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Fit together mit Claudia Seidel

Einbahnstraßen-Öffnung für Radfahrer

Wie die Stadt­ver­wal­tung so­eben mit­teilt, sol­len in Kürze ei­nige Ein­bahn­stra­ßen für Rad­fah­rer ge­öff­net wer­den. Dazu zäh­len die Ti­mae­us­straße, die die Alaun­straße und Förs­te­rei­straße ver­bin­det und das Teil­stück der Jor­dan­straße zwi­schen Förs­te­rei- und Kö­nigs­brü­cker Straße. Die Neu­re­ge­lun­gen gel­ten, so­bald die Schil­der ste­hen, die im Zuge der Bau­ar­bei­ten auf der Alaun­straße an­ge­bracht werden. 

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37 Ergänzungen

  1. Blöd­sinn!!! Die Ti­mäus­straße ist so eng. Oder sol­len die Rad­fah­rer ein­fach de­zi­miert wer­den? Gibt ja ge­nug davon… ;)

  2. Wer sol­che Ak­tio­nen wie die Ein­bahn­stra­ßen­öff­nung öf­ter ha­ben will: un­ter http://www.adfc-dresden.de/maengel gibt es ein For­mu­lar, wo man der Stadt­ver­wal­tung sa­gen kann, wel­che Ein­bahn­stra­ßen sie noch öff­nen sol­len (oder was sonst noch für Rad­fah­rer ver­bes­sert wer­den soll). Die Ti­mae­us­str. hab ich auf diese Weise auf gekriegt.

  3. ich bin ir­ri­tiert. wer­den nach der alaun­stra­ßen-sa­nie­rung nicht 2/​3 der park­plätze auf ei­ner stra­ßen­seite weg­fal­len, weil die fahr­bahn sonst laut stvo für eine ge­mein­same nut­zung von fahr­rä­der und kfz zu schmal ist? so­wohl die time­aus- als auch die jor­dan­straße sind doch nicht an­näh­rend breit genug?!
    ich finds na­tür­lich trotz­dem gut :D

  4. @Anton: Ge­nau, dürfte sie nicht ;-) Ok, et­was brei­ter ist die Alaun­straße schon als die Timäusstraße.
    @Konrad: Aber nicht mau­eln wenn ich ver­se­hent­lich über dich drü­ber fahre *zw* Die Straße ist dazu wirk­lich ungeeignet.

  5. @fahrradfahrer: Also wie ge­sagt, ver­ste­hen kann ich das auch nicht mit der Ti­mäus­straße u.a.
    We­gen der Sa­nie­rung, es gibt so schon zu we­nig Park­plätze in der Neu­stadt. Wel­che weg­fal­len zu las­sen ist der fal­sche Weg. Da sol­len lie­ber die Rad­fa­her die Rä­der auf dem Fuß­weg lang schieben ;)

  6. @ Crit­ter: Warum nicht an­ders­rum? Die Neu­stadt kom­plett von Au­tos be­freien, das Be­fah­ren nur zum Be- und Ent­la­den er­lau­ben und den Rus­sen­sport­platz in ei­nen Groß­raum­park­platz für die An­woh­ner verwandeln.

  7. Weil die Neu­stadt in ers­ter Li­nie ein Wohn­vier­tel ist. Und zum Woh­nen ge­hö­ren auch Au­tos. Au­ßer­dem, wo sol­len die Au­tos hin? Wenn jetzt meh­rere tau­send Au­tos an­fan­gen auf der an­de­ren Seite der Kö­nigs­brü­cker zu par­ken, in der Ra­de­ber­ger Vor­stadt u.ä., weist du was das für ein Chaos gibt?
    Aber was eher denk­bar wäre dass die Neu­stadt nur für An­woh­ner frei­ge­ge­ben wird.

  8. @ Knit­ter: klar ist die Alaun­str. und die Ti­maeus da­für ge­eig­net: Seit der StVO-No­velle 2009 gibt es kaum noch Ein­schrän­kun­gen für die Frei­gabe von Ein­bahn­stra­ßen. (siehe Re­flek­tor Ma­ga­zin, Aus­gabe 3, S. 14 http://www.reflektor-magazin.de, siehe auch: http://bernd.sluka.de/Radfahren/Einbahn.html)

    Es steht nir­gends, dass sich Rad­fah­rer und Au­to­fah­rer in ei­ner sol­chen Ein­bahn­straße schnell be­geg­nen kön­nen müs­sen. Le­dig­lich von ei­ner aus­rei­chen­den Breite ist in der VwV StVO die Rede. Und man kann sich auch mit Ge­schwin­dig­kei­ten un­ter 30 km/​h be­geg­nen. Es steht auch nir­gends, dass dem Au­to­fah­rer in ei­ner sol­chen Ein­bahn­straße (oder ir­gendwo an­ders) er­mög­licht wer­den muss, sein Gas­pe­dal durch­ge­drückt zu halten.

    Ah, und noch drei Vorschläge:
    – du kannst auf der Ti­maeus gern dein hei­ligs Blechle auf dem Geh­weg schie­ben, wenns hin­passt. Sag mir aber be­scheid, ich würd gern da­bei sein.
    – Wenn du je­man­den um­fah­ren willst, dann machst du in je­dem Fall et­was falsch. Dir "ge­hört" die Fahr­bahn nicht mehr, weil du wo­mög­lich Kfz-Steu­ern zahlst, ein zu brei­tes Auto hast oder sonstwas.
    – sel­ber "nicht maulen"

  9. Na ist doch schön wenn die Leute krie­gen was sie wol­len – nur nicht für die­je­ni­gen die Nach­teile da­von ha­ben. Aber letzt­lich auch egal, weil das Fah­ren ent­ge­gen der Fahrt­rich­tung eh schon ge­lebte Pra­xis in der Neu­stadt ist.

    @Anton
    Was du Be­frei­ung nennst ist für an­dere evtl. das Ge­gen­teil. Ich sel­ber brau­che zwar kein Auto für die Neu­stadt aber ich möchte nicht aus­schlie­ßen das es Leute gibt die gro­ßen Nut­zen dar­aus ziehen.

  10. Meine Mei­nung ist:
    Wer ein Auto hat, hat meis­tens auch noch 2 ge­sunde Beine [oder we­nigs­tens 1], mit de­nen sich NICHT NUR Pe­dale be­die­nen las­sen, son­dern auch das ei­gene Ske­lett. Und um fit für's Auto fah­ren zu blei­ben [viel­leicht muss man auch mal auf dem Strich ge­hen], kann es nicht scha­den, ein paar Me­ter zu walken.

    Ti­mäus sieht für Äs­the­ten [musste schnell noch­mal nach­du­deln, wie man das schreibt] ein­fach gräss­lich aus!
    An­ton hat euch doch vor­ge­schrie­ben, wie sich die Straße schreibt.
    Also wär das pfalsch schraibt kriegt keine Ge­nemi­gung für ge­gen die Strasse farn.

  11. Warum nicht eine au­to­freie Neu­stadt, dann wä­ren doch die Pro­bleme ge­löst und wir Rad­ler hät­ten mehr Platz. Üb­ri­gens bin ich auch be­geis­ter­ter Au­to­fah­rer, aber nur wenn es wirk­lich nö­tig ist.

  12. @S.Ebnitzer und die anderen:

    Dein Kom­men­tar ist völ­lig über­flüs­sig und greift viel zu kurz. Wer Sin­gle ist und keine Kin­der hat, für den ist es ein­fach, mal 5 min zum Auto zu lau­fen. Wenn ich mich aber an das be­schis­sene Wet­ter in den let­zen Wo­chen er­in­nere dann war ich froh, dass ich die Kin­der mit Auto in Schule und Kin­der­gar­ten brin­gen konnte:
    1. Schlit­ten geht nicht weil zu we­nig Schnee.
    2. Rad­fah­ren geht nicht weil zu viel Schnee.
    3. Lau­fen geht nicht, weil viel zu weit.
    4. Auto erst ho­len geht auch nicht, weil man die Kin­der nicht so lange al­leine zu Hause las­sen kann.

    Was ha­ben die gan­zen Schlau­meier hier denn für diese REALITÄT für Vor­schläge? Keine!!! Nur Dumm­quat­schen, das kön­nen nur die, die keine Ver­ant­wor­tung für an­dere tragen!!!

    Ich bin auch fürs Fahr­rad­fah­ren und mach das wann im­mer es geht. Ich kann Auto-Ra­ser ge­nauso we­nig lei­den, wie Fahr­rad-Idio­ten, die den­ken sie dür­fen al­les, nur weil sie Fahr­rad­fah­ren und nicht die Luft ver­pes­ten. Es gibt aber Si­tua­tio­nen wo das Auto nun mal end­lose Vor­teile bringt, bzw. ein nor­ma­les Zu­recht­kom­men, mit ver­tret­ba­rem zeit­li­chen Auf­wand über­haupt erst ermöglicht.

    @Critter: Ich stimme dir zu!

  13. @jonk:

    ich ver­steh dein pro­blem nicht ganz.
    ich nehme an du wohnst in der neu­stadt, also ge­hen auch deine kind im ein­zugs­ge­biet in die schule bzw. in die kita?! warum müs­sen sie dann mit dem auto in die ein­rich­tun­gen chauf­fiert wer­den wenn al­les zu er­lau­fen ist? für man­che sind selbst 500m viel zu weit.

  14. ein wei­te­rer Vor­schlag zur Autobefreiung:
    Wer in der Neu­stadt ein Auto hat, hat eine Park­ge­neh­mi­gung. Wer diese ge­gen ei­nen (noch zu schaf­fen­den) Park­platz am Neu­stadt­rand ein­tauscht, er­hält ei­nen Zu­schuss zur ÖPNV-Mo­nats­karte oder ei­nen Gra­ti­s­kaf­fee oder …
    Man muss si­cher An­reize schaf­fen, da­mit viele ihr Wä­gel­chen aus der Neu­stadt raus­schaf­fen. Mit et­was Mut und Köpf­chen kann man auch gut drauf ver­zich­ten. Viel­leicht wäre das mal ei­nen Bei­trag hier wert, wie man ohne PKW trotz­dem sein Le­ben an­ge­mes­sen be­strei­ten kann (Wo­chen­ein­kauf per Taxi, täg­li­che Schul­fahrt mit "ge­teil­tem" Auto, Aus­flüge mit Car-Sharing, …)
    Klar, dass es bei Eis und Schnee schwie­ri­ger ist, als sonst, das trifft aber für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer zu ;-)

  15. @ Jonk: Mei­ner Er­fah­rung nach ist es nur eine Frage der Be­quem­lich­keit. Ich nehme mir auch je­den Tag vor, mit dem Rad auf Ar­beit zu fah­ren. Weil der Ver­kehr aber so dünn ist in Dres­den, dass ich mit im Schnitt Tempo 40 durch­komme und ich je­den Tag vor dem Büro in der Neu­stadt ei­nen Park­platz kriege, fahre ich mit dem Auto. Ist eben be­que­mer. Sieht man mir lei­der in­zwi­schen auch an … 

    Auch mit Kin­dern geht es ohne Auto. Siehe ro­bicons Kom­men­tar.

  16. @Wurschdbrühe

    Es geht nicht um chauf­fie­ren son­dern rein um die Zeit. Mit ei­nem klei­nen Kind braucht man für 1km ca. 20min weil das eben auch mal guckt und ste­hen bleibt usw. Wenn man sel­ber noch zu ei­ner be­stimm­ten Zeit ar­bei­ten muss ist das schwie­rig. Oft lie­gen auch ein­fach meh­rere Ter­mine so nah bei­ein­an­der die ich bei den be­schrie­be­nen Ver­hält­nis­sen nie­mals ohne Auto ge­schafft hätte.

    Wie ge­sagt, wenn es geht gerne al­les mit dem Fahr­rad. Seit paar Ta­gen geht das auch wie­der und ich kann mich end­lich wie­der be­we­gen. Ich bin den­noch froh dass ich die ALTERNATIVE Auto habe, und darum gehts!

    Der Vor­schlag von FX, die not­wen­di­gen von den fau­len Au­to­fah­ren zu tren­nen ist ne Idee, aber wer will das beurteieln.

  17. @Jonk: "wer will das be­ur­tei­len" – das ma­chen an­dere Städte ganz ein­fach: übers Geld. Städ­ti­scher Raum ist ja nicht un­be­dingt eine kos­ten­los-gren­zen­los ver­füg­bare Flä­che. Wär jetzt mal so ein Vorschlag.

  18. @Jonk: Ich finde Dein lei­den­schaft­li­ches Plä­doyer für das Au­to­fah­ren we­nig nach­voll­zieh­bar. Da steckt viel ei­ner ge­wis­sen El­tern­po­le­mik da­hin­ter, wel­che stets mehr Ver­ständ­nis der Ge­sell­schaft be­an­sprucht, im Ge­gen­satz zum kin­der­lo­sen, le­di­gen Rest der Welt. Je­doch hast Du doch Deine Kin­der für Dich und nicht als ge­sell­schaft­li­chen Bei­trag in die Welt ge­setzt. Da hinkt die Ar­gu­men­ta­tion, dass, nur weil Du Fa­mi­lie hast, un­be­dingt auf das Au­to­fah­ren an­ge­wie­sen bist.
    Da ich sel­ber Mut­ter bin, zu­dem ohne Auto, kann ich nur sa­gen, dass al­les eine Frage der Or­ga­ni­sa­tion ist und das auch hier nichts wei­ter als Be­quem­lich­keit als Grund zu se­hen ist, in ein Auto zu stei­gen, trotz Kind.

    Im ur­ba­nen Raum ist es nun ein­mal auch Le­bens­art, dass man auf ein Auto ver­zich­tet und so­wohl Fahr­rad als auch den gut aus­ge­bau­ten öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr nutzt. Das funk­tio­niert näm­lich ganz gut. Pro­biers doch mal.

  19. Liebe Alma,

    ich will gar nicht lei­den­schaft­lich für das Au­to­fah­ren pla­die­ren. Ich habe ge­schrie­ben, dass ich viel lie­ber al­les mit dem Fahr­rad er­le­dige. Aber ich möchte die Wahl ha­ben, und auch ha­ben dür­fen, ohne mir von Fahr­rad­fah­rern, vor al­lem de­nen ohne Ter­min­pro­bleme, das vor­wer­fen zu lassen.

    Au­ßer­dem ist es nicht al­les nur eine Frage der Or­ga­ni­sa­tion. Wenn man eine Zeit lang 3 mal die Wo­che 7.15 oder 7.30 ei­nen Ter­min mit dem ei­nen Kind in der Uni­kli­nik hat, weils die The­ra­pie nur dort gibt, und um 8 die Schule an­fängt, man recht­zei­tig wie­der zu Hause sein muss, um bei dem an­de­ren Kind zu sein da­mit Mama rech­te­zei­tig mit der Bahn!!! auf Ar­beit kann, geht das nicht an­ders. Jetzt wo das mit der Uni­kli­nik weg­fällt, wird auch al­les was geht mit den Fahr­rä­dern ge­macht. Aber die WAHL ha­ben, die ALTERNATIVE, das will ich!!!

  20. Viel­eicht schaf­fen es die Rad­fah­rer ja dann end­lich mal die Straße statt die Geh­wege zu nut­zen! Das nervt als Fuß­gän­ger näm­lich tierisch…

  21. Wie sind ei­gent­lich die ge­nauen Ver­kehr­re­geln so ei­ner "für Rad­fah­rer frei­ge­ge­be­nen" Einbahnstraße? 

    In ei­ner aus­ge­spro­che­nen Fahr­rad­straße ha­ben ja Rad­fah­rer mei­nes Wis­sens Vor­fahrt in beide Richtungen.

    In ei­ner "frei­ge­ge­be­nen Ein­bahn­straße" verha­elt sich das an­ders, oder? Er­fah­rung aus der Alaun­straße: man darf Rad fah­ren, so lange kein Auto ent­ge­gen kommt und sich an­sons­ten in freie Parkluecken kuschen.

    Weiss je­mand genaueres?

  22. @emmma
    Das würde mich auch in­ter­es­sie­ren. In der Alaun­str. geht das ja grad noch so. In der Ti­mae­us­str. pas­sen aber Auto und Rad je­doch an­ein­an­der nicht vor­bei. Und da die "Hin­der­nisse", also par­kende Au­tos, auf der Seite des ein­bahn­stra­ßen­rich­tig­rum­nut­zen­den Au­tos lie­gen, müsste die­ses ei­gent­lich aus­wei­chen. Ver­mut­lich wird der Rad­fah­rer aber wohl eher auf den Fuß­weg wechseln ;-)

  23. @emmma & FX
    Die ge­nauen Re­ge­lun­gen in frei­ge­ge­ben Ein­bahn­stra­ßen sind so, wie auf je­der "nor­ma­len Straße" auch, nur dass in die eine Rich­tung keine Au­tos fah­ren dür­fen. Also:
    – aus­rei­chen­den Ab­stand zu par­ken­den Au­tos hal­ten, sonst gibts wo­mög­lich eine Teil­schuld bei Un­fäl­len mit sich öff­nen­den Tü­ren. Als aus­rei­chen­den Ab­stand wird meis­tens etwa 1m bezeichnet.
    – de­fen­siv und vor­aus­schau­end fah­ren (so­wohl Auto- als auch Rad­fah­rer). Also auch­mal je­man­den durchlassen.
    – es gibt in sol­chen Stra­ßen kein be­son­de­res Vor­recht für Au­to­fah­rer. Mit dem Auto darf le­dig­lich in eine Rich­tung ge­fah­ren wer­den und nicht in beide wie mit dem Rad.

    Für mehr In­for­ma­tio­nen: Recht für Rad­fah­rer von Diet­mar Kett­ler, käuf­lich zu er­wer­ben bspw. im ADFC-Laden…

  24. Liebe Alma,
    lie­ber "kin­der­lo­ser, le­di­ger Rest der Welt",

    wie sehr du die welt aus al­lein dei­ner sicht be­ur­teilst, zeigt, daß du dir of­fen­sicht­lich fol­gende si­tua­tio­nen nicht vor­stel­len in der lage bist :

    - 2 Ein­kaufs­tü­ten und ein quän­geln­des klein­kind zu fuß oder
    – men­schen, die täg­lich auf ar­beit pen­deln (nicht per öpnv erreichbar)
    – kleinkind=wenig schlaf=keine ner­ven mehr, früh auch noch 40 min eher auf­zu­ste­hen, um das auto stehenzulassen
    ‑wet­ter­be­din­gun­gen (frost, re­gen, glätte etc), un­ter de­nen man ein klei­nes kind nicht gern quer durchs vier­tel tra­gen will/​kann
    – mehr als 1 kind an der hand…
    – Ter­min drängt, man hat aber ein kind an der backe
    – arztbesuche
    – ge­wer­be­leute, die fah­ren müs­sen und in der neu­stadt wohnen
    – etc. pp.

    Als Viel-Laufer,Radfahrer,Brückengegner und Au­to­fah­rer muss ich jetzt mal ge­gen deine un­dif­fe­ren­zierte und kli­schee­hafte sin­gle-po­le­mik wet­tern. Si­cher wäre eine stadt ohne au­tos fan­tas­tisch, aber noch fan­tas­ti­scher wäre eine ge­sell­schaft ohne die NOTWENDIGKEIT von au­tos. Wer hier be­haup­tet, man könne al­les per öpnv oder zu fuß er­le­di­gen, ist ent­we­der noch 16 oder sieht nur ei­nen teil der welt ums sich rum oder ge­hört zum klei­nen teil der glück­li­chen (?), die wohnen/​arbeiten/​ausgehen im 2km-radius.
    Mein per­sön­li­cher ar­beits­ra­dius be­wegt sich zwi­schen 5 und 250 km, und im jahr 2011 wird es si­cher noch mehr leute ge­ben, die nicht aus­schließ­lich im dresd­ner stadt­ge­biet arbeiten.

    Und wo­her willst du wis­sen, aus wel­chen grün­den je­mand seine kin­der be­kom­men hat (oder ob er ver­hei­ra­tet ist) ?? Die sol­chen Un­ter­stel­lun­gen zu­grun­de­lie­gen­den Über­le­gun­gen sind eli­tä­rer und zy­ni­scher stuss. 

    Wir hat­ten ne ähn­li­che dis­kus­sion letz­tens schon mal hier, das pro­blem scheint zu sein, daß ein gro­ßer teil der teil­neh­mer hier "au­to­fah­rer" as­so­zi­iert mit dem sauftouristischen/​prolligen/​fußfaulen teil der be­völ­ke­rung, als wel­chen mensch ihn be­que­m­er­weise sieht, so­lange er nicht selbst fah­ren muss.
    Nimmst du al­len erns­tes an, 16000 ein­woh­ner (ab­züg­lich kin­der, stu­den­ten u.ä.) kön­nen alle im nä­he­ren stadt­ge­biet ar­bei­ten ? Oder ist das schon jen­seits dei­ner welt ? Ar­bei­ten müs­sen auch ? 

    Frank

  25. Noch­mal zur Ti­mäus­straße. Wie ge­sagt wurde muss man als Au­to­fah­rer auch Ab­stand zu par­ken­den Au­tos hal­ten. Wenn ich da 1m zu den Au­tos ein­halte, so fahre ich am lin­ken Bord­stein lang. Wo soll da noch ein Rad­fah­rer da­zwi­schen pas­sen wenn ich vor al­lem zu dem auch noch 2m Ab­stand las­sen soll?

    Au­to­freie Neu­stadt? Jaja, die Neu­stadt ge­hört NICHT den Rad­fah­rern, auch wenn die es gerne so hät­ten. Und das ge­maule von den Rad­fah­rern über die Au­to­fah­rer… um­ge­kehrt, schon mal ei­nen rad­fah­rer ge­se­hen der sich an die Ver­kehrs­re­geln hält? Au­ßer­dem wenn Rad­fah­rer den­ken sie könn­ten über die Stra­ßen be­stim­men, so sol­len sie auch KFZ/​Straßen Steu­ern zahlen.

    Ich sel­ber bin auch auf das Auto an­ge­wie­sen. Nicht nur weil ich 10–15min/Strecke zu/​von Ar­beit ein­spare, auch war das eine Vorraus­set­zung zur Ein­stel­lung weil ich da­mit oft rum­fah­ren muss.

    Und sol­che dum­men Vor­schläge wie Au­tos au­ßer­halb der Neu­stadt ab­stel­len… Sol­len ir­gend­wel­che Ge­bäude dazu nie­der­ge­ris­sen wer­den da­mit Park­flä­chen ent­ste­hen? Warum lasst ihr Rad­fah­rer nicht ein gro­ßes Fahr­rad­haus au­ßer­halb der Neu­stadt bauen und lauft zu Fuß bis da­hin und fahrt von da aus los? So könnte man sich auch aus dem weg gehen ;-)

  26. @Frank
    frag doch mal bei den Bei­spie­len, die Du auf­ge­führt hast, die Men­schen, die diese ohne ei­ge­nen PKW ab­sol­vie­ren – geht näm­lich auch ;-)
    Ich glaube, es geht gar nicht so sehr darum, ob Auto oder keins, son­dern, dass Al­ter­na­ti­ven 1. zur Ver­fü­gung ste­hen und 2. diese den per­sön­li­chen Ho­ri­zont erreichen.
    Grad in der Neu­stadt gibt es meh­rere Car-Sharing-An­ge­bote, ge­nü­gend Ta­xis, Stra­ßen­bah­nen ebenso – falls das Rad nicht fährt.
    Das Auto könnte z.B. auch an ei­ner Stelle ste­hen, die mit der Bahn in kür­zes­ter Zeit er­reich­bar ist, dort viel­leicht eis- und schneefrei.
    Au­ßer­dem plä­diere ich für ei­nen kos­ten­freien und bes­se­ren ÖPNV. Erst dann wer­den die meis­ten ih­ren PKW ste­hen lassen.
    Dann brau­chen wir auch keine 4‑spurigen Straßen ;-)
    Selbst­ver­ständ­lich gibt es auch die Si­tua­tion, in der ein ei­ge­ner PKW nütz­lich ist.

  27. Lie­ber Frank,

    Da ich ja ge­schrie­ben habe, dass ich sel­ber Mut­ter ei­nes Klein­kin­des bin, zu­dem ar­bei­ten gehe und Ter­min­druck habe, durch­laufe ich je­den Tag die von Dir be­schrie­be­nen Sze­na­rien. Und um die Frage vor­weg­zu­grei­fen, es macht oft kei­nen Spaß und ist an­stren­gend! Dass es da­für kei­nen Schön­heits­preis gibt, ist si­cher­lich klar. Trotz al­lem be­steht hier keine un­mit­tel­bare Not­wen­dig­keit und ist so­mit doch wie­der eine Frage der Be­quem­lich­keit, ob ein Le­ben im ur­ba­nen Raum mit oder ohne Auto zu be­wäl­ti­gen ist.
    Wenn der Ar­beits­platz mit den Öf­fent­li­chen schlecht zu er­rei­chen ist, sind das doch wie­der an­dere Bedingungen.

    Die Kern­frage stellt sich doch für alle glei­cher­ma­ßen: Geht es ohne Auto in der Stadt? Oder bes­ser; Ist dem Be­dürf­nis nach dem mo­to­ri­sier­ten In­di­vi­du­al­trans­port zu­künf­tig über­haupt noch nachzukommen?

  28. Es wird hier im­mer ge­schrie­ben von "kei­ner Not­wen­dig­keit ei­nes Au­tos". Wie sieht es aber mit dem Rad aus? Da­für gibt es auch keine Not­wen­dig­keit! Die rad fah­ren kön­nen ha­ben nor­ma­ler­weise 2 ge­sunde Beine, man kann in DD prak­tisch al­les mit der OPNV er­rei­chen, paar Me­ter lau­fen und wenn es wei­ter sein soll mit dem Taxi fahren. ;-)))

    Alma: Nur weil du auch Kin­der hast, kannst du deine Si­tua­tion nicht mit der an­de­rer ver­glei­chen nur weil ein an­dere® auch Kin­der hat. Man hat versch. Wege, versch. Zei­ten u.ä.

    Aber mal ernst­haft, warum sind so viele Deut­sche so Fahr­rad­geil? In an­de­ren Län­dern wird man aus­gle­acht weil man mit Rad zum Bä­cker fährt weil es als Ar­mut gilt. Wenn man Geld hat, warum soll man das Geld nicht in Be­quem­lich­keit ver­wan­deln. Bei Stu­den­ten u.ä. sehe ich das ja ein.
    Und jetzt fangt bitte nicht an mit Um­welt und so. Die Kühe pup­sen viel mehr Co2 in die At­mos­häre als was ihr Rad­fah­rer an CO2 spart. Wollt ihr jetzt die Kühe ab­schaf­fen? Oder wer­det ihr des­halb Vegetarier?

  29. Na das find ich ja recht un­ter­halt­sam, dass hier aus so ei­ner klei­nen Rand­no­tiz eine tief­grei­fende, ge­sell­schafts­po­li­ti­sche De­batte ge­wor­den ist. Vie­len Dank für den klei­nen Ein­blick in eu­ren All­tag, meine So­li­da­ri­tät ge­hört jetzt mehr denn je al­len stress­ge­plag­ten Eltern!

    Aber zu­rück zum Thema. Ich finde es han­delt sich des­halb um eine Rand­no­tiz, weil ja in der Neu­stadt (und nicht nur da) schon im­mer Rad ge­fah­ren wird wo eben ge­rade Platz ist. Und das finde ich in Ord­nung so, das ma­che ich nicht an­ders. Ich hab al­ler­dings auch ein Auto, was ich aber fast nur für län­gere Stre­cken be­nutze. Wor­auf ich hin­aus will ist, das ich beide Sei­ten kenne und der Mei­nung bin, dass wenn alle nur ein klei­nes biß­chen Rück­sicht auf­ein­an­der neh­men es ei­gent­lich keine Pro­bleme gibt.

    Ver­steh auch nicht so ganz die Auf­re­gung, weil ich im­mer das Ge­fühl hab der Ver­kehr in der Neu­stadt fliest ganz gut (was nicht mit schnell zu ver­wech­seln ist).

    Was ich nicht ab kann sind diese "Ver­kehrs­fa­na­tis­ten", also diese Sorte von ver­kehrs­teil­neh­mer die den­ken sie sind im­mer im Recht, und alle an­de­ren von der Straße ver­dam­men wollen.

    In die­sem Sinne,
    im­mer schön ent­spannt bleiben

  30. Ich be­ob­achte es sehr in­ter­es­siert, wie die Re­ak­tio­nen auf mei­nen zu­ge­ge­ben po­la­ri­sie­ren­den Stand­punkt aus­fal­len. Da­bei ist es auch ne­ben­säch­lich, wer mit dem an­ge­spann­tes­ten All­tag auf­zu­war­ten hat und es ist auch rum wie num, ob das Le­ben ei­ner Fa­mi­lie oder ei­ner ein­zel­nen Per­son or­ga­ni­siert wer­den muss.
    Ich habe nur fest­ge­stellt, wenn man bei der Be­quem­lich­keit ein paar Ab­stri­che macht, er­öff­net sich wie­derum eine Viel­zahl von Frei­hei­ten und Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten. So zum Bei­spiel, dass, wenn ich mich durch die Öf­fent­li­chen trans­por­tie­ren lasse, ich Bücher/​Zeitung le­sen kann und so­mit die­ser Trans­port­vor­gang gut in­ves­tierte Frei­zeit ist. Da ich je­den Tag mehr­mals die Brü­cken über­fah­ren muss, kann ich mir ge­nau­so­we­nig vor­stel­len, dass man mit dem Auto ef­fi­zi­en­ter (und ent­spann­ter) am Ziel an­kommt. Dem folgt dann das ner­vige Park­platz­su­chen für Au­to­fah­rer, wor­auf ich gerne ver­zichte. An die­ser Stelle gebe ich Rad (die Di­stan­zen kann ich schlecht lau­fen) und Bahn gerne den Vorzug!

    Und ich finde es völ­lig le­gi­tim zu sa­gen: Ich steige aus Be­quem­lich­keit ins Auto…mit die­sem Stand­punkt habe ich nicht das ge­ringste Pro­blem. Bloß wer­den oft Recht­fer­ti­gungs­stra­te­gien für die Au­to­an­ge­wie­sen­heit be­müht, die ehr­li­cher­weise oft­mals nicht zutreffen.

    Es möge sich je­der nach sei­nem "Ge­schmäckle" trans­por­tie­ren lassen.

    Mein Ver­zicht auf ein Auto un­ter­liegt le­dig­lich ei­ner ehr­li­chen "Ef­fi­zi­enz­prü­fung" und da fällt es lei­der durch.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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