der Bau ist im Verzug, da das Gelände stark belastet war. Deswegen werden die Schüler der beiden ersten Klassen ab nächster Woche erstmal an der 153. Grundschule in Friedrichstadt starten. Ein Schülerverkehr wird eingerichtet.

Stesad-Projektleiterin Katrin Sonntag und Schulbürgermeister Harmut Vorjohann
Stesad-Projektleiterin Katrin Sonntag und Schulbürgermeister Harmut Vorjohann
Gestern führten Projektleiterin Katrin Sonntag von der Stesad und Dresdens Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) über die Baustelle. Neben der Altlastenbeseitigung gibt es eine weitere Herausforderung für den Neubau. Nebenan befindet sich eine Brückenwerkstatt der Deutschen Bahn, um den Lärm einzudämmen gibt es eine ziemlich hohe Schallschutzwand. Außerdem wird die neue Schule keine zu öffnenden Fenster haben, sondern komplett belüftet.
Die Schallschutzmauer soll noch gestaltet werden.
Die Schallschutzmauer soll noch gestaltet werden.

Nördlich der neuen Schule stehen noch die Häuser, in denen einst unter anderem die Nikkifaktur befand. Die sollen demnächst noch abgerissen werden (Neustadt-Geflüster vom 29. Januar 2019). Auf der anderen Seite entsteht gerade eine Kita, die im Frühjahr 2021 eröffnet werden soll.

Direkt neben der Schule entsteht eine Kita.
Direkt neben der Schule entsteht eine Kita.
Insgesamt soll die Schule einmal acht Klassen fassen, also für bis zu 224 Kinder*. Durch den Haupteingang gelangt man in ein großes überdachtes Atrium, um dass die Räume in drei Etagen gruppiert sind.

So sollen sich die Kinder leicht orientieren können und kurze Wege haben. Hinter der Schule entsteht eine Ein-Feld-Turnhalle und dazwischen ein Schulhof. Die Turnhalle soll zusätzlich zum Schulbetrieb für die Vereinssportnutzung zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme werden die dazugehörigen Freianlagen mit Flächen für Pausen- und Hortnutzung sowie Sportfreiflächen errichtet.


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Möglicherweise wird die Grundschule zur Eröffnung schon recht voll sein. Denn beim Schulverwaltungsamt gibt es die Überlegung, die 151. Oberschule, die perspektivisch an der Stauffenbergallee, Ecke Königsbrücker Straße entstehen soll, hier vorzugründen.

Die Oberschüler würden dann nach dem ersten Jahr umziehen. Eine Entscheidung diesbezüglich gibt es aber noch nicht, so der Schulbürgermeister Vorjohann.

148. Grundschule im Rohbau
148. Grundschule im Rohbau
Die Kosten für den Schulneubau betragen nach aktuellem Stand rund 16,5 Millionen Euro. Dabei hat sich der Freistaat mit rund 3,2 Millionen Euro für Schulische Infrastruktur und mit weiteren 3,2 Millionen Euro an der Altlastensanierung beteiligt. Die Schulleiterin ist schon eingestellt.
So soll die 148. Grundschule mal aussehen. Visualisierung: "nitschke+kollegen"
So soll die 148. Grundschule mal aussehen. Visualisierung: „nitschke+kollegen“

*Nach Hinweis des Lesers SHARP habe ich die Anzahl der möglichen Schüler korrigiert.

Nachtrag 16. August

Am 20. August gibt es den ersten Elternabend in der neuen Grundschule. Weitere Infos auf der Website der 148. Grundschule.

14 Kommentare zu “148. Grundschule – Rohbau steht

  1. Wie soll die Lärmschutzwand denn gestaltet werden? Stacheldrahtverhau auf die Mauerkrone oder lieber das Berliner Modell mit oben abgerundet?

    *duckundweg*

  2. Oh SEHR SEHR schade, daß die Nikkifaktur (glaube Haus13 hieß das auch, … erinnert sich noch jemand?!…) doch noch wegkommen soll. Hatte schon gehofft, daß Hintergrundklärungen laufen, da der Abrißplan Ende April / Mai sichtlich nicht erfolgte. Tja, der Trend geht eben zum Lehrer(innen)-Parkplatz, welcher auf der Nikki-Fläche Platz greifen wird. Dabei ist das Haus weiterhin rettbar, befinden sich ein paar „Altlasten“ fast nur unter dem winzigen ANBAU zur Friedenstraße hin. Ein Abriß entstellt übrigens auch die Wirkung auf dem nachbarlichen Friedhof, nimmt der Anlage quasi den morbiden Rahmen und macht ihn künftig viel zu lichtdurchflutet. Also nochmal hingesetzen, und die grundlegenden Hausaufgaben eines Stadtplanungsamtes angehen, BEVOR Schäden irreversibel sind.

    Auch klar, daß die DB-Stahlbaufirma auch nur eine Gurken-Schule im Eigenmuff zuläßt. Das kommt alles schön scheibchenweise ans Lichte. Der Mauerhof kommt entsprechend adäquat wie JVA Hammerweg daher. Den Hof sollte man vorübergehend nachts offen halten – also „zugänglich“, dann gibts Freikunst gratis und umgehend. Denn all die Fassaden im Viertel und zudem hunderte Meter Sandsteinmauern am Elbestrom und anderswo reichen der heutigen „Masse“ an „kreativen“ Jungspunden nicht aus.
    Oh man, hat die Verwaltung aus dem Drewag-Areal eine jämmerliche Kröte geschustert! Das nötigt volle Hochachtung ab. Eigentlich müßten jetzt alle Amtsbeteiligten zwei Stufen TÖD reduziert werden.
    Wo ist eigentlich die kooperativ-progressive „Gestaltungsmehrheit“, die es im Rat schon paar Monate geben soll… Amen!

  3. „8 Klassen also 192 Kinder.“
    Der Klassenteiler liegt hierzulande aber bei 29, wenn die beteiligten Planer allerdings eine Schule hinbekommen haben, deren Räume maximal 24 Kinder fassen, wäre das ja wiederum eine herrlich subversive Aktion wider des sächsischen Schulprinzips „Masse statt Klasse und kosten darf es eigentlich gar nix“.
    Dabei ist der Vize-Sparmeister Vorjohann jetzt Schulbürgermeister…
    Na, mal sehen wie es praktisch aussehen wird. Ich vermute ja beim nicht wirklich abflauenden Kinder-Boom straffe 28 und auch mal 29 Kinder in jeder Klasse, das wären also eher Richtung 250 gesamt an dieser Schule.

  4. Den Eindruck „Hammerweg“ beim Anblick der Schallschutzmauer kann ich vorläufig bestätigen. Aber:
    Der Abriss der Gebäude ist nicht zu verhindern, Tränen hin oder her. Gerade der älteste und einzig schöne Gebäudeteil Richtung Friedensstraße steht über den Altlasten. Der jüngere Restteil wäre daher so nicht haltbar.
    Und für den Inneren Neustädter Friedhof wird es ein Befreiungsschlag sein: endlich Licht und Luft.

    @Nepumuk: Nimm mir’s nicht übel – aber Dein Kommentar ist m.E. zu konservativ und von persönlichen Befindlichkeiten geprägt.

  5. @Sharp, da hast du wahrscheinlich leider Recht, ich bin naiverweise von den angekündigten Zahlen für das kommende Schuljahr ausgegangen und habe hochgerechnet. Mein Fehler.

  6. @Ecki: „Und für den Inneren Neustädter Friedhof wird es ein Befreiungsschlag sein: endlich Licht und Luft.“
    Und wo könnte man Licht und Luft besser gebrauchen als auf dem Friedhof?

  7. Es ist verrückt wie die Altlastbeseitigung von den Medien gekonnt ignoriert wird. Gut das man wenigstens hier etwas dazu ließt.
    Da werden 3 Millionen Euro aus dem sächsischen Topf genommen, anstatt die damaligen Unternehmen zur Kasse zu bitten. Schön wie in jeder Generation die Entsorgungskosten sozialisiert werden. Ich bin es leid den Dreck der vorherigen Generation zu bezahlen. :(

  8. @ Ronny: Es ist noch viiiieeeel schlimmer: es gibt gar keine Mittelschulen. In ganz Sachsen nicht… Und es werden auch keine neuen mehr gebaut. Von daher ist auch Antons Antwort falsch.
    ;)
    #MitttelheißtjetztObersonständertsichnix

  9. äh.. Ecki: Wie meinen? Mit beiden Kategorien „konservativ und von persönlichen Befindlichkeiten…“ kann ich nichts anfangen, insofern auch nichts mit deiner Aussage. Kommt eben drauf an, worauf es sich bezieht. Was ist gegen Befindlichkeiten einzuwenden (die hier wie gesagt nichtmal vorliegen) – zumal in solchen Kommentier-Plattformen? „Konservativ“ wegen Frischlicht+luft: aber der Ecki kennt doch die denkmalpflegerische Zielstellung an Friedhöfchen, oder nicht so ganz?? Außerdem gibts offensichtlich-augenscheinliche Argumente für eine Fassung durch dieses Altgebäude, aber freilich muß man diese auch ästhetischen Randbedingungen nun im persönlichen Meinungsbild nicht teilen. Und weils ausgesprochen ward: exakt dieser Friedhof braucht weniger Luft+Licht (dafür sorgen übrigens und künftig verstärkt Klimawandel und „Baumpflege“, aber auch sonstige nette Helfer wie der Bux-Zünsler etc.), sondern er braucht eine gute Grundlage, wozu die vom Eigentümer Ev. Kirche weggesparte Stelle des Friedhofsmeisters zu besetzen sei bzw. adäquate Lösung. Dann erfolgt sicher auch mal wieder der Segen von ganz ganz Oben, lieber Ecki. Amen.

  10. @Gregor:

    Was für ein grober Unsinn!

    Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die #Biokresse halten:

    „Das für den Schulneubau vorgesehene Baugelände befindet sich an der Friedensstraße/Lößnitzstraße in der Dresdner Neustadt nahe dem Neustädter Bahnhof. Es ist Teil eines früheren lndustrieareals, auf dem seit 1865 die Gasversorgungsanstalt im Südlichen Hechtviertel mit fünf Gasbehältern errichtet wurde und bis 1923 in Betrieb war. Das Gelände wurde bis in die 1990er Jahre als Umspannwerk für die Energieversorgung und danach als Betriebsstandort der Drewag genutzt.“

    Welches Unternehmen soll denn für Altlasten aus 1923 in Haftung genommen werden?

    Die städtische DREWAG?

    Man fasst sich regelmäßig an den Kopf, mit welcher #Chuzpe hier vollkommenes Unwissen verbreitet wird.

    In der DDR hat man auf Umweltschutz gesch…. siehe Bittefeld & Co.

    Und jetzt soll der pöhse Kapitalismus dafür haften.

    Nimm mal Deinen Kopf aus der Claire Grube!

    Meine Fresse!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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