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Drei Container für das Elbufer

In An­we­sen­heit der Um­welt­bür­ger­meis­te­rin, des Stadt­be­zirks­amts­lei­ters und des Chefs der Dresd­ner Stadt­rei­ni­gung (SRD) wur­den heute drei Roll-Con­tai­ner am Elb­ufer aufgestellt. 

In die drei Con­tai­ner pas­sen je­weils rund 1.100 Li­ter Müll, auf­ge­stellt wer­den sie un­ter­halb der Al­bert­brü­cke, an der Mün­dung der Prieß­nitz un­ter­halb des Dia­ko­nis­sen­kran­ken­hau­ses und in Bla­se­witz am Gautsch­weg. Die Ak­tion ist ein Pi­lot­pro­jekt, es soll ge­prüft wer­den, ob die Con­tai­ner dazu bei­tra­gen kön­nen, dass we­ni­ger Müll auf den Elb­wie­sen lie­gen bleibt. 

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen, SRD-Chef Frank Siebert und Stadtbezirksamtsleiter André Barth
Um­welt­bür­ger­meis­te­rin Eva Jäh­ni­gen, SRD-Chef Frank Sie­bert und Stadt­be­zirks­amts­lei­ter An­dré Barth
"Die Ver­mül­lung im öf­fent­li­chen Raum, vor al­lem an der Elbe, är­gert mich maß­los. Wir alle lie­ben un­sere Elb­wie­sen. Aber ge­rade nach ei­nem son­ni­gen und war­men Wo­chen­ende sieht der Ca­na­l­etto-Blick nicht so aus als seien sie in ei­nem welt­be­rühm­ten Ge­mälde ver­ewigt, son­dern sie er­in­nern mich an ei­nen ver­müll­ten Hin­ter­hof", be­grün­det Um­welt­bür­ger­meis­te­rin Eva Jäh­ni­gen das Pi­lot­pro­jekt. Sie wünscht sich sich, dass die Dresdner*innen das An­ge­bot nutzen. 

Das Auf­stel­len und Lee­ren der drei Con­tai­ner kos­tet 11.000 Euro pro Sai­son, von de­nen das Stadt­be­zirks­amt Neu­stadt 7–300 Euro fi­nan­ziert. "Be­reits seit Jah­ren ste­hen in der Frei­luft­sai­son im Alaun­park zu­sätz­li­che Müll­ton­nen, die uns hel­fen, dort das Müll­pro­blem bes­ser in den Griff zu krie­gen", sagt An­dré Barth, Stadt­be­zirks­amts­lei­ter für die Dresd­ner Neu­stadt. Was auf dem Alaun­platz funk­tio­niere, lasse sich be­stimmt auch auf die Elb­wie­sen über­tra­gen, ist er optimistisch. 

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Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

Der Ge­schäfts­füh­rer der Dresd­ner Stadt­rei­ni­gung Frank Sie­bert un­ter­stützt die Ak­tion für mehr Sau­ber­keit auf öf­fent­li­chen Flä­chen: "Un­sere Mit­ar­bei­ter leis­ten je­den Tag ih­ren Bei­trag, da­mit die Sau­ber­keit auf den Stra­ßen, Plät­zen und Elb­wie­sen her­ge­stellt wird. Ich wün­sche mir, dass ins­be­son­dere die Nut­zer der Frei­zeit­flä­chen mehr Ei­gen­ver­ant­wor­tung für die Er­hal­tung der Sau­ber­keit übernehmen." 

Die erste neue Tonne wurde an der Albertbrücke aufgestellt.
Die erste neue Tonne wurde an der Al­bert­brü­cke aufgestellt.
Das Pro­jekt wird auch wis­sen­schaft­lich be­glei­tet, an der TU Dres­den ent­steht eine Mas­ter­ar­beit zum Thema. Ge­mein­sam mit der TU will das Amt für Stadt­grün und Ab­fall­wirt­schaft die Er­geb­nisse aus­wer­ten. Ge­mein­sam geht man den Fra­gen nach, ob sich das Sau­ber­keits­ni­veau im Um­feld der drei Schwer­punkte ver­bes­sert, wel­che Ab­fall­ar­ten in die Be­häl­ter wan­dern und wie hoch das Ab­fall­auf­kom­men ist. Die Aus­wer­tung des Pro­jek­tes wird bis Ende des Jah­res andauern. 

Ins­ge­samt gibt es im In­nen­stadt­be­reich am Elb­ufer be­reits 45 Pa­pier­körbe, da­von 13 große Un­ter­flur-Con­tai­ner. Die drei zu­sätz­li­chen Con­tai­ner wur­den im Rah­men der Kam­pa­gne #nichtganz­sauber auf­ge­stellt. Ge­leert wer­den sol­len sie künf­tig im­mer mon­tags, mitt­wochs und freitags. 

Nicht ganz sauber

Das Müllthema scheint die Öffentlichkeit zu interessieren. Medienvertreter kamen in Scharen.
Das Müll­thema scheint die Öf­fent­lich­keit zu in­ter­es­sie­ren. Me­di­en­ver­tre­ter ka­men in Scharen.
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18 Ergänzungen

  1. "In An­we­sen­heit der Um­welt­bür­ger­meis­te­rin … wur­den heute drei Roll-Con­tai­ner … aufgestellt."

    herr­li­che Provinz

  2. Weil es ge­rade zum Thema passt und die Sai­son ja jetzt wie­der be­ginnt, un­ter http://stadtplan.dresden.de/?TH=UW_LAGERFEUER_GRILL fin­det man die Orte, wo man in Dres­den auf öf­fent­li­chen Ge­lände gril­len bzw. – nach An­mel­dung – La­ger­feuer ma­chen darf. Al­ter­na­tiv darf man na­tür­lich auf sei­nem pri­va­ten Grund­stück gril­len, so­fern dies nicht in ei­nen Schutz­ge­biet liegt oder es aus an­de­ren Grün­den dort ver­bo­ten ist.

  3. @Stefan E.

    Vie­len Dank für dei­nen wert­vol­len Bei­trag. Wir sind jetzt ge­nauso schlau wie vor­her; nur auf deut­lich hö­he­rem Niveau.

    Im­mer­hin schei­nen die Con­tai­ner ja aus Me­tall zu sein. Da­her schmilzt ja kein Kunst­stoff, wenn die klei­nen Ra­cker die Din­ger anzünden.….

  4. End­lich! Es wird im­mer schlimmer…hoffentlich fin­det auch die ein oder an­dere Glas­fla­sche den Weg in den Con­tai­ner an­statt auf den Asphalt!

  5. Zum zün­deln wird man wohl rings­herum bes­sere Chan­cen ha­ben. Ob­wohl, ne rol­lende Feu­er­tonne hat auch was. Und vor al­lem nicht jeder.

  6. Warum gibt es keine Müll­tonne in der Mitte des Ro­sen­gar­tens? Dort ist ein aus­ge­wie­se­ner Grill­platz, der Durch­gang zur Straße für alle, die nach dem Gril­len Rich­tung Neu­stadt von Dan­nen zie­hen und die Ju­gend fei­ert gerne auf/​bei den Bän­ken (und zer­trüm­mert da­bei ihre Glas­fla­schen, wo sich die Scher­ben auf Kies ja so "wun­der­bar" ent­fer­nen las­sen…). Ich denke da ist der Weg, wenn auch kurz, zur Al­bert­brü­cke und zum Diako et­was zu weit. Letz­tes Jahr sam­mel­ten sich dort die Müll­sä­cke, die von den Gril­len­den be­stückt wur­den, um an­schlie­ßend von den Ra­ben wie­der zer­pflückt und ver­teilt zu wer­den. Da fragt man sich, wieso erst jetzt je­mand auf die Idee kommt dort Müll­ton­nen aufzustellen…

  7. Was ma­chen die da so ein rie­sen Bo­hei we­gen ein paar Müll­ton­nen. Es ist die Pflicht der Stadt­ver­ant­wort­li­chen für Ord­nung und Sau­ber­keit im Stadt­ge­biet zu sor­gen. Da­für zah­len wir Steu­ern. Da muss man sich nicht so fei­ern las­sen, wenn man ei­ner Pflicht nach­kommt, die man zu­vor jah­re­lang ver­nach­läs­sigt hat.

  8. Und wann wer­den end­lich die not­wen­di­gen Piss­pa­gen für den durs­ti­gen Pö­pel angeheuert?

  9. In Finn­land fand ich an Zu­gän­gen zu Pick­nick-Plät­zen den freund­li­chen Hin­weis, was man dort hin ge­tra­gen hat auch wie­der mit­zu­neh­men. Und es lag tat­säch­lich we­der Müll herum, noch gab es Müll­ton­nen. Ich be­zweifle, ob der feh­len­den Ein­stel­lung, sich selbst für sein Han­deln ver­ant­wort­lich zu füh­len, statt auf ir­gend­eine "Mutti" zu hof­fen, die den Mist schon weg­räu­men wird, bis hin zu der Hal­tung: "ich scheiß drauf", mit sol­chen Maß­nah­men be­geg­net wer­den kann. Das Geld zur Unterhaltung/​Zerstörung der Ton­nen könnte si­cher auch an­ders ein­ge­setzt wer­den. Diese An­sprü­che an die Stadt­ver­wal­tung finde ich fast an­ma­ßend (@Eule). Ge­gen­über der Stadt ist je­doch die Kri­tik an­ge­bracht, jah­re­lang auf die ne­ga­ti­ven Fol­gen des Elb­wie­sen­ver­gnü­gens über­haupt nicht aus­rei­chend re­agiert zu ha­ben. Es muss erst re­gel­recht stinken!

  10. @Eule Na dann Glück­wunsch zu die­ser as­so­zia­len und ego­is­ti­schen Ein­stel­lung. Viel­leicht denkst Du da ei­nes Ta­ges mal an­ders drü­ber. Wäre ich die Stadt, würde ich dar­auf mit Ver­bo­ten und mas­si­ven Kon­trol­len ant­wor­ten, wo es dann rich­tig teuer wird. Und ex­tra für Dich füh­ren wir dann auch ein, dass dann gleich je­mand dort sau­ber­macht, wo Du ge­rade er­wischt wur­dest. Schließ­lich hast Du ja da­für auch bezahlt!

    Tina stimme ich völ­lig zu, der Stadt muss man den Vor­wurf ma­chen, dass da zu­viel zu­ge­schaut und to­le­riert wird. Mit gut zu­re­den und paar bun­ten Müll­ton­nen wird sich da nichts än­dern. Lt. Ar­ti­kel gibt es schon 45 Pa­pier­körbe am Elb­ufer, ob da jetzt noch drei Müll­ton­nen ste­hen, wird an der Sa­che nur un­we­sent­lich et­was än­dern. Wer die Ein­stel­lung von Eule hat, wird sich darum ei­nen Dreck scheren.

  11. Jetzt hal­tet mal den Ball flach. Wer will, dass die Leute rad­fah­ren muss Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur schaf­fen. Wer will, dass die Leute den Müll ord­nungs­ge­mäß ent­sor­gen, muss eine ent­spre­chende Müll­ent­sor­gungs­in­fra­struk­tur be­reit­stel­len. Müll fällt in ei­ner Stadt, in der un­zäh­lige Men­schen sich auf engs­tem Raum auf­hal­ten, nun ein­mal an. Und lei­der sind nicht alle Müll­ver­ur­sa­cher von solch ed­lem Ge­müt wie Tina und Ste­fan E., die ih­ren Müll stets wie­der mit nach Hause neh­men. Das hat die Stadt nun be­grif­fen und schließt Lü­cken in der Müll­ent­sor­g­un­sin­fra­struk­tur, oder macht sich zu­min­dest Ge­dan­ken, wie man diese schlie­ßen kann. Ob diese Müll­ton­nen nun was brin­gen oder nicht (im Alaun­park hat es ja an­schei­nend was ge­bracht), so ist es die Pflicht und Auf­gabe der Stadt, diese In­fras­turk­tur bereitzustellen.

  12. Also den Ver­gleich Fahr­rad­in­fra­struk­tur und Müll­in­fra­struk­tur finde ich sehr hin­kend. Es ist sehr schwer mit schlech­ter Fahr­rad­in­fra­struk­tur si­cher zu fah­ren, es ist aber ein Ein­fa­ches seine Fress­müll­ver­pa­ckun­gen zum nächs­ten Müll­ei­mer (is ja nicht so dass keine da wä­ren) mitzunehmen.
    Und 'ed­les Ge­müt' weil je­mand sei­nen Müll mit­nimmt…? Wie bistn du sozialisiert?
    Kommt doch im­mer wie­der auf's glei­che raus: Was al­len ge­hört, geht nie­man­den et­was an.
    Und dass die Stadt ein biss­chen PR mit dem Auf­stel­len der Con­tai­ner macht, um das Thema in's Be­wusst­sein zu rü­cken, was soll daran pro­vin­zi­ell sein? Über das Wie kann man sich strei­ten, und dass da die Stadt mit­un­ter ein biss­chen bie­der oder 'un­hip' rü­ber­kommt, ge­schenkt. Aber dass es in der Wahr­neh­mung ge­rückt wird ist schon wich­tig und gut.

  13. @ Terry @Stefan E.

    @ Eula hat recht, ohne Müll­ent­sor­gungs­in­fra­struk­tur würde jede grö­ßere Stadt aus dem Lat­schen kip­pen. Ei­nen Um­stand zu be­schrei­ben, kann das aso­zial und ego­is­tisch sein? Letzt­end­lich fängt Müll­ver­mei­dung an ganz an­de­ren Stel­len an. Den­noch ein hoch auf all die gu­ten Geister.

  14. All­ge­mein auf das ge­samte Stadt­le­ben be­zo­gen ist es rich­tig, dass die Müll­ent­sor­gung ge­währ­leis­tet sein muss. Hier geht es aber spe­zi­ell um die Elb­wie­sen und die schlacht­feld­ar­ti­gen Ver­hält­nisse nach war­men Näch­ten, vor al­lem an den Wo­chen­en­den, so­wie an­dere be­liebte Treff­punkte zum Pick­ni­cken und Ab­hän­gen (Alaun­platz, Ro­sen­gar­ten), um das reine Ver­gnü­gen! Wun­der­bar, dass wir diese Orte in Dres­den so reich­lich ha­ben, die auch als er­wei­terte Wohn­zim­mer be­trach­tet wer­den könn­ten! Wer je­doch an­schlie­ßend, ohne sich um seine Hin­ter­las­sen­schaf­ten zu küm­mern, den Platz ver­lässt, an­ders ist die Menge an ver­streu­tem Müll nicht zu er­klä­ren, han­delt rück­sichts­los oder we­nigs­tens gleich­gül­tig. Die Rolle des But­lers WILL nun die Stadt über­neh­men. So­lange es vie­len aber schein­bar wurscht ist bzw. der An­spruch vor­herrscht, sol­len DIE sich mal küm­mern, wird mit dem Auf­stel­len der Müll­ton­nen eher Scha­dens­be­gren­zung be­trie­ben. Es ist eine Frage der Ein­stel­lung zu öf­fent­li­chen Gü­tern, wie (pfleg­lich) da­mit um­ge­gan­gen wird. In wel­cher Um­ge­bung will ICH le­ben? Dar­auf hat je­der un­ab­hän­gig vom städ­ti­schen Etat Einfluss.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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