Neustadt-Kümmerin vorgestellt

Ortsamtsleiter André Barth und die Neustadt-Kümmerin Manuela Möser

Ortsamtsleiter André Barth und die Neustadt-Kümmerin Manuela Möser

Gestern Abend hat sich die Neustadt-Kümmerin den Ortsbeiräten vorgestellt. Manuela Möser heißt sie, hat Psychologie studiert und zuletzt in der Flüchtlingsunterkunft an der Fritz-Reuter-Straße für den Malteser-Hilfsdienst gearbeitet.

Die 38-Jährige leitete bei den Maltesern das Team der Sozialbetreuung in der Flüchtlingsunterkunft, ihre Hauptaufgabe war die Koordination. Vorher hat sie in Projekten mit Langzeitarbeitslosen gearbeitet. Zur Neustadt hat sie eine intensive Beziehung, hat selber einige Jahre hier gewohnt und sieht hier immer noch ihren Lebensmittelpunkt. „Dresden hat nur die Neustadt“, sagt sie und spielt darauf an, dass es in anderen Städten verschiedene Szene-Viertel gibt. Sie ist sich bewusst, dass hohe Erwartungen an ihre Tätigkeit gestellt werden, schaut aber optimistisch in die Zukunft.

Kontakt-Container

Wie Ortsamtsleiter André Barth ausführte, wird sie sich nun direkt in die Arbeit stürzen. Die Einarbeitung habe schon begonnen, gleich heute war das erste Arbeitstreffen im Kontakt-Container auf dem Lehrerparkplatz. Der soll am kommenden Montag offiziell eingeweiht werden. Künftig wird Manuela Möser in dem Container an der Louisenstraße 32, in dem einst „Lenins Kulturpalast“ residierte, Sprechzeiten anbieten, ihr Büro hat sie aber im Ortsamt.

Dafür wurde der Container entsprechend umgebaut. Außer der „Neustadt-Kümmerin“ ist geplant, dort auch Kontaktmöglichkeiten zu Streetwork-Projekten der Diakonie, dem Bürgerpolizisten und dem Scheune-Vorplatz-Verantwortlichen Olaf Hornuf anzubieten. Weitere Nutzungen in diesem Sinne sind denkbar.

Manuela Möser, die neue Neustadt-Kümmerin, wird unter anderem für folgende Punkte verantwortlich sein:

  • Zusammenarbeit/Kooperation mit sozialen Einrichtungen, Ansprechpartner für Vereine und Akteure
  • Koordinieren und Verknüpfen von Interessen und Aktivitäten der lokalen Akteure und Bewohner
  • Mittler und Vermittler im Quartier, zur Konfliktminderung bei der Nutzung des urbanen Raums
  • Projektarbeit: Initiierung und Begleitung, Moderation und Öffentlichkeitsarbeit

Die Stelle war im vergangenen Herbst im Stadtrat beschlossen und dieses Jahr im Mai ausgeschrieben worden. Den Wunsch nach einem solchen Manager gab es schon seit Ewigkeiten, bislang war dafür aber kein Geld vorhanden.

Auf der Einwohnerversammlung zur Aufhebung des Alkohol­abgabeverbotes nach 22 Uhr (siehe Neustadt-Geflüster vom 25. Mai 2016) wurde die Forderung nach einem solchen Manager laut, dem folgten dann die Stadträte.

Die Neustadt-Kümmerin und der Vorplatz-Verantwortliche Olaf Hornuf beim Ortsbeirat

Die Neustadt-Kümmerin und der Vorplatz-Verantwortliche Olaf Hornuf beim Ortsbeirat

Licht am Ende des Tunnels

Auch der Scheune-Vorplatz-Verantwortliche, Olaf Hornuf, den alle nur Ole nennen, hat gestern kurz über die ersten drei Monate seiner Tätigkeit berichtet. Dort sei zwar noch nicht alles rosig, aber man sehe Licht am Ende des Tunnels. Das bestätigen Anlieger und auch die Polizei. Zumindest in der Zeit bis Mitternacht hat der Platz inzwischen einen deutlich freundlicheren Charakter bekommen. Hornuf: „Es geht uns nicht darum jemanden zu vertreiben, wir wollen nur etwas vertreiben – die Aggressivität.“

Das gelingt mit verschiedenen Aktionen. So gab es bisher schon Konzerte, Tisch-Tennis-Aktionen, Flohmarkt, Lesungen und eine Kopfhörer-Disco. Hornuf hofft, in den Wintermonaten von seinem riesigen Überstunden-Packen wegzukommen. Der gestern anwesende Stadtrat Vincent Drews (SPD) regte an, im nächsten Haushaltsplan mehr Geld für diesen Posten einzuplanen.

Bislang wird der Vorplatz von der Scheune pro Jahr mit 35.000 Euro bezuschusst. Davon muss der Scheune-Verein die Reinigung stellen und eben Ole bezahlen. Einnahmen durch Stände werden gegengerechnet. Der Verein darf laut Vertrag mit der Stadtverwaltung mit dem Vorplatz keinen Gewinn erwirtschaften.

Heute Mittag wurde der Container begutachtet, nächsten Montag wird er offiziell eingeweiht.

Heute Mittag wurde der Container begutachtet, nächsten Montag wird er offiziell eingeweiht.

Kontakt zur Neustadt-Kümmerin

  • Ortsamt Neustadt, Hoyerswerdaer Straße 3, Atrium am Rosengarten, 01099 Dresden
  • Telefon 0351-4886601, Fax 0351-4886603, E-Mail ortsamt-neustadt@dresden.de
  • Montag und Freitag 9 – 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 – 18 Uhr

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11 Kommentare zu “Neustadt-Kümmerin vorgestellt

  1. bob
    12. September 2017 at 18:07

    Olaf ohne Mütze ! Lag es am kleine Schwarzen von Frau Möser ?

    Das MUSS ja was werden……

    Jedenfalls viel Erfolg. Die Neustadt hätte es verdient !

  2. 12. September 2017 at 19:09

    „Wie Ortsamtsleiter André Barth ausführte, wird sie sich nun direkt in die Arbeit stürzen.“ – Hoffen wir, dass beim Stürzen nichts und niemand kaputt geht. Toi toi toi!

  3. hauptmann-mumm
    13. September 2017 at 13:19

    Naja, für die Polizisten im zuständigen Revier Nord, die „Licht am Ende des Tunnels sehen“ benötige ich deutlich weniger als eine Hand zum Abzählen…Das Wochenende und die gestrige Nachtschicht lassen mich da eher ans Gegenteil glauben…

  4. 13. September 2017 at 16:46

    @hauptmann-mumm: Mit anderen Worten: Olaf lügt, die Polizei lügt, die Anlieger lügen. Anton lügt. – Gut, dass es so kritische Geister, wie Sie gibt, die das Alles aufdecken.

  5. hauptmann-mumm
    13. September 2017 at 21:29

    Torsten, das Zauberwort heisst „konstruktive Kritik“ – und nicht etwas in meine vier Zeilen interpretieren, was ich weder gesagt noch gemeint habe.

    Weder habe ich mich zu Anton geäußert, und mein Kontakt mit Anwohnern der Neustadt, sei es direkt oder am Telefon ist immer nur ein Ausschnitt, den ich nicht verallgemeinern möchte.

    Herr Hornuf hat bestimmt zum Teil Erfolg mit den von ihm angestossenen Maßnahmen, aber sie sind erstens zeitlich beschränkt auf die Zeit bis gg. halb 11 und treffen nur zum Teil die Problemgruppen, mit denen die Polizei zu tun hat, zumindest habe ich das aus seinem Vortrag entnommen, welchen ich letzte Woche hörte.

    Und zur Polizei müssen Sie mir schon ein Urteil erlauben, mit 12 Jahren jetzt in der Neustadt und fast jedem Wochenende vor der Scheune sollte es mich überraschen, so Sie mir das Gegenteil zu meiner oben gemachten Aussage beweisen könnten.

  6. 14. September 2017 at 00:52

    @ hauptmann-mumm:

    „das Zauberwort heisst „konstruktive Kritik““ – Dafür, dass Sie das Zauberwort kennen, sind Ihre Kommentar seltsam unkonstruktiv, meinen Sie nicht auch?

    Ihrer, ach so fachkundigen, Meinung nach gibt es – entgegen der Aussagen im Artikel – null Polizisten, die positive Veränderungen auf dem Vorplatz wahrnehmen. – Sieht so aus, als ob Sie erst mal was zu beweisen hätten.

  7. hauptmann-mumm
    14. September 2017 at 09:36

    Ich schrieb „weniger als eine Hand“, nicht null…und Sie dürfen mich gerne auf der Stauffenbergallee besuchen, und mir das Gegenteil beweisen…

  8. 14. September 2017 at 14:42

    @ hauptmann-mumm: Wieviele Polizisten erhält man denn genau, wenn man sie an weniger als an einer Hand abzählt?

    Ihr „großzügiges“ Angebot soll doch nur davon ablenken, dass Ihre Behauptungen Quark sind. Sie haben obige Aussagen in Misskredit gezogen, das heißt: SIE müssen zeigen, wie Sie zu ihren Aussagen kommen. Und kommen Sie mir nicht wieder mit avantgardistischer Mathematik.

  9. hauptmann-mumm
    14. September 2017 at 20:58

    So noch alle Finger da sind, einfach mal auf ihre Hand schauen, da eine Zahl zwischen 1 und 4 finden. Mit dieser Zahl gehe Sie dann am Samstag zu den Polizisten, welche an der Scheune stehen, und fragen sie, wie viele das Licht am Ende des Tunnels sehen…

    Ich selbst kann ihnen da leider nicht zur Verfügung stehen, da ich mir erlaube, einmal im Jahr für zwei Wochen in den Urlaub zu fahren…

    Aber ab dem 06.10. treffen sie mich so ziemlich jedes Wochenende in der Neustadt an, einfach meinen Nicknamen nennen, die Kollegen verweisen Sie dann an mich…

    Und jetzt einen schönen Abend noch…

  10. 15. September 2017 at 00:35

    Urlaub? Heißt das, wir müssen hier auf Ihre Rechenkapriolen (weniger als eine Hand=vier Finger – Nick Vujicic würde sich freuen) verzichten? Naja genießen Sie ihn und passen Sie auf Ihre Hände auf, nicht dass Sie mit weniger als einer Hand oder Pi Knien wiederkommen.

  11. bob
    15. September 2017 at 10:28

    @hauptmann-mumm

    Zunächst wünsche ich Ihnen einen schönen Urlaub. Vielleicht sollten Sie in einer ruhigen Minute mal die Bedeutung von „Don´t feed the troll“ googlen..

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